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Gießener Anzeiger

Anzeige- nick Wntsölatt für den Kreis Hiessen

Donnerstag bcn 9. Juli

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Gießen, am 8. Juli 1874.

Betreffend: Aufsicht über das Fasseloieh.

PittS vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

Erscheint täglich, mit Aus- nabmc MontagS

Expedition: Canzleiberq, Ltt. B. Nr. 1.

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Dienstag den IM. l. M

für Gießen, Heuchelheim, Ullendorf a. d. Lahn, Klein-Linden, Großen-Linden, Lang-Göns und Leihgestern.

Sie wollen die Bullen- und Eberhalter anweisen, zu Hause zu bleiben und die Thiere der Commission bei deren Eintreffen vorzuführen, auch fief) selbst bereit zu halten, um der Commission etwaige Auskunft zu ertheilen.

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien nachbenannter Orte.

m Generalversammlung des lanbwirthschaftlichen Bezirksvereius Gießen soll auch in diesem Jahre wieder eine Besichtigung der

pedltion von1»«* ^memde Zuchtürere und Zuchteber des Kreises durch die vom Verein gewählte Commission stattfinden. Demgemäß ist zur Vornahme dieses Geschäftes Vogler in Ft *"ermtn nuoeraumt auf:

- ncblen' an' Samstag den 11. l. M.

für Daubringen. Mainzlar, Trais a. d- Lda., Allendorf a. d. Loa., Staufenberg, Ruttershausen und Lollar; sodann auf

Montag den 13. l. M.

für Wiesest, Alten-Buseck, Trohe, Rödgen, Großen-Buseck, Beuern, Bersrod, Winnerod, Reiskirchen und

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v. Röder.

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politischer Theis.

Deulfdjtaiiö.

3. Ordensverleihungen.

1. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Finanzen, die Aufhebung des Hospital-Rentamts zu Hofheim betreffend.

2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die

wählbar, wenn sie aus diesem Amte nicht ausscheideu. Da nun unsere jetzigen Bürgermeister und Beigeordneten nicht besoldet sind, so unterliegt ihre Wahl­fähigkeit auch nicht dem geringsten Zweifel, zumal sie mit der Wahl der Stadt­verordneten ihre Stellen niederlegen

Darmstadt, 7. Juli. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 36 enthält:

St- Stephan zu Mainz, dem Schullehrer an der evang. Schule zu Kesselbach, Heinrich Eiffert, die erste enang. Schulstelle zu Landenhausen und dem Schul­amtsaspiranten Philipp Jacob Schönemann aus Büdesheim die kath. Schulstelle zu Dalsheim zu übertragen; am 19. Juni dem Schulamtsaspiranten Philipp Geil aus Darsberg die dritte evang. Schulstelle zu Eich und dem Schnlamts- aspiranten Carl Bernhard Ittel aus Pfeddersheim die dritte evang. Sckulstelle zu Nierstein zu übertragen; am 20. Juni den von dem Herrn' Fürsten zu Usenburg-Birstein präfentirten Schullehrer an der städtischen Schule zu Offen­bach, Georg Tönges, in der Eigenschaft als Volksschullehrer zum Lehrer an der Vorschule der Realschule zu Offenbach, am 27. Juni den Kreisdiener bei dem Kreisamte Lindenfels, Johann Ludwig Sulzbacher, zum Kreisdiener bei dem Kreisamte Bensheim, den Kreisdiener bei dem Kreisamte Neustadt, Hein­rich Rockel, zum Kreisdiener bei dem Kreisamte Alzey und den Kreisdiener bei dem Kreisamte Nidda, Ludwig Klös, zum Kreisdiener bei dem Kreisamte Lau­terbach zu ernennen.

ganze Energie zur Verwirklichung des oben besprochenen und allein vernünftigen Projects des Bahnbaues durch büS Lahnthal aufzuwenden.

Wir halten es für geboten, eine irrige Meinung, welche vielfach unter ten Bürgern verbreitet ist, zu berichtigen. Es hat sich nämlich hier und da die falsche Ansicht Geltung verschafft, als könne in den Städten unseres Lan­des, auf welche die Städteordnung Anwendung findet, nur ein Jurist zum Bür­germeister gewählt werden. Ties ist jedoch durchaus nicht der Fall, sondern die Stadtverordneten, welche bekanntlich diese Wahl zu vollziehen haben, können

6. Charakterertheilungen.

7. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Köntgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Juni den Kreisdiener bei dem Kreisamte Bensheim, Johannes Valentin Fink, den Kreisdiener bei dem Kreisamte Wimpfen, Carl Joseph Melde, den Kreisdiener bei dem Kreisamte Grünberg, Wilhelm Baller, den Kreisdiener bei dem Kreisamte Lauterbach, Johannes Heinrich Bindewald, und den Kreisdiener bei dem Kreisamte Alzey, Georg Scharmann, in den Ruhestand zu versetzen.

8. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Nau­heim, im Dekanate Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalt von 1810 fi. 56 fr., wovon jedoch bis auf Weiteres 200 fl. jährlich an den allgemeinen Pfarrverbesserungsfond für die evang. Kirche des Großherzogthums abzugeben sind, welche Abgabe indessen durch den zeitigen Mehrbetrag der Stelle gedeckt wird; die evang. Schule zu Affolterbach, im Kreis Lindenfels, mit einem jähr­lichen Gehalt von 450 fl.

9. Sterbefälle. Gestorben sind: am 15. Juni der Districtseinnehmer Ling zu Gunzenau; am 25. Juni der Oberstlieutenant ä la suite und Vorsteher feer Stellvertretungsanstalt, Gustav Kuhlmann zu Darmstadt.

München, 7. Juli. Abgeordnetenkammer. (Fortsetzung.) Bei der

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, nach Art. 30 und 31 dieses Gesetzes einem jeden Mann, welchen sie für diesen Posten geeignet halten, wählen. Natürlich muß derselbe den gesetzlichen Eigen­schaften, welche in Art. 33 enthalten sind, entsprechen. Und dies ist unseres Erachtens eine gerechte Bestimmung benannten Gesetzes, denn dadurch sind auch medre tüchtige Männer und namentlich solche, welche seither in städtischen Verwaltungen viele Jahre mit vielem Interesse, mit großem Eifer und mit dem ' besten Erfolge gewirkt haben, von dieser Wahl nicht ausgeschlossen. Gerade bie Letzteren, welche im Verwaltungsfache reiche Erfahrungen gesammelt haben, M gewiß für diesen wichtigen Posten nicht so ganz außer Acht zu lassen.

Es ist die Frage aufgeworfen worden, ob die jetzt noch im Amt stehenden Bürgermeister und Beigeordneten zu Stadtverordneten nach der neuen 2tädtordnung gewählt werden können. Merkwürdiger Weise wurde dieselbe in mehreren öffentlichen Blättern verneinend beantwortet. Nach Art. 18 des ' Gesetzes sind aber nur besoldete Gemeindebeamte zu Stadtverordneten nicht

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4. Namensveränderungen.

iiu ~ m .. - , -/ rk v v 5. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller-

d M. statt und M seine Particulansten, so gut rote Bayern. Wir begrüßen es mit Freuden, daß gnädigst geruht: am 18. Juni den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Für- stenau auf die erste evang. Mädchenschulstelle zu Michelstadt präsentirteu Schullehrer an der zweiten evang. Mädchenschulstelle daselbst, Georg Wilhelm Hilß, für diese Stelle zu bestätigen, dem Schullehrer an der ersten kath. Schule

der neue Handelsmimster von andern Gesichtspunkten ausgeht und die naturge­mäße, billigere und richtige Linie einer schwer zu bauenden vorzieht. An un- j-r-r Regierung aber ist es, das neue preußische Project thuulichst zu unter- _____0 ....... tu,v.

putze» und zu veranlaffen, daß ein Bahnhof möglichst nahe an den Gießener zu Mosbach, Martin Weil, die obere kath.' Knabenschulstelle des Schulbezirks Bahnhof, etwa in die Näbe von Heuchelheim, gelegt wird. Dieser ist dann <- ~ * - * - - -

leicht durch einen doppelten Schienenstrang, der freilich einen Brückenbau über die Lahn voraussetzt, mit unseren Bahnhöfen zu verbinden, so daß Güter und Personen vom einen in den andern befördert werden können. Dazu kommt aber, daß die Abzweigung einer Eisenbahn in das Montaugebiet durch das Bikberthal und dann ihre Fortsetzung über Gladenbach, Biedenkopf, Berleburg «ach Altenhundem aus dem neuen Bahnhof einer endlichen Verwirklichung näher r 1 , gerückt wird, wenn ohne Rücksicht auf Landesgrenzen den wirklichen Interessen

M 13. ZUU, des Reichs in allen seinen Tbeilen in der That Rechnung getragen werden t sollte. Wir wollen dies nicht allein hoffen, sondern auch unsere Gemeinde-

$ iifell ^Ess^tretung hiermit veranlassen, die Augen der Regierung in Darmstadt auf die b - Grenze des Landes zu richten und ihre

Wng.

B Gieren, 8. Juli. Die Nachricht aus Fronhausen über die Berlin- fich von bfilte iin n Metzer Eisenbahn ist nicht nur für Gießen, sondern auch für die ganze Ent- tb fltiwrlflfll Utflffl- unserer Verkehrsverhältnisse von eminenter Wichtigkeit. Jedem Unbe- ' H b fangenen muß es klar sein, daß eine so bedeutende Bahn, wie die genannte, nicht mehr ihreii Ausgang in unseren schon zu engen Bahnhof haben kann. Da nun auch ihre Leitung über Alsfeld definitiv aufgegeben ist, so bleibt nur übrig, l^cr Gosdorf oder über Ruttershausen-Heuchelheim nach Wetzlar zu führen. ............Älllll UUHM)

3 T>r letztere» Linie ist des soviel billigere» unb leichrere» Baues wege» u»be- »achträgliche Einlösung der "@\\mbtenten7d)eine'"6etreftVni)'. ' dingt der Vorzug einzuräumen und kaum wäre es begreiflich, wie man von ° c *

^verein. einem Bau durch das Gebirge sprechen kann, wenn eben nicht ein ganz abscheu-

hrf" veri Sduitndni Ücher Particularismus das Wort mitgesprochen hätte. Auch Preußen hat noch