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Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mir Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr.

Gitljtiitr Aiyeiger.

Erscheint täglich, mit «uS- nahme MontagS.

Expedition: Eanzleibera, Ltt. B. Nr. 1.

Mnzeige- und Mntstil'alt für den Kreis Hiessen.

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Rrcitng den 17. Juli

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ninisicher LHeiL

Betreffendi Aufsicht über das Fasseloieh. Gießen, am 15. Juli 1874.

Dao Groyyersa gliche R re i samt Ei eßen

an die Großherzoaliclien Bürgermeistereien nachbenannter Orte.

Auch in diesem Jahre soll eine Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere und Zuchteber des Kreises durch die vom landwirthschaftlichen Bezukevercin gewählte Commrsfion stattfinden. Zur Vornahme dieses Geschäfts ist Termin anberaumt worden aus

Montag den 20. Juli

für Lieh, Eberstadt, Ober-Hörgern, Holzheim, Dorf-Gill, Grüningen, Watzenborn-Steinberg, Hausen und Garbenteich;

Dienstag den 21. Juli

fur Steuibach, Albach, Annerod, Oppenrod, Burkhardsfelden, Hattenrod, Ettingshausen, Munster, Ober-Bessingen und Nieder-Bessingen.

tote wollen die Bullen- und Eberhalter anweisen, zu Hause zu bleiben und die Thiere der Commission bei deren Eintreffen vorführen, auch sich selbst bereit halten, um der Comnnssion etwaige Auskunft zu ertheilen.

v. Röder.

' Uhr:

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n Haupt- unb Neben- tätze in bchn N-

Ehrenbürger von Dresden ist. Die Adresse wurde sofort abgesandt.

Kisittrgen, 15. Juli. Anläßlich des glücklichen Ausganges des Ätten-

credit zu bringen.

Spandau, 14. Juli. Tie Direktion der biesigen königlichen Geschütz- igießerei und der Gewehrfabrik hat mit der Entlassung der Mitglieder der

werden, weil nach jenem Gesetz vor der allgemeinen Einführung der Reichs- Währung verschiedene Scheidemünzen, hierunter namentlich auch die süddeutschen, einzuziehen sind, dies aber bis jetzt noch nicht geschehen ist. Man beabsichtigt aber in den Ländern des Thalerfußcs, mit Anfang nächsten Jahres zur Reichs- Währung überzugehen und sucht, dem Vernehmen nach, Baden und Hessen zu demselben Schritt zu veranlassen. In denjenigen Staaten, in welchen dermalen die Thalerwährung besteht, ist die Einführung der Reichswährung kaum mit irgend einer ncnnenswerthen Schwierigkeit verbunden. Denn die Reichswährung ist, abgesehen von der Goldbasis, eigentlich nur eine Abart der Thalerwährung. Die dort seither coursirendeu Münzen bleiben im Cours und erhalten nur eine andere Benennung. Man hätie dort zur neuen Währung schon alcbald nach Herstellung einer genügenden Menge von Goldmünzen übergehen können und gar nicht einmal nöthig gehabt, die Ausprägung der neuen Silber-, Nickel- und Kupfermünzen abzuwarten.

oder des Jahres 1876 festzusetzen, der Zeitunterschied also nur ein einziges Jahr beträgt, im Vergleich zu dem großen Werke der Herbeiführung einer Münzeinheit für alle Staaten des gesammten deutschen Reiches nur eine Spanne Zeit. Anfangs des Jahres 1876 würde auch mit demjenigen Zeitpunkt Zusam­mentreffen, bis zu welchem nach dcni Münzgesetz das Papiergeld und die Bank­noten, welche nicht auf Reichswährung lauten, einzuziehen sind. Man beschäf­tige sich fortwährend recht eifrig mit Ausprägung der neuen Münzen, tausche diese bei den öffentlichen Kassen in Süddeutschland gegen süddeutsche, dem Ver­kehr zu entziehende Münzen um, und nachdem man die Ueberzeugung gewonnen hat, daß die süddeutsche Münze einer bestimmten Sorte zumeist eingezogen ist, schreite man dazu, sie außer Cours zu setzen mit hierauf folgender Einlösung bei bestimmten Kaffen. Nachdem dies bei allen derartigen Münzen geschehen ist, nicht früher, führe man die Reichswährung ein- Da gegenwärtig süd­deutsche Münzen noch in sehr erheblichem Umfange circuliren, wird es sogar noch aller Anstrengung bedürfen, bis zum Anfang des Jahres 1876 diese Münzen aus dem Verkehr zu beseitigen und durch neue zu ersetzen. Man ge­dulde sich etwas und hüte sich, eine gute Sache durch Ucberstürzung in Miß-

tats auf den Fürsten Bismarck wurde heute Morgen 9 Uhr in der katholischen Pfarrkirche ein Hochamt abgehalten. Der General-Adjutant des Königs, General-Lieutenant v. d. Tann, ist gestern hier eingetroffen.

Kissingen, 15. Juli. Uebe'r das Befinden des Reichskanzlers verlautet von competenter Seite: Es stellte sich heraus, daß bei Behandlung der ver­letzten Stelle mit Eis keinerlei Nachtbeile für den Patienten zu befürchten sind, daher wird dieselbe fortgesetzt. Die Entzündung verminderte sich unter dersel­ben rascher als zu erwarten war. Das allgemeine Befinden des Fürsten ist befriedigend.

einer Menge von Differenzen und Streitigkeiten führen, die nicht eher ihr Ende erreichten, als bis alle süddeutsche Münzen außer Cours gesetzt wären. Durch das Coursiren von süddeutschen, nach der Reichswährung tarierten Mün­zen würde eine wahre Münzverwirrung und eine größere Schwierigkeit bereitet werden, wie durch den Uebergang der süddeutschen Währung zur Reichswährung. Wenn thunlich, sollte man doch derartige Zustände zu vermeiden suchen, die keineswegs geeignet wären, die Anhänglichkeit an das Reich zu stärken. Und in der That ist dies thunlich.

Schwierigkeiten nicht rasch und leicht zu überwinden wären. Sie würden zu

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Ganz anders verhält es sich aber in denjenigen Staaten, in welchen der­malen die süddeutsche Währung besteht, namentlich in Bayern, Württemberg, Baden und Hessen. Dort coursiren, neben den Münzen süddeutscher Währung, Münzen der Thaler- und der Reichswährung und zwar ohne irgend eine Be­lästigung des Publikums. Denn die Werthe der letzteren Münzen lassen sich in die Werthe der süddeutschen Münzen ohne Reste übertragen. Dagegen kann die Uebertragung der Werthe der süddeutschen Münzen in Münzen der Thaler- und Reichswährung nicht in so bequemer Weise geschehen. Es bleiben stets social-demokratischen Arbeiterpartei aus ihren Etablissements in der letzten Hälfte Reste und zwar Brüche mit den fatalen Nennern:Sieben." Es berechnet der verflossenen Woche begonnen

sich z. B. das Sechskreuzerstück auf 17y7 Pfennig, das Halbguldenstück auf Magdeburg, 14. Juli. Auf eine gestern Abend hier anlangende 852/7 Pfennig. Wenn dort die Reichswährnng eingeführt würde, jo lange dort officielle Depesche hin begaben fich der Herr Polizei-Präsident nnd der Herr noch süddeutsches Geld zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln gehört, würde nichts Staatsanwalt sofort nach der Neustadt, um in dem elterlichen Hause des Kull-

übrig bleiben, als die einzelnen noch coursirenden Münzen süddeutscher Wäh mann eine Haussuchung vorzunehmen. So weit uns bekannt, ist dieselbe ohne

rung zu tarieren. Es würde z. B. das 171/7 Pfennig werthe Sechskreuzer- Erfolg geblieben. Der Vater des unglücklichen jungen Menschen, ein schon

stück etwa 17 Pfennige und das 852/7 Pfennig werthe Halbguldenstück etwa auf Bejahrter Mann , erklärte, er wisse gar nicht, daß sein Sohn in Kissingen sei,

86 Pfennige zu tarifireu fein. In Folge hiervon würden die Besitzer von babe vielmehr geglaubt, daß er sich in Hamburg befinde. Kullmann soll beim Sechskreuzerstücken an jedem Stück 1/t Pfennig verlieren, dagegen die Besitzer.Verhöre in Kissingen unumwunden erklärt haben, es sei sein Vorhaben gewesen, von Halbguldenstücken an jedem Stück 5/7 Pfennig gewinnen. Verlust und Ge-der Maigesetze halber den Kanzler umzubringen. (Magdeb. Ztg.)

winn würden sich nicht in allen Fällen ausgleichen. Vorkommende Verluste- Dresden, 15. Juli. Der Stadtrath genehmigte in feiner gestrigen würden Klagen und Voreingenommenheit gegen die neue Währung im Gefolge'Plenarsitzung einstimmig eine vorher von den Vorständen der beiden städtischen haben. Hierzu käme aber, daß das gesammte Publikum sich einzuprägen hätte/Collegien entworfene Beglückwünschungs-Adresse an den Fürsten Bismarck, der zu welchem Betrag jede einzelne der noch coursirenden süddeutschen Münzen infz*r ~ ~

der Reichswährung tariert worden ist. Man wird zugeben müssen, daß diese

bald, unter Uebernahme der geschilderten Mißstände, auf die Reichswährung überzugehen. Wenn dagegen allerdings nicht zu verkennen ist, daß es immer­hin wüuschenwerth erscheint, den neuen Reichsmünzfuß recht bald in allen Thei- len des Reiches kmgeführt zu fetjm, so ist doch z>, tipi-nffsichtiaen. daß es fich nur darum handelt, die Einführung entweder auf Anfang des Jahres 1875

r Vorstand.

gcschaft

Dflllfdifnilh Der gegenwärtige Zustand des Münzwesens in den süddeutschen Staaten

av r. 1« 0 , J , behelligt das Publikum in keiner Weise. Neben den süddeutschen Münzen, so-

C*1 v DieNeue Frkftr. Pr." bringt über die Einfüh- weit sie noch nicht eingezogen sind, coursiren wie früher die Münzen nach dem

er folgenden Artikel: Nach dem Münzgesetz vom 9. Juli Thalerfuß und außerdem die nach der Reichswährung geprägten Silber- und

Zeitpunkt, an welchem die Reichswährung im gesammten N-ichs- Nickelmüuzen, welche sich in süddeutschem Gelde einfach ausdrücken lassen. Der gebiet in Kraft treten soll, durch den Kaiser, unter Zustimmung des Bundes- gegenwärtige Zustand des Münzwesens in diesen Staaten drängt mithin, soweit rcthes, angeordnet werden. Es find jedoch die Landes-Regierungen ermächtigt, er die Interessen des gewöhnlichen Verkehrs berührt, keineswegs dazu, recht auch vor diesem Zeitpunkte für ihr Gebiet die Reichsmarkrechnung einzuführen. L r *,,L - 1

Bei der gegenwärtigen Lage der Sache kanir man nicht daran denken, jetzt schon einen nahen Zeitpunkt für die Einführimg der Reichswährnng im gesamnr- ten Reichsgebiete zu bestimmen. Es kann hieran schon deshalb nicht gedacht

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