*in.«
Hann.
©ctpbft'
Wen Fauß,'
lp,en ^ei Herrn J.
Vortrag, K, ge. rotaM iü-Ä
Versicherniu: euer-, Blitz u " gegen Bnicb, ist der GeMlsr
3,500,000 -li
1,529,767 13,
920,275 15
709,145,031 -
al-Agentur lerlipih tz Nr. 23.
iqtige, daß es dm r unb Schwieg^
L 7 W, M
■n von Faulheit dmMen Arbeit c sanften Tod zur
j, KreiS War.
rbliebenen.
u in
rbentiw b bie io; , kann L, ö chast/
^sreiß ttcrteCji^rig 1 fL 12 fr. Mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr.
GitßtlitrAnstiger.
Erscheint frtßlfrf), mit Au6- nab-* MontagS.
Expeditio.. Lanzletberg, V<t. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kiessen.
3f<>e S4«. Donnerstag den 22. CcMcr
Ämlsicher Theit.
fSH.
Bekannt m a ei- u n g.
In einem Verstecke wurden gefunden:
1 großer gewirkter sehr werthvoller Shawl,
1 weißes gehäkeltes Damen-Halstuch und
1 brauner Shawl mit Franzen, in ein weißes Tuch eingeschlagen.
Diese Gegenstände sind offenbar irgendwo gestohlen und einstweilen nur nothdürstig versteckt worden und sollten wahrscheinlich zu gelegener Zeit weiter geschafft werden.
Der Eigenthümer wolle sich baldigst melden.
Gießen, den 21. October 1874.
Großherzogliche Polizei-Verwaltung.
Nover.
L e h r e r c o n f e r e u z
künftigen Donnerstag, den 29. October, Nachniittags präcis 1 Uhr. Lehrerconferen; für die Section Groß-Linden, auf dem Schiffenberg.
Groß-Bus eck, den 22. Oct. 1874.
Der Vorsitzende:
Strack.
jlolitischer Theis.
sind, während neulich die Abgg. Schaub und Landmann an der Reihe waren.
die Bude schließen und unsere Stereoscopen zusammen- Stereoscopenmann unermüdet weiterziehen, können wir
„Doch ehe wir packen und als armer nicht umhin, die Blicke noch einmal auf dieses in aller Bescheidenheit
Sr. Ercellenz, des Herrn Ministerpräsidenten Hofmann, herrliche Schlußtableau hinzurichten und an Se. (S^ceü.
Den Schluß der heftigen Schimpfartikel bildet nachfolgende ultramontane Stylblume:
„Als großes und brillantes Schlußtableau haben wir noch die Ehre, den Blicken unserer Leser vorzusühren das lebensgroße Gesammtbild der Kammerhelden aus den Tagen des hessischen Cullurkampses vom 3. bis 8. October! In drohender Schlachtordnung erblicken wir hier im dickten Nebel einer unfreundlichen Herbstlandschaft die großen Worthelden v. Wedekind-Hiltersklingen, Heinzerling, Oncken, Schaub, Landmann, Schröder und in der Mitte der
Mainz, 18. October. Nach altdeutschem Brauch hatte jeder Verur- theilte das Recht, drei Tage lang auf seine Richter zu schimpfen. Das iinor CYn.,v.. ii Kaä STDzitm itnh fptnpä 6-fprnä
das damalige Ministerium sich mit den genannten beiden Concessionsbewerbern eingelassen, das Ministerium glaubte sich Vorwürfen auszusetzen, wenn es eine anscheinende Gelegenheit, dem dringenden Verlangen nach den Oberhessischen Dahnen abzuhelfen, unbeachtet ließe. Diese beiden Bewerber wußten nicht ohne Geschick sich den Anschein zu geben, als standen bedeutende Geldkräfte hinter ihnen, sie traten mit einem ganzen Gefolge von Leuten auf, darunter ein englischer Bauunternehmer Henderson, von welchem eines der überkommenen Bahnprojecte herrührt, und wirklich gelang es ihnen, von dem Ministerium verbindliche Zusicherungen der Concession zu erlangen. Unter der Hand hatten eben diese Leute nach anderweitigen vergeblichen Versuchen bei den Frankfurter Bankhäusern Geneigtheit gefunden, die Geldbeschaffung für die Oberhessischen Dahnen zu übernehmen; directe Verhandlungen zwischen diesen Häusern und dem Ministerium führten demnächst zu einer befriedigenden Verständigung, das Unternehmen war zur Ertheilung der Concession, zur Emission der Actien reif, keine Zeit war zu verlieren. Da machten die schon fast in Vergessenheit zu- rrückgeschobenen Herren Nehse und Brebeck-geltend, daß nicht die Frankfurter Häuser, sondern sie selbst zur Concessionsüberuahme berechtigt seien. Auf dringende Vorstellungen aus Frankfurt wollte zwar ein geharnischtes Rescript des Ministeriums den Herren Nehse und Brebeck aufgeben, ihre Concessions- Rechte abzutreten; aber diese ließen sich nicht schrecken; sie erklärten sich zwar zu der verlangten Abtretung bereit, doch nur gegen Entschädigung für Aufwand, ann Geld, Zeit und Mühe und für entgehenden Gewinn. So drohte die schon „ ,, , , , ........
jsür gesichert angesehene Unternehmung sich in unabsehbare Weiterungen aufzu-^mehr lange — und lassen Sie Recht Recht fein! Denn das ist die edelste llösen; und unter diesen Umständen wurde vom Ministerium aus den Frank-und schönste Aufgabe eines Ministers, für das bedrohte Recht einzutreten und
Concessionäre der Bahn abgeleitet werden mag. Sonst beruht jedoch die Wuth gegen „Gründer" darauf, daß sie aus dem Unternehmen Gewinn gezogen haben sollen; hier wird ihnen zum Vorworf gemacht, daß sie für das Unternehmen ein Opfer gebracht haben! Freilich wohl haben Nehse und Brebeck ihren Gründerlohn empfangen und das wahrlich nicht zum Vergnügender Bankhäuser, welche die Beschaffung des Actiencapitals übernahmen. Wie kam die Sache? Gedrängt von verschiedenen Seiten und nicht am Wenigsten gerade von der Parthei, welcher die heutigen Angreifer angehören, hatte 1867/68
Deutschland.
t Aus Oberheffen, 21. October. II. ' Es kann nicht unsere Absicht sein, mit Blättern, die in leidenschaftlicher Heftigkeit über den Protest des Verwaltungsrathes herfallen, in eine contradictorische Abhandlung aller einzelnen Jlicriminationen einzutreten. Die Erfindungen, thatsächlichen Entstellungen und Mißdeutungen dieser Blätter sind zu zahlreich, zu gesucht, zu boshaft, als daß es sich verlohnte, sie einzeln zu beleuchten. Halten wir uns daher an einige Hauptpunkte, die von den Gegnern selbst besonders betont werden! Wir begegnen da vor Allem der Redensart: Die Entstehungsgeschichte der Ober- hessischen Eisenbahnen sei eines der dunkelsten Blätter des deutschen Gründer- thums. Für diese Verdächtigung, welcher der Verwaltungsrath die Erklärung gegenüberstellt, daß in allen Punkten offen und rückhaltslos verfahren worden,
ganzen Aufstellung als die eigentlichen Träger und Svmbole des gegenwärtig in der zweiten Kammer entschieden vorherrschenden Agri-Culturgeistes, die beiden „großen Schweiger und Schlachtendenker" George von Büdesheim und Hembes von Ober-Olm! Und mit diesem herrlichen Schlachtgemälde schließen wir unsere Stereoscopenbude unter den heiteren Klängen des Narrhallamarsches Nr. 11 und halten uns auch für fernere Zeiten bestens empfohlen!"
Zuletzt guckt der Jesuit hervor und richtet folgende Locktöne an den Ministerpräsidenten:
die Frage zu richten: Jmponiren Ihnen diese Leute, Herr Minister? Uns imponiren sie gar nicht, und dem Lande imponiren sie auch nicht, und selbst ihrer eigenen Partei imponiren sie nicht! Und wir glauben, daß diese Leute auch Euerer Excellenz minder „imposant" erscheinen würden, wenn nicht der große „diplomatische" Licht- und Zauberapparat in iber Wilhelmstraße zu Berlin auf das klare Auge Euerer Excellenz einen fast ! unwiderstehlichen und unserer Anschauung nach nicht günstigen Einfluß ausüben würde! Allein, Herr Minister , machen Sie sich los von diesen Berliner Dissolving views, lassen Sie die Wilhelmstraße Wilhelmstraße sein — denn die autokratische und „kulturkämpferische" Herrlichkeit dort dauert doch nicht
daß jede wesentliche Disposition mit Wissen und Genehmigung der Gr. Regie- Iheilte das Recht, drei Tage lang auf seine Richter zu schimpfen. Das rung getroffen worden sei, bringt der Altkläger keinen Beleg bei, er macht nur „Mainzer Journ.", das Sprachrohr des Bischofs von Mainz und seines Klerus, zwei hingeworfene Bemerkungen über einen „Gründerlohn" der Herren Nehse bedient sich dieses Rechts in auskömmlicher Weise gegen die Abgeordneten der und Brebeck und über Prämien, die für billigere Erlangung des Baues be- zweiten Kammer, welche gelegentlich der Discussion der Kirchengesetze sich die zahlt worden seien. Auf wen und auf was diese letztere Angabe abzielen soll, Freiheit nahmen, das ultramontane Treiben im Großherzogthmn zu keunzeich- ist uns ganz unbekannt und unverständlich, da wir dergleichen nie gehört habenden und zu vernrtheilen.
und aus den unbestimmten Worten der Aeußeruug keine Erklärung zu schöpfen! Z" den Bestgehaßten gehört ohne Zweifel Schröder in Worms, welchem vermögen. Was aber den „Gründerlohn" der Herren Nehse und Brebeck^üi ^einer der letzten Nummern des genannten Blattes mehrere Spalten gewidmet betrifft, so ist dabei nur verwunderlich, wie daraus ein Vorwurf gegen die
fiirter Häusern, die keiner Zwischenhändler bedurft hätten, dringend empsohlell, diese Letztereil abzufinden. Das Unternehmen selbst schien damals noch lucrativ genug, um das empfohlene Opfer zil bringen, und cs wurde gebracht. Klage man doch das damalige Ministerium an, weil es sich mit unfundirten Bewerbern eingelaffen! Wo aber liegt ein Grund, wegen ihres Opfers diejenigen anzuklagen, die ungerne genug sich dazu gezwungen gesehen haben?_______
Darmstadt, 20. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 16. d. Mts. geruht, der durch die Stadtverordneten zu Worms erfolgten Wahl des Notars und Ergänzungsrichters bei dem Friedensgerichte Pfeddersheim, Friedrich Heimburg, zum Bürgermeister der Kreisstadt Worms, die Bestätigung zu ertheilen.


