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Deckung der Januar - Verbindlichkeiten bestimmt.

Penang, 6. Januar. Kratons. Das Bombardement

oder Sagunt, wie die Stadt sich vor einigen Jahren im Andenken an ihre frühere geschichtliche Größe wieder officiell genannt hat, vor Kurzem durch eine an das trojanische Pferd erinnernde Kriegslist erobert ein Trupp Carlisten hatte die Postwagen auf der Landstraße beseht und fuhr als Pasiagiere un­beachtet in die Stadt hinein, welche dann durch Ueberrumpelung genommen

fljien.

Die Holländer sind in dem Schußbereiche des hat am 3. d. begonnen und wird fortdauern, Einem Gerüchte zufolge herrscht die Cholera

de Lomenie in die französische Akademie statt. Derselbe hielt eine lange Rede, in welcher er sich sehr belobend über Guizot und Thiers auSsprach; sie fand großen und lärmenden Beifall. Die Aufgabe de Lomenie's bestand darin, Me- rimöe, seinen Vorgänger, zu beloben. Am Schlüsse äußerte er, daß, wenn man vielleicht sagen könnte, die heutigen Franzosen seien nicht so viel Werth, als ihre Voreltern, sie dahin streben müßten, ein Geschlecht zu erziehen, das mehr werth fei, als sie selbst.

Paris, 9. Januar. Bei dem gestrigen Empfang der neuernannten Cardinäle und Aushändigung der Cardinalshüte durch den Marschall-Präsiden-^ te» Mae Mahon betonte der päpstliche Nuntius Erzbischof Chigi in seiner An- spräche, daß der Papst mit seiner Cardinals-Erhebung die Bande der Freund­schaft zwischen Frankreich und dem päpstlichen Stuhl habe fester knüpfen wollen. Der Erzbischof von Cambrai hob hervor, die Bischöfe seien in der Ausübung ihrer Pflicht der Politik vollständig fremd; dieselben wollten nur mit ihrer heiligen Mission der moralischen Ordnung ihre Unterstützung verleihen ; treue Grundsätze:Gott zu geben, was Gottes," hätten sie nicht verfehlt, dem Kai­ser zu geben, was des Kaisers. Der Erzbischof von Paris beklagte die Leiden und Schicksale des Papste-, der keinen anderen Ehrgeiz kenne, als wie ihn die Ersten der römischen Bischöfe hatten, die für Gottes Sache das Leben ließen; es sei fast undenkbar, daß man nach achtzehn Jahrhunderten die Kirche in der friedlichen, civilisirenden Mission hindern wolle. Mac Mahon dankte dem päpstlichen Nuntius für die dem französische Clerus in zweien seiner hervor­ragendsten Prälaten erwiesene Ehre. Der Papst kenne Frankreichs Zuneigung für ihn und seine Leidens-Proben; die Sympathie deS Papstes habe Frankreich in seinem Unglück niemals gefehlt, er begleite auch die jetzige Negierung bei ihrem friedlichen Regenerations-Werke mit seinen Gebeten. Sch an die beiden Erzbischöfe wendend, sagte Mac Mahon, der französische Clerus könne seine Friedens-Mission am besten erfüllen, wenn er über allen politischen Kämpfen und Agitationen erhaben bleibe.

Türkei.

Konstantinopel, 8. Januar. Von

Schweiz.

Bern, 10 Januar. Gestern Nachmittag wurde Bonsol im Jura wegen Herausforderung der liberalen Katholiken durch Fanatiker von einer Infanterie- Compagnie besetzt. Die Anstifter sind verhaftet.

Frankreich.

Lokal-Notiz.

Gießen, 11. Januar. Bei der gestrigen Neichstagswahl in hiesiger Stadt erhielten Freiherr Adalbert von Rabenau 921 Stimmen, Herr Liebknecht 88, Herr Dom- capttular Moufang in Mainz 25 und Herr Bürgermeister Vogt 1. Stimme. Es list dieS ein sehr erfreuliches Resultat gegen die früheren Wahlen und hat die Bürgerschaft gezeigt, daß wenn Gefahr im Verzüge, auch sie am Platze ist. Zu bedauern war nur, daß die Wählerlisten so unvollständig aufgeste'stellt waren und sollte man der Aufstellung derselben doch die Steuerltsten zu Grunde legen, worin gewiß Niemand vergessen ist.

--In Wieseck stimmten 101 Wähler für Rabenau und 44 für Liebknecht.

--Nach dem amtlichen Personalbestände, hat sich die Frequenz der Zuhörer an der hiesigen Universität im laufenden Semester gehoben bis auf 365, wovon 27 als Personen rei­feren Alters ohne Jmmatriculation die Vorlesungen besuchen. Von den Jmmatriculirten wid- men sich der Theologie 11, Jurisprudenz 73, Medicin 74, Thierarzneikunde 12, Cameral- Wissenschaft 5, Architectur 7, Forst-Wissenschaft 21, Mathematik 18, Philosophie und Philologie 61, Pharmacie und Chemie 56.

wurde und einige Tage besetzt gehalten. Nach dem Kampf schändete Cu' cala den errungenen Erfolg durch die Erschießung von sechszehn gefangenen Freiwilligen.Diese Barbarei," sagt ein republikanisches Blatt,hat die Be­wohner der Gegend mit Entrüstung erfüllt und dem Bürgerkriege dort einen Charakter aufgedrückt, den er bisher nicht hatte. Die Schuld fällt aus die Banditen wie Cucala, die unter einer politischen Fahne auf Raub, Plünderung und Mord ausgehen, und die es leicht dazu bringen können, daß die Carlisten wie tolle Hunde, wie wilde Bestien verfolgt werden." Cucala wird als das würdige Seitenstück zu dem scheußlichen Priester Santa Cruz geschildert.

Alicante, 9. Januar. Vor Cartagena ist das Feuer seit gestern leb­hafter ; die Belagerten erwidern entsprechend. Ein Angriff der Belagerer auf San Julian wurde mit Verlust abgeschlagen.

England.

graphisch gemeldet:Der Großvezier hat den Khedive von Aegypten brieflich aufgefordert, die Suezcanal-Compagnie zu veranlassen, daß dieselbe sich binnen drei Monaten dem von der internationalen Commission empfohlenen Arrange-

bis die Atschtnesen sich ergeben.

immer noch sehr stark im holländischen Lager.

hier wird derTimes" tele-

Spanien

Madrid, 8. Januar. Der Straßenkampf in Zaragoza, welcher be­kanntlich acht Stunden gedauert hat, muß ziemlich blutig gewesen sein, wenn die Angabe sich bewahrheitet, daß dort und in Valladolid msgesammt 200 Mann getödtet und verwundet worden seien; denn in Valladolid war der Aus rubr schnell und leicht unterdrückt. Auch sollen die Truppen in Zaragoza 200 Gefangene und 7 Kanonen erbeutet haben. Als Anstifter der Empörung gelten einige aus Madrid gekommene Abgeordnete, welche im Einverständmffe mit dem Gemeinderath die Freiwilligen zum Kampfe gegen die gewaltthätige Regierung aufriefen. In Madrid ist es glücklich gelungen, allen Aufständischen vorzubeu- gen. Wohl hat sich das Gerücht verbreitet, daß ein Theil der Freiwilligen

direct zu dementiren wagt. Cardinal Rauscher ist allen Ernstes aufgefordert die Waffen ergreifen wollte; der General-Capitän Pavia aber ließ sofort alle worden , sich nach Rom zu begeben, um dort, ähnlich wie einst Msgr. Dar- wichtigen Punkte der Stadt besetzen und die Ruhe blieb ungestört. In einem boy, Erzbischof von Paris, sich beim heiligen Vater persönlich gegen die Be- Privathause wurde eine größere Menge Gewehre und Munition in Beschlag schuloigungen zu verantworten, welche ob seiner angeblichen Lauheit von den genommen.

Eiferern nach dem Vatican getragen worden sind. Wie es scheint, empfindet^ Madrid, 10. Januar. Der Carlistenführer Cucala hat Murviedro der bejahrte Kirchenfürst nur sehr wenig Behagen an dieser Winterreise, die denn auch bis auf Weiteres unvollzogen bleiben wird.

Paris, 6. Januar. Man kennt jetzt endlich daö Rundschreiben des Ministers Fourtou, worin derselbe die französischen Bischöfe auffordert, sich, in so fern es das Ausland betrifft, einer etwas gemäßigteren Sprache zu beflei­ßigen. Herzog Decazes halte bekanntlich dessen Veröffentlichung im officiellen Blatte verlangt, sie aber nicht durchsetzen können, weil die übrigen Minister befürchteten, daß man sonst der Geistlichkeit vor den Kopf stoßen werde. Da t wegen des Auslandes die Veröffentlichung des Schreibens aber unumgänglich nothwendig war, so ließ man der Times das Schreibenaus Rom" kommen, indem man die Agentur Havas beauftragte, daffelbe sofort mit der Bemerkung, daß die Times es aus der italienischen Hauptstadt erhalten habe, an die Zei-. London, 8. Januar. Aus Cape-Coastcastle wird vom 18. December tungen zu senden. Wie gefällig die heutige französische Regierung der Geist-gemeldet, daß die Engländer eine Brücke über den Prahfluß geschlagen haben, lichkeit und besonders dem päpstlichen Rom gegenüber auftritt, geht übrigens deutlich daraus hervor, daß sie bei der Besetzung des Bischofssitzes von Autun dem Papste drei Candidaten in Vorschlag gebracht hat, nämlich den Abb6 Besson, Vorsteher des kleinen Seminars von Besanyon, den. Abbe Fonteneau, General-Vicar von Bordeaux, und den Abb6 Belleville, während das Gesetz will, daß sie einfach den Bischof ernennt, welchen dann der Papst bestätigt, v. Broglie selbst ist in seiner Unterwürfigkeit Rom gegenüber so weit gegangen,

bafi e°r frinn ®n!ber,be.^Ä"n CaUeZ Wctauni heutigen Abb, ment in Betreff der Zollerhebung stge; geschehe bas nicht so werde die Com- de Broglie, von der Kandidatenliste für Autun streichen ließ, weil man ihm pagme auf den ursprünglichen Zollsatz von 10 Fr. für bte Tonne, berechnet mitgetheilt, daß er eine dem Papste gerade nicht sehr angenehme Person-«ack dmr Brutto-Tonnengehalt, zmuckkommen müssen.

lichkeit sei. Konstantinopel, 8. Januar. Die Regierung hat gestern ein Por-

DariS 8. Januar. Heute fand die feierliche Aufnahme des Herrujschnß-Geschäft über eine Million, welche nach einem halben Jahre zurückgezahlt ......... r ,r - -*- r und mit 18 pCr. verzinst werden soll, abgeschlossen. Die Summe ist zur

Zur gcfl. Beachtung.

Portotarife der Kaiserl. Post mit An­gabe sämmtlicher im Umkreis von 10 geo­graphischen Meilen um Gießen belegenen Postan­stalten sind in der Erped. d. Bl. a 6 fr. pr. Stück zu haben.________________________________

Mckbt kölnisches Wasser

von Jean Maria Farina.

Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl- per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Farina in Köln.

R [(gemeiner Anzeiger.

Die Bäuerische Stiftung,

Hospital für Augenkranke, Krebs- und Knochenfrafileidende, wird den 5. Januar 1874 eröffnet und können von dieser Zeit an Kranke ausgenommen werden. Unbemittelte,

unentgeltlich.

Gießen, Wilhelmsstraße.

Administrator:

K. D o r n s e i f f.

Arzt: Dr. Winther.

nach vorhergegangener AnmeN^ung,