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Und glauben Sie

sonst über ein Land hereinbricht, wenn ein Krieg kommt."

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ihn nur ernstlich und redlich wollen."

Man soll nicht weich werden in derartigen Dillen, aber ich kann doch

Bravo.)

Ich sage, für die Worte, die ich hier spreche, bin nur ich allein verant­wortlich , aber ich übernehme die Verantwortlichkeit für meine Ueberzeugung. Ich glaube, daß das, was der deutsche Gedanke webt und worin er schwebt,

Un- thut ver- To- und

stade des Bodensee gekommen und habe hier diese Frühlingsworte auch an dieser Skelle an einem Nachmittag verkündet so heiß wohl wie der gegen­wärtige und habe damals geschlossen:unser Ziel und Streben muß sein, der deutsche Staat muß werden, das allein ist cs, was uns zum Ziele sichren kann, und wenn die deutsche Nation ihre große Seele in sich selbst zu finden hatte, so muß der deutsche Staat deren Körper werden "

Ei, meine Herren und Damen, es sind kurze fünf Jahre her, so hat die Seele des deutschen Volkes ihren Körper gefunden, und wenn ich jetzt hinaus­gehe zu dem Thore und wieder hineinginge zu dem Thore, wo ich damals hin eingegangen, was sähe ich? hätte man es sich träumen lassen?Kaiserlich deutsches Postamt!" Und wenn ich damals verkündet hätte, in fünf Jahren wird der Gasthof am See ein kaiserlich deutsches Postamt jein, wenige hätten daran geglaubt. Manche hätten mich verlacht, aber alle hätten es gewünscht und gehofft. (Bravo!)

Das ist in Erfüllung gegangen. Darf ich auch heute, heute an dem

Konstantinopel, 16. Februar. Naä) officiöser Mittheilung wird die innere und äußere Politik der Pforte durch den stattgehabten Regiernngswed u

rigen Vergleich zwischen Wälschthum und Deutschthum zu erkennen vermöchte. Ich wurde rathen, frisch voran zu gehen auf dem Wege, auf dem wir in Deutschland zu gehen haben, auf dem Wege der Entwickelung des deutschen Staates in politischer, in religiöser Freiheit und in Freiheit der Selbstbcstimmung.

Ich habe auch Constauzer Neminiscenzen, icb könnte Sie zurückführen in das Jahr 1834, wo ich an jener Stelle noch die Puppe des Huß mit einer

Rede

des jetzigen Reichstags - Abgeordneten Dr. Völk auf dem 3. Alt- katholiken-Congreffe zu Constanz vom 12. bis 14. September 1873.

(Schluß.)

Deutschland.

Posen, 15. Februar. Nach den Berichten desKuryer pozn." pilgern Geistliche und polnische Edelleute täglich nach Ostrowo, um den Erzbischof zu sprechen und sich von ihm den Segen ertheilen zu lasten; sie erhalten aber keinen Zutritt zu demselben, weil er den Empfang von Besuchen im Bureau des Gefängniß Inspektors, wo er ihm nach der Haus-Ordnung allein gestattet ist, abgelehnt hat. Nur der mit der Seelsorge der Gefangenen betraute Decan Fabisch darf den Erzbischof zu jeder Zeit in seiner Zelle besuchen, aber auch mir in Gegenwart des Gefängniß-Jnspectors. Der erzbischöfliche Caplan Mes czynski ist erst zweimal zu seinem gefangenen Principal zugelassen worden und durfte ihn ebenfalls nur in Gegenwart des Gefängniß-Jnspectors sprechen.

Brieg, 12. Februar. Das hiesige Kreisgericht verurtheilte den Pfarrer Pavelt aus Carlsmarktwegen Beschimpfung der christlichen altkatholischen Kirche" und wegen Ucbertretung des sog. Kanzel-Paragraphen zu zwei Mona teil Gefängniß.

ganz entgegengesetzt ist der Abhängigkeit, dem Servilismus, so ganz entgegenge­setzt ist dem, was seit Jahrhunderten in Rom gesponnen worden ist, daß ich!«...........- ................ -7,;- ~

meinerseits eine Versöhnung nicht abzusehen vermag und daß ich in einer der- keine Acnderung erfahren, ebensowenig jvirb die finanzielle MWo artigen Versöhnung ich möchte sagen, Gott verhüte sie nur einen trau- Pascha's davon berührt.

8chweiz.

Bern, 16. Februar. Mittags. Soeben erfolgt der Austausch der Ratifications - Urkunden zu dem Staats-Vertrag über den Anschluß der Gott- hardbahn an die oberitalienischen Eisenbahnen.

(England.

London, 17. Februar. Das Ministerium hat gestern beschlossen, seine Demission zu geben. Gladstone hat sich heute nach Windsor begeben, um der Königin das Demissions-Gesuch zu unterbreiten. Die Königin wird Disraeli mit der Neubildung des Cabinets beauftragen.

Rußland.

Petersburg, 16. Februar. Der russische Gesandte in Wien, Geh- Rath v. Novikoff, und der österreichische Gesandte in Petersburg, Baron v. Langenau, sind zum Range von Botschaftern ernannt worden. Der Czor leidet an einem leichten Bronchialkatarrh, weshalb das Programm für die zu Ehren des Kaisers Franz Joseph stattfindenden Festlichkeiten geändert werden mußte. Bei dem gestrigen Gala-Diner brachte der C;ar einen Toast aus den Kaiser Franz Joseph aiis, hinzusügend, daß die beiderseitige Freundschaft mit dem Kaiser Wilhelm und der Königin Victoria die beste Garantie des europäischen Friedens sei.

Es hat nun Jemand bemerkt:warum nicht?" Darauf sagte er:gr*> aen Sie den Reichskanzler nicht, warum er den Krieg nicht will. Weil er den

Tage, an dem wir eine wohl größere denkwürdige Handlung abschließen, viel­leicht sagen:wohin ich glaube, daß es kommen wird?" Nach mächtigem Streben, nach Läuterung des Geistes von Innen heraus, nach mächtiger Er­greifung dessen, was den inneren Menschen erfüllt, nicht nur in politischer, sondern in religiöser Beziehung, wird sich auch erfüllen, was wir alle wünschen. Es wird sich auch erfüllen:daß nicht nur in staatlicher, sondern auch in kirch­licher Beziehung Frühling in Deutschland werden wird, daß auch der Frühlings- friede über Deutschland herabkommen wird, wenn die Geister und Gemüther

nicht umhin, manchen daran zu erinnern; Ist Niemand von Ihnen an einem schönen Sonnabende Abends in der Gegend von Lindau gewesen? Da ist ein prächtiges Geläute, die Glocken klingen harmonisch zusammen und es ist erhe­bend, sie durch die Abendstille hinklmgen zu hören. Wer es nicht weiß, der .meint, das seien lauter gleichgestimmte Glocken. Sie sind es auch, aber es sind doch katholische und protestantische Glocken! Man merkt es ihnen nicht an 1 (Beifall ) Sie schallen gleich hinaus und so, glaube ich, werden wir im deutschen Reiche unsere Gemüther auch dahin stimmen müffen, daß sie heilig und fromm in den stillen Abendhimmel hinausklingen, die katholischen und pro- testautischen und weffen Sinnes sie iinqjer sein mögcji, gleiche Harmonie und »'gleichen Frieden verkündend, und man merkt es ihnen nicht an,daß sie ver­schiedene Ansichten haben." (Langdauernder Beifall.)

ist die Gesinnung des Reichskanzlers im Jahre 1868 gewesen. Ich habe nicht i allein der Unterredung zugehört, sondern es waren deren gar viele.

Und später, warum ist der Krieg geworden? Man wird doch wahr- i haftia nicht sagen, daß wir ihn hervorg^rufen haben? Wir haben uns in dem Kriege vettheidigt und wir werden uns in dem Kriege wieder vertheM' gen, und wenn die gejammte heilige Allianz, und wenn Papst und Heinrich V. und die weiße Fahne und Alles wieder über uns Deutsche hereinbrechen sollte.

Ich sage dies, obwohl es streng genommen, nicht zum Gegenstände un­serer Betrachtung gehört, um wiederholt den jetzigen Anschauungen, den jetzigen Ausstreuuiigen in Frankreich gegenüber eine gewisse Remedur und eine gewisse Rectification eintreten zu lassen. Sie werden mir diese Abschweifung im Hin­blick auf den Zweck, den ich damit verbunden habe, gewiß verzeihen.

Ich komme mit kurzen Worten auf mein Thema zurück und sage hier Folgendes. Ich glaube, daß unsere Bewegung, der wir uns recht.lebhaft an- nehmen wollen, wachsen wird nicht blos im Jntereffe des religiösen, sondern auch des politischen Wesens in Deutschland.

Wir haben so lange am deutschen Reiche gearbeitet, es ist schließlich ge worden, wir müssen mm von Innen heraus auch an der religiösen Eriienecung arbeiten und wir werden uns jetzt alle mögliche Mühr geben müssen, and) überall die Herzen neu zu beleben. Haben wir im wohlverstandenen Interne die Regierungeii für uns, so haben wir noch einen andern Alliirten, den uns Gott auch gegeben hat, und das sind unsere Gegner selbst. (Bravo!)

Glaube man ja nicht, daß der Mensch Alles durch eigene Klugheit thun kann. Vieles, was der Mensch will, gelingt ihm durch die Ungeschicklichkeit seiner Gegner selbst. Es hat Zeiten gegeben, wo man glaubte, daß nufere Sache weder in religiöser noch in politischer Beziehung vorwärts wolle. Es ging nicht mehr. Was kam bann ? Dann hat irgend ein Pfarrer, irgend ein Bijchof und am Ende der Generalbischof selbst eine Dummheit gemacht, und es ist die Sache wieder gegangen. (Bravo!)

Fragen Sie sich, meine Herren, ganz einfach, was haben wir nicht in dieser Beziehung gerade alles der Hülse unserer Gegner zu verdanken? Die noblen Herren jagen:ja, das wollen wir? wir wollen durchaus nicht dem deutschen Reiche an den Leib", und ein Intimus von ihnen verkündet:aller­dings ist das deutsche Reich unser größter Feind." Auf der anderen Seite sagen wir:Ihr seid unsere Feinde, ihr wollt in unserem Lande Unruhe am stiften in religiösem Jntereffe." Das läugnen sie. Nun thut uns der Bischof von Regensburg die Gefälligkeit und sagt: ,,iä) bin der Erste, der die Throne uhiflürjt." Das ist ja vortrefflich, man könnte es nicht bester sich wünschen. Wir sagen:was wollt ihr denn? eure ganze römiscbe Klerisei und Alles, was damit zusammenhängt, und was dort gegen uns ist, ist eine große Verschwö­rung gegen das deutsche Reich, das ihr zertrümmern wollt."Bei Gott, nein", sagen sie,das ist die größte Verleumdung, die es gibt." Am andern Tage kommt die Zeitung heraus und berick)tet:Der Papst hat gesagt, es brauche nur ein kleines Steinchen vom Berge herabzurollen und es werde dem Kolosse des deutschen Reiches seine Ferse zerschlagen, d. h. ihn umwerfen." Was wollen Sie denn mehr! Wir jagen weiter:Ihr seid Leute, welche uicht einmal mehr Sinn dafür haben, daß die deutsche Nation mit dem Blute ihrer Söhne die Freiheit, die Sicherheit gegen Frankreich erkauft hat."Bei Gott", sagen sie,nein, das ist nicht wahr, wir sind Alle froh, ja, wir jubeln über diese Siege." Und am andern Tage verkündet uns ein Pfarrer,daß es ihm nicht recht sei, daß diejenigen, welche den französischen Krieg mitgemacht haben, nock) ihre Medaillen tragen, weil es eine Schande gewesen fei, an dem Kriege Th eil genommen zu haben. (Bewegung und Bravo.)

Wir sagen:Ihr haltet die Siege über die Franzosen für euer glück", und sie sagen uns:ei, was seid ihr für schlechte Menschen, was ihr uns Alles an, was nicht wahr ist!" und siehe da, am andern Tage kündet ein Pfarrer von der Kanzel herab:der Tag von Sedan ist der destag der Kirche." Hören Sie, meine Herren, bad muß man anhören man darf nicht einmal bei Vermeidung strafrechtlicher Einschreituug einen solchen Schurken bei den Ohren nehmen. (Bravo! Bravo!)

Wohlan denn, wir wissen, woran wir mit ihnen sind, ick) sage und wie­derhole,nicht mit Allen", beim sobald sie einmal wissen, wohin die Ziele gehen, so werden gar viele die inneren galten ihres Herzens aufthun und wer­den wissen, wohin sie als Söhne der deutschen Nation zu stehen haben. Aber viele sind in dem Fahrwaffer begriffen und ich behaupte es und kann bei Gott keinen Gedanken, der in den Dingen mir am Herzen liegt, und von dem id) vollständig überzeugt bin, zurückbalieu. Id) habe vor dem Kriege es war im Juni "1870, bevor das Concil sich abgespielt hatte einmal Gelegenheit gehabt, über diese Frage mich zu äußern und ich habe jenes Mal Niemand hier ist für diese meine Aeußeruug verantwortlich, ich bemerke das ausdrück­lich persönlich gesagt:In Deutschland wird kein Heil, ehe wir nicht sind los von Rom." Id) habe jeuesmal gesagt, in Deutschland wird kein Heil, und der germanische freie und treue Gedanke und unsere nationale Entwickelung kann nicht zur Vollkommenheit gedeihen, ehe nicht das römische Cnrial- Gift aus den Adern des deutschen Körpers ausgeschieden ist. (Anhaltendes

Kriea aesehen hat weil er weiß, welches Elend, welche Wunden und was alles Dominikanerkutte geseh<n habe. Ich könnte Ihnen erzählen, daß ich auf dem sonst über ein Land hereinbricht, wenn ein Krieg kommt." Und glauben Sie zerfressenen Thron des Kaisers Sigismund dort in jener Ecke gesejjen bin. Ich nidk daß der Mann den man als so bart verschreit, nicht auch ein Herz im will das alles nicht thun, kann aber eine Erinnerung an Constanz nicht unter-- Leib/ hat und daß er nicht ruht, damit nicht ein Mann mehr, als abjolnt drücken. Es sind fünf Jahre dahin. Ich hatte damals als Zollparlaments- uotbwendia ist in einem Kampfe für das Vaterland zu Grunde geht. Das Mitglied in Berlin, glaube ich, and) eine Prophezeihuug gethan, ich habe ge- «tt die (Sefuuuina des Reichskanzlers im Jahre 1868 gewesen. Ich habe nicht sagt:Frühling ist es geworden in deutschen Landen!" Ich bin an die Ge-