Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
4688) Bei der am 22. d. M. stattgehabten Wahl der Stadtverordneten für die Stadt Gießen find gewählt worden:
Im ersten Bezirk:
3^>err Meyer Hoinbergcr, Fabrikant
mit
154
Stimmen
, Adolph Noll, Fabrikant
r
131
w
, Ludwig Kauf, Ortsgertchtörnann
r
129
V
, Theophil Baist, Hofger.-Advocat
r
110
r
, Christian Lchopback, Schreinermeister
r
102
r
„ Wilhelm T-erber, Buchhändler
V
97
V
Im zweiten Bezirk:
Herr Varl Diertt, Hofgerichls-Advocat
mit
145
Stimmen
Philipp Lüdeking, Ortögerichtsvorsteher
F
127
F
y Ferdinand Gail, Fabrikant
V
113
F
, Julius Hoch, Bauunternehmer
V
111
F
r Jean Haustein, Fabrikant
V
93
F
, Benjamin Korber, Rechner
V
92
F
Im dritten Bezirk:
Herr August Noll, Bäckermeister mit 129 Stimme
, Wilhelm Schmoll, Kaufmann , 115 ,
, (?mil Mai, Lchmiedmeister , 95 ,
, Benjamin Körber, Rechner , 74 ,
, Richard Scheel, Kaufmann , 62 ,
, Philipp Lüdeking, OrtSgerichtsvorsteher , 53 ,
Es wird dies mit dem Anfügen rur öffentlichen Kenntniß flt1 bracht, daß die Wahlprotocolle und die «bftimmungslisten drei Tag' lang, am 25., 26. und 28. d. M- zur Einsicht der Stimmberechtigten auf unserem Bureau offen liegen und binnen dieser Zeit E» Wendungen gegen die Wahl und gegen die Gewählten, sowie gelch lich zulässige Ablehnungen bei Meldung des Äusschluffes bei ufli vorgebracht werden können.
Gießen, am 23. September 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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"" «T Tlnnnfrfiöii und ein LSjähriger Bräutigam reichte seine Hand einer 73jährigen Frau, welche bereits zwkt» i
(LclCQinpijiicye Depejcyen. mal verwittwet war. («a»f-Ztg)
Berlin 23 Sept. Die „Provinzial - Correspondenz", die Reise des Athen. In Tripolitza wurde vor einigen Tagen das TodeSurtheil gegen dm ; Kaisers und die Bcsichnanna der sächsischen und süddeutschen Truppen bespre- Gymnastallchüln P-Wn »ollstr.ckt, her feinen Dlrrolor meuchlings ermordete, weil tiefer iln . chL sägt: Diese Hkersch-uen bekundeten nicht blos den beseelenden Gastet m^'ine hoher. Dompffchlfffuhr.« s.f-°ichnft («dl.rstln... m
unter den deutschen Truppen und der deutschen Bevölkerung, welcher Die deutsche. Hamburg gehörende Postdampsschiff „Göthe", Capitän Wilson, welches am 3. Scvlbr von bi t . Heeres Einheit air Vollendung bringe, sondern gewährten dem Kaiser auch die'abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von total ll Tagen in Stunden (von der 6b< I llche Tbatsache geblieben, sondern eine wahre Herzenv-Besrikdigung geworden Hornburg gehörende Postdampfschiff „Lessing", Capitän Toosbuv, trat am 17 Septbr f«!V I ist, welche auch Preußen den Ucbergang alter Zustände in neue erleichtert hat. biiltc diesjährige Reise mit 337 Paffagieren — worunter 87 Cajüts-Paffagiere — sowie > b I Der gemeinsame Kampf für Deutschland unter Preußens Führung habe deu Post und Ladung von Hamburg direkt ohne Zwischenhäfen an-ulaufen nach New York an. I
dcrn gesonnen ist.
— Den Witzmachern ist nichts heilig, wie man aus Nachstehendem ersieht. Lind wir . recht unterrichtet, dann stammt der neueste Scherz der Kalauer Periode aus einer Gesellschaft q>Jnm on K-Nt-mber Der Davst erfreut sich des besten Wohlseins, von Organisten, woselbst die Frage aufgeworfen wurde, welche Choräle sich wohl am besten für
.. 7 Lx V 7,{'^iwMPrnniiae Mädchen eigneten? Einer jener Organisten beantwortete dieselbe folgendermaßen Vom V>
empfangt täglich zahlreichen Besuch und macht seine üblichen Spaziergänge. 20 ^ahrc eignet sich am besten: „Dom Himmel hoch da komm' ich her re."; tont 20. Dagegen wird der Eardinal Antonelli stark vom Podagra geplagt, was iyn m- ß,g 25: „Liebster Jesu wir sind hier rc"; vom 25. bis 30.: „ES ist gewißlich an tti dessen nicht abhält, die lausenden Geschäfte zu besorgen. Vor einigen Tagen Zeit rc.; vom 30. bis 35.: „Herr straf' mich nicht in Deinem Zorne ,c."; vom 35 bis 10 : ist der Erzbischof von Guatemala, Monsignore Bernardo Pinol y Aycenina, »AuS tiefer Roth schrei ich zu Dir re."; und endlich über 40 Jahre: „Run ruhen qüi hier angekommen und hatte über die kirchlichen Angelegenheiten jener Republik "Wefel. 15. Sept. Hiesige Blätter bringen folgende Bekanntmachung: „Das Pfaar. eine lange Unterredung mit dem Papste. Dieser empfing gestern Abend den ^ÜUg tn der St. Martini. Gemeinde nebst großem Garten ist zu vermiethen. Das Nähere zu Cardinal Bonnechose und heute Vormittag Herrn v. Corcelles, der nach Ab- erfragen bei dem Unterzeichneten. Wesel, 9. Sept. 1H74. Der Bürgermeister v. Albert." lauf seiner Ferien zuerst von allen fremden Diplomaten wieder nach Nom zu- Elberfeld, 15. Sept. Auf dem hiesigen Civilstands Amte erschienen heute »r.« luuj jvuiti öuvti* v 1 T Brautpaare, welche zusammen ein Alter von 262 Jahren reprasentiren. Em <2jabrtger BrL» i
rückgekebrt ist. —————E—- tigam heiralhete — er war heute zum dritten Male Bräutigam — eine 58jährtge Junzfrar, '
Königinnen von Sachsen und Württemberg, die Großherzogin von Baden und neuerworbenen Landestheilen die Zusammengehörigkeit mit Preußen lieb und die Prinzessin Alice von Hessen sagten bereits ihre Betheiligung zu. werth gemacht. — Rach demselben Blatte reist der Kaiser am 27. September
Würzburg, 19. September. Unterm gestrigen wurde der Attentäter nach Baden-Baden ab, wo er am 30. den Geburtstag der Kaiserin begehen
Kullmann in das Gefängniß des hiesigen Schwurgerichts verbracht, nachdem und hernach noch bis gegen Mitte October verweilen wird.
derselbe durch Beschluß des königlichen Appellationsgerichts zu Bamberg wegen Posen, 23. Sept. Die „Ostdeutsche Ztg." veröffentlicht ein Promo- Mordversuches vor das Schwurgericht von Unterfranken und Aschaffenburg zur moria des Probstes Kubeczak an den Metropolitan des Dom-Capitels. Kube. Aburtheilung in der am 19. October d. I. beginnenden Assisenverhandlung czak erklärt die gegen ihn ausgesprochene E^communication für millundnichtig, verwiesen wurde. Die Ueberwachung Kullmann's erfolgt dahier in der näm- da solche nur dem Papste oder dem Bischöfe zustehe, unb protestirt dagegen, licken sorafältiaen Weise, wie in Schweinfurt. (Frkstr. Ztg.) erklärt auch, gegen Rzeniewski gesetzlich vorgehen zu wollen.
Jrnnfcrptrfi Bern, 23. Sept. Der Poft-Eongreß hat ferner die Transit-Sätze
diuiluu ity» _ folgendermaßen festgestellt: Briefe bis 1 Kilogramm Gesammtgewicht 2 Fr.,
Paris, 22. September. Die Präfekten haben Instructionen betreffs-andere Eorrespondenz-Objecte bis 1 Kilogr. 25 Cent. Benützt die Transit, der bevorstehenden Generalraths-Wahlen erhalten. Der Minister des Innern Linie 750 Kilometer, tritt die doppelte Taxe ein. Bezüglich des See-Transits theilt ihnen mit, daß bei dieser Gelegenheit die öffentlichen Wahlversammlun- genehmigte der Congreß folgende Taxe: für Briefe bis 1 Kilogr. Gesammtge- aen nicht geduldet werden dürfen, da dieselbe nur bei Wahlen für die National- wicht bei mehr als 300 Seemeilen 6 Fr. 50 Cent-, für andere Correspondenz. Versammlung statthaft sind. Der Minister will, daß die Politik diesen Wah- Objecte 50 Cent.
kn ganz fremd bleibe. Derselbe stützt sich dabei auf ein Gesetz des Kaiserreichs, Newyork, 23. Sept. Die republikanische Convention in Alabama bat das selbst aber schon unter diesem nicht mehr in Anwendung kam. den General Diw als Gegencandidat gegen den demokratischen Gouvenieur-
__ Das Schloß Pierrefonds, das bekanntlich auf Kosten der Kaiserin Candidaten Tilden aufgestellt. Da in Alabama die Unruhen zwischen Negern
Eugenie restaurirt worden ist, soll von der Negierung zum Sitze einer nach und Weißen fortdauern, so sind Truppen dorthin abgegangen.
deutschem Muster zu errichtenden Forstschule bestimmt sein. ----- - - m
Paris, 22. September. Der ultramontane „Monde" will wiffen, die VeruriscbteS.
Abberufung des Orünoque sei festbeschloffene Sache, und ist sehr erbost darüber, . *
t , ' o i Cvr finhri pä fpltinm dasi Frankfurt, 10. September. Johann Koch aus Rtederrad hatte eine elaenthumlichr
da der Papst nunmehr Völl S pr°>sg-g°b°n l - «r «wd-t B nämttd) fein R.nt nid,t zum Schulbesuch an und zahlt turt^
die Regierung in dem Augenblicke, wo zahlreiche Wahlen stattfillven lOlieil, |ICI) ^jEch monatlich 5 bis 7 fl. Schul - Strafgelder Da die letzte Strafe nicht cinzubringf7.
die Katholiken so entfremde. — Das „Univers" ist heute wieder erschienen, war, sollte er dieselbe absitzen. Am 2. September Morgens wurde er vom OrtSdiener abge-
Npnillnt besvrickt darin die Suspension, ohne etwas Besonderes zu sagen. Er holt und in den Gemeinde Arrest, der mit dem Spritzenhaus identisch ist, verbracht. Damit a
^einu IP W c nv mipbPT siisvendirt werden. nichts an der Spritze machen könne, wurde dieselbe vor die Thüre gezogen und der Eingang
meint nur, das Blatt lverde Nicht w 1 IP ' . (-.g. c ,. verschloffen. Nachdem der Beklagte dingfest gemacht, ging der Ortsbiener fort, fing noch einen
— Der hiesige russische Botschafter Fürst Xjrlotv ist Ui aj|iciioe, geyi Ntederräder wegen des gleichen Vergehens ein und sperrte ihn zu dem Leidensgefährten. Hier- also nicht nach Biarritz. auf, erzählte Koch, hätten sich die Schulkinder vor dem Spritzenhaus gesammelt, an da« Thor
DariÄ 22 September. Die Regierung hat Befehl ertheilt, in den geklopft und gesungen: „Heute ist der Tag, wo Napoleon bei Sedan gefangen, heute sind zwei
südlichen Departement« die Freiheitsbänme abhauen zu lasten, da sie Anlaß zu
Unruhen geben. Der „Franyats" erblickt m dieser kleinlichen Maßregel einen an's Werk und begab sich wieder in Freiheit, das heißt, er ging in einen benachbarten Schnaps» hohen Beweis von Entschlossenheit, die Ruhe aufrecht zu erhalten und der laben. Von hier wurde er wieder in's Gefängniß abgeführt und daffelbe vorsorglich gesprirür Demaaoaie entaeacn AU wirken- Man sollte meinen, Mac Mahon und seine Es dauerte nicht lange, so war auch diese- Hinderniß mittelst einer Latte beseitigt und tu Jü. ।c-a... September-Sonne fiel freundlich in's Spritzenhaus. Koch verspürte Hunger und wollte, diesem
Minister konnten bessere und wirksamere Mittel finden, um das Wohl des @eI)ürfn(g Rechnung tragend, nach Hause gehen, woran er aber von dem Ortsdiener und dem Landes zu fördern. Die Freiheitsbaume in den Dörfern des südlichen Frank- bcflcn Hülfe herbeigeciUcn Nachtwächter, welche mit der gemessenen Instruction erschienen reichs sind wahrlich das Gefährliche nicht, das dem öffentlichen Frieden irgend- waren, ihn nunmehr in's Wachtlocal zu bringen, verhindert wurde. Bei dieser Gelegenheit ' hrnhf 7 nannte er den Lehrer, den Ortsdiener und den Schultheiß „Lumpen und Schufte" und fing
wie oroyr. , n„. „ SOnäv sogar mit den beiden Wächtern der öffentlichen Sicherheit zu raufen an, wobei er allerdings
Parts, 23. September. „Union macht unter ihren Mill an,chen Aach. ^8 zog. Für da» Lärmen erhielt K°ch drei Tage Haft, für da« Schimpfen und der.
richten die Mittheilung, daß man Tag und Nacht m den Gewehrsaoriken und geleisteten Widerstand vierzehn Tage Gefängniß.
Arsenalen an der Umbildung des Chaffepotgewehrs in das Gewehr vom Sy- Frankfurt, 22. Sept. Der Magistrat von Homburg v» d. H. hat in der Theuei n- rungs-Fragc der nothwendigsten Lebensmittel eine sehr entschiedene Stellung eingenommen
1Iem XV10 ?JDe no — r < crkiAvÄ In einer Bekanntmachung theilt er dem dortigen Publikum mit, daß die Preise für Fletsch
Paris, 23. September. Thiers ist gestern Abend nach Italien abge- Brod nicht im richtigen Berhältniß zu den Marktpreisen stünden, und fordert deshalb reist. — Der berühmte Geologe Elie de Beaumont ist gestorben. tellic Bäcker und Metzger auf, sofort entsprechend abzuschlagen. Sollte nicht Folge geleistet werden, carlistische Depesche aus Tolosa vom 22. d. meldet: Die Carlisten nahmen so behält sich der Magistrat weitere geeignete Maßregeln zur Beschaffung von billigerem vrod fci, QVtiU unb das Dorf Binrrum mit dem Bajonnet und machten achtzig und Fl-ifch vor. Zunächst f°rd-r! er zur Bildung von Confum-Berrin-n odrr «mchlung von 0ie Zlircye UNV vav -o * w Vereins-Bäckereten und Schlachtereien auf, welche er in jeder Weise zu Unterstützen und zu för«
Gefangene.
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