Die Verhaftung des Seist-
lichen ist noch nicht erfolgt. So schrnbt nun der National Zeitung.
als Kriegsminister, Vinalet als Minister der auswärtigen Angelegenheiten und Graf Pinal als Minister des Innern und der Finanzen gebildet. Die Depesche fügt hinzu, daß eine Schlacht bevorstehe-
allen Personen, die deutsche Namen trugen, gleichviel, ob sie Franzosen,
Aschaffenburg, 16. April. Tie ,«kch. Z.« schreibt: Heute Vormittag wurde dahier durch Polizei-Rottmeister -och ein wor einigen Tagen von Frankfurt zugereister, auS HNde-bei« gebürtiger Uhrmacher Sehülfe, Namen» Ernst Decker, auf welchem ter dringende Verdacht der Tbaterschaft an dem jüngst in Frankfurt verübten Raubmorde lastet, verkästet und in die Froh» feste abgeliefert. An seinem Burnu» sollen sich noch Blutspuren vorgefunden baden, auch soll derselbe im Besitz von Manchetlen - Knöpfen sein, auf welchen die Buchstaben K g' einqravirt sind. (Nach neueren Nachrichten ist besagter Verdacht nicht berechtigt.)
stelligen. Geschieht dies nicht, dann ist eben thatsächlich der Grund und Zweck dieser Bekanntmachungen vereitelt. Um so mehr dürfte die Regierung auf dieser Forderung bestehen, als der hiesige Gemeinderath in jüngster Zeit bei verschiedenen Gelegenheiten ziemlich schroffe Beweise der Hintansetzung deutscher Wünsche gegeben hat.
tig den Platz bezeichnet, wo der Stoß richtig ist und man schnell stirbt.
Bayonne, 20. April. Nach einer hier eingegangenen carlistischen De-i pesche hat Don Carlos am 16. d. ein eigenes Ministerium mit General Elio!
Frankreich.
Paris, 19. April. Bürger Baudy, Schuhflicker in Lyon, welcher in der September-Revolution sich hauptsächlich durch seine Sucht hervorthat, in
322) Das Annoncen Büreau von Rudolph Mosfe, vertreten durch B. Heidingsfelder, Wallthorstrahe 96 in Gichen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Empfehlungsan,eigen, Kauf- und Verkauiaesuch«, Stellengesuche, Familiennackrichten u. s. w als besonders zuverlässig zu empfehlen
mieden würden. — Bei dieser Gelegenheit ist noch zu erwähnen, daß es in immer noch von de» wohldressirten tonten mit Steinwürfe» belästigt worden. Opitz hat de, einer Stadt wie Metz, das einschließlich seiner Garnison 17—18,000 deutsch- bereit» dem Landrath in Kattowitz angezeigt. Heute wurde derselbe Krawall von Schul. sprechend« Bevölkerung zählt sehr °m Platze wäre d-ö ®^*mt a.v «“*.
zuwelsen, im Verkehre nut diesem beträchtlichen Theile des Volkes deutsch ju|bie« erschienen war, wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. -■ schreiben und insbesondere auch die Publication der ehelichen Trauungen, wenn nx“ ,ft “!X1 “e * * ** " " “
die Betheiligten nur Deutsch verstehen, auch in deutscher Sprache zu bewerk-
Laibach, 12 April. Der R. Fr. Pr. wird berietet: In einem Dorfe bei Treffen hatte ein Bauer zwei Söhne. Der ältere, Martin, war bereit» Soldat und batte unter anderen schlechten Eigenschaften die Sucht, zu verschwenden. Darum wollte der Vater die Wirtschaft nicht ihm übergeben, sondern dem jüngeren Sohne Joseph Letzterer verschwand nun piötzUcb am 5. December v. I. Man forschte nach ihm ohne Erfolg. Hebet da» Verschwinden de» । Joseph wunderte man sich um so mehr, al» er alle besieren Kleider und fein ganzes Seid Schweizer, Oesterreicher oder Kurländer waren, preußische Spione zu wittern,■ etr'.u" fG“™a?®itrjOoien3'näi»''mit*™'“’i™.
ist unter Anklage des Amtsmltzbrauchs (er war zu jenet Zeit General-Lrecretar andergrub, traf er auf einen in demselben vergrabenen Tragkorb. Dieser enthielt di7 Werktag», des Polizei-Präsidenten) und willkürlicher Verhaftung von Privatpersonen in's kleidiing de» verschollenen Joseph, ganz mit Blut befleckt. Der Hirte trug den Korb rum Militär-Arresthaus verbracht worden, wo er seiner Verurtheilung durch einI^A^.t' dergleichen zu seinem Dienstberrn. Der ältere Sohn Martin erschrak, al» er die Kreisgerichi entgegensieht. D.e S.ad.gemetnde ven Marseille wird ba^nicht D«'Htn.
mehr die Proceffe zählen können, die gegen sie wegen der April-Ereignisse von Tragkorb mit den Mutigen Kleidern des Joseph schon dem Nachbar gezeigt, worauf Martin 1871 angestrengt werden. Sie ist abermals zu einem Schadenersatz vo i erblaßte, ins Zimmer stürzte, dort eine Pistole und einen Strick nahm und in den Wald lief. 60,000 $rc6. verurthettt worden, welche sie einem jungen Manne auszahlen ®'e = Bommiffi..iW Kr-iSg-iichts ,!ud°iph,we«h -rschi.n aus «n,ng, d,«
' . o , / ' a, o , , . 3 Gemeindevorstandes sofort am Orte. Nachdem die Kleidung de» ver chwundenen Joseph beleben
ttluß, der durch einen L>chnß der Znsnrgenten seinen Arm verloren hat. unb erkannt, der Haufen Streu, in welchem man den Tragkorb gesunden, durch'ucht war, fand Paris, 19. April. Die „Revue Politigue" sagt über den ^Lelbfinrord.man dort noch einen kleineren Korb, ivelcher an der Außenseite Spuren von Thonerde trug des früheren Ministers Beul^, wie folgt: „Einer der Führer des Ordre Moral Man forschte nun in der Nähe des Wohnhauses nach Thonboden und fand solchen Die gleich hat sich um's Leben gebracht. Er ist der nämliche, welcher von der Tribüne bint-r dem Hause vorgenommenen Nachgrabungen förderten den aller Kleider entblößten Leichnam 2 # -. v • zt. .?« t ■ l s. fr- -« tzii v , ,, rc < '8U Tage. Der Kopf war durch unzählige, mit einer Hacke beigebrachte Hiebe nabezu unkenntlich
herab über die „Gottlosigkeit der Ctvllbegrabnisie gedonnert hatte. Er flfl&igemad)t. Da die Eltern de» entflohenen Martin im Verdachte der Mitwisserschaft stehen,
sich den Tod ohne Beichte, ohne Absolution, ohne Gebete der Seinigen undjwurden Beide verhaftet. Der Mörder konnte bisher nicht ergriffen werden.
der Kirche bei seinem Todeskampf. Er tödtete sich indeß nicht in einem Anfall — Das Hamburger Postdampfschiff „Hammonia", Eapitän Voß, von der Linie der hitzigen Fiebers: er wußte, was er that; er hatte auf seinem Herzen sorgfäl-!Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt Actien-Gesellschaft, welche» am 1. April von Hamburg via • - — - - - - ~ - sHävre abging, ist nach einer glücklichen Rene von 13 Tagen — Stunden wohlbehalten in
New-Fork angekommen.
England.
London, 18. April. Die von Sir Henry Thompson so warm befürwortete Leichenverbrennung findet von Tag zu Tag mehr Freunde, wie denn schon der Bischof von Manchester sich zu ihren Gunsten oder wenigstfys „wohlwollend neutral" ausgesprochen hat. Und Bischof Fraser ist nicht der einzige anglicanische Geistliche, welcher sich der neuen Bewegung anschließt. Besonderen Anklang findet die Reform unter den Aerzten. Schon seit einiger Zeit besteht hier eine Cremation Society. In Thompjon's Wohnung in Wimpole- strect sind wiederholt Privatzusammenkünfte abzehalten worden, um einen Plan zur Einführung und Verbreitung der neuen Bestattungsart auszuarbeiren. Die thätigsten Unterstützer Str Henry's sind die Herren Spencer Wells und Ernest Hart. Fcaglich ist hier nur noch die gesetzliche Berechtigung der Neuerung. Die RechtSgelehrten streiten darüber. Eine große juristische Autorität soll sich indesien dahin geäußert haben: Was man begraben darf, das darf man auch verbrennen. Uebrigens sind die Leiter der Bewegung entschlossen, falls die Berechtigung beanstandet würde, eine besondere Parlamcntsacte zu erwirken, welche den Mangel ersetze. Binnen Kurzem sollen, so hofft man, wenigstens in einigen Kirchhöfen, Oesen aufgestellt werden, in denen die Ueberreste der Leute, die den betreffenden Wunsch geäußert haben, verbrannt werden können.
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Vermischte-.
Gießen, 21. April. (Ober hessische Bahnen). Wir entnehmen dem soeben fertigqeftellten Jahresbericht der Oberhejslichen Eisenbahn.Gesellschaft pro 1873 folgende Daten: Der Betrieb auf den 23,47 Meilen langen beiden Balmstrecken Gießen Fulda und Gießen-Geln Hausen hat auch im abgelaufenen Jahre keinerlei Störungen erlitten, auch sind irgend nennenS- werthe Unregelmäßigkeiten nicht vorgekommen. Befördert wurden im Ganzen 6704 Züge, welche 517,939 Kilometer zurücklegten. Die Gesammt-Einnahmen betrugen 497,291 ft, tie AuSgaben dagegen 457,427 fl, so daß sich ein Ueberschnß von 39,864 ft ergiebt. Bon letzterer Summe entfallen 30,517 fl. auf die Linie Gießen Gelnhausen und nur 9347 fl auf Die mehr Betriebs Ausgaben erfordernde Strecke Gießen-Fulda Der Bestand der Betriebsmittel hat gegen daS Vorjahr keine Veränderung erfahren, so daß gegenwärtig 1" Lokomotiven, 16 Tender, 55 Personenwagen, 12 Gepäckwagen, und 320 Güterwagen vorbanden sind. Oberhessische Wagen baden auf fremden Babnen 3,727,922 Ach» Kilometer, fremde Wagen dagegen auf der Oberhessischen Bahn 1,806,342 AcbS Kilometer zurückgclegt.
Sckotten Ein ungewöhnliches Unglück sollte verflogenen Samstag den früheren Ober: förster Bommersbeim, seit einigen Wochen Fürstlich Wittgenstein'scher Forstmeister in Laaspbe, treffen. Derselbe kam vom Leichenbegangniß de» Fürsten nack Hause, wollte seine Flinte für Den andern Tag -urecht machen und ließ sich von seiner Frau einen Putzlappen geben. Kaum in sein Zimmer eingetreten, erfolgte ein Knall, die Frau stürzt hinüber und sindet rückling» in die Knie gesunken, ihren entseelten Mann im Blute schwimmend.
Münster, 14. April Ein Ungluck»fall erregt, wie der W M. erzählt, seit gestern Morgen große Theilnabme in allen Kreisen der Bevölkerung von Münster. Vor Kurzem wurde bei einer Seetion im Militär Lazaretl, der Ober: StabSarzt Weigel an der Hand verwundet, in Folge desien eine Blutvergiftung eintrat. Gefährlich erkrankt, wird er vom Ober Stabearzt Kruse cperirt und — gerettet. Leider aber zog sich dieser selbst durch eine leise Schlitzung deS Finger» da» verderbliche Gift zu und starb gestern Morqen nach schweren Leiden.
Laurabütte, II. April. Hier fand am H April, Nachmittag» 2 Uhr, ein Ausrubr Statt. Der Polizeiverwalter Opitz controlirte den ge-etzwidrig anqefteUten Eaplan Ganezew-ki wegen Ertbeilung von Religionsunterricht, der ihm untersagt ist.' Opitz erfuhr nämlich, daß von dem gedachten Caplan der Religion»untemcht seit längerer Zeit in der katholischen jtnd'e ertheilt werde, und überzeugte sich beute, daß dem wirklich so war. Die Äirdientbür fand er -war verichloffen, aber durch ein idrebenfenfhr »ab er, wie der Caplan GanezewSki die Zöglinge unterrichtete. AIS nach Schluß de» Unterricht» die Kinder derauSkamen, befragte Ovitz mehrere nach ihrem Namen» sie verweigerten aber alle die NamenSangabe. Ovitz nahm einen Knaben in da» Gewölbe eine» Kaufmannes, der Kirche gegenüber, erfuhr durch nachdrückliches Fragen nicht nur seinen Namen, sondern auch, daß der Geistliche sämmtlichen Knaben verboten höbe, auf Befragen über ibre Namen Auskunft zu geben. Al» hierauf Opitz die Straße betrat, würbe er von sämmtlichen Confirmanden, deren Anzabl auf 200 angewacbien war, so wie durck eine Menge alter Weiber unb weiblicher Dienstboten mit Geschrei, Pfeifen und Schimpfen empfangen. Die unmittelbar au» der Kirche kommenden Confirmanden waren bereit» mit Stöcren und Steinen bewaffnete Aufrührer geworden und in ihrer Mitte stand der Pfarrer bei Orte». Zufällig fuhr ein Gutspächker au» Simianowitz vorbei und forderte den Polizeiverwalter so wie den Polizetdiener auf, den Dagen zu besteigen, wa» auch geschah, obwohl sie
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 21. April. Die günstige Strömung, welche seit mehreren Ta,w sich Bahn gebrochen hat, blieb auch heute in Permanenz und gestaltete die Tendenz der Birit zu einer festen. DaS Geschäft war ziemlich belebt, namentlich in Creditactien. ES lagen fftr dieselben bei Börseneröffnung sehr günstige Wiener Course vor, so daß dieselben zu dem höheres Course von 226 eröffneten, später indeß auf mattere» Berlin und Realisationen auf 223', berabgingen. Gegen Schluß trat wieder eine bessere Tendenz für da» Effe-t ein und schloss» Creditactien mit 224 v StaatSbahnactien blieben ziemlich behauptet, obgleich Berlin niedrigen Course sandte. Sie eröffneten mit 330', ,, hoben fick bi» 331»« und schloffen 830' t Lombarden waren durch ihre Mindereinnahme von 46,000 fl. und die Aussicht auf eine u» befriedigende Dividende sehr gedrückt. Sie bewegten sich zwischen 144 und 142j , Oeitert Bahnen weisen bei ruhigem Verkehr nur geringe Coursänderungen auf, Galizier find > , |L höher ; auch Nordwest, Voralberger und Ungarisch Galizische befferten ihren Cour» auf. Deuts», Dahnen hielten sich fest. Von Banken waren die beliebteren Werthe gefragt und größtentheiU höher. Wir notiren: WcchSlerbank 1° 0, Rheinische Effectenbank 8 <%, Deutsche Effectenbwk lo.o, Meininger 5h° o, Deutsche VereinSbank 21 2o,0 l-öher. Oefterr. Renten, Amerikaner behauptet. Von deutschen FondS 4* 2° o Württemberger anziehend. Spanier ■ u,° 0 befjer Loosewerthe im Ganzen still, 1854er und 1860er Loose, sowie Ungarische beliebt Raab Grazn offerirt. Von Pfandbriefen Oesterr. StaatSdomainen^Pfandbriefe höher. Von Wechleln Patll, Wien und belgische Plätze nachgebend. Silberrente Coupon» 23. 12 — 15.
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Prioriläten. öetr. Stsb. Prior. 61«/, östr ■ Lombard 49* Livorneeer 35«/, Toecaner 56'/« Elisabeth.-Pri««r. 90 »
Silberrente 66' . Papierreute 62'/,
Borseiinachrichfen.
21. April 1874
3% 3% P°o
5%
II Eu.-m. — 1 »armetädter fl. 50lv>-»e — — K urh. 40 Thir. Lnoae 72
25 fl 45'/. Braunschweiger 22' , 30 0 Oldenburg, ä 4OTbir. 39’/ 4° M bayr Präin.-Anl. — 4U, u badi«cbe I. >o»e 112s/e Badische fl. 35 laioae 69« . Oestr. fl. 250 i. 1h54 93^/e lH5Hr Prioritätsloose — 1H60r Lonee 96’ N
Artlcii.
5°/0 östr. F. St. E. H. <30>/>
Lombard. Babu 145' ,
Ludwigsh. Bexbach 177', Max bahn 1193^
Bayer. Oetbahn 110 t Rhein-Nahebahn-Act. —
He'i. Ludwigeb.-Aut. 138'.t
20 Krank erst. 9 25 - 26
Engi. Sover. 11 50 52
Kuss. Irnper. 9 40- 42
Dollar in Geld 2 25-2»
A eilen.
I rankt. Bank 1477 6 1 rankt. \ erein?-k*-»* 84 / lfarmst. KankaeL 382«/, KheinisclMi llyp.-Bank — Wien Bankaktien 1010
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