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jammlunz wird mit 369 gegen 340 Stimmen abgelehnt, woraus die Sitzung
Vermischtes
Jia rhafter als Fleisch, erspart die Revalesciere bei Erwachseyen und Kindern 50
D armstadt
In MedibÜGbien von Vz Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr.. 2 Pfund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr- 20 Sgr-, 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr-, 24 Pfund 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten : Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr., —
das letztere rührt von Dietz in Dresden her.
Wat fick tau Zrisfingen taudragen hatt.
Fürst Bismarck satt vergnäugt im Bad Un plegt sin'n kahlen Kopp, De Hoar güng'n ut dörch Sorg' för'n Staat, Bloß dree hett hei noch d'ropp.
Hei treckt sick an en flicht Mondur, Sett op fin'n ollen Haut, Un fohrt nah t Soolbad in de Cur, Dat Water deht ehm gaut.
Da kümmt so n Kirl mit 'n Murdgewehr
Zur gefl. Bcachlung.
Portotarife der Kaiser!. Poft mit Angabe sämmtlicher im Umkreis von 10 geographischen Meilen um Gießen belegenen Postanstalten sind in der Erepd. d. Bl. ä 6 fr. pr. Stück zu haben.
Zum Feste.
Ein Jeder, der gestern gegen Abend die Hauptstraßen unserer Stadt passirte, muß hoch erfreut gewefen sein über den Schmuck der Häuser und Straßen, wozu die Einwohner alle Mühe aufgeboten, um die Bedeutung des Festes dadurch zu erhöhen. Leider wird aber in einem Haupttheile der Stadt, am ^eltersweg, dadurch ein fchlcchter Eindruck hervorgerufen, daß ein Bewohner der Straße beim Abbruch seines Hauses beschäftigt ist, desien Unmenge Schutt nicht bloß auf die Passage störend einwirkt, sondern auch die Dekorationen der Häuser und Straße verunreinigt und dieselben dadurch ihren Glanz verlieren, worüber Schreiber dieses von den Nachbarn bittere Klagen vernommen. —.
Allen Fdrauke» Äraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten.
„Revalesciere Du Barry vom London.“
Bei allen Krankheiten bewährt sich ohne Medicin und ohne Kosten die vorzüg liche Gesundheitsspeise Revalesciere du Barry von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50fach in andern Mitteln und Speisen erspart-
Auszug aus 80,000 Genesungen an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust-, Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem- Drüsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Copien gratis und franco gesendet werden:
Certificat Nr. 73 968. Mitrowitz, 30. April 1871.
Dank dem vortrefflichen Farina ist meine Schwester, die an nervöser Kopfkrankheit und Schlaflosigkeit gelitten hat, nach Verbrauch von 3 Pfund am Wege der guten Besserung. Zugleich erlaube ich mir, Sie höflichst zu bitten, mir gegen Postnachnahme 1 Pfund Revalesciere gewöhnlicher Sorte nebst ausführlicher Gebrauchsanweisung des Farina bei Kindern von 8 Wochen zukommen zu lassen. Mit aller Achtung Nicolaus G- Kostits.
Warming vor Taschendieben!
Auf allen großen Volksfesten finden sich Taschendiebe ein, die im Gedränge, bas sie oft künstlich verursachen, Beute machen. Bis sich der Gepackte durch Den Menschenknäuel gewunden hat, ist ihm die Uhr abgehängt, oder das Portemonnaie aus der Tasche gezogen. So sind z B- bei Enthüllung des Luther- Denkmals zu Worms mehrere Hundert Personen bestohlen worden; der Werth der damals gestohlenen Uhren, Brochen, Ketten und Börsen belief sich auf viele Tausend Gulden. Möge bei dem bevorstehenden Fiste Jeder möglichst vorsichtig sein, damit die Taschendiebe nickt so viel forttragen können.
Auch in den Häusern möge man aufmerksamer fein als sonst, weil es an Volksfesten selten an einschleichenden fremden Gaunern fehlt.
Ecrtificat Nr. 73,704. Prilep, Post Holleschau in Mähren, 7. Mai 1871.
Indem mir schon die von Ihnen längst bezogene R evalesciöre du Barry ausging und für meine Magenschwäche und Unverdaulichkeit ein gutes und wirksames Mittel ist, so ersuche ich Sie höflichst, mir noch von der echten Revalescirde 2 Pfund gegen Nachnahme so bald als möglich zu übersenden. Achtungsvoll erbgebenst
Josef Rauaczek, Förster.
Certificat Nr. 73,928 Waldegg, Steiermark, 3. April 1872.
Durch Ihre Revalesciere, die ich - 50 Jahr alter Mann — zwei Jahre un- btn ich von meinem zehnjährigen Leiden: Lahnung an
aufgehoben wird.
Madrid, 23. Juli. Dem „Jmparcial" zufolge erklärte der Fiuauz- minister im Mimsterrathe, er verfüge über die zur Ausrüstung der neuen Reserve von 125,000 Manu erforderlichen Mittel und könne biS zum nächsten September alle lausenden StaalS-Auögaben bestreiten. Der Staatsschatz besitze augenblicklich 140 Mill. Realen und erhalte täglich 3 Mill, zugeführt.
Haag, 23. Juli. Die Ratifications-Urkunden über den holländischen Vertrag mu deut Deutschen Reiche wegen Auslieferung von Verbrechern wurden am 21. d. Mts. ausgetauscht.
Posen, 23. Juli. Der Domherr Korytkowski in Guesen wurde wegen unbefugter Ausübung der Functionen des Officials zu 9 Monaten Gefäugnch verurtheill. - Dem im Kozmyner Gefängniß inhaftirten Geistlichen Loltynski wurde durch den Ober-Präsidenten nach Verbüßung der Haft der Aufenthalt in Den Kreisen Krotoschm, Pieschen,Schrimm und Kröbeu verboten.
Petersburg, 24. Juli. Der Chef der Geusd'armerie, Graf Schuwalow, ift zum Botschafter in London ernannt und wird durch General-Lieutenant Potapow ersetzt. Der ehemalige General-Gouverneur der baltischen Provinzen, General-Lieutenant Albedinsky, geht an Stelle Potapow's nach Wilna. Admiral Pojsiet ist zum Verkehrs-Minister ernannt.
München, 24. Juli. Das Appellationsgericht von Ober-Bayern hat die Berufung gegen das Erkenntniß des Bezirksgerichts betreffs der Giesinger Kirchenbau-Lotlerie verworfen und damit ausgesprochen, daß eine neue Ziehung statt finden muß.
Paris, 24. Juli. In der gestrigen Sitzung der National-Versammluug stimmten für den Antrag Perier alle Gruppen der Linken außer Ledru Rollm, Louis Blanc, Pevrat und Quinet. Gegen den Antrag stimmten auch die 33 Mitglieder, welche am 15. Juni die Dringlichkeit deö Antrages votirt hatten. Dieselben halten Die von den Bonapartisteu drohende Gefahr für beseitigt und sei daher der Antrag Perier nicht mehr nothwendig. Für den Antrag auf Aiiflöjuug stimmten das linfe Centrum und die Bonapartisteu. Einige Mitglieder des linken Ceutrums stimmten nicht mit und erklärten, sie würden für die Auflösung stimmen, wenn die übrigen konstitutionellen Gesetze abgelehnt würden. In der heutigen Sitzung wird wahrscheinlich ein Antrag auf Ver- tagung der Discussioii der constltillioueUen Vorlagen gestellt werden.
Gießen, 23. Juli. Die Sterblichkeit in den größten Gemeinden deS Großherzogthums war auch im Monat Juni l. I. eine geringe und erreichte, obgleich die Volkszahl gegenwärtig eine viel höhere, noch nicht einmal diejenige des correspondirenden Monats des Vorjahres. Es verstorben im Ganzen — unter Anschluß der Todtgeborenen — 376 Personen, gegen 373 im Mai l. I. und gegen 388 Personen im Juni v. I. Die meisten Todesfälle, welche gewöhnlich auf Lungenjchwind|ucht treffen, ergaben sich dicßmal an Durchfall und Brechdurchfall mit 48 Personen, gegen 31 im Vormonat. Dagegen ist die Sterblichkeit an Schwindsucht von 64 im Mai auf 39 im Juni zurückgetreten- Entzündung der Luftröhre, der Lungen und des Brustfells zeigen gleichfalls eene verminderte Sterblichkeit; es verstarben hieran 35 Personen, gegen 57 im Vormonat. Was die sonstigen Todesursachen betrifft, so verstarben an Scharlach 9, an Masern 5, an Keuchhusten 3, an heutiger Bräune und Diphtheritis 14, an Ruhr 2, an Typhus 6, an Eilersieber 3, an Rose 3, an Rheuma 3 Personen. Mithin an epidemischen Krankheiten 48 Per|onen, gegen 44 im Vormonat. Ferner nahmen einen tödtltchen Ausgang: Lebensschwäche und angeborne Mißbildung in 8, Altersschwäche 16, Wochenbeltkrankhciten 9, Kcebskrankheiten - ~ - - .... . o . . .
18, organische Herzkrankheiten 17, Schlaafluß 15, Gehirnkrankheiten 25, Krämpfe und Krampf- unterbrochen genossen habe, bin ich von meinem zehnjährigen Leiden . frajifbeiten in 30 Fällen. Andere entzündliche Krankheiten erforderten 47, andere chronische Händen und Füßen, beinahe vollkommen hergestellt und «ehe wieder, wem den besten Krankheiten 31 Opfer- Den Tod durch Selbstmord gaben sich 9 Personen, in Mainz allein ö.lfeiten meiner Beschäftigung nach Für diese mir erwiesene große WohUhat Iprete ich Mord kam einmal und zwar in Darmstadt vor. Durch Unglücksfälle verloren 4, aus unbe-' Ihnen hiermit den herzlichsten Dank aus. Br- i ßmo.
kannter Todesursache 22 Personen das Leben. Die größte Sterblichkeitsziffer zeigt Bensheim: ——————— , ,
mit 27,45, die geringste Lampertheim mit 13,21 Todesfälle auf 10,000 Lebende. Für die' - . . , «
übrigen Gemeinden ergiebt sich in absteigender Linie folgende Reihenfolge: Heppenheim 27,28, Mal ihren L reis m anderen Mitteln und Spei,en. o .
Slzey 26,42, Friedberg 22,73, Offenbach 21,67, Bingen 21,31, Darmstadt 20,83, Gießen 20,80,' 1ti 1 1 ™r R ^rtT 9 1
Mainz 20,36, Bcssungen 19,5, Worms 17,42. Für sämmtliche Gemeinden stellt sich die
Mortalitätsziffer auf 20,78, gegen 20,62 im Vormonat. Thlr- - Revalesciere Biscuiten: Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. UN0
Darmstadt, 21. Juli. Das Preisgericht hat nach zweitägiger Prüfung der eingc- Revalesciöre Chocolat.e sur 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr-, 4v Tassen sandten Concurrenz Modelle für das Landes-Kriegerdenkmal feinen Spruch gefällt. Der erste 1 Thlr. 27 Sgr., 12>> Tassen 4 Thlr. 20 Sgr., 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr., 57b Tasten Preis ist der Arbeit Nr. 16 mit dem Motto „1870/71" zuerkannt; dieselbe stellt eine fast frei 18 Thlr. — Zu beziehe- durch Barry du Barry & Corn p. in Berlin, 178 Friedrrchs- nnpor- und vorwärlsschwebende Victoria dar, welche je einen Kranz dem neben ihr mit der ftraße, und in allen Städten bei guten Apothekern. Droguen-, Svecerei- und Deucatessen- Fahne vorstürmenden und dem auf der anderen Seite fallenden Krieger reicht. Die Eröffnung s Händlern. In Gießen bet Müller & Schwager.
de« versiegelten Motto s hat den Namen Herzig in Dresden als Einsender ergeben und ist dieses '--------—-------------------—------------
Werk von Dem gestern zusammengetretenen Landes-Comits auch zur Ausführung bestimmt worden.1 Der zweite Preis fiel der Doppelarbeit Nr. 8 „Durch Blut und Sieg zur Einheit", der dritte dem Bildwerk „Siegreich gefallen" dem Nr. 5 zu. Das erstere rührt von Schubert,
Wallou brurnt ein Amendement auf Regelung der Gewalten des Präsidenten' - Das «m 3 d. M. von hier ab-egangene Post-Dampfschiff „Schiller", Lapt. Thomas, k M Cf t inirb mit 637 aeaeii 33 Stimmen abaelelmt Dar- bet txanfiatlautii^en Dampfichistsahrl«' Ge|clljchi»ft I.sidler-Lype) ist ayl/Dienstag,
der Republik ein. Dasselbe wird mu od/ gegen do stimmen aDgeuynr. 4jair ^en 14. Juli er., 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New-Lork angeLommen.
auf wird über den Antrag Perter abgestimmt und derselbe nut 374 gegen ddö Der „Herder", von der Deulichen Transallanti,chen Darnpfichifffahrts-Gesellschaft Stimmen verworfeii. Der Deputirte Malleville bringt sodann einen von 300 (Adler-Linie), welcher, wie bereits gemeldet, von New-Uork kommend, am 11. d. M. Plymouth Devunrtcn unterzeichneten Antrag auf Äuflösittig der Nalioimlversammlimg ein »-isirt«, l»s in d-r s°lg-n°-n N°cht um i uhi °uch Ch.rb°ur, »or unb traf st.ru Ruch. t j Q ihr Wntmnnhiprinmmhinrt jMittag 6 Uhr auf der Elbe ein. — Post und Passagiere desielben wurden durch den Dampfer
ÄersatüeÄ, 23. Juli, Abends 9 ut)r. Jiationalüerjamnu ng. T) l^^oboten" übernommen, der solche am Schuppen der Gesellschaft am Gratzbrook landete.
Dringlichkeit für den Antrag Malleville'S wegen Auflösung der Dlationalver-^ — Das Hamburger Postdampfschiff „Thuringia", Capt. Meyer, von der Linie der c..— QßQ «Abu Ätimmpn nRnolphnf mnrniif die Sikuua 'Hamburg-Umerlkanljchen Packelfahrt'Aetien-Gesellschaft, trat am 15. Juli wiederum eine Reise
via Hüvre nach New Jork an.
— Das Hamburger Postdampfschiff „Hammonia", Capt. Voß, von obiger Linie, welches am 1. Juli von Hamburg via Havre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise, von 10 Tagen — Stunden wohlbehalten in New Uork anqcfommcn.
Un will ehm scheelen dod, Dat sull gescheihn „tau Gottes Ehr." De Ehr verbeet sick Gott.
Son Mann, de so veel dahn op Jrd'n, Den will hei noch nich droben, Hier unn en möt't noch säubert weer'n Von Krebsen un von Roaben.
De Böttcher wör'n Schapskopp man, Dem Bree woar smert um’t Muhl, Hei säh sick schon als heilig an;
De Sak wör aber fühl.
So'n Mann, wie Bismarck, de mot leven
Ganz Dütschland stecht op Wacht; Ji künnt uns keinen Annern geven, Ji Sliker bi der Nacht.
Drum, Dütschland, stimm en Hoch jetzt an, Hei lev' noch veele Joahr! * Hoch! Bismarck hoch! et lev' de Mann Sammt sin dree einzig'n Hoar!
Mülheim a. d. Ruhr. Johanna Giers.
Kirchliche Anzeige der cvaugclischen Gemeinde zn Gießen Gottesdienst.
Sonntag den 26. Juli. Morgens: Pfarrer Landmann. ,
Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser.
Der Nachmittags-Gottesdienst beginnt um halb 2 Uhr.
Künftigen Sonntag Feier des heiligen Abendmahls-
Die PfarrgeschäfteZfür die Woche vom 26. Juli bis 1. August besorgt Pfarrer Landmann.


