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in Uebereinstimmung mit dem bei der französischen Gesandt-
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ker'jche Antrag, für die Verfügung zur zwangsweisen Nachholung der Impfung eine Geldstrafe eintretcn zu lassen, und eine Resolution betreffs beschleunigter Einrichtung eineS ReichS-Gesundheitsamtes zur Ueberwachung des Impfwesens, angenommen. Nächste Sitzung Mittwoch.
Berlin, 9. März. Der „Reichs-Anzeiger" macht die Mittheilung, daß der Kaiser heute zum erstenmale wieder eine Ausfahrt in geschloffenem Wagen machen konnte.
Trier, 9. März. Heute wurden die Profefforen aus dem Priester- Seminare auSgewiejen und das Gebäude polizeilich geschloffen.
Frankfurt, 9. März. In Bezug auf die schleswig-holsteinische freiwillige Anleihe von 1864 theilt man uns Folgendes mit: Die im Jahre 1864 durch daS jchleSwig holsteinische Finanz-Departement ausgegcbenen Schuldscheine (in Abschnitten von 50, fO und 5 Thalern) werden schon seit einigen Monaten in Hamburg zurückbezahlt. Viele Derjenigen, welche sich für die schleswig- holsteinische Sache interessirtcn, haben damals dergleichen Scheine erworben, und zwar hauptsächlich durch die Vermittelung der zu jener Zeit bestehenden schleswig-holsteinischen ConütoS, die sich mit der Ausgabe dieser Schuldscheine befaßten. Das hiesige Comitv hat zwar durch eines seiner Mitglieder die ihm bekannten Bezieher von der Rückzahlung unterrichten lassen, in vielen Fällen, und namentlich in denen, bei welchen eö sich um ganz kleine Beträge handelt, sind die Namen aber nicht notirt. Wir machen daher die Besitzer solcher Schuldscheine darauf aufmerksam, bemerken aber ausdrücklich, daß dieselben
nur in Hamburg bezahlt werden.
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Der Präfekt der Hautc-Vienne hat eine Verordnung erlassen, der zufolge auf den Kirchhöfen ohne besondere polizeiliche Erlaubniß'keine Leichenreden mehr gehalten werden dürfen. Die Maßregel wurde ergriffen, weil die Civil- Leichcnbegängnisse in diesem Departement zunehmen und die Geistlichkeit deshalb auf das Ergreifen von Maßregeln drang.
— Aus Ajaccio den 4. März wird gemeldet: „Unser Maire, ?»err For- ciuli Eonti, ist mit seiner Gattin nach Chiselhurst abgereist. Andere angesehene Einwohner der Stadt und der Insel werden ihnen folgen."
Paris, 8. März. Gutem Vernehmen nach hat der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Herzog v. Decazes, ' " ""
Kriegsminister beschlossen, einen Militär-Attachü schäft in Bern zu ernennen.
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Pesth, 9. März. Gestern fanden in Neu»Pesth gelegentlich der Beerdigung eines Metzgers, der sich im Gefangniß selbst entleibt hatte, tumultuöse Scencn statt, veranlaßt durch ein Gerücht, wonach der Selbstmord in Folge von Mißhandlungen Seitens der Stadt-Panduren geschehen sein sollte. Eine große Menschenmenge schleppte die Leiche vor das Gemeindehaus und bewarf dasselbe mit Steinen. Auf dem Friedhöfe wiederholten sich ähnliche Scencn. Einschreitende Panduren wurden mit Steinwürfen verjagt. Abends belagerte die Volksmasse das Gemeindehaus und erbrach die Thüren und Fenster. Die Polizei * Soldaten gaben schließlich Feuer und wurden 4 Menschen getödtct, mehrere schwer verwundet. Nachts wurde Militär requirirt.
JranfuctcO.
Pari-, 7. März. Aus Foix, 4. März, wird gemeldet: „Unser sonst so ruhiges und trautes Städtchen ist seit gestern der Schauplatz einer großen Aufregung. Der neuernannte Maire hatte in hiesiger Stadt noch kein volles Jahr sein politisches Domicil. Einige Gcmcinderäthe verlangten die Wahllisten einzuschen und sanden, daß der Name des neuen Maires fälschlich eingetragen war. Die ehemalige Municipalitär zwang den Polizei-Eommiffär, ein Proto koll darüber anfzunehmen, und die Sache wurde sofort dem öffentlichen Ministerium angezeigt."
- Die „Preffe" gratulirt den Engländern zur Einnahme von Cumassi, und knüpft daran einen Artikel, der seiner ganzen Länge nach nur aus übereinstimmenden Freundschaftsversichernngen für England besteht. — Das „Journ. de Paris" hat herausgefuuden, daß die Deutschen sich über das Projcct, in Paris im Jahre 1875 eine Ausstellung zu eröffnen, lebhaft ärgern. Warum? „Weil sie nun nicht mehr im Stande sind, zu behaupten, daß wir den Krieg wollen." ES muß auch solche Käuze geben I
Paris, 7. März. Gestern hat ein Beamter des Ministeriums des Innern die Redactionen sämmtlicher Pariser Zeitungen besucht, um sie zu ersuchen, in ihren Artikeln über Deutschland sich in jeder Hinsicht sehr gemäßigt zu halten.
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London, 7. März, 12 Uhr Mittags, richttn von bcr Goldküstc (übet den Verlaus Preffe und Publiknm.
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geschehm. Schrecklich war der Tobeskampf bei Ti ters. Zwei Stunden rang er mit dem Tode, ©(haum vor dem Munve, die Augen stier, den schönen Körper von Krämpfen geschüttelt, dai Aeftcht verzerrt — litt er die wüthendsten Schmerzen, (rr brüllte nicht, er stöhnre nur. Bald fletfqte er toilb die Zähne, bald sprang er auf, bäumte sich, rüttelte an den Eisenstangen, bald lag er röchelnd auf der Urb« — es war ein trauervoller Anblick, und um ihn dem ißublifum -u entziehen, wurde sein Käfig mit Tüchern verhängt Die Wärter, die sich um ihn be- WfgUn, waren fast in der Stimmung wie an dem Sterbebette eines Menschen. Anfanas glaubte man den Tiger retten zu können; doch, wie mehr und mehr der Schaum ihm vor ven Mund trat, wie die Bewegungen und Verzerrungen immer stärker wurden, die Agonie unverkennbar war, gab man auch diese Hoffnung auf. Rach zwei Stunden waren mit einem langen Röcheln seine Leiden zu Ende. - Zn den Kadavern der vergifteten Tbiere ist, wie bestimmt behauptet Wb, wever «rsemk noch Phosphor vorgefunden worden, bleiben sind überhaupt nickt durch ein mineralisches G.st, sondern durch ein vegetabilisches getobtet, welches bi8 jetzt nicht festgestellt worden und auch wohl schwerlich festzustellen sein wird. . . . .77,, doch noch naive Seelen auf der Welt und wenn e>n „Dichter" sich
diese göttliche Naivität bewahrt hat ist er gewiß berufen, das Höchste zu leisten in der Kunst. Herr Karl Schäfer in Darmstadt übersendet uns unter Kreuzband vier gebruckie Gedickte mit folgcnben Titeln: „Ostern", „Der Frühling naht", „Zum Geburtstag des Deutschen , "Dle gob nc Zett (soll wohl heißen galbne Zeit) ist wieder da.- Aus der Ruckicite ist Folgende« zu kfen: Sehr geehrte Redaktion! Ienieitige Gedichte erlaubte ich mir Ihnen -ur Benutzung für Ihr geschätztes Blatt zu offeriren, mit der Bitte, mir
für den Abdruck eineS derselben 1 Thlr. — Sgr., " » » zwei „ 1 „ 15 „
London, 7. März, 2 Uhr Nachrn. Depcschcu Wolselcy's vom 7. und 9. Fcbruar melden die Einuabrne und Einäscherunsz von Eumassi, die Flucht bt« fiiiiflü, ben Rückmarsch bcr Engländer nach bcr Küste; bic Depesche vom nTi r r , die in's Lager gekommen, bitten um Frieden.
Ich bleibe mit den eingeborenen Truppen im Norden der Adansi-.flöhen bis zum 14., um Zeit zu U terhandlungen zu laffcn. Der Feind hat nicht versucht, den Rückmarsch der Truppen nach der Küste zu Verbindern.
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prunumeranbo gefälligst übersenden zu wollen. Sollten Sie von dieser Offerte keinen Gebrauch machen wollen, so bitte Ich, dieselbe nickt retour au senden, sondern einfach zurück- zulegen. - Solche patriotische Poesie mit Preiscourant ist doch vortrefflich. „Der Frühling naht zum Geburtstage des Deutschen Kaisers", würoe also Panacho nur 1', Tbaler Der Frühling naht", „Ostern zum Geburtstage rc. rc." würde sich nur auf 2 Thalcr stellen "Wir wollen nun anderen journalistischen Collegen nicht die Ehre rauben, diese gottgeweihten Dtchtunaen zuerst veröffentlichen zu können. Aber wir wollen unsern Lesern doch das Vergnügen maäwn Einzelnes aus diesen begeisterten Seelen kennen zu lernen. „Die god ne Feit ist wieder da" Lttophen?n^^tUn9 bc8 Deutschen Maaß-, Münz- und Gewichtsystems in folgenden classischen ..Wie haben wir e- so bequem Doch gegen früh're Tage, Ein Deutsches Maaß, ein Münzsystem Und eine Deutsche Waage.
Papier ist nicht mehr unser Geld, Wen freut nicht diese Kunde? Nein, fürderhin durch alle Welt Macht blankes Golo die Runde.
Auf jedem Mark- und Pfennigstück Sicht „Deutsches Reich" geschrieben. Ein einig Volk! Fürwahr dies Glück Ist mehr als Gold zu lieben."’
k. m. wäre es, wenn die verehrlichcn gleichgestimmten Nedactionen Herrn Karl Schäfer die Nlmeffe für seine eventuell benutzten Lieder (wobei wir nur „zum Abdruck" benutzte meinen) in ..diesem Gluck", daS „mehr als Gold zu lieben ist", machten? Vielleicht dürfen wir auch einige von den harmonücken Ausklängen der Sckäffcrschen Seele, wir meinen bk Reime biefeS D'cht"s, vcrrathen. Neu, gewaltig und gigantisch wie Alles an diesem eckten Dichter. Wer hatte schon jemals Reime gehört, wie „Iubeltönen" und „Versöhnen", „Sonne" und „Wonne" „Lüften" und „Kluften". Herr Schäffer ist übrigens ein kernfester Mann. In seinem Gcburts- tagslied an den Deutschen Kaiser (das nach der Versicherung deö PreiScourauts in Musik gesetzt ift und auch am GeburtStage des Kaisers von der Leibgrenadterkapelle geblasen werden wird) versichert er: '
..Dann schnaubt umsonst bas rothc, Umsonst das sck)warze Heer.
Wir fürchten nicht Revolten Und nicht den Bannstrahl mehr." London, 3 März. Einen grauenhaften Vorfall berichtet die „China Mail- au8 Japan. Eine ^u, die zum Morde ihreS Manne- Hand geleistet und den Mörder gebeirathet batte ist zur Strafe durch angespannte Ochsen in Stücke qeriffen worden. Dem Mörder Bruder des Gemordeten, stand ein kaum weniger qualvoller Tod bevor; erst Kreuzigung und am Kreuze Tortur Li» zum Tode mit spitzen Echeeren. Weiter kündigt dasieibe Blatt die Einäscherung des Sckibatempeltz zu Yeddo an. Das Gebäude hatte 270 Jahre lang gestanden und war eine der wesentlichsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.
SBee8toto, 1. März Stil einigen Tagen bemertte der Förster Stempel von Schwär,, weide bei feinem (Sange durch da« R-«i.r frisch, fein. Stieselspuren in der Oi.dUun» von Müllrose nach dem Schwarzberg In desien Nahe -in verdächkiaer Rauch sich bemerkbar mach!-. Hiedurch stutzig geworden, beschloß der Forster mit seinem Hüijsbeamten Müller di- G-g-nd iu unteriuchen. Di- Mühe Beider wurde mit Erfolg gekrönt, denn in -in-r Schlucht d-s Schwär?- b-rg-r fanden s,e eine versteckte Fallthür, au« dnen Ritzen Rauch aufwirbelte. «l« st- di-i-ld, gewaltsam au,brachen, fiel ein Schuß au» dem Innern, Lrotzb-m drangen sie ein und .» a-lan- tbren vereint,n Kräften, d-n Schütz,n zu überwältig,n, Di, Höbt, Lar sehr romsortab.l ein. gerichtet und nut einigen Betten v-rseh-n. Ferner waren Brod, Fleisch, Wein uno Branntwein Hü^ ^rhanden, a»ch zwei alte R-itnpistolen, und vo, allen Dingen eine Ledert-,che mit 500 Thalern waren da» Ergebniß ihrer Nachforschung, Der wio-rspänstig- Höhlenbkwohnn wurde von den wack-r-n Forstbeamten nach Be-ökow gebracht, und es hat sich h-rau»aest-llt. daß -»der Mörder Karl Ernst Mschan au» Lhossenblatt ist, weicher bei Di-n«°°-f kürzlich den 5tned)t Kruger erschaffen haben soll. 0
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Von Augenzeugen geht dem Börsen-Eouricr eine Sckilderung über die Art l ut Fehl q» hn Zoologischen Garten gestorben sind, Mc - darüber herrscht
.Jr, ’nd,T ~ b,r Hand eines rucklosen BösewicktS zum Opfer fiehn Die Löwen
in ihrem ^Scknu^?^ unwohl. Mißtrauisch, wie man bereits geworben war, nickte man^schon wa^7i..Luupfm Symptome einer Vergiftung Man batte Unrecht; ene Erscheinungen Lob nicht hna^ duT f Als die Vergifu.ng aber wirklich einqetrelen , ließ ter
Feberleens tcr ux< Dosis llrienif ebne viel'
unb waten tob L.Still und ebn, Kampf legten sich die beiden Löwen auf die Seite -I b .r, fl,‘ fiarben bie meisten anderen Tbiere. Die Dosio beS GifteS lvar
lcr%L in seinem K'In^ um'^""^ f°f0Tl überwältigte Mik plumpen «nsickeren Schritten ging nachbenkt ^ dann eiL ALL "" Betrunkener, bcr über irgenb ein tiefes Geheim..."
Schwanken, er brach zusammen und um ben braven Petz war es'
Burscniiäcbrit htcii. 9. März 1874.
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