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Holzvecsteigerung.

L Dienstag den 17. und IL Freitag der 20. Februar 1874, von Vormittags 10 Uhr an,

soll in den Oppenröder Gemeindewald, District Lehmkaut, nachoerzeicknetes HalZ öffentlich versteigerr werden, als:

I. Bauholz:

10 Eichen-Stämme mit 2,57 Cubmtr.,

3 Buchen^ 0,98

138 Nadel- ,, 48,63

3119 Fichten-Stangen 60,12 up6

von 4 bis 13 Centmtr. Durchmesser und 5 bis 10 Meter Länge.

II. Brennholz:

12 Rmlr. Buchen Scheitholz,

74 Buchen- und Nadel Prügel,

42 S'ockholj,

5000 Stück 2BeU;n.

Die Zusammenkunft ist an der Chauoe« I nach Albach .

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wirr

Zahlungsfrist bis 1. October 1874 gestattet Opoencod, den 10. Februar 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod (609)_________Petri.___I

^lariuor-Warmsteiiic

sind wieder angekommen bei

Wilhelm Balser, (HO) am Lindenplatz.

ausgebrochen sei, von den drohenden Plakaten, die man überall gefunden habe,! und endlich von der großen Unsicherheit des Lebens und des Eigeitthums. Nach-^ dem der Redner in dieser Weise die Localchronik gehörig ausgebeutet und die, Gemüther empfänglich gestimmt hatte, nahmen seine Mienen den Ausdrnck ber, Wuth an und mit wildem Zornesgeschrei tobte er gegen diejenigen, welche von den Reliquien der Stephanskirche sprechen, welche den von der Revolution er­faßten Masten den Weg zu den heiligen Schätzen zeigen.Auch wir" fährt dann der Redner fortkönnten den Arbeitern sagen, wo Schätze, weit bessere Schätze zu haben sind, wo baares Geld zu finden ist. Zum Beispiel auf der Ringstraße, in dem Hause Nr. so und so, im ersten Lttock, Thür Nr. so und so, steht eine eiserne Kasse, die gut gezählt drei Millionen in ihrem Bauche trägt und Eigenthum eines jüdischen Börsenbarons ist oder in dem Hause so und so wohnt ein jüdischer Börsenagent, dessen Weib eine Menge Brillanten und sonstiges Geschmeide sein eigen nennt, oder . . . Die Beispiele, so berichtet man uns, wurden noch eine Weile fortgesetzt."

jTan&vetd).

Paris, 11. Februar. Das officielle BlattLa Presse" sagt:Wir er­fahren ans sicherster Quelle, daß die Beziehungen Preußens zu Frankreich das sind, was sie eigentlich sein sollen, und zu keinen Befürchtungen Anlaß geben können."

Der Assisenhof von Melun verurtheilte dieser Tage Constantin Sutzo, Professor an der Mllitärschule von Athen, der am 25. November 1873 im Zweikamps seinen Gegner Nikolas. Ghika im Walde von Fontainebleau er­schoß, zu 4 Jahren Gefängniß. Die Zeugen Sutzo's, Nicolaidy und Mavro- michalis, erhielten 3, die Zeugen Ghika's, Cortazzi und Gregorius Ghika, 2 Jahre Gefängniß. Die Staatsbehörde verlangte strenge Bestrafung aus dem Grunde, weil es sich um Privatrache und nicht um eine Ehrensache ge­handelt habe.

Paris, H. Februar. In Lyon ist der Präfekt bekanntlich Staats- und Gemeiudkbeamter zu gleicher Zeit. Nun kommt es manchmal vor, daß die In­teressen beider Aemter sich diametral einander gegenüberstehen. Dieser Fall ist neuerdings wieder vorgekommen. Die Stadt Lyon hat nämlich während des Krieges über sieben Millionen für Vertheidigungsmaßregeln ausgegeben. Nun hat der Herr Ducros in seiner Eigenschaft als Präfekt mitgetheilt, daß der Staat nur zwei Millionen znrückerstatten wolle, weil das übrige Geld unnütz ausgegeben und verschleudert worden sei. Diese Maßregel hat unter den dor­tigen Steuerzahlern eine große Aufregung hervorgebracht.

In der Streitfrage zwischen dem Herzog v. Aumale und der Kanzlei der Ehrenlegion handelt es'sich um die zwei Millionen, die vom Prinzen von Condö denen, die während der Bürgerkriege in der Vendöe zu Schaden gekom­men, vermacht worden. Ludwig Philipp fand ein solches Vermächtniß aber unmoralisch, ließ eS von den Gerichten cassireu und übergab die zwei Millio­nen der Ehrenlegion. Der Herzog v. Aumale fordert jetzt die zwei Millionen zurück. Ob er sie behalten oder, wie der Prinz von Cond6 wollte, sie in der Bendöe vertheilcn lassen will, wird die Folge lehren.

ainl'ieiL

Rom, 11 Februar. Der Cardinal Tarquini ist gefährlch erkrankt. (Tarquini ist einer von denjenigen Prälaten, die als Candidaten für den päpst­lichen Stuhl bezeichnet worden sind.)

Lokal-Notiz.

Gießen, 14. Februar. Der hiesige ordentlich? Professor der Medicin Dr. Koester hat, nach einer Mittheilung des Frankfurter Journals, einen Ruf nach Bonn erhalten und ange» nommen.

Wie aus einem Inserat der heutigen Nummer zu ersehen, wird kommenden Dienstag eine Ungarische National-Kapelle in Wenzel's Garten concertiren. Die­selbe spielte laut uns vorliegenden Bescheinigungen vor dem Kaiser von Oestreich und anderen hohen Herrschaften auf der Wiener Weltausstellung und erst kürzlich vor dem Grotzherzog von Weimar, welche sich sehr anerkennend über die Leistungen gedachter Kapelle äußerten. Einem Berliner Blatt entnehmen wir hierüber Folgendes:Wir nahmen Gelegenheit uns von den ebenso hervorragenden wie orginellcn Leistungen der dunklen Söhne der Pußta zu überzeugen. Ohne die so unentbehrlich scheinenden Requisiten der Noten, wie des Tactstocks spielt die Kapelle die verschiedenen Salonpivcen mit einer Präcision, als ob ein unsichtbarer Geist sie leitete."

Kirchliche Au zeige

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag den 15 Februar 1874: Morgens: Pfarrvikar Schlosser. Nachmittags: Pfarrer Landmann.

Die Pfarrgeschäftc für die Woche vom 15. bis 21. Februar 1874 besorgt Pfarrer Dr. Seel.

Auszug aus ih'ii Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde.

äropulirre.

Den 7. Februar. Maximilian August Hermann Müller II., Hauptmann im II. Niederschlesischen Infanterieregimente Nr. 47 zu Neubreisach im Elsaß, des eoang. Pfarrers, Karl Hermann Ferdinand Müller zu Lahn in Schlesien ehelicher Sohn, und Amalie Philippine Dorothea Maurer, des Bürgers und Rentiers, Friedrich Maurer, eheliche Tochter.

Den 8 Februar. Heinrich Velten IV., Schneider dabier von Groß-Linden, des verstorbenen dasigen Bürgers und Polizeidieners, Heinrich Velten, ehelicher Sohn; und Lutse Margarethe Oettrich von hier.

Getaufte.

Den 8. Februar. Dem Schuhmacher dahier aus Mudersbach. Kreis Wetzlar Heinrich Seidewand, ein Sohn, Friedrich Heinrich Marlin, geboen den 10. Januar.

_ Denselben Dem Bürger m Rainro) und Dienstmann dahier, Wilhelm Hril, ein Sohn, Georg Martin, geboren dm 12. Januar

Denselben. Dem Bürger und Schloss.'r an der Ob.rh suchen Bahn bd^ter, Wilhelm Meinhardt, ein Sohn, Gustav Karl Friedrich Julius August, geboren den 9. Januar.

Denselben. Dem Expedition--Gehülfen an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Eduard Bierau aus Billertshausen, ein Sohn, Eduard Ernst Karl Louis Hermann Heinrich Hilmar, geboren den 8- Januar.

Den 13. Februar. Dem Bürger in Ulfa und Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, Johannes Krahl, ein Sobn, Heinrich Georg, geboren den 28. Dece nber.

Denselben. Dem Bürger in Watzenborn und Bremser an der Cöln-Gichener Bahn dahier, Heinrich Schmandt, ein Sohn. Jakob Karl, geboren den 16. Januar.

Beerdigte.

Den 9. Februar. Eine todtgeborene Tochter des Bürgers zu Dornberg und practischen Arzts und Privatdocenten dahier, Dr. Hermann Bau--, geb den 8 Februar

Den 10. Februar. Pauline Julie Mathilde Anna Hermine Heyer, bcj Bürgers und Biervrauereibesitzers, Wilhelm Heyer, eheliche Tocht.r, alt 21 I. 2 M 25 T, gestorben den 8. Februar.

Den 12. Februar. Georg Karl Leh.mund, des hiesigen Bürgers und Schreiners, Jakob Lehrmund, ehelicher Sohn, all 3 M. 15 T-, gest. den 11. Februar

Ausstand.

Petersburg, 13. Februar. Der Kaiser von Oesterreich ist heute Nach­mittag 1 Uhr in Gatschina eingetroffen, woselbst er vom Großfürsten Thronfol­ger empfangen wurde, weil der Czar etwas leidend ist

flmerifia.

Havanna!), 10. Februar. Jovellar hat den Belagerungszustand für', die ganze Insel verkündet. Ein Theil der Freiwilligen wird mobil gemacht; und die Bürger zwischen 20 und 45 Jahren wieder eingefordert.______________

557TECHNICUM FRANKENBEBG.^

Höhere technische Fachschule für Masrhliio'ibati (Ingenieure und Werkineihtor). Strassen- und h «.en- qj bnhnbfiu und technische ( hemie. Vorbereitung»*' '-uie ££ zugh-ich zum Einj ihrig-Frelwill.-f'saineu. Pension, o ir^n der Curae deu 15. April und 15. Octobor. er

Prospceto durch Ile Buchhandlungen und g da durch dio Direction Ü08 T<S btlicillii.

prämiirt ans der Wiener

Wcltnusfldlmig.

Allste meiner Anzeister.

631) Die Holzversteigeruug in der Oberförsterei Schiffenbeeg vom 12. l M. ist genehmigt.

Die Abgabe der Abfuhrscheine kann vom 21.1 M an durch Groscherzogl ches Rentamt Giessen erfolgen Ueberlieferung des Holzes, sowie erster Abfuhrtug, Montag den 23.1. M-

Gießen, den 13 Februar 1874.

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi.

Versteigerungen.

619) Mittwoch ben 25. Februar 1874, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf hiesigem Natbbaus die zum Nachlaß des Schlossers Heinrich Daniel Noll gehörige

Flur Nr. lDKlftr.

'/is 7 Hosraithe in der Neustadt, «/sä 258 Acker, Laogärten am Wis­marer Weg, gibt 2 fl. 193/4 fr., öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen,' den 12. Februar 1874.

Großherzogliches Ortsgei ickt Gießen.

W 0 r t m a n n. I u g h a r d.

Volzversteigerung.

627) Donnerstag den 19. Februar, von Ppi mittags 9 Uhr an, soll'N in d.m Wayenborner Gemeindewold, District Polheimerwold, nachverzeichnetes Holz verste gert werden :

i) Rmtr- Buchen- und Eichen-Scheitbolz,

31 Eichen- Nadel-Prügelbolz,

22 w Stockbolz,

600 Bu chen-, Eichen- und Nadel-Wellen,

51 Stück Eichen-Ltämme mit 35,62 Cbmtr., 9 Nadel- 1,94

10 w Stangen 1,78

! 100 Buchen- w 0.44

1 Steinberg, den 12. Februar 1874.

Jung, Bürgermeister.

618) Montag den 23 Februar 1874, Nachmittags 2 Uhr,

soll in der Wohnung des Schlossers Heinrich Daniel Noll sänmtllches ?Schlosserwerkzeug und Hausgeräthe meist- ! bietend versteigert werden. ,

Gießen, am 12. Februar 1874.

Großherzogttches Ortsgericht Gießen.

Wort mann. Jughard.

Holzverstt'i'zerung.

612) Donnerstag den 19. l. M-, von Vormittags 10 Uhr an,

Eichenstammholz - Ver - steiqerun

623) Freitag den 20. Februar d. I., von Vormittage 10 Uhr an, werden in dem Freiherrlich n. Fra nck en iftein'schen Walddistrict Lövenwald ver- I steigert:

302 Cubmtr. Eichenstammholz in 159 Stämmen, darunter 38 von 5061 lEentmtr. mittlerem Durchmesser und 817 iMeter L inge mit 109 Cubmtr. Inhalt.

1 Der Holzschlag ist in der Nähe des Löwcnhoses, eine stunde von Friedberg entfernt.

Ockstadt b. Friedberg, 10. Februar 1874. Der Freih. von Franckenstein'sche

Oberförster:

_____________Rumpf.__________

Freitag den 20. Februar 18/4,

soll imDaubringer Gemeindewald, Districten Buchenberg und Pitzelach, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden:

2 Stämme Buchen - Werkholz mit 1,81 Cubmtr,

17 Stämme Eichen-Bau-, "Werk - und Nutzholz von 25 bis WO Centmtr. Dmchmesser und 2 bis 11 Mtr. Länge mit 23,60 Cubmtr.,

55 Slämme Nadel Bau , Werk-1 .

und Nutzholz mit W.84

Cubmtr., ) «4,

164 Nadelstangen mit zus. H,9 ei Jeilb Cubmtr,

Der Anfang geschieht im Buchenberg. Daubringen, den 11. Februar 1874.

Großherzogl. Bürgermeisterei Daubringen. Hämmerle.

Vonnittags 9 Uhr, sollen an den Stallungen des Christian lJughard HL zu Gießen eine große Partie ;Wagen und Oeconomie-Geräthe, 10 vie eine .zweispännige Chaise, öffentlich meiistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. | Gießen, den 7. Februar 1874.

! Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

i [550]__Wort in a n n. __________

Versteigerungsanzeige.

Dienstag den 17. Februar, von Mor­gens 9 Uhr an, werden auf der Berger- mühlc bei Lied

eine zweispnnnigc Chaise (in sehr gutem Zustande),

eine sehr leichte einspännige eben­falls sehr gut gehaltene Chaise,

ein Schlitten, ferner ein comvlettes

Chaisengeschirr, Tische, Stuhle, sowie diverse Haus- und Oeconomiegeaen stände Abzugs halber öffentlich meistbietend versteigert-

Bergermühle bei Lich, den 9. Febr. 1874 [5701 L. Schudt.

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