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Allgemeiner Anzeiger

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nicht die Absicht diesen Herren vorgreifen zu wollen. Aber von geehrter Körperschaft wird uns wohl zugestanden werden, daß die Presse das Recht hat, sich darüber auszusprechen, ganz be­sonders , wenn sie die öffentliche Meinung vertritt, und diese muß von Jedem gehört werden. Nachdem wir unsere Gedanken über diesen hochwichtigen Punkt mitgethcilt haben, können wir fest versichern, daß uns dabei kein anderes Jntcrcffe leitete, als das reine Jntereffe unserer Vaterstadt, und daß wir dabei nur deren Wohl im Auge hatten.

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und wenn die Seele krank ist, verfällt auch gar bald der Leib bedenklichem Siechthum. Es ist gewiß darum diese Wahl der erste, bedeutende und folgenreiche Sckriit, den die neuen Stadt­verordneten zu tbun baden, ein Schritt, der, wie gewiß all« Bürger von Herzen wünschen, ihnen gelingen möge. DaS Amt eines Bürgermeisters in einer Provinzialhaupb und Universitäts­stadt ist gewiß ein schönes, aber auch ein schweres. Der erste Vertreter unserer Stadt hat nach der neuen Städteordnung einen großen und herrlichen Wirkungskreis vor sich; er kann sich den Segen einer Generation erwerben, aber ist auch gar manchen Unbilden ausgesetzt, denn eS gehört zu den Unmöglichkeiten, den Beifall Aller zu erreichen, darum kann nur ein Mann an unsere Spitze treten, bei dem Humanität mit der nöthigen Energie vereinigt ist; ein Mann, der durch strengen Rechlliäckcitssinn ebensogut nach oben, wie nach unten zu imponiren versteht, ein selbstständiger Mann. Kaum zu erwähnen bedarf man es wohl, daß er von untadelhaftem Ruf sein, die allgemeine Achtung seiner Mitbürger und die nöthizen Kenntnisse besitzen muß. Obschon nun nach der neuen Städteordnung mit wenigen Ausnahmen jeder Bürger, der das Recht hat, sich bei der Stabtverordnetenwahl zu beteiligen, von den Stadtverordneten zum Bürgermeister gewählt werden kann, so ist man doch auch hier allgemein der Ansicht, daß ein Rechtskundiger am Besten sich zu dieser Stelle eignen würde, und wir glauben gewiß der öffentlichen Meinung Rechnung zu tragen, wenn wir in diesem Blatte auf einen Mann aus diesem Stande auf­merksam machen, n-eichet in jeder Beziehung würdig ist, der erste Bürger unserer Stadt zu sein. Es ist dies Herr Asiesior Bramm von hier, denn derselbe bietet das von uns oben Gewünschte im ganzen Maße. Wir können mit gutem Gewissen behaupten, daß er der Mann ist, der vom Scheitel bis zur Ferse sich qualificirt, die Stellung eines Bürgermeisters unserer Stadt einzu- neh men, ehrenvoll unsere Gemeinde zu verwalten und zu vertreten. Seine ganze Vergangenheit bürgt uns dafür. Es ist nicht zu fürchten, daß wir der Schmeichelei beschuldigt werden, denn dieses Urtheil ist kein individuelles, sondern das der Allgemeinheit, das Jedermann unterschreiben wird. Der Bürgermeister wird auf zwölf Jahre gewählt, und da Herr Bramm bis jetzt erst 44 Jahre zählt, so besitzt derselbe nach menschlichen Berechnungen nach dieser Zett noch volle Manneskraft, und die Stadt hat nicht nötig, denselben mit der Hälfte des Gehaltes zu pen- fioniien. Dieser Punkt ist gewiß auch zu bedenken und zu beachten, denn sonst könnte das Bürgermeisteramt für eine Stadt, in welcher die Städteordnung zur Geltung gekommen ist, ein sehr theueres werden. Wir kennen nämlich eine Stadt, in welcher, da man bei der Wahl in Beziehung auf das Alter etwas unvorsichtig war, drei pensionirte Bürgermeister leben. Aller­dings hat Herr Bramm eine Stellung aufzugeben, die ihm manches Angenehmere bietet; daher

nm Bewilligung zur gerichtlichen Verfolgung des Abgeordneten Schöffel nach wegen des Vergehens der Aufwiegelung und der Ehrenbeleidigung, begangen <tn höheren Beamten des Ackerbau-Ministeriums. Der Antrag wird dem- Aiis- jchusje zugewiesen. Der Finanzminister bringt darauf das Budget pro 1875 «in und begleitet dasselbe mit einem längeren Exposö, in welchem er betont, daß das ernste Bestreben der Regierung gewesen sei, die Ansprüche aller Ressorts auf das nothwendigste Maß herabzusetzen. Das Gesammt Erfordernis; pro 1875 betragt 381,782,551 Gulden, oder um 1,482,762 und mit Hinzu rechnung der bewilligten Nachtragscredite um 2,802,762 Gulden weniger als un vorigen Jahre Die prälimimrten Einnahmen betragen 369,429,694 Gul­den, sondch ergicbt sich ein Deficit von 12,352,857, welches durch Heranziehung der nach dem Gesetz vom 24. December 1873 verfügbaren Rentenreserve ge­deckt wird. Der Finanzminister hält für das beste Mittel zur Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalte die Durchführung der Steuer Reform unb bittet das Abgeordnetenhaus um beschleunigte Vcrathung und Beschlußfaffung über die vorliegenden dtesbezüglichen Entwürse. Das Budget wird dem Fi-

ranz-Ausschiisse zugewiesen.

Eingesandt.

(Zur Bürgermeisterwahl). Kaum sind die letzten Würfel in unserer Stadtverordneten- vahl gefallen, so beschäftigen sich, wie natürlich, auch schon die Gemüther mit der Frage: Wer vlrd Bürgermeister werden? Fast möchten wir dielen Act noch für wichtiger halten, als den feeben an uns vorüber gegangenen, denn der Bürgermeister ist die Seele des Gemeindevorstandes,

Wien, 20. Cct DasNeue Fremdenblatt" meldet: Nach dem Re­quisitions-Schreiben des Berliner Stadtgerichts an das Wiener Landesgericht lautet die Anklage gegen Arnim wörtlich:Aus Beseitigung amtlicher ihm anvertrauter und zugänglicher Scripturen." Der Herausgeber unb verantwort liche Redactenr desNeuen Fremdenblatt- (Wiener und Klebinder) sagten vor dem Landesgericht eidlich aus, daß Lang am 14. April d. I deinNeuen Fremdenblatt"diplomatische Enthüllungen", Actcnstücke zum Kirchenkampfe in Preußen, angeboten habe. Auf Mittwoch ist außerdem Rcdacteur Löget vor- creladen.

Wien, 20. Abgeordnetenhaus. Die Staats-Anwaltschaft sucht

wird es wohl die Aufgabe sein, ihn dafür zu gewinnen. Wenn wir hier unsere Ansicht ent­wickelt und einen Vorschlag gemacht haben, so geschah dies mit dem vollen Bewußtsein, daß die Wahl des Bürgermeisters nur Sache der Stadtverordneten ist, und wir haben daher durchaus

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iber 1874.

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besondere Bekanntmachungen. Oberhessische Eisenbahnen.

5109) Mit dem 1. November d. I. treten folgende unbedeutende Aendeiun- gon unseres seitherigen Fahrplanes, welcher im übrigen unverändert bleibt, hi Kraft:

L auf der üiuic Giesten- A^ulda.

Zug 3 wird statt 835 Vorm um S37 Lorrn. von Gießen abfahren.

Zug 7 fährt statt 415 Nachm. um Nachm. von Gießen und trifft statt

930 Nachm. um 935 in Fulda ein.

2. auf der Linie Gießen-

Geschwister fleie*

Seltersweg C 2.________

Lorrn, von Gelnhausen.

Zug 18 fährt statt 840 um S53 -Nachm. von Gelnhausen und trifft statt g-io um 10 Uhr in Nidda ein.

Exemplare des vollständigell Fahr- vlanes mit den Veränderungen können vom 25. d. M. ab bei unserer Druck-

Jeitgebotenes.

Laubsagenholz

Gebr. Köhler, Dampfschneidmühle.

» Mchi-n-n unb ju h°b-n^b°i^ fi[££

Stadt lasset.

4638) Mittagstisch zu 16-24 kr. empfiehlt

Jean Weber.

Die erwarteten wollenen J)$ililCll"dl<llcs finX) einge- trerffen. 3 fi\ fSötberg.

Kirchcnplatz.

Gelnhausen.

Zuz 12 fährt statt S*2 um 8" von Gelnhausen.

3013) Den Empfang der neuesten

Modellhiite

Mumen, Federn, Sammete, Bänder re. und alle in das P.»tzfach einfcdlagenden Artikel in empfehlende Erinne-

werden. ,

Gießen, den 18. Octobeo 1874.

Die Direktion.

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P h. S cb latter.

CTavtar,

Nuss. Sardinen,

Sardines ä Fliuile, Servelatwurst, Mixed-Piktes, Holländer (

Ernmenthaler^ Käse, Nahm- )

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Pflanzen-Verkanf.

5143) Im akademischen Forstgartcn am Schiffenberg sind zu verkaufen: Rotheichen (9jährig, 15 Stück), Birken (50), Ulmen (200), Fichten (1000), Kiefern (700), Lär­chen (100), Erlen (500) und Akazien (150).

Näheres beim Gartenaufseher Carl D ö r m e r.

Gießen, den 20. Oct. 1874.

Die Direction des Forslinstituts.

Ur. Hetz.

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9er Lahrer hinkende Bote

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' Mmverwaltung, sowie durch sämmtliche b ib r bi« W* Stationen und HaltcstcNm, bezogen itlibi.S*0

Trüffelwurst, i

Cervelatwurst, , auch im Anschnitt, Roll-Schinken, \ Rheinlachs, geräuchert, Bückinge zum Robessen, Sardincs ä lhuile, Russische Sardinen, Sardellen, Genueser, Caviar, Mixed-Picles, Capern, französische, Rahm- 1

Holländer ? Käse,

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I. 21. B uj ch Söhne.

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Um den vielseitig an uns gestellten Ansprüchen zu genügen, haben wir nunmehr auch in der Stadt am Tiefenwege, neben unserer Wohnung, em Steinkohlenlager für Detailverkauf errichtet und wer­den daselbst täglich zu den nachstehenden Preisen abgegeben:

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Bei Abnahme von größeren Quantitäten tritt eine Preiser­mäßigung ein.

Gießen, im October 1874.

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