trB
loM
angeführt, so daß ihr nicht vorgeworfen werden kann, sie enthalte keine That-
gesährdeten Provinzen durch Ausnahme-Maßregeln verbürg:
werde.
ffcCrgriijiljilrfie Dcpcfrfjcn.
Athen, 18 Demission gegeben, beginnt morgen die
,rärlizk der Pli wndw
3n- n. t M.1 In t
flriecfjcnfanö.
October. Der Finanzminister Papamichalopulos bat fetiu welche vom Könige angenommen wurde. — Die ftammr: Wahlprnsungs-Debatten. •
tiiniTifta.
beutizrr fllbrrd)!
tff M ^blttich ^üßungs
Ll
ttUvertr B
Ertrage laßen ba Spanien terlan^t 1
19. October. Bei einem tu Dioglio (Provinz Novara) stattge- babten Banket erklärte der frühere Finanzmintster Sella, er werde das Min> sterium unterstützen, tun das Gleichgewicht im Budget bcrbeizuführen. Der» selbe wies die Nothwendigkeit nach, daß eine starke Majorität der Steuer Reform zustimme, und sprach sich dafür aus, daß die öffentliche Sicherheit einiger,diesbezüglich ‘ ~
itanlircidj.
Paris, 17. October. Das „Univers" fürchtet das Schltmmste für die Earlisten. „Es tst leicht zwar", klagt es, „die Anschuldigungen der spanischen Regierung zurückzuweisen; aber ihre Forderungen bleiben. Schon tst davott die Rede, den Präfekten der Rieder-Pyrenäen ztt opfern und die Ittternirung der namhaften Carlisten zuzugesteben. Aber wenn Serrano weiter geht, Äuswei sangen verlangt und daranf besteht, daß wir eine Armee in die Pvrenäen schicken sollett, was wird dann geschehen? Denn wenn Serrano in Folge der Unterstützung Bismarck's solche Forderungen erhoben, glaubt man etwa, er habe es blos gethan, um sie zurückzuuebmeu?"
Paris, 18. October. Der öfficiöse „Moniteur" schreibt: Die gegenwärtig umlaufenden Gerüchte betreffs einer Modifikation des Cabinets beruhen bis jetzt aus keinen bestimmten Tbatsachen. Ohne Zweifel ist es nicht unmög-
Pcloilb
CMi 5109) 5 trn ml er loiierrs feil ü biuen un 1. auf
Bun 3 w wn Giesm
Zua 7 fä1
•vn (Nicht
•r in ,}ul 1. auf di
voi 0elnj jua 18 wn &dnb
fymplar tut den Neri bei unse l’it durch s ßtllen, b.zo ließen, t
Bonbon, 16. Octobcr. Der kleine Prinz, dem zu Chren gestern Mittag die Kanonen im Park und auf dem Tower ein lustiges Freudenschießen in iie Welt donnerten, hat durch seine voreilige Anknnst alle Plane unseres HofeS über den Haufen geworfen Es war Alles so schön geplant. Der Herzog von Edinburgh hatte in vorsorgendem Batergesühl die Uebernahme und Einrichtung des in Kent gelegenen neuen Landsitzes'Eastwell-Park beschleunigt, damit der erwartete Sprößling im „Garten Englands" das Licht der Welt erblicke, in Ashford waren Festlichkeiten vorbereitet, die russische Großmutter hatte tbie Weife derart beschleunigt, daß sie vor dem großen Tage zur Stelle zu sein er wartete. Alles umsonst. In Hast mußten Aerzte und Wärterinnen berbcipe- rufen werden. der Minister des Innern koitnte gar nicht einmal herbeigeschaist werden, um seiner versassnngsmäßiqen Pflicht zu genügen, und mußte das Zcu genamt seinem Collegen Lord Derby überlassen. Die Kaiserin von Rußland kam, trotz angestrengtester Reise in einer Fahrt von Breslau bieher, erst 5% Stunden spätcr im Buckingham Palast an als ihr jüngster Enkel. Es begleite die Kaiserin ihr Sohn, der Zarewitsch, die Fürsten Bariatinsky und Wolkonskv, die Fräulein Piller und Miejutin, Herr Ozerow und Dr. Galavin.
Lviibon, 19. October. Noch diesen Herbst gebt von Staatsweg>n eine Expedition zur Erforschung der chinesischen Grenze ab behufs Herstellunz der vorgeschlagenen Handelsstraße von Rangoon nach Hianghung.
ytalieiL
Aorn, 15. October. In Mailand wurden die Vorbereitungen für den Empfang des Deutschen Kaisers eingestellt. Zu ihrem großen Bedauern müffea die liberalen Blätter heute anzeigen, daß man ans den kaiserlichen Besuch für dieses Jahr zu verzichten genöthigt sei, hoffen aber desto gewiffer, daß es in nächsten dazu kommen werde.
lich, daß nach demnächstiger Rückkehr der Kammer mehr oder weniger wichtige Veränderungen im Cabinet stattfinden; sie werden aber nothwendiger Weises von der parlamentarischen Lage abhängen, welche bis jetzt nicht bekannt ist unb Ncwyork, j8. Oct. In Eanada sind die holländischen Schiffe zmr erst bekannt werdet, kann, wenn das politische Leben wieder tu Paris coucen- Küstenhandel zugelaffen. — In Jackson (Louisiana) fanden Samstag Abent
trirt sein wird. aus Vcranlaffung der Cougrcßwahlen Unruhen statt. Einer der Candidater
— Mac Mabon reist heute Abend um 8 Uhr nach Calais, um Artille- und vier Neger wurden getödtet. Die Neger durchzogen bewaffnet die Stadt. rie^Schießversnchen beizuwohnen. Er kommt in der Nacht von Montag ans die Behörden erbaten daher Unterstützung durch Truppen. — In Guatemala
""stag zurück und geht dann nach Fontcnay aus die Jagd. sand ein Erdbeben statt, durch welches ca. 200 Personen ums Leben kamen.
gekommen, Jedermann mag bei kaltem Blute tue Schrift lesen und Satz für - Eine republikanische Wahl-Versammlung in ßonwiegne belcklcck den Satz untersuchen, was darin Ungehöriges enthalten fei. Wir unserestherls ,ur radiealen Partei gehörenden Pariser Ad >ocateu «ndrs Rouüelle als wissen nicht« Anstößiges darin zu finden. Der VerwaltungSrath spricht einefdidaten auszustellen. Das Septeunimn stellt keinen Candidate» aus und w Sprache, wie sie ei» gutes Gewissen, das Gefühl der ttrankung durch unge- wahrscheinlich den Bonapartisteu Herzog v. Mouchi, beaünfhaen den man rechte Verdächtigungen und das Bewußtsein eigner Ehre emgiebt. Die Schrift'für mächtig genug hält, um die republikanischen Candidalen zu icklaaen ist eine Abwehr und darum ihrer Hauptrlchtuug nach negativ gefaßt; dem An- Pari», 18. Oetober. Bei der gestrigen Todtenseier ber Rörunni" Wir greifet liegt es ob, seine Beschuldigungen zu beweisen, und roemi er dieß nicht Antoinette in der Sühneapelle des Boulevard Hauümann bat eine3 in hr thut, so werken die Folgerungen, die sich au« dein Texte der Protestschrift mit Sfraner gekleidete Dame ein unbeschreibliebes Aufsehen erreat Dieselbe all* Leichtigkeit ziehen lassen, mit Recht auf ihn Anwendung finden; dennoch aber auf ein Haar der unglücklichen Römgin. Das Gesicht die Unter, vven 1 hat die Schrift durch speeielle Betonung der Punkte, worüber sie ei» autorita-Farbe des Haares waren genau wie die der Tochter Marie Tberesiett« «u6. t'ves Zeugniß auTiift, des Thatsächlichen mehr, als sie nothig gehabt hätte, dem halte die Dame die Haltung einer Königin. Man zerriß sich den Rot ’
v- Äel
- J an so, h-'chensi
Jliriidit®,
P.r,a' Weife u .*tx*
2*;- Nf»
■’ nfeetioHj M,cn;ben, d ;’!l lni -Leg r * CfTfltbei 5't auf
.^oru,
ZC,,On QUI «Vramnr
7>i?'
"«ubn '""st b
7 ''Mete
* nab j
. . . „ r . - . w o • Man zerriß sich den Kop',
wer wohl diese Unbekannte sein könne. Man behauptete, es fei die Enkeln Naundorff's. dessen Familie gegenwärtig im Haag ansässig ist
PariS, 19. October Das bisher bekannte Resultat der gestrigen Deputirten-Ersatzwahlen stellt sich folgendermaßen: Im Departement Pas Calais ergab die aus 26* von 43 Kantonen bekannte Abstimmung für br Republikaner Brasme 38,868, den Bouapartist Deliffe 35,994, den Leaitimiß Jonglez 9106 Stimmen. Eine Stichwahl ist wahrscheinlich. Im Departemci- Alpes maritimes erhielten die republikanischen Caudidaten Mödecin und Cbtm 14,100 und 14,600, die separatistischen Candidaten Boissard und Durand' 10,150 und 10,150 Stimmen. Die Abstimmung von 7000 Wählern ist nedj u»&£annt. Im Departement Seine-et-Oise erhielt der Republikaner Senard 53,847, der Bouapartist Herzog von Padua 39,482 Stimmen. Aus 86 Land gemeinden ist die Abstimmung noch unbekannt.
Paris, 19. October. Im Departement Seine et - Oise ist der Republ kauer Senard gewählt worden. In Nizza siegten Möbecin und Chtris, Can- dtdateu der französischen Partei. In Pas de Calais kommt es zur Stichwahl. — Der von dem spanischen Kanonenboote aufgebrachte Dampfer Ntöve" tst an die spanische Behörde ausgeliesert worden.
sacheu, sondern „grobe Schmähungen." Schmähungen? — in welchem Worte? — Oder soll es eine Schmähung, eine Insolenz sein, wenn mau deu Muth hat, sei» Recht, seine Ehre gegen ungebührliche Angriffe zu vertheidigeu V — Eine traurige Verirrung läßt viele Leute glauben, daß die Eigenschaft eines „Volksvertreters" die Berechtigung gewähre, ungestraft und ungefährdet das freie Wort, welches Gebrauch oder Gesetz der parlamentarischeu Trtbüue gestattet, zu jedem Zwecke zu gebrauchen oder auch zu mißbraucheu. Dieser nämlichen Verirrung schreibeti wir es zu, wenn man vielleicht in Abgeordnttenkreisen selbst der Meinung ist, nrnti müsse aus espril de corps sich mit deu einzelueu Collegen auch für ihre Versündigungen solidarisch machen, doch hoffen wir, daß Ueber- legung und Besonnenheit noch zur rechten Zeit achtbare Kammermitglieder ab- halten werde, Verautwortlichkeiteu aus salschvcrstaudener Collegialität zu theilen, die sie aus eiguem Impuls nicht auf sich uehmeu würden. Unserer Ansicht nach ist eine parlamentarische Körperschaft keine Arena für wohlfeile Triumphe vou Worthelden, welchen der Augegrlffette nicht sofort eutgegentreteu kann; wird aber dennoch aus diesem Felde ein Kamps begonnen, so muß der Herausforderer sich gesalleu lassen, daß er, wie und wo es paßt, zur Recheiischast gc^ zogen werde. Wir sind nicht gemeint, daß im gegenwärtigen Falle den Herren Dernburg, Dumont u. s. w. daS Feld allein übet lassen bleiben dürfe; gerade die Sache, um tvelche es hier sich handelt, ist am Allerwenigsten dazu ange- than, daß von der Tribüne aus zu Schauer und Grausen des andächtigen Publikums Bauustrahleu moralischer Veruichtuug gegen das im Armenjünder- kleide dastehende Grüuderthum geschlendert werden; das Drama dürste sich diesmal mit g« wechselten Rollen abfptelen. Wir werden uns erlauben, in einigen folgenden Artikeln die Ansmeckfamkeit der geehrten Leser für das, was wir zu sagen haben, in Anspruch zu uehmeu.
Berlin, 19. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, die Meldung mehrerer Blätter, wonach der Polizei-Präsident v. Madai zum Regieruugs Präsidenten für Marienwerder designirt wäre, sei als völlig grundlos zu bezeich neu. Ebenso entbehre das Gerücht jeden thatsächlichen Anhalts, wonach Diffe reuzcu zwischen dem Reichskanzler und dem Staatösecretär des Auswärtigen v. Bülow bestünden, deren Ursprung in der Reichspolitik oder in höheren Gesellschaftskreisen, die der Person deS Reichskanzlers feindlich, zu suchen sei und als deren Verbreiter mehrere vor 1866 offen antipreußische Staatsmänner bc zeichnet würden. Das völlige Einveruehnteu zwischen dem Reichskanzler und dem Staatösecretär v. Bülow ist keinen Augenblick vermindert gewesen.
Berlin, 19. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: ihre Anden tuug, daß die obersten Behörden der evangelischen Landeskirche die in gewissen Kreisen sich vorbereitende Organisation deS Ungehorsams schnell nnd energiscki durchbrechen würden, habe, dem Beruehmeu nach, bereits thatsächlichc Bewäh ntng gesunden, resp. scheine sie solche demnächst finden zu sollen.
^ulda, 16. October. Neuerdings hat das hiesige bischöfliche Dom- capitel wieder die Frage bezüglich der Neuwahl eines Bischofs für die Diöcese Fulda erörtert, uud zwar, wie man uns mittheilt, aus Anlaß eines diesbezüg Ud)eit Schreibens aus dem Vaticau. Man kam jedock) zu dem Schlüsse, daß unter den obwaltenden Umständen vou der Ausstelluug einer zweiten Caudida- tculiste am besten abzujehen sei, da daö gegeuwäriige Interregnum volle Bürg schäft zur Erhaltnug des Friedens innerhalb der Diöcese biete. Hierzu ist zu bemerken, daß die Majorität des Capitels (Hahne, Dr. Labreuz und Dr. Malk mus) antijesuitisch gesinnt sind.
Baden-Baden, 16. October Die kaiserlichen Majestäten haben in den letzten Tagen in Begleitung der Grobherzoglich Badischen Herrschaften mehrere Ausflüge, namentlid) nach Schloß Eberstein und Schloß Favorite gemacht. Gestern Abend wohnten beide Majestäten einer musikalischen Abend- Unterhaltung im Großherzoglichen Schlosse bei, zu welcher über hundert Einladungen ergangen waren.
Oesterreich.
TlZien, 18. October. Auf Requisition des Stadtgerichts Berlin wurden der Herausgeber uud der Redacteur des hiesigen „Neuen Fremdenblattes" zur Ablegung einer Zeugen »Aussage iu der Strafsache des Grafen Arnim wegen Beseitigung amtlicher Schriftstücke für morgen vor das hiesige Landeögc rid)t geladen.
, 18. October. Es geht daS Gerücht in San Franciscc ein deutsches Kriegsschiff sei in dem Hafen der Navigator-Inseln eingdanfr nnb habe eine Entschädigung von 18,<t00 Dollars gefordert unter der Drohuna u" Weigermtgsfalle die Inseln in Besitz zu nehmen. Die amerikauisd)e Coloni habe 6000 Dollars gezahlt^ uud für deu Rest Caution gestellt. Das Gerück verursachte Allfrcguug in San Francisco und die Handelskammer beräth über die offenbar entstellte Äugelegenbeit
21-ashington 18. Octobcr Nack) dem Derick)te der landwirthschast lichcn Abtheilnng ist die diesjährige Getreide Erndte derjenigen des Jabres 187< gleich. Aus Jamaica wird gemeldet, daß eine Versammlung von Cubauerr aus Befehl des Gonverneurs aufgelöst worden ist.
Lokal'Notiz.
Gießen, 20. Oct. Nächsten Sonntag feiert Herr Heinemann Hermann un: v*au daS seltene Fest der goldenen Hochzeit. Sö .st die» seit sehr langer Zeit der eiste fis- in der hiesigen israelitischen Gemeinde Die Jubel Trauung findet nächsten Sonntag 1 Uhr i" der Synagoge statt.


