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^'s lag in der Absicht, diesen Antrag schon auf die Tagesordnung der Mittwochssitzung zu bringen; man will jedoch den Parteien Zeit lasicn, sich mehr damit bekannt zu machen, und so wird die Angelegenheit erst am näch­sten Montag zur Verhandlung kommen.

Berlin, 23. Februar. Die oberste Reichs-Postbehörde hat den Post- anstalte» ans das Neue eine behutsame Behandlung der Pakete in einer Ver­fügung vom 18. d. Mts. zur Pflicht gemacht.Beim Verladeschäfte ist an vielen Liellen die Gewohnheit eingewurzelt, die Pakete in die Behältnisse und Laderäimic heneinzuwerfen, statt sie von Hand zu Hand zu reichen und schon- Uch niederzulegen. Diesem Unfnge, in Folge dessen Beschädigungen von Post­sendungen, auch bei sorgfältigster Verpackung dnrch die Aufgeber, unausbieib- lich sind, muß mit aller Energie cntgegengetreten werden."

Berlin, 24. Februar. Das Abgeordnetenhaus hat heute die Herren- - haus-Bcschlüsse über die Civilche angenommen gegen die Stimmen des Een- i trums und der Polen.

Berlin, 24. Februar. Das Abgeordnetenhaus hat nach längerer De- batte^das Civilehe-Gesetz in der ihm vom Herrenhause gegebenen Fassung gegen die Stimmen der Pole» und des Centrnms angenommen. Bei § 54, betr. die Entschädigung der Geistlichen für die ihnen entgehenden Theile ihrer Besoldung erklärte der Cultusniimster: Die Regierung denke nicht im Entferntesten daran das Budgetrecht des Hauses zu beeinträchtigen, sie werde die erforderlich wer­dende Summe in den Etat einstellen und die Bewilligung des Landtags ein- hvlen. Eine Resolution von Virchow betreffs der Führung von Registern über die Todesursachen der Verstorbenen wurde gleichfalls angenommen, ebenso ein «»trag Petn's, die Regiernng möge sobald als möglich ein Gesetz über die Rechtsgriiiidsatze für die Eheschließung und Ehetrennung im Bereiche der Mo- narchie vorlegen. Das Ministerium beantragt auf Grund allerböchster Ermäch­tigung, die Vertagung des Landtages vom 25. Februar bis 13. April auSru- sprechen. Das Haus stimmt morgen darüber ab.

, 24 8'bynar. ®ieKölner Leitung" vernimmt, daß das am

1. April fällige Gehalt des Erzbischofs Melchers mit Beschlag belegt wer- beit soll.

1. Son|°"' 2; Ternär. DerMoruing Post" zufolge beabsichtigt die Königin nach Aukimft der Herzogin von Edinburgh einen feierlichen Einzug in London a i der Seite der neuen Schwiegertochter zu halteii.

Dem Vernehmen nach wird Lord Odo Russell, der Botschafter in Berlin, ui Anerkennung seiner Verdienste das Band des Bathvrbcus erhalten.

Große Nvth, wird heute derTimes" aiiS Kalkutta telegraphirt, herrscht im ganzen Reißstnche zwischen den Flüffeii Ghorza und Kosi, Nepal nut emgeschlosse». Das Volk wandert nach Süden. Sir R. Temple hat sich nach dem am stärkstei, heimgesuchten Mudhiibani begeben. Der Vicekönig be- richtet ui seinem Wochen-Telegramme, daß mit Ausnahme von Nord-Äehar fast überall d,e Lage des Volkes sich gebessert habe. Nahezu 150,000 Tonnen ,0'6 wird nach den nothleidenden Gegenden geschickt werden und 213,000 Ar- beiter sind bei den Nothbauten beschäftigt. Die in der Londoner City veran­stalteten Sammlungen haben bis gestern 18,000 L. ergeben.

2b. Februar. DerHour" bespricht den Brief des Kaiser« Wilhelm an Earl Russell und bezeichnet das Schreiben als von aleicher Be­hütung ivie der Brief des Kaisers an den Papst. Die einfachen Daukesworte kennzelchneten die Situation und bewiesen, mit wie starken und snmpatlriscben Bauden die beiden Nationen in der Bekämpfung der mit der Unabhänaiakett des Staates und der Civilisation unvereinbaren Ansprüche des Vaticane ver­bunden seien. Der Brief des Kaisers zeige der Welt, daß Deutschland im Wesentlichen Englands Kampf vor 300 Jahren kämpfe.

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Posen, 24. Februar. Die Nachricht, daß für den Erzbischof im Ostro- wer Gcrichtögefangmß eine besondere Betcapellc errichtet worden, entbehrt ieder Begründung. v 1

Landau, 20. Februar. Zufolge höchste» Rescripts vom 9. Februar wurde dem altkatholischeu Priester Kühn in Landau der Genuß des doppelten landesfürstlicheii Tischtitels im Betrage von 208 fl. bewilligt. i'g y )

Ltrafiburg, 24 Februar. ' DieElsässer Corresp." meldet- *®er Straßburger Clerus richtete eine, angeblich mit 50 Unterschriften versehene Adresse an den Abgeordneten Teutsch, worin die Unterzeichner i rc^ 'n der Absicht, die Tragweite der Erklärungen Teutsch's

der Reichstagssitzung vom 18. d. Mts- zu verringern, gesprochen wurde

Jronfircid).

Presse lu^Ebr.'» Das Fest, welches die Direktoren der Pariser

findet pacht statt. am 12. März im Jndustriepalast geben wollen,

schiedene und unvereinbare Anschauungen über die Bedingungen der Eheschließung! 4>ariS 23 Mnm, tm. ,

®a.bie Anschauungen der Kirche, wenigstens der evangelische» auf der Monarchie' nubehrei, allen «ist«, Grundes zur Herstellung

sittlichen Gründen rnhen, darum Gewissenssachc sind, wollte und konnte der ' ' wunrrf.

Staat die Kirche nicht zwingen, sich seinen Grundsätzen zu fügen, und hat darum mit allem Recht die beiden Gebiete völlig getrennt, so daß sowohl der Staat, als die Kirche, ohne sich gegenseitig zu hindern, ihre Grundsätze in der Eheschließung geltend machen können. Würden nun doch wieder Diener der Kirche mit der^bürgerlichen Eheschließung beauftragt, so würde damit der Eonflict zwischen Staat und Kirche dem Einzelnen anfcrlegt. Er könnte häufig in den Fall kommen, als Civilstandsbeamter ein Paar trauen zu müssen, dem er die kirchliche Trauung verweigern muß, V. unrechtmäßig Geschiedenen. Wäre das nicht der empfindlichste Selbstwiderspruch, ja ein wahrer Gewissens­zwang ? Sollte es dennoch ein solches Verbrechen sein, wenn Geistliche sich

.sp""?' 24 Fobruar.Bien Public" veröffentliche ei» Schreiben Thiers an Sepetit, Sanbtbaten der gemäßigie» Republikaner in Vienne, worin Th'ors dem ^.-ahl-Circular Lepetit's zustimmt unb ferner aueführl: Dem Lande fei eine Regierung nothwendig, welche auf feste und sichere Gr.mdlaqen qegrün- det, in ihrer Form einen möglichst bestimmten und entschiedenen Charakter haben muss., um in ihrem politischen Handeln von bestimmte» Gesichtspimkten ausgehe» z,, können. Der die Masse» beherrscheiide Geist und die Spaltung unter den monarchischen Parteien lasse die Monarchie nnmüglich, die Errichiuna vor solchem Gewissenszwang zu wahren suchen, ' und sollte» bie~ freisinnige» trägt Mallem äiisführbar ersch!in'en° ^Dies^ie^seine'^b ^orsöhiilicbkeii Rechnung

Berlin, 23. Februar. Die »och anwesende» elsaß-lothringische» Ab- nve Revublck aussvttck>^»nd'k^"'^ und Consequenz für die conserva- georbneten betheiligten sich heute bei allen Abstimmungen des Reichstages. Sie des Landes auikläre ahn, fi, L b,füber die Stimmung habe» beute eine» »ene» Antrag eiugebracht, de» die Führer u»d die Mchr- würbebi IM*SrÄ ^der andere Ausfall der Wahlen

zahl der Mtglieder des Centrums eingereicht haben und welcher also lautet: fahrt und das Ansehen bt^ Laudes"beAnt?äckt äen t>tm^re uub ble Wahl- Der Reichstag wolle beschließen, bem nachstehenben Gesetz-Entwurf seine ' 9 beeinträchtigen.

Zustimmung zu geben : JtüfiCR.

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2J die Ausweisung solcher gerichtlich bestrafter Personen, welche an bem SpQIUflt

Drtbc« Belagerungszustanbes ober in bem Bezirk bestechen fernen Wohnsitz Madrid, 22. Februar. Das Eeschwaber hat gestern bas Bombarbe.

3) bie Ablieferung von Waffe» iu,b Munition; Madrid'. snr

4) die Untersagung aller Leröffeutlichiuigen, Vereine unb Versarnmlun- marfd^r Ungestelltz b die |ÄSuSnfHai ffi.t^eTan'fce? Mit ISS; ÄS1,,1Mn 9CC,3net ^«nen, Unordnung her- Wirkung bei be» Lärischm ÄÄT

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.. k,,93?..8-.0' 2° Februar Die ,Schles. Presse" meldet:Die Gemälde unb Bilder, Fürst bl, chofS Zimmer schmückten, sind heute Morgen in dem Schwuraenchtoaale versteigert worden. Der dem Publlkum zugemessene Ruum vermochtc dieWcu;

"Kauslustigen" kaum zu fassen. Die Gemälde re. hatten dasselbe Glück, wie der ' größte The»! des fchon früher verauctionirtcn fürstbischöflichcn Mobiliars: sie wurden nämlich ; jU| vellplc..os hohcn Preuen losgeichlagcn, was darin feinen Grund hat, daß Herr Canonicus Gleich alle Gebote überstieg. DoS große Oelgemälde, darstellend Maria Stuart wäbrend des I ^stand Herr Ganomcuö Gleich für den Preis von Lhlr., die beidin kleineren, ! baxpcUcnu denKaiser" und denKronprinzen", für 1U5 Xhlr. bez. 200 Tblr. Die Änweicnden i horten nie den Ramcn des Alles auskaufenden 6anonicus von dem versteigernden Präco auS- 1 ru^n, an lautes "Derselbe", womit jener gemeint war, schallte bald nach dem Hammerschlaqe I tUTd) den Vaal. einziges Mal konnte man einen anderen Namen hören: einefromme 1

°U? Provinzialstadt D., erstand daS Bild einerNonne" und eines .MöncheS" für 14 Tblr., doch wird dasselbe auch fernerhin die Zimmer des Fürstbischofs schmücken, da, 1 wie verlautet, die gegenwärtige Besitzerin der Bilder letztere Jenem verebren wirb. Für die f Statuette der heil. Hedwig auS carrarischem Marmor wurden mehr als HOO Thlr. erzielt."

. 7". gräßlicher Unglücksfall ereignete sich die er Tage in dem russischen Dorfe 1 Lroizroze. Daselbst waren neun Bauernfrauen beschäftigt, für he Gutsberrin Flachs au reinigen. >sie nahmen diese Arbclt, wie cS gewöhnlich in den Dörfern geschieht, in dem zu diesem Zwecke geheizten BadebauS vor und hatten sich, um noch vor dem auf den nächsten Tag fallenden Feiertag fertig zu werden, Morgens sehr früh an die Arbeit gemacht, so daß sie 1 bin dicht arbeiten mußten Ginige Vorsicht gebrauchten sie dabei allerdings, sie stellten das Lickt wenigsten« »n c»ne Laterne; da diese aber niedrig und daS Licht ziemlick doch war, so wurde hene Vorsichtsmaßregel wieder gänzlick neutralisirt. Die Flamme de« Llckles scklug über die I KahTne hnau« nne« der Flachsbü'ckel, mit welchen die Frauen bin und berliefen, 'fing Feuer ? sbQ ^-?-Qnb t,C flü,n^c mit F'acks angesüllte Badestube in Flammen. Zum Unglücke öffnete sich cle ^.hur nur nach innen und war tbeiltoeife durch FlachSdüschcl verbarricadirt, und bis es den nach der Tbur rennenden und drängenden Dauerssrauen gelang, dieselbe zu öffnen, standen sie schon selbst gänzlich tn Flammen. Fünf der Unglücklichen kamen bald verbrannt durch die