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Gießener AWer

Mnzeige- und MnlsUatt für den Kreis Kiessen

w.

Donnerstag dcn 16. Juli

Abdruck:

Hahn.

Deutschland

(K. H-Ztg)

Moment die Kuirassiere ein.

deutschen Volkes. In dieser Hoffnung bitte ich mit mir ein Hoch zu bringen

te

med.; Charlotte Klein derjöhützen hinter : Dr. Crnsl Klein, irichlsiath.

Pret8 vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr.

Erscheint täglich, mit AuS- nähme MontagS.

Expedition: Lanzleiberg, Ltt. B- Nr. 1.

er Anzeigers empfehle ich r, per W gehorsamst, ftariM 'n ftpln

Eisenach, 13. Juli. Gestern Abend ist Fritz Reuter an einem Schlag­flusse plötzlich gestorben.

Siiffmgen, 14. Juli, Morgens. Der in Schweinfurt Verhaftete, der intellectnellen Urheberschaft des Attentats gegen den Fürsten Bismarck Bezüch- tigte ist Pliester Hanthaler aus Walchsee bei Kufstein. Fürst Bismarck hatte ein gute Nacht und wollte die Knr heute weiter brauchen.

Kissingen, 14. Jnli. Bei dem gestern Abend dem Fürsten Bismarck dargcbrachten Fackelzuge erschien Fürst Bismarck auf dem Baicon und hielt fol­gende Rede:Meine Herren! Ich danke Ihnen für Ihre Theilnahme. Dan­ken Sie mit mir Gott, daß seine Hand mich so sichtbar geschützt hat. Weiter

Aus Allerhöchstem Auftrage: Großherzogliches Ministerium der Finanzen. Schleiermacher.

nung essen und trinken möchte, was ihr beliebe. Sie war eben dabei, die dazu erforderliche schriftliche Autorisation anszufertigen, als sich der Bande ein eigen- thümliches verdächtiges Geklirre bemerkbar machte und dieselbe sehr rasch die Helme der Kuirassiere blitzen sahen. Gerade noch rechtzeitig rückten in diesem

Nachstehender ^Abdruck ^der^in Nr. 36 des Großh. Regierungsblattes erschienenen Bekanntmachung wird zur allgemeinen Kcnntniß gebracht.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder

Die nachträgliche Einlösung der Grundrentenseheine betreffend.

Auf Autrag der Stände haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu genehmigen geriilyt, daß zur Einlösung der Grundrentenscheine bei Groß-

iadt begleitet hat.

Königsberg, 11. Juli. Bei der Quednauer Revolte zog die Meute-; nbande auch vor das Haus eines Gutsbesitzers. Dasselbe war verschlossen, :ie Ehefrau aber lag im Fenster und fragte die Anstürmeuden nach ihrem Ver- rngen.Wo ist der Herr?" war die fast einstimmige Frage, und ans die Acgeufrage der Frau, was sie von ihm haben wollten, die einstimmige Ant- vort:Wir wollen ihn aufhängen!" Die erschreckte Frau faßte sich rasch, rgte den Kerlen, daß ihr Mann nicht zu Hause sei, sie aber warten möchten, >is er zurückkehre, worauf die Bande allgemeine gute Bewirthuug verlangte. Die Frau wandte begütigend dagegen ein, daß sie Alle ans einmal doch nicht »elfen könne; doch der Einwand fand kein Gehör, dagegen der Vorschlag, den :ie Dame machte, daß die Bande nach dem Gasthause gehen und auf ihre Rech-

Berlin, 13. Juli. DieNordd. Allg. Ztg." verkündigt heute Abend nr Hauptstadt, daß in Kissingen heute Mittag ein Mordversuch auf den Für i > ' hu Bismarck stattgefunden. An der Spitze ihres Blattes meldet sie in fetter> Schrift:Zum zweiten Male hat Gott der Allmächtige den Fürsten Reichs- pnzler vor Mörderhand glücklich behüttt. Soeben, am Schluß der Redactrou, . >eht uns aus Kissingen folgendes Telegramm zu: Kissingen, 13. Juli, 1 Uhr MN bilstll llllstlkts Min. Soeben, 1 Uhr 30 Min, geschah ein Mordversuch auf Fürst Bis-

löchen

auferin

Quetä BchlMdluntz

auf das geeinigte deutsche Volk und feine verbündeten Fürsten!"

Stuttgart, 14. Juli. DerStaats - Anzeiger" meldet, daß der König und die Königin dem Fürsten Bismarck telegraphisch ihre aufrichtige Freude über die Errettung aus dringender Lebensgefahr ausgesprochen haben.

Frankreich.

Paris, 13. Juli. Es bestätigt sich, daß die bonapartistischen Depu- tirten, welche in die imperialistische Verschwörung verwickelt waren, nicht ver­folgt werden sollen. DerSoir" meldet darüber, wie folgt:Wir sind im Stande, zu versickern, daß die von einem Gerichts-Journal angekündigten Ver­folgungen gegen gewisse Tepntirle der Gruppe derBerufung an das Volk" nicht stattfinden. Es ist richtig, daß der Bericht des Untersuchungsrichters an den Justizminister gesandt wurde; nachdem der Minister aber Kenntniß von dem Aktenstücke genommen, hielt er es nicht für nothwendig, Verfolgungen ein­zuleiten. Die Note des Droit, in welcher die Verfolgung gegen Herrn Rouher angekündigt wurde, hatte in der Kammer hingereicht, nm nach dem Ursprung derselben zu suchen. In Folge der angestellten Untersuchung soll einer der Substitute bei dem Seine-Tribunal seine Entlastung eingereicht haben." Es scheint also, daß nicht die bonapartistischen Verschwörer, sondern die, welche ^dieselben bloßstellten, bestraft werden sollen.

Paris, 14. Juli. Aus Autun, 9. Juli, meldet die Corresp.Havas": Msgr. Perraud, der erst kürzlich unter außergewöhnlichen Feierlichkeiten vom

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nrlitTtn für ll!!!kleilarck. Im Moment, wo derselbe seine Wohnung in einer Equipage des sv i von Bayern verlassen wollte, um uach den Soolbädern zu fahren, schoß gl'lllMk ^,hjyjhum, angeblich Rheinländer, nach ihm. Der Fürst hatte die Hand llläst tflildl'C Vtllum Grüßen erhoben und so streifte die Kugel glücklicher Weife nur die rechte ' . I <*)anb au der Verbindung des Daumballens mit der Handwurzel. Der Mör- 11111 die Hmstr tmirbe im Moment gefaßt und nur mit 9ioth der Wuth des Publikums HOWntriffen. Der Fürst zeigte sich unter dem Hoch des Publikums mehrmals am

1, . (Die übrigen Abendblätter, auch derReichs-Anz.", enthalten noch

vieftNtN W'l von dem A...........) 3.......... - - -

jjjillgCtlhn Ztg." über den Verbrecher schon Näheres,

ein Wort über die Sache zu reden, geziemt sich nicht mir; sie ist dem Urtheil des Richters übergeben. Das aber darf ich wohl sagen, daß der Schlag, der Attentate.) In einem späteren Extrablatte weiß die gegen mich gerichtet war, nicht meiner Person gilt, sondern der Sache, der ich Blllkj^ A. Ztg." über den Verbrecher schon Näheres, nämlich daß derselbe feinImein Leben gewidmet habe, der Einheit und Freiheit Deutschlands. Und wenn s» Ul llll^'Ueinländer", sondern ein 19jähriger Böttchergeselle aus Neustadt-Magdeburg'ich auch für die große Sache hätte sterben müssen, was wäre es weiter ge- 1 , MMd Mttgli^d eines katholischen Vereins in Salzwedel, und ferner, daß der-lwesen, als was Tausenden unserer Landsleute passirt ist, die vor drei Jahren 'hfl! lllstlkl' vul itbe inverdächtiger Gesellschaft eines katholischen Geistlichen gesehen worden." ihr Blut und Leben auf dem Schlachtfelde ließen? Das große Werk aber, ll M ÜHlWiel Wahrscheinlichkeit spricht gewiß dafür, daß in dem leider so lange leicht-!das ich mit meinen schwachen Kräften habe mitbeginnen helfen, wird nicht durch lu, [ v inseitig gelchürteuReligionsversolgungs-Wahue" die Triebfeder des Verbrechens lsolche Mittel zu Grund gerichtet werden, wie das ist, wovor mich Gott gnä- rjebHl 01^* ' suchen ist, und es ist die Psticht der Polizei- und Crimiualbehörden, jeder ipiglich bewahrt hat; es wird vollendet werden durch die Kraft des geeinten

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'Kls Lehrling gesuchi Möglicher Staatsschulden Tilginigskasse, welche nach Ablauf der in der Bekanntmachung vom 10. November 1871 verlängerten Präclnsivsrist, gemäß Art. 4 2« besorgt H. Bour res Gesetzes vom 26. April 1864, die Einziehung der Grundrentenscheine nnd die Ausgabe eines neuen Staatspapiergeldes betreffend, seit dem letzten Februar dlung (3. Schnitzln)>872 nicht mehr stattfinden konnte, abermals eine Frist eröffnet werde.

---- Die Großherzogliche Staatsschulden - Tilgnugskasse ist demgemäß ermächtigt und beauftragt worden, Großherzoglich Hessische Grundrentenscheine, piangnahme von Ansor »klche bis zum 31. December 1875 bei ihr präfeutirt werden, nachträglich einzulöjen, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

von Zahlungen an bit Vom 1. Januar 1876 an hört diese Ermächtigung auf und verbleibt es bei der Bestimmung des gedachten Gesetzes, wonach eine Einlösung jener gewordeneu Schei..° mch. mehr zulässig ist.

jgt ^lf Darmstadt, den 27. Juni 1874.

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l Spur etwa vorhandener Mitschuldigen sorgfältig nachzugehen. Aber zugleich

es die aller besonueuen und gerechtigkeitsliebenden Männer, jeden jähen

p Verdachts- und Verdächtigungseifer von sich fern zu halten, und wo solcher lltfll Wdklt etwa öffentlich in ihrer Gegenwart sich zeigen möchte, demselben entgegen zn c frt jinb i^lrderi. Die freisinnige Presse wird sich erinnern, was sie gegen sich und ihre shMklh ' Parteifreunde nach dem Attentate des Unterofficiers Seseloge aus den König "Friedrich Wilhelm IV. für Schamlosigkeiten von den Gödsches und Genoffeu ^WMehmen hatte. Für's Erste ist das allgemeine Gefühl Dank für die glück- t W RettunA Bismarck's. Angenehm berührt hier die vom Telegraphen aus

München gemeldete Nachricht, daß König Ludwig unfern Kaiser in Kaufering «egmßt und persönlich denselben mehrere Stationen nach und von seiner Haupt-