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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen

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eine vollständige Rückkehr zur Gesetzgebung von 1852 bezeichnet; die Aufwär-

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und dcs Friedens, beim es ist aufgebaut auf Eisen und Blut" und kann nur

durch Eisen und Blut erhalten werden. Daraus aber ist erkennbar, daß es

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,rte gestattet.

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Preis vierteljährig 1 st- 12 ft. mit Drmgcrlvhru Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr.

Losch eint täglich, mH AuS* nabmo M^»»<agS.

L,pedittoul (San)leibeig, Ü N. D 9H. 1.

-Der Finanzminister sprach die bestimmte Ucberzeugung ans, daß, wenn die Steuervorlagen angenommen werden sollten, das Deficit binnen zwei Jahren

der Botschaft überflüssig, denn es ändert in keinerlei Weise die Lage des Lan- Mac Mahon hält das Schäfchen fest bet den Ohren, während die

einsrecht prüfen soll-

Paris, 6. Deember. Der Unterricht, auch der höhere, den Ultramon» tanen überliefert, die liberale Polemik durch den Belagerungszustand niederge­halten, dazu ein neues Preßgesetz in gleicher Richtung; fürwahr, das ist der rechte Weg, um wiederan der Spitze der Völker Europas zu marschiren." Die Debatte über das Unterrichtsgesetz zeigt in Dupantoup den siegesgewissen Uebermnth des Eviscopars, in Labonlave die tiefe, doch nur zu begreifliche Verkommenheit der Schein-Liberalen und in den Gemeinplätzen Louis Blanc's die Hohlheit der Radicalen. DasUnivers" spricht gelasien aus, worauf dis

die gemachte Mittheilung als eine für weitere Erörterung geeignete Grundlage an. Die Vorlage wurde darauf den Ausscküflen zugewiesen, die das frühere Gesetz allem Anschein nach umarbeiten werden- Die Contingentirung wird selbstverständlich festgehalten. ^Man glaubt, daß das Gesetz im Reichstage schwerlich vor Weihnachten zu Stande kommen könne. T'

in die Entwickelung der internationalen Verhältnisse eingreift!

PariÄ, 6. December. Heute fand in der Notre-Dame-Kirche unter

;-Musikdirectors llDg der Con­des Tenoristen rüg ausFrank- miMtcliors

zumal in Nizza und Savoyen.

Paris, 5. December. Die gestrige Rede Challemel-Lacour's gegen den Gesetzentwurf, betreffend den freien Universttäts- Unterricht, wird von allen Blättern angegriffen, die republikanischen ausgenommen. Selbst die Debats ziehen gegen ihn zu Felde, wobei sie sich jedoch mit Bischof Tupanloup nicht ganz einverstanden erklären, da die Franzosen, wenn auch nicht mehr die Söhne Voltctt'.e's, so doch noch die Kinder der Revolution sind. Laboulaye's Rede wird von der clericalen Preffe bejubelt; wie mehrere Blätter versichern, zeigte er sich so clerical, weil er Unterrichts-Minister zu werden hoffe. Was Cballemel-Lacour noch besonders verübelt wird, ist seine Drohung mit dem Auslande. Die Clericalen find der Meinung, er habe wie Fürst Bismarck gesprochen.

Die äußerste Rechte hielt heute eine Versammlung und beschloß, die Negierung wegen Spaniens und der (mit Bewilligung der französische» Behör­den geschehenen) Wegnahme des Schiffes Nieve in französischen Gewässern durch einen spanischen Aviso zu interpelliren.

Die Zahl der royalistischen Deputirten, die sich Chambord unterwer­fen, mehrt sich.

LautMoniteur" wird die Regierung ein neues Preßgesetz erst nach Wiederherstellung der Commission vorlegen, welche das Gesetz über das Ver-

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Allergnädigst geruht:

Am 18. November den Ministerial- Tirector in dem Ministerium der Finanzen, August Schleiermacher, auf sein Nachsuchen von der Stelle eines Präsidenten für die Gewerbe und den Landesgewerbverein zu entheben; am 27. November den Ministerialrath bei dem Ministerium der Finanzen, Franz Fink, zum Präsidenten der Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerb­verein zu ernennen.

Berlin, 6. December. Ueber die Eigenthümlichkeit oder das Räthsel, daß der Breslauer Bischof Dr. Förster in dem österreichischen Antheil seiner Tiocese, welcher sehr bedeutend ist und den ganzen Teschener und einen großen Theil des Troppauer Kreises umfaßt, dem Gesetze gehorsam ist und jeden nen- ernannten Geistlichen der Regierung zur Bestätigung anzeigt, während er dieses, wie auch der Olmützer Erzbischof, Landgraf Friedrich v. Fürstenberg, in dem preußischen Antheil seiner Diöcese, welcher sich auf den ganzen Leobschützer und den halben Ratiborer Kreis erstreckt, in Preußen nicht thut, dagegen aber auch der Olmützer Metropolit in Oesterreich durchaus keinen Anstand nimmt, die ernannten Geistlichen von der Negierung für ihre Stelle bestätigen zu laffen, wurde einem Korrespondenten derD- A- Ztg." von einem katholischen Geist­lichen folgender Aufschluß gegeben:Der Breslauer Bischof bat im österrei­chischen Schlesien einen Güterbesitz mit mehr als 60,000 Joch Waldes, welcher ihm eine jährliche Revenue von mindestens 200,000 fl. abwirft; dieses Einkom­men würde ihm aber gesperrt werden, wenn er in Oesterreich sich gegen das Gesetz anflehnte; mit diesem Einkommen kann er jene 30,000 Thaler, welche er in Preußen von der Negierung bezieht, ruhig entbehren, sich gegen das Gesetz auflehnen und gemüthlich den Märtyrer spielen. Mit seinem Olmützer Collegen verhält cd sich ebenso. Derselbe bezieht aus den österreichischen Bis- thumsgütern jährlich an 400,000 fl., die ihm gesperrt werden würden, wenn er hier den Rebellen spielen wollte, und der Olmützer Oberhirte weiß bekannt­lich den Werth deS Geldes zu schätzen; also in Oesterreich ist er dem Gesetze gehorsam und läßt seine Geistlichen bestätigen. In Preußen besitzt er nur das Gut Stolznitz im Leobschützer Kreise, das keine 4000 Thlr. abwirft, die laffen sich leicht verschmerzen, wenn man schon so viel hat, und darum bictirt er aus ruhiger Sicherheit von Kremsier in Mähren seinem preußischen Klerus ben Wiberstaub gegen baffelbe Gesetz, bas er in Oesterreich befolgt.

Berlin, 6. December. Aus Amoy ist heute bte verbürgte Nachricht eingetroffen, baß die Japanesen Formosa räumen.

Berlin, 6. December. Tas Reichskanzler-Amt hatte dem Bundesrath schon vor einigen Tagen eine vertrauliche Mittheilung in der Bankangelegenheit gemacht, welche erstens die Bedingungen enthielt, unter welchen Preußen seine Bank an das Reich abtreten würde; zweitens einige Grandzüge der Organisa tion. Der Bundesrath berieth gestern darüber vertraulich. Wie verlautet, wurde die Neichsbank im Princip angenommen; auch erkannte der Bundesrath

Darmstadt, 6. December. Heute sind die Ministerial-Räihe Hall- gänzlich verschwinden würde, wachs und Finger von hier nach Berlin abgereist, um an den Berathungen! des Bundesratbs und bezw. der gewählten Reichstags-Commission über die vor-l gelegten proceffualischen Justiz-Gesetze Theil zu nehmen. !

Darmstadt, 7. Deccmber. C

1 Schumann, t deren vorhan- ugeä21/2Sgr' ndlung.

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1 Weber, 'Esgeschkchn

2 dieser Bwche rung vollständig

onrcy vrqen unu -viur erycumi ivtiuen. daraus aoer ijl errennoar, cap es ............ ..... i1*»**' - " ' - Ä

eine Dauer nicht haben wird. Es wird und muß nothwendig zerfallen, und!Leitung des Erzbischofs Guibert und mit großem Pomp der öffentliche Gottes- was immer man jetzt unternimmt, diese Katastrophe abzuwenden, wird bereu Ibienft statt, in welchem ber Segen bes Himmels für die Arbeiten der Rational - Eintritt nur beschleunigen. Möglich, daß dieses der Baumeister bereits selbst Versammlung erfleht wurde. Die Minister ber Marine der Justiz und des einsieht. Aus den Mitteln, die von ihm zur Festigung des Baues angewendet Auswärtigen, viele Generale und Officiere wohnten der Feier an. Infanterie werden, möchte man zu schließen versucht sein, er spiele va banque, er trachte, und Reiterei waren um die ganze Kirche aufgestellt. In Versailles wurden sein Werk nur für seine Lebensdauer zu erhalten. Täusche man sich nicht; der . Gebete in der Schloßkapelle abgehalten, der Bischof Dou Versailles leitete Die Mann von Varzin ist ein Reichsbaumeister nicht." Feierlichkeit. Der Marschall Mac Mahon und Frau, mehrere Minister, Pra-

n . j- sident Buffet und eine große Anzahl Deputirte hatten sich hier emgefunden.

UCJlflÜCICIJ. Auch hier war großer Pomp entfaltet.

Pesth, 7. December. Die Conferenz der Deakisten beschloß einstimmig,! Die heutigen Nenwahle» für den Gemeinderath verliefen in vollster die Jndemnitäts-Vorlage für das erste Quartal 1875 unverändert anzunehmen, j Ruhe.

Paris, 4. December. Fast alle Blätter, besonders die liberalen und Se.' Köniai' Hoheit der Großherroa haben republikanischen, stimmen Klagelieder an über diehochmülhtgen und horten Worte, die der Fürst BISmarck an die Deputirten de, theuren ehemaligen französischen Provinzen gerichtet." DieRöpublique Franchise" sührt wie ge. wohnlich, wenn es sich um Elsaß. Lothringen handelt, die ausschweifendste Sprache.Herr v. Bismarck", so sagt sie,hat uns ein strenges Wort in'S Gedächtniß zurückgerufen, welches der Czar Alexander beim Beginn seiner Re­gierung einer polnischen Deputation sagte: Reine Träumereien, meine Herren I Ach! sür unsere ehemaligen elsaß-lothringer Freunde haben wir feine andere Aussicht, als das bittere Schicksal Polens oder Mailands oder Venedigs unter der absoluten Herrschaft Oesterreichs" Wie gewöhnlich thcilen die Blätter (derTemps" ausgenommen) aus den Debachen d«s Reichstages nur kurze Auszüge aus der Rede Winterer's und des Fürsten Bismarck mit, so daß die, welche nur diese lesen, glauben müssen, daß Fürst Bismarck Elsaß. Lothringen aufs Schrecklichste behandeln will, während sein« Worte doch nur hauptiachlich gegen die Ultramvntanen und ihre Bestrebungen gerichtet waren. Tie Klagen der französischen Blätter sind im Grund« genommen so lächerlich wie falsch, denn in Elsaß-Lothringen herrscht jedenfalls immer noch mehr Freiheit, als in den französischen Departements, wo der Belagerungszustand permanent ist, und

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schwerlich vor Weihnachten zu Stande kommen könne. Die Angelegenheit bleibt Ultramontanen rechnen:bas einzige .^unkchen, das in der ^tfchaft zu priDen, inbeffen im guten Gange unb bte Umwandlung ber preußischen Bank in eine ist bte Versicherung ber Aufrechterhaltung der , alles Uebrige i^ in

Neichsbank wirb von keiner Seite bezweifelt. ber Botschaft überflüssig, benn es ändert in keinerlei Weift die Lage des Lan-

München, 5. December. Das bekamiteBayerische Vaterland" hält des." '----- -- ->' - . fm . <

gegenwärtig dem Deutschen Reiche wieder eine große Grabrede unb stellt Syllabisten es scheeren! ^as ist bas Jbealbtld von der großen ^f^^n nach seinem Leserkreis abwechslungsweise wieber in folgenbem Lichte vor:Wir dem Willen der schwarzen Cohorte, und sie hat alle Aussichten, dieses Eldo- haben nunmehr ein neues Deutsches Reich, allein, das ersehnte ist es nicht, ^rado eines mobernen Staates zu erreichen und bis 1880 ausbeuten zu können. Cs ist kein Reich, sondern nur der Anfang eines Einheitsstaates, unb es ist Das neue Preßgeietz, beffen Entwurf bereit ist, wird laut^bergrance als insbesondere fein Deutsches, sondern ein preußisches Reich. Es ist auch kein * u'

christliches Deutsches Kaiserthum, sondern ein heidnisches Cäsarenthum; es ist mang jenes unglücklichen napoleonischen Gesetzes im Jahre 1874, wo im ganzen kein Reich der Intelligenz und Cultnr, fein Reich des Rechtes, des Segens übrigen Europa die Preffe einen großartigen Aufschwung nimmt unb so lief