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Wnzeige- und Wmtsßlati für den Kreis Hiessen.

Nr. 137. Mittwoch oen 17. Juni 1814«

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Amtlicher 6 (j c i f.

Bekanntmach u n g.

Sämmtliche im diesseitigen Bezirk bomicilirenben Invaliden aus dem Feldzüge H7O/71, welche nicht in der Controle des Bezirks-Coinrnando's stehen werden hiermit aufgesordert, ihre Ansprüche, die ihnen nach dem Gesetz vom 4. April 1874:Abänderungen und Zusätze zu dem VensionsaeseU vom 27. Juni 1871" zusteht n, bei dem Bezirksfeldwebel in Gießen alsbald anzunieldeu. " 9

Großhcrzogliches Bezirks-Commando Gießen.

Franck, Major.

Betreffend: Unterricht der schulpflichtigen Blinden.

Gießen, am 15. Juni 1874.

Die Grvßherzogliche Kreis-Schnl-Commission Gießen

an die Schulvorstände zu Albach, Annerod, Berörod, Ettingshausen, Hattenrod, Heuchelheim, Nieder-Besstngen, Rödgen, Steinbach und Wieseck.

Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 1. Juni l. I. (Anzeigeblatt Nr. 125) binnen 8 Tagen.

v. Röder.

politischer Theis.

Oucken:

Der vorliegende

weil er die großen Schwierigkeiten derselben

des Sechstels.

Abg. Dernburg brachte den formellen Antrag ein

nur die von dem

3'i derselben Sitzung brachte Abg. Oncken die Vorstellung des Stadt­vorstandes von Gießen, gegen die sofortige Erhöhung des Schulgeldes an der Realschule zur Sprache, machte alle Gründe, die dagegen sprechen, geltend; Ministerialrath Knorr aber^erwiderte, diesem Verlangen könnte nur Statt gegeben werden, wenn die Stadt Gießen ihren Zuschuß zu den Kosten der Realschule erhöhe.

gefunden werden. Sie verdient allerdings die ernsteste Berücksichtigung, aber jeder Kenner akademischer Verhältnisse weiß, daß in ihr allein der Lebens­nerv einer Hochschule nicht liegt. Noch weniger kann auf die Berufungs-Ver­träge der Nachdruck gelegt werden, den der Finanzausschuß darauf legen will, denn weitaus die meisten dieser Verträge sind zu einer Zeit geschlossen worden, wo die Verhältnisse nicht vorhergesehen werden konnten, die jetzt vorliegen. Es wäre überhaupt ein Unglück, wollte die Kammer sich daran gewöhnen, in diesen Verträgen den einzigen Rechtsboden für die Ansprüche der Professoren an den Staat zu erblicken. Dadurch würden die Schwierigkeiten beim Abschlüsse der Berufungs-Verträge in einem Maße steigen, das uns selber am wenigsten er­wünscht sein könnte. Mir scheint, der einzige Weg um über viele Verlegenheiten

Zu dem TitelLaudesuniversitär" sagte Abg. Finanzausschußbericht bekundet durch das was er

Zweigen des öffentlichen Dienstes, insbesondere beim Polytechnikum vor, die Uuiversitätsprofessoren haben überdies vielfache Vorzüge vor allen übrigen Beamten und einen Gegenvorschlag wüßte ich angesichts der Finanzlage des Landes nicht zu machen. Diese Finanzlage wird mir, beiläufig bemerkt, mit jedem Tage rätselhafter; vorgestern waren wir am Rande des Bankerotts, gestern sonnten wir uns in. der Pracht unserer ganz ausgezeichneten Credit- verhältniffe: ein Laie findet keine Versöhnung unter diesen Widersprüchen. Gegen das Princip also erhebe ich keinen Einwand, über die Ausführung aber muß ich eine Bemerkung machen.

Wenn denn doch eine gleichmäßige Aufbesserung Aller nicht stattfinden soll, daun muß ein Grundsatz aufgestellt und ausgesprochen, nach dem die großherzogl. Negierung bei der Abmessung verfahren will, damit die peinlichen Empfindungen verhütet werden, die unvermeidlich sind, wenn der Eine ohne erkennbare Ursache zurückgesetzt, der Andere gleichfalls ohne erkennbare Ursache bevorzugterscheint. Dieser Grundsatz kann schwerlich in der Anciennität allein

Abg. Gold mann befürwortete die volle Bewilligung des Sechstels für alle Professoren. Das Ergebniß war, daß die Forderung des vollen Betrags mit allen gegen zwei Stimmen (Goldmann und Oncken), abgelehnt, darauf der Antrag Dernburg einstimmig angenommen ward-

Als darauf dem Polytechnikum der erhöhte Dispositionsfond bewilligt wurde, hob Abg. Oncken diesen Widerspruch mit dem Beschluß über die gleiche Forderung für die Landesuniversität hervor, worauf Ministerialrath Knorr erwiderte, der Dispositionsfond für das Polytechnikum sei vollständig aufgcbraucht, während von dem für die Universität noch eine ansehnliche Summe verwendbar sei.

bis zu 2000 fl. das volle Sechstel, vou da ab nach Ermessen der Regierung nur Personalzulagen gewährt werden sollen.

DeutTcfifanö.

Gießen, 16. Juni. Kammerdebarte

Schließlich folge eine aufklärende Bemerkung: Bei Beginn der Berathung lag Nichts vor, als die in dem Finanzausschußbericht niedergelegte Thatsache, daß Regierung und Ausschuß einverstanden seien in dem Ent­schlüsse, an der Universität wie beim Polytechnikum, dessen Professoren kein Eollezienhonorar beziehen, nicht alle Besoldungen gleichmäßig um ein volles Sechstel aufzubessern. Ueberdies war dem Abgeordneten der Stadt Gießen aus vertraulichen Verhandlungen zur Gewißheit geworden, daß die Erhöhung des Dispositionsfond nun und nimmermehr bewilligt werden würde, wenn sie für die gleichmäßige Aufbesserung der bestehenden Gehalte gefordert werden würde, während sie einige Aussicht auf Bewilligung hatte, wenn auf die Dinge hingewiesen wurde, auf die er denn auch hingewiesen hat.

Darmstadt, 14. Juni. Unter Becheiligung von 15 auswärtigen Feuer- .... ... o u o ____u... , wehren feierte heute die hiesige freiwillige Turnerfeuerwehr den Jahrestag ihres

hinwegzutommen, wäre gefunden, wenn die großherz. Regierung einen etwas!25jährigen Bestehens. Tic Stadt war reich beflaggt und verlief das Fest in geringeren Bruchtheil, etwa/? als Minimum für Alle aunähme und aus den der gelungensten Weise. Auf's Ehrendste wurde dabei des Landtags-Abgeord- Erübrigungeu jene nothwendigen Zulagen bestreiten wollte. Die Vollmacht, neten Greim gedacht, der vor wenigen Tagen in der zweiten Kammer so warm,

die wir der Regierung ertheilen sollen, ist in ihrer bisherige<ganz unbestimmten Fassung eine sehr dornenvolle Aufgabe. Ich wollte das Meinige thun, um sie uber^ das Nachtragsbudget. zu erleichtern, und vielerlei Unzufriedenheiten zu verhüten.

C:: *':::: Der vorliegende Hierauf folgte die überraschende Erklärung des Herrn Ministerialdirectors

, sagt wie durch das was er v.'Slarck, daß er von der mit dem Finanzausschuß vereinbarten Methode

nicht sagt, gegenüber der Landesunlverfität eine weit angenehmere Temperatur der Ausgleichung absehen müsse, weil er die großen Schwierigkeiten derselben als irgend emer seiner Vorgänger; insbesondere eine Stelle darin hat in den eingesehen und dcßhalb um Bewilligung auch der Erhöhung des Dispositivns- selben Professorenkreisen, die gerade jetzt vor einem Jahre anfs Lebhafteste fonds - welchen der Ausschuß zu streichen beantragt hatte - bitten müsse cn.gt waren, den Eindruck emer gewissen Genugthuung hervorgerusen. Ich weil er sonst die Vertheilung des vollen Sechstels nicht durchführen könne ' Wunsche dringend und hoffe zuversichtlich, daß der Ton sympathischen Ver-, Abg. Buff erklärte sich mit Rücksicht auf die ausnahmsweise Stellung trauens, den die Landeshochschule verdient, aus den Finanzauöschußberichten ter Professoren gegenüber den übrigen Beamten gegen die volle Bewilliauna wie aus den Kammerverhaudlungen künftiger Tage nie wieder verschwinden des Sechstels.

wird. Der Finanzausschuß beantragt die ungeschmälerte Verwilligung der ge- Abg. Dernburg brachte den formellen Antrag ein, nur die von dem sammten Mehrfordernng, welche für die Aufbesserung der in Gießen bestehenden Ausschuß beantragte Summe zu verwilligen und zwar mit dcr Maßgabe daß Professuren geschehen ist, macht aber über die Vertheilung dieser Summe im onnn c k-3 n ' <- ' - - - ' '

Einklang mit der großherz. Regierung einen Vorschlag, über den ich mir eine

Bemerkung erlauben muß. Das Sechstel soll nicht voll, für alle Besoldungen,; Abg. Onck"en empfahl dann die Erhöhung des Dispositionsfonds mitzu- sondern, es soll und zwar vorzugsweise nach Maßgabe des Tienstalters denchewilligen, weil mit dem Zustandekommen der neuen Prüfungsordnung man- Einen mehr, den Andern weniger gewährt werden. Principiell betrachtet ist.cherlei Veränderungen in einzelnen Lehrfächern notbwendig werden würden, unzweifelhaft, daß bei diesem Vorschlag zwei Dinge mit einander vermengt-deren Ausführung nicht durch das Warten auf Beschlüsse beider Kammern sind, die nicht zusammengehören, das ist einerseits die Zulage, welche einzelnensverzögert werden dürfte.

verdienten Lehrern und andererseits die allgemeine Aufbessernng die in Folge; "" - --

allgemeiner Verhältnisse sämmtlichen Professoren zugedacht ist. Ich erhebe^ gegen diese Verbindung keinen Einspruch, denn sie kommt auch m anderen