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Nach Eröffnung der Sitzung gedenk: der Vorsitzende Herr Beigeordnete tzelsing in aner- kennendcn Worten deö verstorbenen Großherzogl. Bürgermeisters Hern, Bcült». Vogt. Er hoffe tn Aller Sinn zu reden, wenn er die Mitglieder auffordere, durch Erheben von den Linen bad 9Inki>nF#M ... • I
besonders wichtigen Fällen zulasse. Das Wiener Landesgenckt entschied inbefc ? nn Sinne des österreichischen Gesetzes die Angelegenheit wobl für Preußen.
ning entdeckt tn Gladstone's Werk Döllinaer's Beweisgiünde.
London, 9. November. Die „Morning Post", welche noch immer über die Bewegungen des früheren französischen Thronfolgers sorgfältig Buch führt, meldet, daß Prinz Louis Napoleon in der ersten Clafse der königlichen Militärakademie zu Woolwich den i-ilftcn Platz unter zweiunddreißig Mitschü- lern einntmmt und im nächsten Februar t-in befriedige,,des Gjamm abzulegen verspricht. (Früher hieß es, er werde sich dem Examen nickt unterziehen.) Der junge Prinz hat mit mehreren Kameraden tüun Unterrichtsknrsus auf der Artillerieschule zu Sboeburyness durckgemachr und ist jetzt nach Woolwich zn- rückgekehrt. In Woolwich nimmt cr täglich Reitftunde vor D,ginn der Schule, und soll sehr fleißig zum Eximer sich vorberciten. Ter junge Mann wird wie alle anderen Mitschüler behandelt, nur daß ihm gestattet worden ist, eim Privatwohnung zu beziehen, anstatt in dem Akademie - Gebäude selbst zu wohnen.
London, 9. November. Ein verhörender Sturm wüthet in Wcst- Jndien-
Southampton, 9. November. Bazaine_ und seine Frau sind an Bord der Newa, welche nach Brasilien fährt und Lissabon berühren wird. Sic reisen unter dem Namen von Herrn und Frau Lapena.
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Madrid, 8. November. Nach den neuesten Nachrichten baben die Earlisten daö Bombardement am Freitag Abend eingestellt. Die in der Stadt entstandenen Feuersbrünste waren bald gelöscht worden. Der General Loma war Nachmittags in Jrun erschienen, hatte sich aber bald wieder entfernt, um Verstärkungen zu holen. Die Earlisten schwören bei der Mutter Gottes vom
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Pfeiler, daß sie sich mit dem Vayonnette der Stadt bemächtigen werden, sobald die Kanonen eine Bresche gemacht haben würden. Es sind übrigens wenig Aussichten vorhanden, daß die Earlisten in die Verlegenheit kommen werden, ihren Schwur wahr zu machen.
Madrid, 9. November. Es zeigt sich schon zur Genüge, daß der carlistische Angriff auf Jrun daS ihm prophezeite Schicksal des Mißlingens haben wird- Unter Leitung deö Generals Loma, mit welchem am Sonntag auch der aus Santander angekommene Dberbefehshaber der Nord Armee, General Lascrna, und der Geschwadcr-Commandant Darcaiztegui in Jrun waren, sind die VertheidigungZwerke der Stadt erheblich verstärkt und die Besatzung vermehrt worden. Laserna kehrte nach San Sebastian zurück und laßt noch mehr Truppen von dort und Santander nach Jrun abgehen; Loma scheint ar. der Spitze von 5000 Mann zwischen Jrun und Renteria zu stehen. Ein car ltstischer Berichterstatter des New Hork Hcrald meldet vom 7. d.: „Die He lagerung ist ausgehoben; die Earlisten zogen heute Morgen um 10 Uhr betrübt zurück, nachdem in der Nacht ein Angrisssbefehl gegeben und später zurückgenommen worden war. Officiere und Maunschafleu klagten laut, und einige schmähten den General, der die Belagerungs-Artillerie befehligte. Die Ursache deS Rückzuges ist wohl die Ankunft Loma'S mit 10,000 Mann vor Jrun." Eine spätere Depesche aus Hendaye von Sonntag Abend fügt hinzu, d'aß bei Loma's Ankunft in Renteria die carlistische Artillerie in Gefahr schwebte, genommen zu werden; der Carlistew General Ceballos soll Renteria den empfangenen Befehlen zuwider und ohne Kamps verlassen haben.
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Schanghai, 9. November. Der japanische Gesandte ist aus Peking auf der Heimreise hier eingetroffeu; der englische Gesandte hat bet der freund- schaftlichen Regelung des Formosa-Streites feine Hülse geleistet.
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Cefegraptjilrtjc Depeschen.
StSten, 10. Nov. Das Berliner Stadtgericht beharrte trotz Lausers und Lecher's Weigerung, in Sachen Arnim's auszusagen, auf den Zeugn'ß
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m .?*”fcefl<n8 8^ä)t SBtkagt an gcmünjl.m Ot.be — unb tefonbert auch Silber tn neuen Wahrung — dafür hinauSgchen.
m, , behalte mir vor bei der dcmnächstigen Diskussion über das Bankgesetz auf diese» ®<0<nPanb gurt(f}uFommeii. (Wir können unserem Herrn Vertreter nur Dank wissen, das ^kw^^te^inschneldmd^^naklc^mb^^ebübren^bertorflebob^^at^^^R^)^
Einige Eaugesuche fanden pack Antrag des vauauSschuffes ihre Srlcbiauna
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mein, Herren unsere Handelsbilanz ist auch in diesem Jahres wie schon /ff.e «eihe von ?eaenüber ® Ä"e ungünstige allen unseren benachbarten skultur ländern
gegenüber, — Frankreich, Belgien, Holland und England. Man schlägt den Ausfall für Deutschland in dieser Beziehung auf 80 Millionen Thaler an Meine Hnren dieser Bettaa muß ausgeglichen und muß bezahlt werden, das versteht sich von selbst Gleicht 'man nun dies!
e®6IIanJ baar, in geprägten Stücken auß, so wird der Bankier, der das *fTet bt? llch einen sicheren Gewinn entgehen lasten. Schmilzt er tarnen
<n Da"en, so gewinnt er nach einer Berechnung di" tchLn ^ruvehmen an jedem Zwanzigmarkstück I Kreuzer. SS ist al<c La m b°6 l'hr streßer Theil deS SclveS, welch.« auß den NcichDkaffen hw.au,.
werden S ?.n fl(mün3tcn Zustande extstirt, sondern eingeschmolzn
ratbeß"Le» [d>on stoben, was baß Mitglied des BundcS-
Michaelis vorhin hier sagte. Gr hat mitgetheilt, welcher Betrag tn gemünziem ^ Rrflnfrri*6 1en """i* Cünbet hinauSgegangen ist, er bat un8 diesen Betrag rund in ” *!n 1CTe —fauf 4 Millionen Lhaler, für Belgien auf 6 Millionen
e^^"rten Stü cken u. s. w. angegeben; er Hai aber weiter mitgetheiU v.m ?,ni“ bartber, was in Barren auSgcfuhrt worden «st, hab.n wir nicht, bi. eristirt mdjt. w aemünrtem SÄ “’m W h<Ute cine Kontrolle auch darüber,
Affin l* ®cIbe ^nQu6fle9«n9en ifl, für hockst mangelhaft und für höchst unzorer.
2 ; ? br'stlrt auch eine olche nicht, die irgend welchen Anspruch auf nur am na^nbe Genauigkeit machen kann - Sie haben nur über die Beträae, die zosällia kon Kl- kV ^^^ise, aber^uber datz darüber Htnsausgebende — über das Ganze — haben L ÖXL°It. ?°n ®oIb läßt sich in keiner Weise genau kontroiiren,
weil er durch zu viele und zu verschiedene Kanäle geht.
, _ ??eine Herren, ich habe hauptsächlich baß LBort ergriffen, um zu sagen, daß meines trt.
. < Ethier über die Linfuhrung des Reicksmünzgesetzeß in «lsaß^otbrinaen.
ick denk'- doch, eß »st angrzetgt, sich zu fragen: haben wir so viel Geld der Markwäbruna^ b.rrculat,on, oder können wir eß hin.inbringen, um baß neue Münzges.» mit iHfcla in "othrwgen einfuhrcn zu können? Diese Frage verneine ich tur q..t LuL Ä- * tulhtn in Sübbtutichl-mb - namentUd, nuf bem 2 - h fi tÄlZÄ"! btttajt; He allen »erben einflejogen, unb re bleiben ttr Hauniache nadj^füt ben Oe^Mrfeh SäTÄTÄ S
meine Herren ba. ist eine Thalsache bi, bean bech'7u beubn gL ,°L°^st'mmung
Ter Grund, warum das Gold so wenig circulirt, ist ein doppelter. Ter ß rr Rinam» Minister von Preußen hat uns eben gesagt, man habe wenig neucS Gold in brn WnMr langen lasten, sondern habe es noch meistens in der ReickSkaste zurückgehaltm m«n< H wenn man wenig Gold in den Verkehr gelangen läßt, ime auch w°„j7 ncue 7 auÄ«n”n"n B b'e alien ein? Än.n halibarm Grunb bafu" "^m™ ,® n ?
auf8uhm.cn. — Ich bedauere, daß man uns nicht genau den Betrag anqcarbcn bat bi* ,u welchem neu, Solbmunr,n von bn R^chskast, bis j,Et b,m öff,ntlid>,n Sl,rf"br übnart« Ä TOiiMtui"« «ürt?nbT"Ta9' ™'tail9(,b "n.ezogm warben ist? Sm,
L/ LvI 8 2UTJe bl<L ntwr Möglichkeit abpfbm, ein richtiges Urih.il zu säll.n ob LlÄÄi ° ,lngeto,a«me »'M allg,"meinen
Lokal-Notiz.
Beschlüsse
deS Gcmkinderaths aus der Sitzung vom 32. October 1874.
Anwesend warm: der Großhcrzogl. Beigeordnete Felsing, die GemeinderatbSmitgtjeder Bücking, Diery, Gail, Heß, Keller, Körber, Lüdeking, Noll, Silbcreisen, Wallenfels und Wenzel.
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n^r^nndrfcfTfat? V1 dahnhütte hiermit die alsbaldige «usfuhruna dks bi» n Wegs unter folaenden Bedingungen zu: 9 9,tT
t) baß bitter W,g fertbm Sigenlhurn brr Stabt »erbleibl unb al« cffrnthdin B» ankert w.rb, somit auch bi, kahnhütt. Innerln Prtoatrecht, 7n bwsem Ä erwirbt unb für bie Zukunft enterben kann, )o baß auch brr glatt bi,
,, J«u"9 »»UrM, ben Wrz nötbigrnfallö zu »erlegen °
2) Berpsttchtung Überntmmi, bte «osten brr Unterhaltung M
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rcr ?LeKe"’ 11 Gelegentlich der Debatte über Qinfübruna der «etcksmfin»^.. m Gliaß. Lothringen sprach sich unser Vertrer-r im N.ickStage Freice?r n W »rh , Waben au Über bi, j.EiBe Wünjealontltäl folgenbermaßen au?: S™ d'.n\“' Ti-euston nicht °us bs« Tariferhöhung au«b,hnen; abre 8bn unser, Mümrelamttöt ÖDltc,TCUlat,Dn und den Mangel an Metallgeld im Verkehr - werde ick ivreck^ ~
JR e« ganz wohl angebracht, dicsm Gegenstand bet dte.er Gelkgenhei^zu' de^preckm' n kann nicht ost genug zur Sprache kommen, und wenn er auch bei den Berbandlunaen \ S* "W to,tC" -- Sprach, kommen muß, so wirb n "um?o^nb5che"nörtm
auf Gladstone's Buch von Neuem entschieden, daß die vaticanischen Decrete die bürgerlichen Unterthanspflichten römischer Katholiken geändert hätten, da die ,..........
katholische Lehre sogar die gcwiffenhaftc Beobachtung drr Unterthanspflicht be ^ürtente”f to“Jfce folgender Beichiuß gefaßt: stimmt voischrelbt. Die Ttaatspflichien ter Katholiken seien wie die aller an- fraglich,'n W.g«^mre"söla«ch^B.bwgu?aen deren Christen einzig durch ihr Gewlffen und bte göttliche Lehre beschränkt- w-c us r- m ' - -• ö -
England consolidtre den inneren Frirden durch Aushebung der gesetzlichen Wir-i kungen der Glaubensunterschiede; Deutschland habe eine gleich friedliche Ent« Wickelung freigestandcn, dock wurden in bösrr Stunde alte Glattbensstreite aus- gefrtscht. Vornehmlich sei Döllinger Urheber dieses nationalen Nebels. Man-
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«ndenkcn d.S Bcrstorb.nen zu ehren. (Sammtliche Mttgliwcr erh.ben sich von den S-tzm.) iwang für beide, weil die österreichische Straf - Proceü r Ordnuna denselben bei Hierauf beginnt bte B.rathung ber auf der Tagesordnung stehenden Gegenstände besonders wicktiien „.iikt- sTP■ venselben kN
Mitpredigcr Drescher hat sich nach einer Mittheilung ; eß Schulvorsiandcä v^bctrathet 0k'0N0erS ir icytlgen Fällen zulaffe. Das Wiener Landesaerrckt enttckf d indeü. und von da ab auf Grund vorliegender Bestimmungen pr? Jahr 100 ff Wvhrmngöoeraktur'q C1?f 1 - >»..0..»nv„yv.. i«» v»'“P***
ru be-iehen. Zur Bestreitung des Mehrbetrags werd. bi. nöthi-ei. Mittel zu Lasten ber nicht aber für Oesterreich Wichtigkeit besitze, und verweiaerte die Redacteurc Uebcrschuffe bei >hr.s bewilligt. 33bcr „Presse" zur Aussage zu zwingen
Auf cm Sciuch des Ludwig Kauf, welcher bet tem iiußgrabcn jeineß «tferö tn bcr| Btrlirr 10 'Vnn O'nrhh . c . -
Schwarzlach auch bie daran liegende städtisch. Bäschung auf die Höhe d.s A.q- abbeben toinäqrt^ v\l>Ut' /X / °V' f’lCt Allg. Ztg. melbet auf Grund tine-
wurde nach vorheriger BericktScrstattung des «ußichuffes beschloffen, demselben zu willfahren'; 'caoricer Prwat-Delegramms, daß Don Carlos, der am 7. Nov aus Nvcb wenn Bittsteller sich vcrpflickl. baß hierdurch nvthig werdende Umsetzen der Grenzstcme au^ "icht aufgeklärten Gründen über Hendave auf ftanzösischcs Gebiet übergctretw unb sucht zu diesem Zweck um pachtweise Ucdcrlaffung von 4 städtischen Wiescnviertel hinten "''f rUn^ getyanen ^ckritte am 8. Nov. über Vera nach SpaiiikN ZUNttk^ den kicken nach. Es wurde beschloffen, diesem Gesuch zu entspreckcn. wenn Bittsteller fcm:9ctf9rt W-
-DurchschnittScrtrag als Pacht zu zahlen sich v.rpstichtet und diese Viertel in einer'! . , Bonbon, 10. Nov. Auf dem gestern vom Lordmavor gegebenen Banket ^glich ist ' U6 3u8an8 BU n ü 8<n fcaW 9<1<8enfn ®^ni bct Eradt jederzeit^hielt DlSraeli eine Rede, worin er sich über die politische Situation ausließ Durch die Einführung der ReichSmünze vom 1. Ian. k. I. ab erscheint die Umrerfmune rl x Englands als befriedigend bezcicknete. Letzteres sei wesent«
dcß Dctroitarifß nöthig unb auf deSsallfige Vorlage ber Kroßherzogl. Bürgermeisterei crflän: UQ) DCT günstigen Stellung der Arbeiter-Claffe zuzuschreiben, welche Vorreck« sich der Dcmemderarh bamü einverstanden, daß diese Umrechnung nach Maßgabe der verord ^^ tn keinem anderen Lande besitze, deren Person und Wobnung heilig sei, 0 Pfeiff» will jur Aufführung eines Schuppens die an sein Siqenthum grenzende'Dst"A^bctte^CUssfübk? '^^r Interessen unbeschränkt erlaubt seien,
städtische Bachmauer am Ti.fcnweg benutzen. Ruf beßfaQfigei ?racksuchen wurde beschloffen -V cty>DC n U' ? 1 • ^a^CT illfT,c^cn Und fki cotycrvattv gesonnen,
die Eriaubniß zur Errichtung deS Baues auf die Dachmauer zu ertbeilen, wenn Bittsteller tnb U"Ulfter hob darauf die günstige Finanzlage und den wachsenden Wvbl- sprcchenben Revers abgicbt und sich jur Entrichtung von jährl 20 Pfennig Z.nß verpflicht, stand des Landes hervor. Betreffs der auswärtigen Verbälttiisie sei die Lage
Zw.ck b,wMigi »ort.n f,i. “ W f ' c,e,m Überzeugt, bet allen Großmächten bestehe der aufrichtige Wunsch nach Frieden.
. . ®’* b°n I. ®. Appel an ben ©tabltotflanb g,richt,w Ginqabt wirb »triefen unb hält werde ebenfalls seinen Einstuß in diesem Sinne geltend machen.
rel*, *nte,rl1*1 bn gemeinen Echreibwetfe «stselben unter fnnn Würbe, Berlin, 10. Nov. Einen, Telegramm der „Post" aus Wien zufolge
solche irgenbwt, ,U iretb.en. hätte Graf Andraffy ttoß der bekannten Note des türkischen Ministers des


