Ausgabe 
15.7.1874
 
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steht nicht nur der Auszahlung der Beamten-Besoldungs-Erhöhungen und der

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Universitäten", so bemerkt die ZeitschriftNature",wirklich so reich an her-

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hier eingetroffen, vom Könige in den Kaiserzug eingestiegen Minister Pfretzschner, Prankh gegenwärtig.

München, 13. Juli.

Kassel, 12. Juli. Der neunte deutsche Feuerwebrtag, zu dem sich 800 XSnb nehmer aus fast allen Gegenden des deutschen Reichs, sowie Deutsch: Oesterreichs eingefunve, loben, ist heute dahier eröffnet worden. Aus den öffentlichen Verhandlungen erwähnen irir nur

von Baiern, welcher auf der Station Kaufering war, begleitet. Sämmtliche Prinzen so wie bic und die obersten Hofchargen waren am Bahnhof

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armenischen Ordensgeistlichen geleitete Schule gesperrt und «lies den Küpeiia. nern überwiesen habe.

Erhöhungen der Wittwen-Gehalte vom 1. Januar d. I. an, sondern auch der Aushebung der Ober- Studien-Dircction, unter gleichzeitiger Ernennling der technischen Räche für das Schulwesen, sowie der Besetzung der sonstigen, auf neuen Bewilligungen beruhenden, bis dahin noch unbesetzten Stellen im Ler- waltnugösach kein Hinderniß mehr eittgegen. Den Zeitpunkt, wo die fraglichen Angelegenheiten ihren endlichen Abschluß gefunden haben werden, wird man in vielen Qreifen freudig begrüßen.

Königsberg (Preußen), 13. Juli. In dem Secbade Cranz fanden Zusammenrottungen statt. Durch ein bereits gestern dorthui abgegangenes Mllitär-Commando wurden befürchtete größere Excesse verhindert Vier der Haupt-Nädelssührer wurden verhaftet.

Fulda, 13. Juli. Die beiden aus unserer Diöcese ausgewiesenen Geist­lichen haben sich^ höchst wahrscheinlich durch den Bisthums - Verweser Hahne dazu bestimmt, noch in der zwölften Stunde entschlossen, freiwillig die ihnen untersagten Kreise zu verlassen. Der Domcaplan Weber soll sich in das Groß- herzogthum Weimar begeben haben, während der Pfarrer Helfrich vorerst in der Nähe von Frankfurt a. M. seinen Wohnsitz genommen hat.

Coburg, 11. Juli. Die Frist für den Umtausch der alten Coburger Kassen-Anweisuugen vom Jahre 1849 ist, da noch eine große Anzahl dieser Scheine circulirt, um drei Monate, nämlich bis zum 30. September d. I., verlängert worden. Von diesem Zeitpunkte ab werden diese Scheine gänzlich werthlos und es findet keinerlei Ersatz dafür statt. Die Hieherkunft, bezw. der Einzug des von Herzogs Edinburgh mit Gemahlin wird für den 21. Juli ge­meldet, und es werden bereits Vorkehrungen zum Empfange derErb-Herr­schaften" getroffen.

München, 13. Juli. Kaiser Wilhelm wurde auf seiner Durchreise durch Kempten, wo er einen Aufenthalt von 7 Minuten hatte, jubelnd empfan­gen und von dem Gouverneur der Festung Ulm, den Gemeinde - Collegien und Veteranen - Corps, sowie von mehreren Officieren, begrüßt.

München, 13. Juli. In der Neichsrathskammer wurde der Antrag der Abgeordnetenkammer wegen Bestehenlassens der Forstlehr-Austalt in Aschaffen­burg mit 27 gegen 10 Stimmen angenommen

V^ünchen, 13. Juli. Abgeordnetenkammer. Fortsetzung. In der De­batte über den Ankauf der Ostbahn beantragt Pfähler priucipiell den Ueber- gang zur Tagesordnung, da keine Verkaufs-Offerte vorliege, und stellt den eventuellen Antrag, die Staats Regierung solle mit der Ostbahn-Gesellscbaft in Unterhandlung treten und dem nächsten Landtage einen Gesetzentwurf vorlegen. Der erste Antrag Pfahler's wurde abgelehnt, der eventuelle Antrag dagegen mit 83 gegen 60 Stimmen angenommen, somit also der Gesetzentwurf abgelehnt.

(Wiederholt.)

Kissingen, 13. Juli, 2 Uhr 40 Min. Nachm. So eben wurde auf den Fürsten Bismarck geschossen, doch verfehlte der Schuß glücklicher Weise sein Ziel. Der Fürst ist nur an der Hand verwundet. Der Attentäter, ein junger Mann, wurde verhaftet.

Kissingen, 13. Juli. Fürst Bismarck befindet sich wohl. Er fuhr bald nach dem Attentat in Begleitung des Grasen P.ippenhetm durch die Stadt und zeigte sich der Bevölkerung. Die Verletzung, nicht an der rechten Hand, vielmehr am Vorderarm, ist unbedeutend.

Stuttgart, 12. Juli. Der Sedantag wird auch in diesem Jahre wieder hier uuD voraussichtlich im ganzen Lande als Volksfest gefeiert werden. Für die hiesige Feier sind Vorbesprechungen bereits im Gange. DerSchwäb. Merk." spricht heute Abend die Hoffnung aus, daß die freundliche Gestaltung des Verhältniffes zwischen dem Deutschen Reich und dem württembergischen Staate bald durch einen Besuch des Deutschen Kaisers in der schwäbischen Hauptstadt eine öffentliche Bestätigung finden werde. In der Thal ist der Wunsch, den hochverehrten kaiserlichen Herrn einmal unter uns zu sehen, im Lande ein allgemeiner. Der Führer der schroffen Ultramontanen unseres Landes, Stadtpfarrer Schwarz in Ellwangen, ist kürzlich von den Pfarrern der dortigen Dtöcese znm Decan gewählt worden. Wie man hört, hat aber Bischof Hefele die Wahl jenes Herrn nicht bestätigt. Das wi^d dem Bischof in Rom, wo er immer noch als ein Schmerzenskind der Curie gilt, übel ver­merkt werden.

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Schweiz.

Vern, 13. Juli. Die gestern im Canton Solothurn stattgehabte Volks abstimmung ergab die Annahme sämmtlicher liberalen Gesetz-Vorlagen betreffs des Staatshaushalts, der Hypothekar-Kaffe und die Erhöhung der Beamten- Vesoldungen.

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(Cngfmii).

London, 12. Juli. Nach den Angaben amerikanischer Zeitungen ist als Nachfolger des Prof. Agassiz zu Harvard Prof. Hunley in Aussicht ge­nommen , und soll deffen Zusage nicht unwahrscheinlich sein. Diese Nachricht verursacht in hiesigen Kreisen eifersüchtige Entrüstung.Sind die englischen

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Nach dem Diner, welches im Bahnhofsgebäude eingenommen wurde, ist der Deutsche Kaiser um 5 Uhr 20 Mm. unter leb haften Hochrufen in Begleitung des Königs Ludwig, der bis zur Station Zor neding mitfährt, von hier nach Salzburg weitergereist. Der König trug preußische Hnsarenuniform, der Kaiser war in Civilkleidnng und trug den Stern des baierischen Hubertus-Ordens.

Madrid, 13. Juli. Cabrera hat neuerdings abgelehnt, die Carlisten zu unterstützen. Der Kabylen-Aufstand im Gebiete von Tanger dklnert fort.

München, 13. Juli. Um 3 Uhr 25 Mmuten ist der deutsche Kaiser

hielt 15 doppelläufige Gewehre und 8 Büchsen; eine andere 175 Pfd. Schieß- putoer und so fort. Ans ähnliche Verpackungen wird hinfort ein aufmerk­sames Auge gehalten werden.

b.rrnden gmmsb i^r-Nr.

Kassel, 14. Juli. Der hier versammelte deutsche Feuerwehr Tag sandte ein Glückwunsch Telegramm au den Reichskanzler. Die bäuerischen Feuerwehr- Männer sprachen ihre Glückwünsche in einem besonderen Telegramme ans. Tie versammelten Commuiial-Stände sandten gleichfalls ein Telegramm.

London, 14. Juli. Die hiesigen Morgenblätter besprechen das Kisfin ger Attentat.Times",Honr",Telegraph" undDaily-News" sprechen ihre Freude über die Lebensrettung des Fürsten Bismrrck aus und äußern ein­stimmig, daß, falls die Urheberschaft der That auf die iiltramontane Partei zurückzusühren sei, dieses die Erbitterung des Volkes steigern und selbst viele Ultramontane, protestantisch Conservative und Liberale, die betreffs der neuen Kirchen Gesetze in Opposition g. standen, anderen Sinnes machen muffe.

Dudley, 14. Juli Ein gestern ftattgehabtes Monstre Meeting der Kohlengruben Arbeiter lehnte die von den Grnben-Besitzern in der Versammlung zu Birmingham gemachten Vergleichs Vorschläge ab.

(Eeregnipf)ifcf)c Depeschen.

Klsyngen, 13. Juli. Das Attentat auf den Fürsten Bismarck wurde nach feststehenden Ermittelungen durch den 19jährigen Böttchergesellen Eduard Kull mann aus Neustadt-Magdeburg verübt. Derselbe ist Mitglied des katho- lischeri Gesellenverems in Salzwedel. (DieNerdd. Allg. Ztg." meldet in einem Extrablatt noch über den Kullmann, er seiin verdächtiger Gesellschaft eines katholischen Priesters gesehen worden." Ein genaueres Ergebniß der Un­tersuchung bleibt jedenfalls abzuwarten.)

KtfftUAen, 13. Juli, Abends. Kullmann hat bei dem mit ihm vor genommenen Verhöre seine Mord - Absicht zugestanden. Derselbe will mehrere Complicen haben, verweigert sonst übrigens halsstarrig jede weitere Antwort. Die Durchsuchung des von hier um 2 Uhr abg'henden Zuges blieb resultaklo-. Bel der Ankunft des Zuges in Schweinfurt erfolgte'die Verhaftung eines Geistlichen N imens Kotteler als muth näßlichen Mitattentäters..

Abends. Fürst Bismarck besuchte Kullmann sofort im Gesängniß, u n ihn zu vernehmen. Der Fürst erschien mit feinem Sohne Abends während der Brunnen Zeit im Kur-Garten und wurde mit nicht endenwollenden Hach, rufen von dem Publikum begrüßt. Die Kur-Capelle spielte dieWacht' am Rhei-L' und die bayerische National-Hymne. Heute Abend 9 Uhr findet, von der Stadt ausgehend, ein Fackelzug und vor der Wohnung des R.lchska izlers Seitens der Kur-Capelle eine Serenade statt. Morgen Abend ist in der pro testantischen Kirche Dankgottesdienst für deö Fürsten Rettung.

Abends. B.'i der Serenade erschien Fürst Bismarck auf dem Balkon und dankte für die ihm bewiesene Sympathie: Das Attentat gelte nicht seiner Person, sondern der Freiheit und Unabhängigkeit der von ihm vertretenen Sache; ein Hoch dem Deutschen Reiche mit seinen verbü ibeten Fürsten. Das Publikum, in grenzenlosem Enthusiasmus, rief aus:Hoch Fürst Bismarck und der König von Bayern!" Der Fürst dankte mit einem Hoch ans den König von Bryern.

Kisslugen, 13. Juli. Eine Depesche derN. A. Z." besag über das Attentat auf den Fürsten Bism rrck:Soeben, 1 Uhr 30 Minuten geschah ein Mord-Versuch auf Fürst Bismarck. Im Momente, wo derselbe seine Wohnung in einer Equipage des Königs von Bayer>l verlassen wollte, um nach den Sool- bädern zu fahren, sckoß ein Individuum, angeblich Rheinlä wer, nach ihm. Der Fürst hatte die Hand zum G.'üßen erhoben, und so streifte die Kugel glücklicher Weise nur die rechte Hand an der Verbindung des Daumballens mit der Handwurzel."

Graz, 13. Juli. Wegen erwiesener Theilnahme an dem geheimen social­demokratischen Landes-Comitö hat die Statthalterei acht Arbeiter-Vereine ausgelöst.

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S>ni*hril

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Darmstadt, 12. Juli. Gestern trat der Finanz-Ausschuß der ersten

Kammer zu einer längeren Sitzung zusammen. Den Haupt-Gegenstand der Be-' - Die Bank von England bat eine warnende Anreiae aeaen ra'hung bildete das Nachtrags Budget, außerdem kamen eine Reih- von Regie- Fünspfundnoten erlassen, weiche das Datum des 4 Märi 1874 rungs-Vorlagen und bezw. Anträgen zur Verhaudlung, welche, wie das Nach- Chiffre D 48 tragen 1 ° b,e

trags-Budget, in der zweiten Kammer bereits ihre Erledigung gefunden haben.

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vorragenden Gelehrten und so arm an (Seite, daß sie Prof. Hltxley nothwen- haben, ist beute dahier eröffnet worden. ÄUS Den öffentlichen L.erha. oiungen erwähnen wir nur big nach drüben ziehen lasten muffen ! Es giebt Hunderte von müßigen Stl- die fast übercmstlmmenden Anträge der Feuerwehr in Hamberg, der freiwilligen Turner-Feuer- pcudicnzehrcru in Orford und Cambridge, man brauchte nur das Einkommen? D-rmstadi i«w>e d« «ramrett m H^rbura unt Semfirin in «lauen, wette r-.rf «r ° .. dabln gehen, taj sammMche deuyede Feuer Ler'ieberunaS ^csellichaften auf qeietziickem Le-e

von fünf oder zehn derselben an Hll),lev zu überlasten, um ibn England 1 verpflichtet werben sollen, 1 bie 2 p6t. ihrer Brutto-iöinnahme an die Landes Unterstühung»' erhalten.' Lasten der freiwilligen Feuertvehren abzufübren. Die Anträge wurden von der Versammlung

Unter der DeclarinmgRegenschirme und Massing" ist es indischen gutgebeißen und dem Au-schuste zur schleunigsten Realistrung überwiesen.

Fürsten und andern Eingeborenen in letzter Zeit häufig gelungen, Kisten nut . , - (Originell.« Jnieran) In einem Mienn Blatt, kenne, man di.ln Lage da« n.ch-

ffoiiprwiff.n . v <7> cd...... , rr.,- , , stehende In'erat leien:(Sin Herr, der ferne Wohnung vertasten will, ledoch verpflichtet tlt,

Feuerwaffen nach Indien zu importtren. Die Beamtin der Tanna - Enenbahn tiefelbe dem Hausherrn in gleichem Zustande -urückzugeden, wie er sie übernommen, kauft 2000

schöpften Verdacht und ließen sechs so declanrte Kisten offnen. Die erste ent- lebendige Wanzen. Näheres poste restante.N

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Gutem Vernehmen nach wurden die betr. Gegenstände in der Hauptsache der- Türkei.

gestalt erledigt, daß der schon früher für den 20. d. M. in Aussicht gencm=| Konstantinopel, 12. Juli. Aus Trave.unt roirb aemeidet bah b mene Zusammentritt des Plenums der ersten Kammer wahrscheinlich bleibt. General-Gouvernenr dort oom bischöflichen Palaste aewalijam Lenk' erariffm Sobald das Plenum die betr. fiuanziellen Vorlagen genehmigt haben wird, und den haffunistischen Bischos vor die Thür gesetzt dcsaieicken die von den