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sich alte, halbverwitterte Grabsteine alter, längst ausgestorbener Nittergeschlech-

ter,

vorfinden.

/cankreich.

Paris, 13. October. Der carlistische General Dorregaray befindet

London, 15. Oct.

Die Kaiserin von Rußland ist heute hier ange-

kommen.

La Guardia

an der Straße von Logronno nach Estella,

enthält die amtliche Zeitung folgenden Bericht des Ober-Befehlshabers der Nordarmee vom gestrigen Tage:Nachdem ich die Verschanzungen, welche der

Es soll für diese Provinz der Belagerungs- Die Absetzung deS Präfekten und die Er.

gleichen, be- denen manche noch zu viel

dige und ehrbare Männer wie Döllinger und Andere, die ihm willkommnen, Männer, die sich Jrrthümern entrissen haben, mit unserer eigenen Glaubensgenossen zu unserem Bedauern nur sympathisiren.

soll, ganz schwarz gekleidet, tief gerührt und bewegt gewesen sein. Die Hand­lung geschah in der Pfarrkirche zu Waltenhofen, da Hohenschwangau in den Pfarrsprengel gehört. Diese ganz nahe am Lechufer gelegene Kirche ist eine der ältesten Kirchen Bayerns, da dort am Fuße des Sailmgö die ersten christ lichen Glaubensboten, Colomann, Gallus, Magnus rc., sich niederließen; aber auch historisch interesiant, in dem sowohl im Innern wie an den Außenwänden

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 18. bis 24. October besorgt Pfarrer Sandmann.

. K,r m)On»nJar? L"°ber. Chr. Noll Wwe. in der Neustadt, H. Röder

in der Wallthorstrahe. Zülch Wwe. auf dem Selterswea.

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Spanien»

Madrid, 9. October, lieber die Wiedereroberung von

Telegraphische Depeschen.

Berlin, 15. Oct. DieTimes" publicirt eine Correfpondenz zwischen dem Fürsten Bismarck und Regnier, dem bekannten Unterhändler bei der Metzer

Kirchliche Anzeige

der evangelischen Gcmcindc zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag den 18. October.

Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrvicar Schlosser.

8chweiz.

Bern, 15. October. Der Nationalrath fixirte bei der weiteren rathung der Militär-Organisation die Auszugs-Dienstpflicht auf 12 Jahre, 20. bis 32. Lebensjahre, die Landwehrdienstpflicht ebenfalls auf 12 Jahre, 32. bis 44. Lebensjahre.

Amerika.

Neiv-Uvrk, 14. Oktober. Bei den Congreß Wahlen wurden in Ohio 12 Demokraten und 8 Republikaner gewählt. In Indiana ist das Resultat der Wahlen noch zweifelhaft. In West-Pirginien sind alle republikanischen, in Nebraska alle demokratischen Candidaten gewählt. Arcansas wählte ebenfalls demokratisch.

Washington 15. October. Bei den Congreß - Wahlen in Indiana wurden 8 Demokraten und 5 Republikaner gewählt. Die Convention von Chattanooga beschloß, den Beistand der Bundes-Regierung für die Republikaner des Südens anzurufen und eine Enquöte-Commission einzusetzen zur Berichter­stattung über die Gewaltthaten.

Feind auf der den Weg von Logronno nach La Guardia beherrschenden Höhe angelegt, beschosien und den Feind daraus verdrängt hatte, kam ich vor La Guardia an, und als ich die Schützenlinien entfalten ließ, nahmen die Car listen eiligst die Flucht auf der Straße nach Pennacerrada. Die Einwohner­schaft steckte Parlamentärflaggen aus und ich rückte an der Spitze meiner Truppen in den Ort ein." Durch diese Besetzung La Guardias haben die Republikaner den Carlisten die Angriffe auf die Eisenbahn von Mirando nach Logronno bedeutend erschwert. Die Carlisten^ verschanzen sich bei Pennacerrada.

^General Moriones ist in Viana,

Belagerung. Ter vom 2. October datirte Bries des Fürsten Bismarck besagt: er glaube nicht, daß sein Zeugniß Regnier in Frankreich nützen könne, da die Franzosen ihn verleumdeten und ungerechkerwelje als einen Feind Frankreicks oarstellten. Nichtsdestoweniger wiederhole er, daß er m Regnier's Schritten nur Beweise muthiger Ergebenheit gegen deffen Vaterland erblickt und die Plane deffelben begünstigt habe, rocil er den Abschluß des Friedens dadurch w Ä n f ~ . - beschleunigen geglaubt. Der Dries schließt mit der Erklärung, daß Regnier

wie die der Schwangauer, aus dem Mittelalter bis m die spätere Zeit deutscherseits niemals persönliche Vortheile verlangt oder erhalten habe.

Karlsruhe, 15. Oct. DerKarlsr. Ztg." zufolge wird der Kaiser morgen Mittag von Baden-Baden hierherkommen und Abends dorthin rurück- fcbrcii.

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ließen, bei

Hagenau, 12. Oct. Zu der kürzlich hier eröffneten mternationalen Hopfen-Auöstel ung - so scherzt DieBert. Mtgsztg.- - haben sich auch die technischen Leiter einiger Der lincr Actien-Brauereien eingcfunden, um jene interessante Pflanze, den Hopfen den mehrere bc reits dem Namen nach kannten, nun auch von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Wie wir au6 sicherer Quelle vernehmen, hat einer der erwähnten Brauerei-Dirigenten bereits zwei oder bi.- Stück Hopfenkeime käuflich an sich gebracht, um dieselben versuchsweise dem nächsten Gebräu zuzusetzen.

cinmarschirt.

Bayonne, 13. October, zustand bald erklärt werden.

Bayonne, 14. Oktober.

klärung des Belagerungszustandes ist bereits 'erfolgt. Die Carlisten vor Jrun verhalten sich ruhig. Von hier sind Truppen an die Grenze abgezangen.

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(Ein päpstlicher Kammcrherr unter Räubern.) Die italienischen Blätter geben nnt Details über die durch den Telegraphen gemeldete Gefangennahme deS Monsignore Thcodoli eines der Kammerer des Papstes, durch Briganten. Thcodoli hielt sich in dem Kloster von Trisulti.auf. Nach guter alter Sitte der römischen Prälaten machte cr nach dem Diner einen Spaziergang. Als er auf einer neu construirten Straße durch cm benachbartes Gehölz schien derte, kamen fünf Männer, dem Anscheine nach Bergbewobner, auf ihn zu. Weder Monsiqnor Thcodoli noch die beiden Mönche und der Diener, welche ihn begleiteten, faßten irgend welchen Verdacht, bis einer der Männer auf den Kämmerer losging und ihm sagte:Euer'Hochwürden kommen Sie sofort mit uns und sprechen Sie kein Wort." Die Mönche zitterten das Antliv des Prälaten entfärbte sich, da er sofort die Absicht der Fremdlinge errieth. Es würbe zwecklos gewesen sein, Widerstand zu leisten, Theodoli folgte daher den Briganten nach. Der Diener flehte bei Letzteren um Freigebung seines Herrn; aber einer der Räuber ltgte eine Pistole auf ihn an, befahl ihm ebenfalls mitzukommen und rief den Mönchen zu, sie sollten dem Papst er zählen, das Löscgeld für ihren Gefangenen sei 50,000 Lire Die Räuber zogen alSdann nut ihren Gefangenen unbehelligt davon; die Mönche eilten in daS Kloster zurück/wo aber Niemand den Muth hatte, sich auf die Verfolgung aufzumachen, trotzdem, daß mehr als 50 Mönche und Laienbrüder zur Hand waren. Bald darauf kam ein Landmann zum Kloster. Die Briganten hatten ihn eine Zeit lang festgehalten, weil er ihnen als Bote dienen sollte. Monsignor Theo- doli hatte ihm gesagt, er solle seinen Freunden mittheilen, daß daS Lösegeld für ihn 5uiKH) Lire betrüge. Einer der Räuber hatte hinzugefügt: das Selb müffe in kleinen Banknoten'ent- richtet werden, da sie große Noten nur schwer los würden ; wenn die Freunde des Prälaten Lärm schlügen, würde man ihn ermorden. Die Mönche entschlosien sich, die Familie dcS Sr.- fangcnen von dem Vorgefallenen zu benachrichtigen, im Uebrigen aber strenge das Geheimniß zu bewahren. Die Familie, obgleich reich, hatte den verlangten Betrag nicht verfügbar brachte aber doch rasch 10,000 Lire zusammen. Sic machte Niemanden Mittheilung von der Sache um das Leben des Prälaten nicht zu gefährden. Der Landmann trug die genannte Summe zu den Räubern; aber letztere waren damit nicht zufrieden. Sie verlangten 50,0<i0 Lire oder bähten, ihren Gefangenen zu tobten. Die Familie schickte dann 25,000 Lire Unterdessen ab" hatten d,e Behörden von Frosinone und Pelletri von der «ffaire Wind bekommen und Truppen zur Verfolgung der Briganten abgeschickt. Die Räuber waren tndeß nicht aufzusincen und der gefangene Prälat wurde erst frei, nachdem die ganze Summe bezadlt worden war.

Berlin^ Die aufmerksamsten Zuschauer bei den Herbst-Manövern der deutschen Truppen waren die französischen Officiere. Mit klugem, sachverständigem Auge sind sie der neuen Tactik in. Folge der Knegserfahrungen gefolgt und haben sich von der vollen Schlagfertigkeit und Tüchtigkeit der Deutschen überzeugt und in diesem Sinne daheim berichtet Die Franzosen haben daraus die Moral gezogen, daß die Zeit der Revanche vertagt werden muß.

i Berlin, 5- Oct. Etne erfreuliche Erscheinung für die sittlichen Zustände unserer Stadt ist schon, wie diePost" meldet, in den wenigen Tagen seit dem Inkrafttreten des Eivileke- qcietzcs von mehreren Standesbeamten beobachtet worden. Paare, welche seit längerer Fe>k tm üancubinat leben, melden sich jetzt auf den Standesämtern, um ibn Eheschließung iu veranlassen unb lhre Kinder zu legalisiren. Die Gründe für diese Erscheinung sind leicht erkennbar, ibtill idirecfte diese Leute bl-her der Kostenpunkt vor der Eingehung einer Ehe zurück, größtentheilS ^äiteten htfdben, von dem Geistlichen, an den sie sich hätten wenden müssen , für ibr bisherige« Verhalten getadelt zu werden, oder bei der Trauung gewiffe Dernüthigunqen, i B.

008 n9<' 8U "dulden Jetzt, wo die Eheschließungen kostenfrei und in amtlicher Gc ichastösorm vollzogen werden, bringen besonder« die Frauen darauf, daß sie selbst öbefiauen, 'bre Kinder eheliche Kinder werden. Aus diesen Gründen erklärt eS sich auch, daß die Standes beamten, trotz der maffenbaften kirchlichen Trauungen in den letzten Tagen des September doch schon in den erKen drei Tagen ihres Bestehen« mehrere Hundert Aufgebote, also weit mehr all man nach den statistischen Berechnungen erwarten durfte, veranlaßt hab,n.

(ßngfanb.

London, 14. October. Der französische Botschafter, Graf Jarnac, hat sich gestern auf etwa eine Woche nach Irland begeben, um dem Begräbntffe seines Oheims, des Herzogs von Leicester, beizuwohneu.

London, 15. October. Die Herzogin von Edinburgh ist heute Mor­gen 23/4 Uhr von einem Prinzen entbunden worden. DerTimes" zufolge ist die englische Negierung geneigt, das Anerbieten Mexicos wegen Wiederauf­nahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern anzunehmen.

London, 15. October. Bezüglich der Bonner Konferenz und des Brightoner ^irchen-Congresses schreibt der Bischof von Winchester an den von Melbourne: Döllinger's Vorschläge bezweckten nicht, die darin ausgesproche neu Grundsätze sämmtlichen anderen christlichen Confessionen aufzudrängen, son­dern nur ein besseres Einverständniß zwischen den bisher durch eine so tiefe Kluft getrennten christlichen Confessionen anzubahnen und allmählig weiter aus- zubilden. Die Schwester-Kirchen brauchen nicht äußerlich, sondern nur dem Geiste nach vereinigt zu sein. Die Propositionen Döllinger's, welche die Tra­dition beträfen, iviederholten nur das, was schon Tertullian gesagt habe, daß nämlich die ältesten und ursprünglichen Ueberlieferungen wahr seien, daß aber später manches Unrecht hinzugekommen sei. Diese Ansichten stimmten mit der Traditionslehre der englischen Kirche vollkommen überein. Ueberhaupt, schließt der Bischof von Winchester feinen Brief, ist in manchen protestantischen Secten mehr, was mir fremd ist, als im Altkatholicismus. Mit Freude würde ich zur Vereinigung, zu einer allgemeinen christlichen Brüderschaft so liebenswür-

ei.«.: tiQfoitr ( -< iminb, 1 * 1 Schafe,

'fi werben.

-gestern, bi Sroßh. (

- Heß,

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^lainm.

sich seit fünf Tagen in Paris.

Der Prinz von Wales ist heute Morgen um 11 Uhr hier angekom- _________

men und im Hotel Brighton abgestiegen. Er geht morgen oder übermorgen^ BermischteS

in der morgigen Sitzung der Permanenz-Commission außer einer Anfrage be- ® ei feier,.58 Stimmen erhielt.

züglich des Verhaltens des Präfekten von Nizza keine Interpellation an bie*- Münster bei Lich, IO. Oct. Bei der heutigen Bürgcrmeisterwahl würbe der feitherige Regierung zu richten, die übrigen schwebenden Fragen der National-Versamni ^^n^bicie^Wab? Ves Dw Gemcinbc begrüßte freudig am

lung vorzubehalten. Man glaubt, der Minister des Auswärtigen werde eineMohnung, nachdem sie ihm einige Fichten mit Kran^gestlckn ' enne bUTd> ®,|an9 ti0T,infT eventuelle Interpellation der Rechten über die auswärtige Politik nicht beant-.' , Hattenrod, 13. Oct. Bei der heute stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der Worten und die Erörterung derselben als lediglich der National- Versammlungr^^Eri^e Bürgermeister Menge! wtedergewählt. Gewiß ein ehrendes Zeugniß für denseiben zustehend bezeichnend. r^^bcnb wurden ibm vers^ebene Ehrenbezeugungen dargcbracht, worauf er bankte unb die

Paris, 15. October. Nach Depeschen aus Santander haben neuc'giößtc Thcil 'der^Bürgn^ in" verfch^dcnm^ oca'ien*

Unterwerfungen von Carlisten stattgefunden und die baskischen Städte Durango munternj>ibenb. und Guernica sich gegen Don Carlos ausgesprochen. Obbor

L k Oct. Bei der gestern dahier stattgehabten Bürgermeister wähl

^wurde der seitherige Bürgermeister Lcschhom mit großer Majorität wtedergewählt. Bon J20 Stlminbcrcchtigtcn stimmten ab 108. Bürgermeister Leschhorn erhielt 72 unb der Gegen >canbibat 36 stimmen.*

. Darmstadt 10. Oct. Im Jahre 1873 wurbcn tm Großherzogthum im Ganzen in vorn 1 .,m betrieb gewesenen Bierbrauereien 769,738 Hectoltter Bier, 292,219 H. mehr als IM vonj?-'?^0^ cr8!Ufl? 2n erster Linie steht bet Hauptsteueramts Bezirk Mainz mit 332,761 H., ihm voin »folgt Darnistabl mit 17«,065 H, bann Gießen mit 113,*35 H

!. Hagenau, 12. Oct. Zu bet kürzlich hier eröffneten internationalen Hopfen-Ausstel

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