Ausgabe 
19.5.1874
 
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Mnzeige- und Mmtsblatl für den Kreis Kiessen.

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amtlicher T h e i l.

B e k a n n t m a ch u n g.

Betreffend: Ordentliche Versammlung des Bejirksraths für 1874.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Donnerstag den 28. Mai, Vormittags 10 Uhr, die diesjährige ordentliche Sitzung des Bezirksraths in dem Rathhaussaale dahier stattfinden soll.

Gießen, den 18. Mai 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. R ö v e r.

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politischer Theis.

Deutsch sand.

Bus Hessen, 17. Mai. Vom 1. Januar 1875 ab sind in Folge Erlasses des Ministeriums der Justiz alle Handels - Register-Einträge, deren Publikation in einem außerhalb Hessens ericheinenden Blatte als zweckmäßig erachtet oder von den Interessenten beantragt werden, in dem als Beilage des Staats Anz." erscheinenden ..Central Handels-Register für das deutsche Reich" zu veröffentlichen. Dieses letztere Handels-Register ist das Central-Organ Preußens und einzelner kleinerer norddeutschen Staaten für alle Handels- Register-Einträge. Andere Staaten, z. B- Sachsen, Mecklenburg, Oldenburg und Braunschweig benutzen dasselbe nur in der jetzt von Hessen adoptirten Weise. Das Ministerium der Jl'stiz hat beschlossen, daß bei Gefäugniß- strasen unter einen, Monate eine Selbstverköstignng Verurtheilter mit Ausnahme von Fällen, wo eine ärziliche Vorschrift dies für nothwendig erklären sollte, nicht zulässig sei, und bte verschiedenen Staatsanwaltschaften und Gerichte sind dem enlspechend angewiesen worden.

Darmsstadt, 16. Mai. Sicherem Vernehmen nach wird die zweite Kammer kurz nach dem Pfingstfest zusammentreten. Abgesehen von dem Nach- trags-Budget und der Vorlage wegen Wiederaufbau deö Hoftheaters sind eine ganze Reihe von Gegenständen für die Verhandlung reif, lieber viele liegen die Ausschußberichte bereits vor, über andere werden die Berichte noch vor dem Fest zum Druck gelangen. Hiernach wird die diesmalige Session wohl kaum eine ganz kurze werden und jedenfalls dürften die Hauptaufgaben des dermaligcn Landtags, soweit sie jetzt vorliegen, wesentlich erledigt werden.

Berlin, 16. Mai. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Be- rathung die Gesetzvorlagen über die staatliche Zinsen-Garantie für die Eisen bahn Halle-Nordhausen-Kassel, die Vollendung der Eisenbahnen Hanau-Offenbach, Tilsit-Memel und Arnsdorf-Gassen, sowie die 50 Millionen-Anleihe zur Erwei­terung des Staats-Eisenbahn-Netzes und außerordentlichen Staatsschulden- Tilgung. D,e Vorlage über die Vereinigung mehrerer neuvorpommer'scher Districte mit Altpommern wurde in zweiter Berathung angenommen, die vom Herrenhanse abgeänderte Vorlage betreffs der Ausführung der Kreisordnung in ten Grafschaften Wernigerode und Stolberg mit 172 gegen 89 Stimmen ab­gelehnt, unter Streichung der vom Herrenhause hinzuzefügten §§ 3, 4, 5 u. 7. Nächste Sitzung Montag. Die Abreise des Fürsten Bismarck nach Varzin ist verschoben.

Berlin, 16. Mai. An der h esigen Universität halten im Laufe des Sommer-Semester 171 Docenten Voilesungen. Professor v. Treitsckke liest über deutsche Geschichte seit 1816. Auch über Stenographie werden Vorträge gehalten.

Berlin, 18. Mai. Das Herrenhaus genehmigte das Gesetz über das honnover'sche Höse-Recht in erster Berathung, desgleichen das Zwangs-Euteig- mings-Gesetz mit Abänderungen, die das Zurückgehen desselben an das Abge­ordnetenhaus nothwendig machen, ferner das Gesetz über die Vermehrung des Bahn-Betriebsmaterials. In einmaliger Schluß-Berathung wurden genehmigt die Gesetz-Vorlagen über die Bewilligung von Schauprämien, die Aufhebung des Cbaussee-Geldes und die Verwendung der für die Halle - Sorau - Gubener und die Wescl-Bocholter Eisenbahn verfallenen Caution. Nächste Sitzung mor­gen. Der Schluß des Landtages erfolgt vielleicht Freitag.

Stuttgart, 18. Mai. DemSchwäb. Merkur" wird aus Zürich gemeldet, d..s Schloß Arenenberg werde in Stand gesetzt und versichere man sehr bestimmt, Kaiserin Eugenie und der kaiserliche Prinz würden sich dem­nächst bleibend daselbst niederlassen.

DeHiTreidj.

Wien, 13. Mai DiePresse" schreibt:Mit dem heutigen Tage, an welchem das erste der beiden vom Kaiser unter dem Datum des 7. Mai sanctionirten Gesetze in Wirksamkeit tritt, wird endlich auch das Concordat voll und ganz, bis auf den lebten Rest, aus der Reihe österreichischer Gesetze gestrichen, in welche es niemals hätte ausgenommen werden sollen. Jetzt, da wir endlich völlig überwunden haben, tritt noch einmal die ganze Tiefe der Er­

niedrigung vor unser Auge, in welche Oesterreich durch die Feffeln des Con- cordates gerathen war, die geistige Verkümmerung, der er entgegenging, die politische Jsoliruug von ganz Europa, welcher er verfiel. Der Staatsmann, welcher Oesterreich die Verfassung vom Februar 1861 brachte und durch vier Jahre danach an der Spitze der Staatsgesckäsk stand, ging wohl zumeist darüber unter, daß es ihm nicht gelang, des Concordats Herr zu werden. Wer weiß, wie sich die gesammte innere Gestaltung Oesterreichs entwickelt hätte, wenn es Schmerling gelungen wäre, mit seinem Namen im Jahre 1862 ein Gesetz zu contrasigniren, welches lautete:Das Patent vom 5. November 1855 ist seinem vollen Inhalte nach aufgehoben!"

«Rumänien.

Bukarest, 18. Mai. Der Fürst von Serbien, Milan, ist gestern Nachmittag zu mehrtägigem Besuche hier eingetroffen. Fürst Karl und der Kriegsminister waren ihm bis Giurgewo entgegengereist.

Schweiz.

Genf, 18. Mai. Bei der Wahl des Administrativraths siegten die Candidaten der unabhängigen Municipal-Partei mit großer Majorität über die Candidaten der radicalen Regierungs-Partei.

Olafien.

Nom, 16. Mai. DieGazetta d'Jtalia" meldet, in den dentalen Kreisen Roms sei bie Rede von einer sehr heftigen, gegen den Fürsten Bismarck und Deutschland gerichteten Encyklica, welche neulich im Consistorium habe verlesen werden sollen und bald werde veröffentlicht werden. Ob dieselbe ge­rade so gedruckt werden wird, wie sie verlesen worden, ist nicht wahrscheinlich, da, wie dieGazette de Florence" selber gesteht, die Schriftstücke des Papstes das Imprimatur erst erlangen können, wenn sie eigens für die Oeffenllichkeit zugestutzt worden sind. Die Worte Sr. Heiligkeit lauten aus dem Papier des Osservatore Romano" stets anders, als im Munde des hohen Redners.

Frankreich.

Versailles, 16. Mai, 5 Uhr Abends. Nationalversammlung. Bei !der Berathung über die Tagesordnung für die vorliegenden Gesetzvorlagen wird feie von der Regierung für das Wahlgesetz verlangte Priorität mit 381 gegen 317 Stimmen verworfen. Tie Minister ziehen sich zurück. 6 Uhr. Die Minister kehren in den Sitzungssaal zurück. Ein Deputirter der Rechten er­klärte, die Frage betreffe nicht die Feststellung der Tagesordnung, sondern, ob die Nationalversammlung die Gewalten Mac Mahon's organisiren wolle. Ram- pont von der Linken bemerkt:Wir haben gegen das Partei-Ministerium ge­stimmt, gegen Mac Mahon haben wir niemals stimmen wollen." Hierauf setzt die Versammlung die Feststellung der Tagesordnung auf Dienstag fest und vertagte die Sitzung auf Montag

Paris, 16. Mai, 81/2 Uhr Abends. Die Stadt ist vollständig ruhig. iEs sind Gerückte verbreitet über die wahrscheinliche Bildung eines neuen Mini- jsteriums aus Mitgliedern des rechten und des linken Centrums mit Buffet, . Goulard und Dusaure. Es sind dieses aber verfrühte Conjecturen, da von iten Absichten des Präsidenten Mac Mahon noch nichts bekannt ist.

Paris, 16. Mai, 1Uhr Abends. Goulard hatte eine Conferenz mit Mac Mahon. Die Minister haben ihre Demission gegeben, fahren indeß fort, die Geschäfte zu führen, bis die Krisis vorüber ist. Die Unterhandlun- !gen dürften morgen fortgesetzt werden. Aus dem Boulevard wurde neueste An­leihe zu 94.45, Türken zu 48.45 gehandelt.

Paris, 16. Mai Die Nachricht, daß Broglie gestürzt, verbreitete sich !gegen 43/4 Uhr in Paris und wurde fast überall mit Freude begrüßt. Auf -dem Babnhofe der Rue St. Lazare erwartete eine große Menge die Rückkehr der Deputirten, welche um 5V2 Uhr erfolgte. Lärmende Kundgebungen kamen jedoch nicht vor.

Aus der Boulevards-Börse entstand um 5 Uhr ein reges Leben; die Rente fiel sofort um 40 Centimes. Die Entlassung des Cabiuets ist sicher;