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Preis vierteljährig 1 ft 12 ft. u;t Brtngerlohn. Durch die (Soft bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.
Gicßmrr Alytiger.
Ericheint tttflllch, mit AuS- nähme MontagS.
Expedition: Lanzletbera,
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Mnzeige- und Mmtsölatt für den Kreis Kiessen.
Donncrstag den 10. September
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die altkatholische Reform aus.
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^jt §üWs ' Dank dafür werden heute die Katholiken von dem dümmsten der niederbaverl-
Schulte erwiedert.
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glücklichen Rettung, Rückkehr ausdrücken
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scheu Reptilienblätter, dem „Kurier", als „finstere Brut", als „Verräther und Feinde des Vaterlandes" geschmäht und „schmachbedeckt der allgemeinen Ver-
Deutschland.
Friedberg, 8. September. Der Deutsche Kaiser wird Freitag, Abends 6 Uhr, hier in Friedberg eintreffen und Gast des hier in seiner Sommerresidenz weilenden Großherzogs von Hessen sein. Samstag den 12. d. wird Se. Majestät mit großem Gefolge und sämmtlichen fremdhcrrlichen Officiercn den Manöver» der 21., 22. und 25. Division anwohnen, Nachmittags die große Parade abnehmen und uns Sonntag früh wieder verlassen. Der Deutsche Kronprinz mit hohem Gefolge bezieht Hauptquartier in Bad Nauheim, dessen Kurhaus-Räumlichkeiten eigens zu diesem Besuche hergerichtet. Die Manöver, die bedeutendsten aller bis jetzt abgehaltenen, drei Divisionen, dürften gewiß bedeutende Zuschauermengen herbeilocken; sie endigen am 12. d mit einem Gesamnltangriff auf Friedberg. Bereits sehen wir Officierc aller Herren Län-
Freiburg, 7. September. Heute Vormittag fand die zweite Delegir- ten-Versammlnug statt. Es wurde beschlossen, zur Ausführung des schon auf dem Kölner Congrcffe gefaßten Beschlusses ein deutsches Central-Comitü mit der Ausgabe zu bilden, das Bedürfniß belehrender Vorträge über Wesen und Ziele deö Altkatholicismus allerorten wahrzunehmcn, geeignete Maßnahmen für eine organisirtc Mission zu treffen und zu dem Zweck einen Fond aus freiwilligen Beiträgen zu gründen. Als Mitglieder dieses Comitüs wurden mit dem Rechte der Cooptation gewählt die Professoren Cornelius Huber, Meßner, Zirngibl und Friedrich (München.) Ferner wurde beschlossen, daß, obwohl die Fragen der kirchlichen Organisation und Reform der alljährlich zusammentre- renden Synode zur Berathung und Beschlußfassung znstehen, auch fernerhin Congresse stattfinden sollen, denen hauptsächlich die Aufgabe zufällt, über die Mittel zur Ausbreitung und Befestigung der altkatholischen Bewegung Beschlüsse zu fassen. Das Präsidium des gegenwärtigen Congresses wurde ermächtigt , nach Anordnung des Central - Comitös in Köln und München Zeit und Ort des nächstjährigen Congresses zu bestimmen und bekannt zu machen. Demnächst theilt Schulte drei Zuschriften mit, die eine vom Ausschuß des deutschen Protestanten-Vereins mit einer Einladung zu dem im September zu Wiesbaden stattsindenden Protestantentage, die andere vom evangelischen Vürgerverein in Creseld mit Zustimmungserklärung zur altkatholischen Bewegung, die dritte von dem Bischof von Winchester, der sich mit Krankheit entschuldigt, die ihn verhindere, der Versammlung beizuwohnen. Schulte bittet, dem Decan von Chester den Dank des Congresses zu übermitteln. Vor Schluß der Sitzung hält Marchese de Gonzaga aus Mantua eine warme sympathische Ansprache an den Congreß, wofür Schulte den Dank der Versammlung aussprach. Die Schlußrede hielt Schulte. Er sagte darin: „Es ist unsere Absicht, alles, was sich Fremdes und Ungehöriges an den Katholicismus angeheftet hat, ab- zustreifen, alles Wesentliche und Wichtige beizubehaltcn, aber auch alles Ntcht- wesentlichc und Nichtwichtige nicht unzeitig abzustreifen, sondern mit voller Ruhe und Besonnenheit vorzugehen. Einreißen geht sehr schnell, nicht so das Aufbauen Wenn man zur Mitte kommen will, muß man zunächst zum Anfang kommen. Wir sind kein destructives Element. Wir wollen ein ernstes, festes, religiöses Leben beibehalten, unsere Reformen nicht überstürzen, unseren seitherigen Boden nicht verlassen. In diesem Geiste möge Jeder für seinen Theil mit besten Kräften sortwirken, was um so nöthiger ist, als es statt Männer viele erbärmliche Kerle gibt, die jeden Kampf scheuen." Der Redner bringt ein Hoch dem Bischof Reinkens, welcher dies mit einem Hoch auf
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Asseln.
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Dem Kirchliches I Verweigert Ihr das Geläute der Glocken zu Ehren unserer für das Vaterland gefallenen Soldaten, so verweigern wir Euch das Geleite der Soldaten bei Euren kirchlichen Prunkfcstcn. Verwehrt Ihr den braven Kriegern an ihrem Ehrentage den Klang der Glocken, so werden wir Euch künftig nicht einmal mehr eine Kinderkanone schenken für den Guß Eurer Glocken ! Ist es nicht ein wahrer Scandal? Zuerst bettelt Ihr da und dort im Lande, daß Euch der Staat Kanonen schenke für den Guß Eurer Kirchenglocken, und wenn Euch der Staat dieses kostbare Metall, welches seine Soldaten mit ihrem Blut und Leben erobert haben, geschenkt hat, dann verweigert Ihr es, daß dieses Metall, zu Glocken umgewandelt, seinen Schall zu Ehren dieser braven Helden ertönen lasse. Das ist abscheulich oon Euch."
Freiburg i. Br., 7. September. In der heutigen zweiten Delegirten- : Sitzung des Altkatholiken - Congresses wurde ein Central-Comite für altkatho-
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Deflerreich.
Wren, 6. September. Der Kaiser hat gestern, gleich nachdem er die Nachricht von der Rückkehr der österreichischen Nordpol-Expedition erhalten hatte, an den Schiffs-Lieutenant Wevprecht und den Ober-Lieutenant Payer nach Vardoe ein Telegramm abscnden lasten, in welchem der Kaiser der österreichi
schen Nordpol-Expedition, ihrem Führer und Leiter feine Glückwünsche zu deren sowie seine Befriedigung und lebhafte Freude über ihre
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Spanien.
Madrid, 8. September. Die Gesandten Deutschlands und Oester-
hieher zurückkebren wird., _
München, 6. September. Die Sedanfeier wirft jetzt ihre Schlagschatten auch nach rückwärts. Das bekannte „Bayer. Vaterland" bringt die erstaunliche Mittheilung, daß der Pfarrer und der Vorstand des katholischen Kasinos zu Reichenhall bei der Sedanfeier den „Reichszipfel" heraushingen, und bemerkt dazu: „Bravo, Herr Pfarrer!!! Vortrefflich, wackerer Vorstand eines katholischen Kasino! 1! Beide stehen auf der Höhe der Zeit!" Dasselbe Blatt schreibt weiter: „Landshut ist nicht die letzte unter den Städten, wenn cs gilt, deutsch-dumm zu sein. Während München bereits den Sedan- jchwindel mit kalter Verachtung von sich wies und nur toenige von der Preußenseuche unheilbar Befallene ihre Häuser bezipfelten, gab es in Landshut noch diel Katholiken, welche sich hergaben, durch Heraushangen von Fahnen ihre eigene Kopflosigkeit kundzugcben, und Mitglieder des katholischen Kasinos be theiligten sich sogar an dem Preußenfcst auf dem Bernlochnerkellcr! Zum
oer Veh unsere - Vertreter W stellt, jedoch vet ist unser schlichte ige, der sich durL rt hat.
ichten und Huldi- Diefe 4 „ch iwckmls , auf m nt«t=
schließt sich ein großartiges Officiers-Pferde^Rennen bei Bad Nauheim an, ent weder am 12., wahrscheinlicher am 13.
Berlin, 8. September. Die „Nordd. Atlg. Ztg." dementirt das Gerücht über die Wiederbcsetzung des landwirthschaftlichen Ministeriums. Soweit den amtlichen Kreisen bekannt, sei von einer solchen Wiederbcsetzung keine Rede. Alle aufgestellten Candidaturen seien in das Gebiet der Conjccturen zu verweisen. — Prinz Friedrich Karl reift morgen zur Truppen-Besichtigung nach Straßburg ab.
Posen, 7. September. Der Decan Rzemiewski hat gestern in der Kirche von Wlosciejcwski bei 1'ions Namens des apostolischen Delegaten die große Excommunication über den Probst Knbeczak ausgesprochen.
Hornburg, 8. September. Die Brigademanöver sind gestern beendet worden und kehrte der Kronprinz des deutschen Reiches Nachmittags hierher zurück, wo er im „Hotel Dummler" übernachtete. Heute haben die Truppen Rasttag. Der Kronprinz wird in den Stunden von Vormittags U bis 1 Uhr Landstuhl resp. die Burg Sickingen besuchen und daselbst ein von dem Com- merzienrath und Reichstags-Abgeordneten Stumm dargebotencs Frühstück ein nehmen. Am Nachmittag wird Zweibrücken besucht.
Dresden, 7. September. Das „Dresd. Journ." bestätigt, daß der König von Sachsen in Folge einer Einladung des Kaisers von Oesterreich am Mittwoch zu den Manöver« nach Böhmen reist und am Donnerstag von dort
September. Der Congreß der separatistischen Internationalen ist gestern zusammengetrcten. Die Betheiligung ist eine sehr geringe. Kaum 50 Theilnehmer sind anwesend Die zweite Versammlung findet heute
der, welche unsere so plötzlich in ein Kriegslager umgeschaffcne Gegend durch- lisch« Mission und zur Organisirung von Vorträgen gebildet, dessen Sitz in streichen, mit größtem Eifer den Brigade- und Divisions - Manöver« folge«.!München ist. Sodann wurde eine Einladung des Protestanten - Vereins zum DaH hier in unsere«! so echt und gut deutsch gesinnten Städtchen Alles auf-'Wiesbadener Protestanten-Tage verlesen. Der Herzog Gonzaga (Manina) geboten wird, um unser« Wilhelm zu empfangen, können Sie sich denkens und Professor Mavor (Cambridge) drücken die Sympathieen ihrer Länder für Friedberg wird sich seines erhabenen Gastes bewußt zeigen. Den Manöver« -----
achtung preisgegeben."
München, 6. September. Der „Deutsche ^riegerbund München' bat folgende Resolution gefaßt: „Der anläßlich der Scdanfeier am 2. Lep tember 1874 zum Generalappell angetretene „Deutsche Kriegerbund München spricht in der Erwägung, daß die katholischen Pfarrämter von München das Geläute der Kirchenglocken zur Enthüllung des Denkmals für die auf dem nördliche« Friedhöfe ruhende« 300 deutsche« Krieger verweigert haben, während sie das kirchliche Geläute bei anderen Anlässen, wie beispielsweise der Eröffnung von Jahrmärkten, gegen Bezahlung anstandslos gestatten, Namens der tobten Kameraden dieser Priesterschaft seine tiefste Entrüstung aus und erklärt sie unwürdig der Opfer an Blut und Leben, welche die deutschen Krteger auch für sie gebracht haben." n
München, 7. September. Der liberale „Bayer. Landbote" verlangt beute in einem Leitartikel Repressalien an den katholischen Pfarrern wegen Verweigerung des Glockengeläutes bei der Sedanfeier. Diese Repressalien sollen darin bestehen, daß die weltliche Regierung es künftig nicht mehr gestatte, daß weltliche Beamte und das Militär an einem kirchlichen Aufzuge, z. B. an^dem ^rohnleichnanistage, Theil nehmen. „Haust Du mein Weltliches, hau ich
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