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Telegraphische Dfpcfdjrn.

14. December. (Proceß Arni m.) Nachmittags-Sitzung.

Rom

an Brust und cornmandiren.

der Deputirtenkammer mir 58 gegen 29 Panama wird gemeldet, daß die Negierungen

9) Tir Wlagt

10) 3n 1873 wi

lutircnbrn Jugend, auf der (N Fr. Pr.)

auf eine Anfrage Franclieu's, daß der Entwurf eines Paßgesetzes demnächst vorgelegt werden solle. Die in dem Berliner Stadtgerichte verlesenen diplomatischen Documente machen in den parlamentarischen Kreisen großes Aufsehen.

Bayonne, 14. December. Die spanischen Regierungstruppen cantoniren bei Reuterla und Hernani.

Bayonne, 14. December. Die Nachricht von dem Tode Loma's nach dessen Verwundung bei Urniera wird dementirt; eine Depesche auS Can Se- bastian meldet, daß in dem Gesundheitszustand des Verwunderen eine Besserung eingetrercn sei.

San Sebastian, 14. December. Die Wiederherstellung des Generals ^oma ist nach dem Aussprnche der Aerztc bereits in acht Tagen zu erwarten. Der Neffe Serrano's, Cano, Adjutant Blanco's, ist gestorben.

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1) Die auSgtlit 2) In 1873 wi

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Bern, 14. Dec. Der Nationalrath hat mit 79 gegen 37 Stimmen die Eompetenz des Bundes zur Aufstellung gesetzgeberischer Vorschriften, be­treffend die Eheschließung, ausgesprochen.

London, 14 Dec. Es wird eine allgemeine Arbeitseinstellung der Köhlen-Grubenarbeiter in den Distrikten Newdley und Deansorest (Grafschaft Lancaster) erwartet. Ein Telegramm derDaily News" aus Calcutta vom heutigen Tage meldet die Freilassung Jacub Khan's, der nach Beilegung der Differenzen mit seinem Vater auf seinen Gouverneurposten nach Herat zu­rückkehrte.

wurde vom Senate abzelehnt, von Stimmen angenommen. AuS von Honduras und San Salvador Widerstande gegen die klerikalen von Guatemala wird eingeladen.

theidigung. Derselbe versichert, daß letztere von der politischen Sette des Prvceßganges absehen und nur eine streng juristische Prüfung und Entscheidung verlangen wolle. Er (Holtzendorff) sei nur wissenschaftlicher Begutachter, die übrige Verteidigung seinen Collegen überlassend. Er wolle Nachweisen, daß selbst, wenn die Ankiage völlig zugegeben würde, der Angeklagte aus juristischen Gründen sreiznsprechen sei Der Vertheidiger hebt hervor, daß wegen des Mangels eines Reichscivilrechtes das Reichscigenthum an Schriftstücken objcctiv mcht feststellbar sei; er glaubt ferner, daß dieselben keine .Urkunden" seien; von einem Beiseiteschaffen, einer Unterschlagung nnd einem Dolus könne in keinem Halle die Rede sein. Der Mangel an Ordnungsliebe und Sorgfalt bei Arnim müsse allerdings getadelt werden. Seme Fahrlässigkeit falle aber lediglich unter verwaltungsrechtliche nicht unter strafgesetzliche Bestimmungen, Angeklagter habe sich im Ehrgefühl verletzt geglaubt; die Klarheit seines Geistes sei durch tragische Schicksalsschläge getrübt gewesen; er habe geglaubt, sich int Stande einer gewissen Ehrennothweh, zu befinden. Der Vertheidiger beantragt schließlich unter Berufung auf den altpreußischen WahlsprnchSuum cuique das Nichtschuldig.

Berlin, 14. December. DerStaats Anzeiger" veröffentlicht die Er­nennung deö Grafen Arnim-Boytzenburg zum Ober-Präsidenten der Provinz Schlesien.

Jiaitfucidj.

Pari-, 12. December. DieR^publique Fran^aise" vertheidlgt Gari­baldi gegen die Angriffe des Perrot'schen Berichts, der den italienischen General als eine Art von Vazaine darstellt. Das Gambetta'sche Organ nennt das Auftreten des Berichterstatters und der Commission ein unwürdiges, findet, daß

London, 14. December. Der Vertreter Perus für Deutschland und Rußland ist in Plymouth eingetroffen. Aus Valparaiso wird vom 1. December gemeldet i Die Deputirtenkammer genehmigte ein Gesetz, welches die AuSführuiig von Anordnungen der päpstlichen Curie, 'falls sie dte Unabhängig- kelt und Sicherheit des Landes gefährden, mit Gesängnißstrafe bedroht. Ein Gesetz, betreffend die Befugnisse des Clerus,

Schweigen über die Aushebung der diplomatischen Vertretung Deutschlands am päpstlichen Hofe, aber derOsservatore" fährt in einer so frechen Weise los, daß seine Aeußerungen wohl für beide gelten mögen. AlS Beweis für die Ge­meinheit, in welche diese Spielart clericaler Presse auch hier sinkt, mag der Anfang seines Artikels wörtlich wiedergegeben werden.Mehrmals", sagt das Blatt,haben die Zeitungen die Notiz gebracht, daß Fürst Bismarck vom delirium tremens gequält werde. Jetzt kann kein Zweifel mehr obwalten, daß er an Delirium leidet; das beweisen die Worte, welche er in der Reichstags- Sitzung ausgesprochen hat. Dann führt derOsservatore" in Uebereinstim- mung mit einem jüngst im WienerVaterland* erschienenen Artikel aus, daß das Papstthiim keine Diplomatie nöthig habe (desto besser!), daß es,, unter Gottes Schutz gestellt, wie ein Thurm im Meere fcststehk gegen den Andrang der Wellen rc. Beide Parteiblätter haben Festartikel zu der morgen stattfin­denden zwanzigsten Jahresfeier der Verkündigung des Marien-Dogmas.

Jlußlnni).

Petersburg, 14. December. Auf der russischen Station Nertschinsk wurden bei Beobachtung de- Venus - Durchganges drei Contacte, acht Durch­messer uiid dreißig Abstände am Heliometer gemessen. In Teheran ist die Be» obachtung vollkommen geglückt. Auch in Theben war die Wittening bcn Beob« achtnngen günstig. In Kiachta und Possiel wurden mehrere Photographieen aufgcu omni en.____________________________________

klagen des Berichts schlagend widerlegt werden würden. Schließlich tröstet sich dieNüpublique Fran^aise" darüber, daß Garibaldi, welcher nach dem Kriege nicht allein in Paris, sondern auch in der Cote d'or, die ihn am Werke gesehen, znm Volksvertreter gewählt worden, Frankreich kenne und dieses nicht mit denen verwechsele, welche vor nichts zurückschrccken, um ihrem Haß und ihrem Groll Besriedigiing zu verschaffen. Von den übrigen Blättern ist bis jetzt keine- für Garibaldi eingetreten; im Gegentheil stößt der größte Theil in den Ton ein, welchen Herr Perrot angeschlagen. Man kann deshalb wohl ämiehrnen, daß der italienische General und seine Landsleute nicht sehr erbaut sein werden.

Pari-, 12. December. DasUnivers" sagt heute mit dürren Worten, weshalb die Kirche den Unterricht wieder ganz beherrschen müsse und welchen Unterricht sic zu ertheilen habe.Unser Jahrhundert liebt sein Unheil; man ist gegen dasselbe, wenn man es heilen will- Ehe es den Syllabus als sociale Regel annirnrnt, ist eine neue Erziehung nothwendig. Die Köpfe sind verkehrt, die Unordnung der Ideen ist ungeheuer. Es gehört eine unermeßliche Arbeit dazu, um den Menschenverstand herzustellen und Alles in's Wahre zu lenken; selbst die Grundfesten des öffentlichen Geistes müssen umgebaut werden, gu dieser Umgestaltung ist die Freiheit des katholischen Unterrichts nöthig." Ist das deutlich V Die Ungeheuerlichkeiten der rothen Commune sind Kindereien gegen das, was die schwarzen Brüder, die jetzt auch in den Arbeiterklassen sich ihre Heerschaaren ausbilden, wollen; aber die Communards schickte Frank­reich nach Neu-Caledonien, während es den Jesuiten die Universitäten über­antwortete.

übereingekommen sind, sich gegenseitig im Ucbergriffe zu unterstützen. Die Regierung sich der Uebereinkunft anzuschließen.

Versailles, 14. December. Die heutige Sitzung der National-Ver- sammlung war kurz und ohne Interesse. Der Ministee des Innern erklärte

Cngfanb.

London, 13. December. Ein unbekanntes Schiff scheiterte am 12. d Morgens, bei Woolwich in der Themse.

Spanten.

Madrid, 13. December. Eine carlistische Depesche aus Bayonne vom 12. d. meldet:Die Nachricht, daß Loma gestorben und Blanco verwundet worden, wird heute durch die Republikaner selbst bestätigt. Ihr Rückzug am 8. d. war so eilig, daß wir eine große Anzahl ihrer Verwundeten auf dem Schlachtselde auflesen mußten, welche nun in unserem Lazareth zu Tolosa sorg­same Pflege erhalten." Die republikanischen Berichte lauten bekanntlich in Bezug auf den AnSgaug des Kampfes anders; doch scheint eS, daß der nach San Sebastian zurückgekehrte General Loma, dessen Verwundung ja von keiner Seite in Abrede gestellt war, jetzt wirklich gestorben ist. Es wäre dies ein großer Verlust für die Regierung- Truppen. Ob sein Unterbefehlshrber Blanco von seiner Wunde, welche freilich leicht sein soll, so weit hergestellt ist, daß er schon an Loma's Stelle das Commando übernehmen könnte, geht aus den neuesten Berichten noch nicht hervor. Der carlistische General Mogrovejo ist

Vermischtes.

Im Borzimmer de- kaiterltchen Palastes -u Petersburg standen wahrend eines Hoffestes die Diener mit Mänteln und Pelzen über den Lrmen, um auf ihre Herrschaften zu warten. Hie der Ball zu ünde ging, die geladenen sich nach und nodb entfernten und der Fürst iS. in den ihm hmgehaltenen Pelz fuhr, btmrrftf er, daß der Aufschlag des rechten Aermels abgejchnitten war Das mußte ein Dieb gethan haben, und so wenig oirser auch scheinbar gestohlen, so gut hatte er sich doch auf seinen Bortheil verstanden, denn der Pelz war von schwarzem Zobel, dem allertheuersten Rauchwerf, und der gestohlene Auficklag wenigstens tausend Rubel werlh. Den Schaden zu ersehen wurde der Pelz am nächsten Morgen sogleich zu des Fürsten Schneiver geschickt; noch hatte dieser aber das fehlende Stück schwarzen Zobel in ganz Petersburg nicht aufsinden können, als ein Lakar in der Livree des Fürsten (*. erschien, den abgcschnittenen Aermel Auf'chlog brachte, trmmphirend erzählte, daß die Polizei den Dieb entdeckt hätte und dann sagte, daß er gleich auf das Annähen warten wolle, da der Fürst den Pelz noch an demselben Bormittag anziehen müsie. Der Schneider hielt den Lakai durch den Auf­schlag für hinreichend accreditirt, verrichtete die Arbeit und übergab ibm den Pelz. Wie sollte er aber erstaunen, als gegen Mittag der Kammerdiener des Fürsten G. kam, um den Pelz zu holen, und es sich nun berausstellte, daß der Dieb den gestohlenen Aermel-Auflchlag nur benutzt hatte, um den ganzen Pelz zu bekommen! Dieser war und blieb übrigens verschwunden

(B. Frdbl.)

Im Frühjahr wird Wien einen seltenen fürstlichen OaR zu begrüßen Haden, gleichsam einen Nachzügler zur begrabenen Weltausstellung. Den Sultan von Zanzibar, einen gewaltigen Herrn unter den schwarzen Söhnen Homs im lüdöstlichen Hfnco. haben dte Reise Lorbern des Schab» von Persien nicht schlafen lasten, und er hat demzufolge betchlosten, Europa einen Besuch zu machen Drn Großstädte bat sich Se. Majestät dazu erlesen London, PartS und Wien. Die englische Regierung bat wichtige Intereflen dort unten jenseit deS Aequators zu wahren und glaubte dem Reger-Sultan eine besondere Anigkeit mit einer t-inladung nach Europa zu erweisen. Sie har ibm vollständige kaiierlicke Ehrenbezeigungen mit der ganzen dazu gehörigen englischen Ianitscharenmusik versprochen. Damit erwachst für Pans und Wien der moralische Zwang, ein Aebnltches zu tdun. Das arabische Blatt Al'Iawatb erwähnt^ daß der Sultan von Zanzibar in Wien Station zu machm gedenke, um denEuropäischen Orient* kennen zu Imun. Ueder diesen kleinen peogravbiscken Schnitzer wird Se. Majestät sich hier an Orr und Stelle aufklären können. Zur Beruhigung nervö'er Äemülher wird übrigens ver- sichen, daß dir Anthropophagie im Reiche von Zanzibar langst zu den überwundenen Stand- punctrn zählt und man dorr ichon weit über das Feigenblatt-Eostüm sich heraneivilisirt bat. Selbst tiefer im Innern wohnende Häuptlinge jener Race tragen außer einer Schürze längst schon Epauletten und an Festtagen sogar einen Admirals-Dreimaster.

Arm verwundet; wie es heißt wird für ihn jetzt wohl Egana (Vergl. Tel. Depeschen.)

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7. December. DieVoce della Veritä" hüllt sich noch in

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Lokal-Notiz.

Äießen, 15. Dec. Bor einigen Tagen fanden sich die Herren Oberschulrath Becker, Mintsterialrath Knorr und Oberbauratb Müller hier nn, um tm Verein mit dem Director des (stnmnafiums und dem skreisbauamt zu einer Eonserenz behufs Feststellung deS Gvmnasial« Neubaues zusammenzutreten. Nach den voraußgegangenen Kammerverhandlungen mußte man auf eine Ausführung nach den ursprünglichen Maßverhältmsien verzichten, was bn der Erwä­gung , daß ein derartiges Vebäude für eine lange Reihe von Jahren und auf eine immer wachsende Schülerzahl berechnet sein muß, nur bedauert werden kann Neben einer Verein­fachung wurde auch eme veränderte Stellung des Gebäudes deschlosien, das nun mit seiner Fronte der Straße sich zuwenden soll. Der Baiiplatz an der Ostseite der Stadt, neben der städtischen Turnhalle gelegen und von allen Seiten bequem zu erreichen, wurde in einer auch am selben Abend abgesaltenen Sitzung des GemeinderatbS für die Summe von 800 « Gulden definitiv an den Staat abgetreten So ksnnte denn in Bälde der Bau beginnen und damit einem der dringendsten Bedürfniffe abgeholfen werden. «Aanz in der Räbe des projectirten Dymnasiums erhebt sich schon der auf zwei Stockwerk gediehene, imposante Bau der städtischen ~ Angelegenheit der llniversttätsaula scheint von der Regierung jetzt

ernstlich in Angriff genommen werden zu sollen, wenigstens nahm das Mitglied der Oberbau, dirrction eine eingehende Besichtigung eines schon mehrfach in Vorschlag gebrachten Terrains

pro 1875 nach den Anträgen de- Allsschnsses. Der Resolutions-Antrag, bet vor. Während seiner Anwesenheit entwarf Herr Oberschulrath B. die hiesige höhere Töchter- Festsetzung der gemeinsamen Erfordernisse der Ftnan-lage Rechnung zu tragen, $ aV v°"uszegangener Verhandlungen

wird dem Budgct-Aurschusse jugeroiefen. Der Finanzminister erklärte, daß die tlt 6lclal,f an8ti, enfi.nJiif, «n i*i aiaträif*

Herstellung der Valuta zu den ersten Ausgaben der Regierung gehöre. geknüpft ist. Wie ferner verlautet, sollen in einer Besprechung mit verschiedenen Profchoren

der philosophischen Facultät die Grundzüge einer Prüfungsordnung für die Eandidaten des 'Köhnen SckulfachS endgültig festgestellt sein, was im Interesse der sti die seitherige Unsicherheit drückens lastete, nur zu begrüßen ist.

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höchsten Unglück befunden, zu Hülfe geeilt sei, und kund.gt an daß alle An - tbcitiauna. Derselbe versickert. bnfc irhtrr, Mn brr