«wthif '
en Art '
lhr.
ftönblunqen .
u tetn.9 6 M
:o,,ntag ben 22. Mär
1
8 Uhr.
cgerclub.
■ d Mts., Abends 8 bentliche Versammlung des Herrn (Sarfgut)* 1 i Tagesordnung bi W Reiches Erscbeinm wr Der Dorstand.
s Wallach-
g ** Ä R-gWr ®eff
U mt|UVUl>
vom Apotheker Mtz, sshor/ottenbmg-1 atze Vd.
Atbtid) aus Neustadt schreibt :
en Liqueur als tinh t Zmittel in unserer F- rtn anerkennen 2t.* in Preetz: leihe von Jahren M . mit bestem Erfolg feiten und selbst k len angewandt, so Mi Sedürfniß geworden:r in 9t. 8 Teifer dari ichem Erfolge bedle. jren Ihres L'gueuresu,
ler iö Giesse« ,tn22.W874: istspiel bei He" b Bau'«"""
df8 tifhurtet«
81»er*
»rie?
desE
in 4 Slctcu von 8
ss Gaß- nffll
Ä* ? I
.Men tn>n8r%f^
vurltljd^xlg 1 ft 13 fr.
« । Bnngt-rlohn. Durch bk M;»ö bfgoqm vierttljäbrifi 1 ff. 29 fr.
Gießener Alytiger
täglich, Au».
nabm« Sonntags
Expedition: Tanz leib rra,
Ltt. B. Rr. 1
Mnzeige- und ZüirtsKlntl für den Kreis Kiessen.
Nr. 6t>
Montag den 23. März
18-41
ro6te'?ie P°-iz°i-Präf°ktur p.x MtfchÄdi-lder feinen Presse, fünfen Lbeittr,
Die Trauben hängen gegenwärtig den bonapartistischen Füchsen zu hoch. Wenn die heutigen Bonapartisten die gewissenlosen Schöpfer des zweiten Kaiserreichs aus der Welt der Schatten zurückrufen könnten, dann würde man dem „jungen Mann von Woolrvich" eine weitaus andere Redeweise octroyirt haben. Wenn der napoleonische Kronprätendent in irgend einer Dachstube eines Pariser Hotels gewaltthätige Verschwörer um sich versammeln könnte, wenn irgend
Deutschsand.
Darmstadt, 18. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt Rr. 15 enthält:
gues auf der Bahn der Ehre begleiten, zwei zur Disposition gestellte Generale, ein feister und ruhedürftiger Ex-Vicekaiser. Das waren die Capacitäten unter den 6000. Solche Werkmeister sind nicht im Stande, nach großem Styl den geborstenen Kalserthron wieder aufzurichten, meint die „Republique Francaise" und das Blatt mag wohl Recht haben.
1. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial-Direction Oberhessen, das Ausbringen der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Pryviuz Oberhessen für 1874 betreffend.
2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfiiissen in den Gemeinden des Kreises Lindenfels.
3. Dienstnachrickten. Se. König!. Hoheit der Großberzog haben aller- gnädigst geruht: am 25. Fcbr. dem evang. Pfarramtscandidaten' Peter Schuei- der aus Lorbach die erledigte zweite evang. Pfarrstelle zu Wimpfen, am 27. Febr. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Wackernheim, Friedrich Ramge, die evang. ^ckulstelle zu Guntersblum, dem Schulamtsaspiranten Andreas Röder aus Groß-Bieberau die dritte evang. Schulstelle zu Framersheim und dem Schulamtsaspirauten Baruch Feuchtwanger aus Staden die israelitische Elementarschule zu Bürge! zu übertragen; am 3. März die Heizer bei der Mam-Reckar-Eisenbahn Philipp Metzger, Ernst Wagner und 'Carl Wilhelm Pfeiffer zu Lokomotivführern und die Werkstättearbeiter in der 'Centralwerkstätte der Main-Neckar-Eisenbahn, Friedrich Becker aus Griesheim, Georg Metzger aus Griesheim und den Werkstättearbeiter in der Betriebswerkstätte der Main-Neckar-Eisenbahn, zu Frankfurt a. M., Georg Dell aus Bessungen, zu Heizern bei dieser Eisenbahn, sowie am 4. März die Güterarbeiter Wilhelm Volz von Bessungen und Ernst Völger von Arheilgen zu Lade- und Bodenmeistern bei der Main-Neckar-Eiseubahn zu ernennen, dem früheren Schullehrer zu Laisa, Heinrich Schmidt, die evang Sckulstelle zu Klein-Linden und am 5^ März dem gewesenen reformirten Schullehrer zu Groß-Umstadt, Adam Storck, die zweite evang. Schulstelle zu Altheim zu übertragen, und den von dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg cuf die erste evaug. Schulstelle zu Höchst präsentirten Schullehrer an der zweiten evang. Schule zu Reichenbach, Wilhelm Wolf, für
Die Demonstration in Chifelhurst
Mit dem 16. März, seinem Großjährigkeitstage, ist der sogenannte Napoleon IV. factisch in die Reihe der französischen Kronprätendenten getreten. Das Kind von Frankreich reflectirte in der That auf den Kaiserthron, doch wird, wie die ihm in den Mund gelegten Worte vermuthen lassen, seine Concurrenz sich in den Schranken des Anstandes halten; er will keinen Adler fliegen lassen, er denkt auch nicht an einen Staatsstreich, das sind Kunststücke, die wohl sein „hochseliger Herr „Vater" insceuiren durfte, die aber heut zu Tage Herr Rouhcr durchaus nicht für zeitgemäß erachtet. Der arme Ex-Vicekaiser! Der arme Lulu! i
gen eines^Ltaatsstreiches zu machen, daun würde sich der versteckte Hinweis auf den Staatsstreich wie ein rother Faden durch die auswendig gelernte Rede des großjährig gewordenen Lulu gezogen haben.
Wie die Dinge aber jetzt in Frankreich liegen, streckt Herr Rouher den kaiserlichen Prinzen nach seiner Decke. Der „junge Mann" muß schön thun nut der großen Nation, muß schön thun mit dem Erwählten der großen Nation, mit dem Marschall-Präsidenten Mac Mahon. Herr Rouher aber hört das Gras auf den französischen Bauernhöfen wachsen. So vortrefflich auch die Ordnung in Frankreich von dem Degen des Herzogs von Magenta, des „ehemaligen Gefährten des Ruhmes und des Unglücks Napoleon's III." gehandhabt wird — wie ein Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so dürstet die'französische Ration nach dem ächten Plebiscit. Und wenn danii die Millionen Stinimzettel der geheimnißoollen Plebiscit-Urne entnommen und entfaltet werden, dann prangt in Millionen Exemplaren der berühmte Name „Napoleon IV." auf den- jclben, das Plebiscit ist das Heil Frankreichs! Eine große nationale Partei ln Frankreich, die sich über alle Andern erhebt, soll durch Auffrischung der napoleonischen Legende Alle mit Allen versöhnen.
Wenn es so kommt, dann ist der junge Mann bereit, die Verantwortlichkeit zu übernehmen, welche^ihm durch den Willen der Nation auferlegt wird. Man muß in der 2chat den Scharfsinn und die Fernsicht des sechszehnjährigen Jünglings bewundern, er denkt auch daran, daß es anders kommen könnte ui.d spricht sich für dieseii Fall^ folgendermaßen aus: „Wenn eine andere Regierung die größte Zahl der stimmen auf sich vereinigt, so werde ich mit Achtilng vor dem Beschluß des Landes mich beugen." Wie schon oben erwähnt, ist es von Herr» Rouher klug und weise, daß er den „jungen Mann" ücran-- <aß-, die gewaltthätige Staaisstrcichspolitik eines Napoleon III. zu pcrhorres- ciren. Was wir bis jetzt aiis der Jünglingsrede erwähnt, ist weise und correct. Wenn man in der Politik jedoch mit Frauen rechnen muß, so können Fehler nicht ausbleibeu. Herr Rouher mag es der Exkaiserin schuldig gewesen sein, auch ihrer in rühmlicher Weise zn gedenken,' und deshalb läßt er den Sohn Eugeuien v sür den Fall, daß das ssand ihn rüst, die verhängnißvollen Worte gelassen aussprcchcn: „Vereint mit meiner Mutter durch die zärtlichste und dankbarste Zuneigung, werde ich ohne Anfhören arbeiten, um den Fortschritten der Jahre voranzueilen Rein, ■ Herr Rouhcr, der Hiiiweis aus die Partner- schast Engeiiien S bei^ der Regierung war nicht weise. Ganz abgesehen von dem allgemein gültigen Satze. „niulier taceat in ecclesia“, ist die sromme Eugenik in Frankreich doch noch zu sehr, und zwar zu ihrenr Nachtheiie, bekannt als die „bigotte und ränkesüchtige Spanierin." Das zieht für das Plebis-
Hat denn der „pinge Mann von Woolwich" ganz und gar vergessen, . daß m, Schooße der eigenen Familie, deren Haupt er eigentlich sein könnte, H« ^."^ebr°chen ist ? Der rothe Prinz hat dem Aufgebote, Napoleon IV. am 16. Marz in Chifelhurst zu huldigen, nicht Folge geleistet. Der Flügel der Bonapartisten, welcher der Fahne des Prinzen Jerome folgt, hält Napoleon IV. trotz der nunmehr eingetretenen Großjährigkeit noch immer für ein Kind, wenn auch nicht für das Kind Frankreichs. Der „Patriote de la Corse" das Organ des rokhen Prinzen, feiert den GroßjährigkeitStag Lulu's mit fol- Igeuder Apostrophei „Der Prinz Napoleon ist der einzige Mann von reifem Alter, der einen ernsten politischen Act vorbereiten und mit dem Namen Navo-
leon unterzeichnen kann." Sapienti sat.
Es ist richtig, die Bonapartisten in der französischen Nationalversamm- Inng, welche unmittelbar nach dem Kriege kaum zu sprechen wagten, erheben letzt chr Haupt viel kühner, erregen aber auch dadurch die Aufmerksamkeit und den Neld der anderen monarchischen Parteien. Und wer ist denn eigentlich in ICHlselhurst versammelt gewesen: vier corsische Abgeordnete, sechs Reporter von
Bon dem weiß, gewaschenen, engelreinen Bilde seines „hochseligen" Herrn diese Stelle zn bestätigen ? ”lm
sagt der junge Mann: „Seine Regierung war mir eine Am 3. März wurde dem Pfarrverwalter Andreas Auer die kath. Pfarr- bestaudige Fürsorge für das Wohl Aller, sein letzter Tag auf dem Boden stelle zu Guntersblum, im Dekanate Oppenheim, übertragen.
em ^ag des Heldenmuthes und der Selbstverleugnung." $fui,| 4. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Köniql. Hoheit der Großberzog grotzjahrig gewordener Knabe, mit jo beißendem Spott die Charakter-Eigen haben allergnädigst geruht: am 27. Febr. den Schullehrer an der evang. Schule tyumUchkett Demes Ernährers zu geißeln; wenn der Kugelsucker von Sedan!zu Nieder-Mockstadt, Wilhelm Bechtold, auf sein Nachsuchen, und am 2. März vas hatte ahnen tonnen, er hätte Dich gewiß nicht gelehrt, bei Saarbrückenden Schullehrer an den städtischen Schulen zu Worms, Maximilian Edelmann, preutzyche Kugeln im ^Lande zu suchen. So pietätlos darf man nicht sein,'auf sein Nachsucken in den Ruhestand zu versetzen.
stlost wenn mau Kaiser werden will. In Paris hat man auch sofort den in' 5. Coucurrenzeröffnnng. Erledigt ist: die zweite evang. Schulftelle zu dielen Palins unwillkürlich gelegten Hohn gemerkt und über den Rouher-Lulu'-Königstädten, im Kreise Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalt von fchen faux pas herzlich gelacht. j400 fl. P '
L-nSeiUVn?n auch die ganze am 16. März zu Chiselhurst inscenirte bona-! 6. Sterbefall. Gestorben ist: am 5. März der Steuerpfandmeister
partistffche Reclame ernst nehmen will, das vorherrschende Gefühl, welches Klipstein zu Alzey.
einem bei den Worten des Jünglings überkommt, ist Heiterkeit. In sWirklich-^ Darmstadt, 19. März. Professor Dr. Hoffmann zu Gießen und
leit liegt ja Alles rniders, als die Rouher-Lulu'sche Rede die Welt glauben Professor Dr. Dippel zu Darmstadt sind zu Jurymitgliedern für die von der
i . er "Le^en des Herzogs von Magenta ist nicht mehr bonapar- toscanischen Gartenbau-Gesellschaft veranstaltete, im Mai d. I. zu Florenz
ustlich, sondern vorwiegend Mac-Mahonisch. Der Marschall Präsident wird stattfindende internationale Ausstellung für Gartenbau u. s. w. berufen
allerdings em Bürge dafür sein, daß er den von ihm übernommenen Hort worden.
nicht den Ueberraschungen der Parteien preisgiebt, aber er denkt gar nicht Darmstadt, 20. März. In Ausführung des Hauptvoranschlags der daran, „la belle France“ für Napoleon IV. zu bewachen. Staatsausgaben für die Finanzperiode.1873/75 ist vor einiger Zeit nach Bs-


