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Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mir flut- nahm« Sonntag-
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Mnzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Hiessen.
Ke. «N Dienstag den 12. Mai
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Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Röder.
v.
unbeantwortet bleiben werden.
Gießen, den 24. April 1874.
Bekanntmachnng
Be'rrffcnd: Gcsuch um Entlastung von Soldaten vor beendeter T ienstzcit sowie Gesuche um zeitweise Beurlaub ungin von Soldaten.
'Eches Mchen ai ro{m? sagt die bxpg
s- Mettenheimer.
^absichtigcn einen zu erdienst geeignete
um anzustellen in
Derber auf unsere Abdruck:
Veranlaßt durch eine große Zahl von Gesuchen um zeitweise Beurlaubung oder um Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit, welche fast ?ner Gaswer! täglich unmittelbar bei dem Commando der Großherzoglichen Division eingereicht werden, hat uns dasselbe ersucht, die Bestimmungen über den bei solchen ] Gesuchen einzuhaltenden Jnstanzenzug in Erinnerung zu bringen und deren Kenntniß und Beachtung möglichste Verbreitung zu verschaffen. Wir beauftragen kleiner araui Sie daher, die nachstehenden Bestimmungen durch die Kreisblätter zur allgemeinen Kenntniß zu bringen.
auf „Minor Für die Behandlung von Gesuchen um Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit sind zunächst die Vorschriften im § 188 der Militär-Ersatz- ein Halsbar Instruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 (Regierungsblatt von 1868 Seite 521 j maßgebend, wonach dergleichen Gesuche nicht bei einer avirten Nam^Militäibehörde, sondern bei den betreffenden Civilbehörden anzubriugen sind. Die Civilbebördeu, welche diese Gesuche anzunehmen haben, sind die Groß- itt" in Gönne:rherzoglichen Bürgermeistereien, welche über jedes Gesuch dieser Art ein Protokoll nach dem hierfür rorgeschriebenen Formular (conf. Ausichreibcn vom ödtetn auf h ^4. October 1868 zu Nr. M. d. I. 11,339) aufzunehmen und solches mit Fragenbeantwortung und Begutachtung an das ihnen vorgesetzte KreiSamt einzu- entlaufen. senden haben. Das Kreisamt übersendet sodann die Verhandlungen, nachdem es erforderlichen Falles deren Vervollständigung veranlaßt hat, mit seinem Gut- t solchen'geg »stchten und unter Beifügung eines Gutachtens des betreffenden Landwehr-Bezirks-Commando's an das Civilmitglied der Großherzoglichen Ersotzbehörde dritter die ssrpernti- 'Instanz, von welchem hierauf bezüglich derjenigen Gesuche, die nicht wegen Mangels gesetzlicher Begründung sofort zurückzuweisen sind, mit dem Commando 's abuilwfmt. der Großherzoglichen Division zur gemeinschaftlichen Entscheidung in Benehmen tritt. Gesuche um Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit, welche 1---auf anderem Wege an das Commando der Großherzoglichen Division gelangen, können, so lange das erwähnte Verfahren nicht eingehalten worden ist, keine
. 7 H Wir sind beauftragt, das nachstehend abgedruckte Ausschreibeu Großherzoglichen Ministeriums des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter vom !r-Ntaü üon11 ßC'U 10. April 1872, welches wir bereits früher zur öffentlichen Kenntniß gebracht haben, wiederholt zu publiciren.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden hierauf ganz besonders unter dem Anfügen hingewiesen, daß Gesuche der rubricirten Art, welche nicht auf dem vorgeschriebenen Wege befördert, insbesondere bei dem Commando der Größtmöglichen (25.) Division direct eingereicht werden sollten, künftig
»Stellung
les Kronprinzen o
Berücksichtigung finden.
Gesuche nm.zeitweise Beurlaubung von im activen Dienst stehenden Soldaten sind stets an das betreffende Regiments-, beziehungsweise Truppcn- Commundo zu richten, wie bereits in unserem Ausschreiben vom 26. October 1869 (Nummer 19 des Amtsblatts) bemerkt und der darin enthaltenen Weisung gemäß in den Kreisblättern bekannt gemacht worden ist. Werden statt dessen dergleichen Gesuche unmittelbar bei dem Commando der Großherzoglichen Division eingereicht, so haben die betreffenden Bittsteller es sich selbst zuzuschreiben, wenn dieselben unberücksichtigt bleiben.
Da die Mehrzahl der bei dem Commando der Großherzoglichen Division unmittelbar einlangenden Gesuche um Entlassung von Soldaten vor beendeter Dienstzeit oder um zeitweise Beurlaubung von den betreffenden Bürgermeistereien beglaubigt oder befürwortet sind, so wollen Sie insbesondere auch den Großherzuglichen Bürgermeistereien die vorstehenden Bestimmungen zur sorgfältigen Beachtung in Erinnerung bringen und dieselben zugleich anweisen, bei jeder sich ihnen darbiereuden Gelegenheit die Betheiligten wegen des bei Gesuchen der mehrerwähnten Ärt einzuhaltenden Geschäftsgangs geeignet zu belehren t Gießen, am 9. Mai 1874.
Betreffend: Kostenoerznchnisse vom 1. Quartal 1874 wegen Beilreibung der Communalintraden.
an
Röder.
v.
politischer Theil
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die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Allendorf a. b. Lahn, Allendorf a. b. Lumda, Alt-Buseck, Annerod, Bersrod, Daubringen, Eberstadt, Ettingshausen, Hausen, Lieh, Btainzlar, Münster, Rödgen, Trohe und Wieseck.
Wir erinnern Sie an die Einsendung der rubricirten Kostenverzeichniffe binnen 8 Tagen.
Ischen R^hes . mark 30,000 rark 15.00<» tO.OOO
6,000
5,000
4.000 3 ,«,000
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rbvri!osungsbesiimmuDf Conjectural - Politik. eher schwächer als stärker geworden ist. Je mehr die Zeit vorrückt, desto mehr
er° . ied* Früher oder später sei ein Krieg Deutschlands und Frankreichs unver- beruhigen sich die durch den Krieg in ungewöhnlichem Maße erregten Leiden- Wird auf Verlag mMjä), sagte der Earl Derby im englischen Oberhause, aber er hoffe, dieser schäften, desto mehr tritt eine ruhige Erwägung treten die zahlreichen Jn-
। 1 traurige Fall werde „später" eintreten. Ist es möglich, von so hervorragen- teressen, welchö ein wohlhabendes und auf einer hohen Stufe der wirthschast-
l Th der Stelle aus etwas Oberstächlicheres zu sagen? Man glaubt in diesen Wor- licheu Cultur besindliches Land für die Erhaltung des friedens hegen muß, in
loil de8|,,r ten ein Cikat aus den Gesprächen politischer Kannegießer oder Weißbierphilister dkn Vordergrund. Dem Naturge,ctze der Bewegung folgend, wird di- Erre-
zu hören. Lord Derby hat die Lords wie Kinder behandelt, deren unbequemen gung von der Abspannung und diese von dem Wunsche nach jener Ruhe, bte
» Fragen er niebt besser auszuwcichen vermochte, als indem er ihnen ein Mär- e'lle Vorbedingung des Behagens ist, abgelöst, was freilich die fortdauernden
chen erzählte mit dem klassischen Schluß: „Uud wenn sie nicht gestorben sind, Agftationen einer größeren Anzahl von Exaltados nicht ausschließt. Nach allen
leben sie noch heute." Seine Worte klingen außerordentlich beunruhigend und äußeren und inneren Kämpfen bcstndet fich Frankreich zur Zeit im Zustande
, sind doch unendlich harmlos. Graf Moltke, auf dessen Aeußerung im deutschen ^cr Abspannung. Außerdem dürfte noch auf lange hinaus seine Aufmerljamket
- < Reichstag der Interpellant Earl Ruffel Bezug nahm: „Deutschland werde, durch di- weitere Entwickelung seiner inneren Zustände in Anspruch genommen
was cs in einem halben Jahre errungen habe, ein halbes Jahrhundert mit werden.
V*<<< M ten Waffen in der Hand vertheidigen müssen", drückte sich denn doch etwas> Ein Provisorium, und sei es das Septennat, ist nicht im Stande, die (I 1”* Zeitll' teutlicher und präciser aus. Und in Wirklichkeit erschöpfte des deutschen Stra- Kräfte des Landes für ein gewaltiges, die opferwillige Theiluahme Aller bedin-
tzgs ZI legen Aeußerung die durch den siegreichen Krieg mit Frankreich geschaffene gendes Unternehmen, wie es ein Krieg mit Deutschland wäre, zusammen zu
^StistuNS Situation, während die lange Auseinandersetzung des Earl von Derby nickts fassen. Wer alle Aufmerksamkeit daraus richten muß. die Balance zu erhalten,
Jtii', enthielt, als müßige Conjectural-Politik, die ein Staatsmann von dieser Be- ist wenig geeignet zur Aggressive. Und allmälig rückt die Zeit vor, die alle
n deutuug wohl den politischen Dilettanten überlassen könnte, — wenn er n!cht, Wunden heilt; auch die durch den Krieg geschlagenen werden vernarben. Eine
„(tijlft wie das hier geschehen, durch die interpellirenden Lords dazu gezwungen wird, neue Generation wird nach und nach an die Stelle derer treten, die so laut
' Lbiiiüi t die neingierigen Kinder durch ein Märchen abzuspeisen. den Revancheruf erhoben. Mit jedem Jahr, das seit dem Friedensschluß des
■Iirt wf016™ ' I Tie Frage des Revauchekrieges steht allerdings noch immer auf der poli- besiegten Frankreichs vergangen, ist die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges tischen Tagesordnung Europas und völlig dürste sie von derselben so bald nicht geringer geworden, mit jedem neuen Jahre wird sie geringer werden, wenn sich verschwinden. Allein dem Beobachter der politischen Verhältnisse dürfte es nicht die Tinge, — was freilich schwer vorherzusehen, doppelt schwer, bei einer so [2# entgangen sein, daß der französische Revanchedurst während der letzten Jahre incommensurablen Nation, wie die französische, in naturgemäßer Weise ent-


