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Gießener Anzeiger.
ttrldxint täglich, m!l Hui« nab»— Montags.
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Mnzeige- und Mmtsölait für den Kreis Kiessm.
Dniinerstag den 12. Nolicmdcr
Mo. *4»4.
flmtticher TheiL
Betr effen d: Den Geictzentwurf über d«e Ablösung der auf Waldungen hastenden Berechtigungen.
Das (8rvßhcrzvgliche Kreisamt
an
Gießen, den 7. November 1874.
Gießen
die Großhrrzoglichen Dürgenneistcreirn des Kreises.
ar> .JU?iLfoJ;bcrn ^ie auf alsbald - läugsteus innerhalb 8 Tagen zu berichten, welche auf eine Dienstbarkeit oder Rcallast sich arüiidenden Verccktiannaen i"r Weide, Mast, »um Bezug oder M.tbezng von Holz oder Streu, mit Ausnahme' der als Besoldung zu gewährenden Holzbczüge, etwa aus dem Ihren Ge- mdnben gehörigen Waldbodcn haften und welchen ungefähren Werth dieselben haben.
v. Röder.
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im Voraus jede Geldbelohnung
213 Wahlen definitiv bekannt, Liberalen sind bis jetzt 124, der
mds 6 Ubr, versität.
Bis jetzt sind Den gemäßigt
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versität einen Cursus über die erklärte sich dazu gerne bereit, dafür ab.
Rom, 10. November.
Nachwahlen sind 200 nöthig.
Opposition 80 Sitze zugefallen
für das Septcnuium; die Niederlage der Negierungs-Candidaten thut zur Genüge dar, daß daS persönliche Scptsnnium sich selbst dann nicht zur Geltung bringen Zann, wenn die Regierung im Bunde m:i alle» bonapartistischsn und clericalen Elementen für eö eintritt.
nicht erholt' ihre Spitzen bereiten eine öffentliche Antwort vor. — Die Königin kehrt am 21. November nach Windsor zurück; ein oder zwei Tage daraus findet daselbst die Taufe der kleinen Tochter des Herzogs von Edinburgh statt.
— Bonapartistische Blätter geben der Regierung den Rath, die gestrigen Wahlen wohl zu erwägen, da dieselben den Beweis enthielten, daß die Con- servativen nur dann siegen könnten, wenn ihre Candidaten reine Bonapartisten seien, wie es im Oise-Departement der Fall gewesen.
— Der Erzbischof von Tours, Msgr. Fruchaud, welcher aus den 11. d. eine Wallfahrt zum Grabe des heil. Martin ausgeschrieben hatte, ist an einer Lungenentzündung gestorben.
— „France" sagt, es sei die Rede von einer Heirath zwischen dem kaiserlichen Prinzen und einer Tochter der Großfürstin Marie von Rußland aus ihrer zweiten Ehe mit dem Grafen Strogonow.
— Großes Aufsehen erregt hier, daß die Königin von Holland sich auf dem Schlosse Prangins bei dem Prinzen Napoleon zum Besuch befindet.
— Gras Zabowitz ist heute gegen 10 Uhr an der Barriere du Trone angekommen, wo 2 bis 3000 Personen, darunter der österreichische Consul und der Legationsrath Graf Kuffstein ihn mit begeisterten Zurufen empfingen.
dieser erklärte, er sei bis zum Rande voll von dem Glauben an Gespenster: Forken Sie zu!"
Berlin, 10. Novenrber. Reichstag. Dritte Berathung des Gesetz-
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Hras zu Erbach-Erbach, Frhr. Ricdesel, Graf zu Erbach-Fürstenau, Frhr. , L Bibra, Graf v. Görtz, gegen jenen Antrag resp. für die Gesetze sprachen: Ministerpräsident Hoffmann, Fürst zu Solms-Lich, Gutsbesitzer Wernher, Geh. Iustizrath Wasterschleben, Prälat Schmitt, Ministerialdirectvr Frhr. v. Starck, Professor Streng.
Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag 9 Uhr statt und wird in derselben die Specialbcrathung der Kirchengesetze erfolgen.
Berlin, 9. November. Die „Voff. Ztg." schreibt: „Nach dem im September 1874 für die laufende Sitzungsperiode wegen der Gewährung der freien Fahrt an die Reichstags-Mitglieder mit dem „Verein der Privat Eisen' bahnen im deutschen Reiche" getroffenen Abkommen ist als Fahrkosten Entschä-
Kchmeiz.
Bern, 10. November. Bei der Neuwahl der Genfer Großräthe siegten antirömischen und antiorthodoxen Nadical-Liberalen gegenüber den Nadica- Independenten und Ultramontancn.
ytafien.
Studienjahre in den Räumen der hiesigen Uni- 5tnnft im Alterthum zu eröffnen. Herr Helbig lehnte jedoch
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digung ein Pauschquantum zu zahlen, welches für den ersten Monat der Fre'.- sahrtbewilliaung 30,000 Mark und für jeden folgenden angefangenen halben ; Monat 9000 Mark beträgt. Eine dreimonatliche Sitzungsperiode vorausgesetzt, ; berechnet sich die Gesammt- Entschädigung mit 75,000 Mark (25,000 Thlr.) ' Da durchschnittlich kaum 300 Abgeordnete zur Session cintreffen, so kostet das j Fahrgeld eines jeden Abgeordneten (die in Berlin und nahebei wohnenden mit» : gerechnet) die Summe von 250 Reichsmark oder 83 Thlr. 10 Sgr."
Berlin, 9. November. Die „Germania" ist durchaus unzufrieden mit bei Weise, wie der Kullmann'sche Proccß geführt ist. An die Schuld des Angeklagten will sie nicht recht glauben. Auf seine eigene Aussage legt sie fein Gewicht. Der eitle Mensch könne sich ja einer Thal rühmen, die er wirk- lich zu verüben gar nicht den Muth beseffen habe. Welcher Beweis sei vor- ; Händen, daß die Pistole geladen gewesen? Die überaus klägliche Vertheidigung hätte diesen Zweifel ganz anders ausnutzen müffen. Wenn die „Germania' irirklich an die Unschuld des Kullmann glauben sollte, so kann man ihr nur ! ben Rath ertheilen, den der alte Johnson seinem Freunde Boswell gab, als
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Enjjlmtk).
London, 9. November. Gladstone's Buch ist liberalerseits mit großem Beifall aufgeuommen worden, weil es gegenüber der römischen Kirche eine klare Politik vorzeichnet und Disraeli's anscheinendes Monopol auf die Befolgung einer protestantischen Politik beseitigt. Viele behaupten, daß die Veröffentlichung der Schrift vor den Parlamentswahlen ein wesentlich anderes Wahlergebniß bewirkt hoben würde. Die Katholiken haben sich von ihrer Ueberraschung noch
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Rom, 7. November. Wie man vernimmt, ist Professor Helbig vom deutschen archäologischen Institut vom Minister des öffentlichen Unterrichts gebeten worden, im laufenden
Entwurfs wegen Einführung des Reichsmünz-Gesetzes in Elsaß»Lothringen. Gegenüber dem elsässischen Abg. Simonis, welcher, unter Hinweis auf den Mangel an Rcichsmünzen, die Beibehaltung des Franc-Systems befürwortete, bibt der Reichs-Commistär v. Pommer-Esche hervor, daß die Regierung durch bie Sendung von 8 Millionen Mark in Gold und 420,000 Mark in Silber bkm allerdings vorbandenen Geldmangel in den Reichslanden einstweilen nach Möglichkeit abgeholfen habe; das Mark-System soll den Franc aus den Reichs landen nicht vertreiben, sondern nur eine Basis für die Berechnung der amtlichen Behörden bilden. Der Präsident des Reichskanzler-Amtes, Staatsmmi- sttr Delbrück, erklärt, daß die Regierung nach der Einführung des Gesetzes eine hinreichende Menge von Reichs-Münzen in Umlauf setzen werde. Das ,
Gesetz wird darauf in dritter Lesung ohne Special-Debatte angenommen. So-: Die Kaiserin von Rußland reist vermuthlich am 27. November ab, der Zare- bann werden die Gesetz-Entwürfe, betr. die Besteuerung des Branntweins in,witsch voraussichtlich nächsten Samstag. — Der carlistische Korrespondent den Zoll-Enclaven und die Abgaben für Branntwein in Hohenzollern in erster,des Herald telegraphtrt, daß die Belagerung von Jrun am Samstag in Folge lind zweiter Lesung ohne Debatte erledigt und für die dritte Lesung dem Ple- des Einzugs Loma'S mit 10,000 Mann aufgehoben ist. Die carlistische Arnum überwiesen. ’ tillerie war gefährdet.
Kassel, 10. November. Auf Veranlassung des Consistoriums ist jetzt — Der Erzbischof Manning bestreitet in einer öffentlichen Erwiderung
Deutfcfildllö ,WU sammtliche Excedenten in Dreihausen förmliche Crlminal-Untersuchung ein'
f * 'geleitet worden.
Darmstadt, 9. November. Des GroßherzogS König!. Hoheit haben. r r , ,
cillergnädigst geruht: am 7. l. Mts. dem zum Bürgermeister der Haupt- und? tH QFmrClU)«
Acsidciizstadt Darmstadt erwählten Großh. Hofger.-Advocaten Albrecht Ohlys PariH, 9. November. Großes Aufsehen erregt der Sieg des bonapar- dah.er die Entlastung au- der Zahl der Advocaten und Procuratoren bei dem tistischui Herzogs v. Mouchy in der Oise; die orleanistischen Jntriguen haben Hofgcrick)te der Provinz Starkenburg zu ertheilen. ifcovt ihren Zweck verfehlt und nur zur Folge gehabt, daß Mouchv 15,000
Darmstadt, lO^November. Die erste Kammer der Stände begann Stimmen mehr als beide republikanische Eandidatcn zusammen erhielten. Im in ihrer hnitigcn (22 ) Sitzung die Berathung der Kirchcngesetze. Nach drei- Drpme-Dcpartement war der Sieg der republikanischen Kandidaten ini Voraus siündlger Geueraldiscussion wurde ein Antrag von Dalwigk: Die vorliegen- sicher. Ter republikanische Sieg im Nord Departement ist eine böse Schlavve den Gesetze mit Rücksicht auf die dermalen in Preußen bestehenden Conflicte.'" ~ 1 ' < -• •
imb in Erwartung einer befriedigenden Lösung derselben einstweilen beruhen zu' iaffen, mit 16 gegen 15 Stimmen abgelchnt. Für diesen Antrag resv. geger>.
, Mt* Gesetzes Entwürfe sprachen Frhr. v. Dalwigk, Domcapitular Moufang, Fürst zu Mei'burg-Virstein, Graf zu Solms-Laubach, Frhr- v. Wambolt,
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