— Nachrichten vom La Plata bestätigen, daß der Bürgerkrieg in Entre-
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Oesterreich.
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70 Maires und 117 Depntirte Fourcand,
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7. Februar 1874.
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Badische fl. 35 Loose 70«, Oestr. fl. 250 v. 1854 — l85Kr Prioritat-Ior.se 190 1860r Looee 93%
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Darmstädter fl. 50Loose 217
Petersburg, 5. Februar. Der amtliche Negierungs-Anzeiger veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, welche alle Personen, die von 187! begangener politischer Verbrechen angeschuldigt sind, begnadigt. Eine andere kaiserliche Verfügung hebt den seither bestandenen Posten eines General-Gouverneurs von Odessa auf.
bie energische Vertretung der Rechte der Kirche" ist, das sich „katholisch und t, die Heinsberger Zeitung. In ihrer Nr. 8 vom 28. Januar, die uns eingesandt wurde, beißt es als Antwort aus den der HeinSb. Ztg. gemachten Vorwurf verletzender Vorliebe für französische Institutionen und Ideen wörtlich: „Ja, wir sagen es mit Stolz, das Studium und später nach Gründung unseres Blattes die Vertheidigung unserer herrlichen französischen Institutionen ist eine unserer angenehmsten Beschäftigungen gewesen; wir hangen mit kindlicher Liebe und Verehrung an daö, was uns davon verblieben; wir beweinen das davon Vcrlorengeganacne und hoffen auf seine Wiedergabe. Wir bedauern auch aus tiefstem Herzensgründe das grause Geschick, welches diese edle französische Nation, deren Schicksale wir in besseren Zeiten alS die gegenwärtigen gethcilt haben, vor drei Jahren getroffen hat; wir hoffen, daß die dabei gemachten Erfahrungen zu ihrem und unserem und der ganzen Menschheit Heil nicht werden verloren sein. Wir bewahren eine unbegranzre Achtung, Ehrerbietung, Liebe und Verehrung für unseren ehemaligen rechtmäßigen Land es - Keiern, den großen Kriegshelden, noch größeren Administrator und Gesetzgeber, den Kaiser Napoleon 1., den großen Märtyrer von St. Helena. Unser Dank für die von ihm unseren theueren Vaterlande, unserem herrlichem Rheinlandc, erwiesenen Wohlthaten ist ein ewiger, unvergänglicher, nie abschwächbarcr. Indem wir moralement parlant Preußen nie andere Rechte auf uns zugestanden als die eines Eroberers auf die eroberte und durch regelrechten Besitzabtritt erworbene Sache, nie eine nicht vorhandene Sympathie erheuchelt, haben wir uni aber in Allem und Jedem als pflichttreuer Unterhalt bewährt, und stets war un'er Verhalten Ausfluß der vollsten und reinsten Loyalität." Das ist die Sprache eines deutschen ultra- montanen Blattes. Die Franzosen würden schamroth werden, wagte ein französisches Blatt so
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allem Patriotismus Hohn zu sprechem.
Was ein Erfinder ist, dürfte Jedermann bekannt fein, allein mit dem Worte Geheimerath verbindet sich beim Volke 'eine Reihe dunkler Vorstellungen. Die einen behaupten, der Geheimerath fei dazu da, um den Regicrungsmännern einen Rath ins Ohr zu flüstern, wahrend die andern fest glauben, er habe die Verpflichtung, auö seinem Rath cm unverbrüchliches Geheimniß zu machen. In dem Maaße nun, wie der Blick des Volkes nach den höheren Regionen hin sich verdunkelt und in der fragewürdigcn Gestalt des Gehcimeraths ein ungelöstes Räthsel sieht, in demselben Maße scheint sich das scharfe geheirnräthUchc Auge zu umfloren, sobald es das Thun und Treiben gewöhnlicher Sterblichen in den Sehwinkel seiner Betrachtung zieht. — Ein Westphale, welcher, von dem Drange beseelt, seinen Mitmenschen zu nützen, sein Vermögen einer Reihe von Experimenten geopfert hatte, die einige ersprießliche Resultate für die Gesundheitspflege ergaben, glaubte sich zu einer Staatsunterstützung berechtigt. Der Finanz- ministcr schien die Berechtigung dieser Ansprüche anzuerkcnnen, denn es wurde ein Geheimerath beauftragt, die gewonnenen Resultate des Mannes zu prüfen und dann über die Berechtigung einer Unterstützung zu urtheilen. Der Herr Geheimerath hörte den Ersindcr mit ernster Kenner miene an uno als dieser zur Genüge dargethan zu haben vermeinte, wie wohltbätig seine Erfindungen kür die Gesundheitspflege der Schuljugend und für das ganze soziale Leben seien, zog der hohe Herr gewichtig die Augenbrauen in die Höhe und richtete an den Supplikanten die inhaltsschwere Frage: „Ja, lieber Herr, hat Sie denn die Negieruni auch zu diesen Erfindungen beauftragt?" - Der Erfinder wurde durch die gebcimräthliche Antwort so gründlich' aus der Fassung gebracht, daß er wortlos das Zimmer verließ.
— Der zu Bückeburg am 26. Januar im 88. Jahre seines Lebens verstorbene General-Lieutenant Freiherr Wilhelm v. d. Horst war geboren zu Eharlottcnburg am 19. Oct. 1786. Mit ihm wird wohl der letzte von den Officieren bcimgcgangen fein, welche bei Schill s HusarewRcgiment stehend mit diesem den Zug nach Stralsund von Anfang bis zu Ende durchmachten. Es gelang ihm, aus der Stadt, nach dem unglücklichen Gefechte, zu entkommen und sich mit den übrigen dem Gemetzel glücklich Entgangenen wieder zu vereinigen. Sei cm encr gischem Auftreten gegenüber bewilligte der General Graiien eine verhältnißmäßig günstige Capitulation, in Folge deren der nicht bereits gefangene Theil der Schillianer an die französischen Behörden auSge'liefert werden sollte. Auf Ansuchen des feindlichen Eommanoircndcn ward der damalige Lieutenant v. d. Horst in die Stadt geführt, um den auf dem Rathhause liegenden, sehr entstellten Leichnam Schill s zu recognoseiren. General v. d Horst bat die Feldzüge von 1806, 7, 12, 13, 14 und 15 mit großer Auszeichnung mitgcfochtcn, wie es die vielen ihm von seinem Könige und dem Kaiser von Rußland gewordenen Auszeichnungen beweisen. Er eommandirlc viele Jahre hindurch daS 3., jetzt Zielen'scbe Husaren Regiment und zuletzt oic Eavallerie-Brigade in Trier. Nach einer länger als fünfzigjährigen Dienstzeit, einschließlich der Feldzugsjahre, nöthigtc ibn seine erschütterte Gesundheit, den Abschiev im Jahre I848 zu er bitten; er erhielt denselben unter Verleihung des Eharakiers als General-Lieutenant. Seit jener Zeit lebte General v. d. Horst in Westphalen, zuletzt in Bückeburg. /
Adle».
Frankf. Bank 146 ' , Krankt. Vereins-Kasse 85 Darmst. Bankact 3861 » Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1012 Oe^t. Creditact. 244 Galizien —
rios so gut wie beendigt ist, indem nur noch einige Banden des aufgelösten Heeres von Lopez Jordan die Waffen noch nicht niedergelegt haben. In Buenos Aires kommen noch immer Cholerafälle unter den in Ouarantaine gehaltenen Einwanderern vor; selbst in der Stadt soll die Katikheit heftig aufgetreten sein.
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"""^Grenzach, 7. Februar. Die Abtei St. Blasien steht früh in Flammen. Die Spinnerei ist zur Hälfte, die Kirche gebrannt.
322) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mo"c, vertreten durch B. Heidingsfelder, Walltborsttaße 96 in Bietzen, ist für die Beförderung v:'N Inseraten jeden Inhalts, als Empfehlungsaiuetgen, Kauf- u"d Bert.nn .suche, V . . ... , • j i..... ... a «iniorlnHi nt tminrr
Wien, 6. Februar. Ein Telegramm der „Neuen Konstantinopel vom heutigen Tage meldet, daß der Sohn des Lmltans, Izzcdin, am Scharlachfiebcr schwer erkrankt ist.
Pesth, 7. Februar. Das Oberhaus hat den Ostbahn-Gesetzentwurf, nachdem der Ministerpräsident denselben wiederholt befürwortet hatte, mit allen
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23. Mj im 27. April
Kurh. 40 Thlr. Looee 71
Nassau 25 fi. — Braunschweiger 22* t 3U q Oldenburg, a 40Tblr. 37s/ 1J y t,ayr. Präin.-Anl. 115 /I 4uz0 badiHcbr I,<>ose 1143 #
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Rio de Janeiro, 10 Januar. Nachdem auch der Bischof von l§t. Paulo das Breve Quauiquaui dolores veröffentlichst bat, fehlt jetzt keiner
der brasilischen Bischöfe mehr in der geschlossenen geistlichen Phalanx, welche
sich gegen Gesetz und Obrigkeit des Landes anstehnt. Der oberste Gerichtsdof aber läßt sich durch diese Einmstthigkeit der Gesetzcsverächter nickt abschrecken;
er bat seinem Urtheil durck Ansstellnng des Verhaftungsbefehl gegen den
Bischof von Olinda Rolae gegeben, und eins der ersten Telegramme, welches Znseraten jeoen jniane, ai* -------
das mm von Parn bis Rio de Janeiro vollendete und am Reujahrstage ein- Stellengesuche, Familiennachrichtm u. f. w. als besonders zuoerlalsig j» ennä )
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— Beim hiesigen katholischen Kasino sind an Gaben für den Papst vom 3. Mai 1873 bis 30. Januar 1874 9800 fl. eingelaufen. — In Kulmbach bat die Stadt - Vertretung die Einführung confessionell gemischter Schulen beschlossen (8r- Ztg )
Ostrowo, 7. Februar. Dem Erzbischof Ledochowsk, ist außer der Selbstbeköstigung das Lichtbrennen und die Lectüre von Zeitungen gestattet und empfängt er den Besuch des Gcsäugniß - Seelsorgers. Uebrigens ist^ derselbe den Bestimmungen der Gefängniß - Instruction vom 27. October 1839 unter-
Aclicn,
5°/o öätr. F. öt. E. B. 341 Vk Lombard. Babu 161Lz Ludwighb. Bexbach 183
Maxbahn 119
Bayer. O.^lbahn 1141 Kheiu-Nabobahn-AoU 137 Hess. Ludwigsb.-Aat. 145’ ,
30,o
3%
gegen 4 Stimmen angenommen.
Schweiz.
Bern, 6 Februar. Die Berner Negierung hat für die Prüfung der in den Berner Kirchendienst aufzunehmcnden katholischen Geistlichen eine 60111= Mission eingesetzt, bestehend aus dem Oberrichter ^avrot zu Bern und den altkatholiscken Pfarrern zu Olten und TXrnmey zu Prnntrnt. Die noch zu besetzenden jurassischen Pfarrstellen sind nach Vorschrift des neuen Kirchcnge- setzes für die Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Bern, 7. Februar. Der. Abbö Collct ist, gestützt ans Art. 57 der jetzigen Verfassung, ausgewieseu worden und die Untersuchung über das Schriftstück ans Bar-le-Duc wegen Mangels an Jndicien niedergeschlagen.
Frankreich.
Holl. H. 10 St. 9 52 54
Ducaten . . 5 30 32 2U Frankcnef. 9 21 —22Hz
Engi. Sover. 11 47—49 Kuss. Impcr. V 10 — 42 Lollar in Gold 2 24',i --25* ?
, Februar. Es heißt, daß Gladstone seine Demission reits gegeben habe. — Von den 484 bis jetzt bekannt gewordenen Wahlen kommen 255 auf die conservativen, 229 auf die Ubcralen Candidaten. Die Confervativen haben nunmehr 71, die Liberalen 27 ^itze gewonnen.
fand ein Gegenmeeting der Katholiken unter dem Vorsitze des Herzogs v. Norfolk statt, worauf Nesolntionen' mit dem Ausdrucke der Sympathie für die Katholiken Deutschlands beschlossen wurden.
S*riorhäteiL östr. Stab. Prior. 61 ’ iistr e. Lombard 49" , IJvorneser 32' g Toacaner 51^ Elisabeth.-i'rior. 89* t
II. EmisB. —
Pari-, 5. Februar. Der Neffe des gewaltigen Danton wurde heute Nackt in Paris halb erfroren als unterstandslos cingebracht. Es ist dieS ein ^jähriger Greis, der dem Hungertode nahe war. ,
— Die spanischen Gefangenen werden noch diese Woche in Marseille erwartet, um auf dem benachbarten Schlosse Jf iutcruirt zu werden.
Der Cnltnsminister Fourton hat den Saal des Conservatoriums^ der Musik zur Verfügung Mermillod's für ein Concert zu Gunsten katholischer Schüler in Genf gestellt.
— Der gestern zum Maire von Versailles ernannte Hnnebelle und seine beiden Adjuncten haben bereits heute ihre Entlassung eingereicht, weil sie der Entrüstung über die Absetzung Ramcau's nicht Trotz bieten wollen.
— Das officielle Blatt bringt unterm 4. d. wieder die Ernennung ~ Adjuncten. Unter den abgesetzten Maires ist auch
Maire von Bordeaux, ein gemäßigter Ncpubltkaner.
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Wiirtenib. 4* 2° u Obi. 1«51 Baden 4V2Ü u Ohl c. E. U 101 ‘ Oesterr. Biiberrente 66
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Dasselbe an von b, der Firma: fltiübri un itWbeill feüldjait ji zu )tiMer Akil m b 2) am 2. L 9)i bat am 15 liinfl dts allen Am» und seht t nnnfl unter Nachfolger' W'ii, den - lSroßherzog
den Brief aerichtet: Am gestrigen Tuge hat der Polizeidiener Rieger sämmt- geweihte Kabel beförderte, war die Mitthcilung aus Pcrnambuco, daß die Ver. licke Klassen der hiesigen Stadtschule im Auftrage des Magistrats revidirt, um Haftung ohne jeglicke Störung der Ruhe vollstreckt worden. Der gefangene sick iu überzeugen ob die Lehrer alle auf ihren Posten sind. Wie meine Bischof wird an Bord eines Regierungsschiffes in den nächsten Tagen hier Colleaen über diese unerhörte Maßnahme des Magistrats denken, weiß ich cintreffen. ~ . . ,
nichtich für meine Person kann aber nie einer Polizeibehörde das Recht zugestehen, die Lehrer als solche unter ihre Aufsicht zu stellen, und werde in Zukunft das Betreten meiner Klasse dnrch den Polizisten als e,n „widerrechtliches Eindringen" in ein Geschäftszimmer (SS 123 und 342 des deutschen Strafgesetzbuchs > ansehen und demgemäß verfahren."
München, 5. Februar. Mit süßiaurer Miene belpricht die ultramon
tane Prelle die erste Ernennung eines Israeliten zu einem richterlichen Beamten in Bayern, nämlich des Bezirksgerichts-Accessisten Berlin in Fürth zum
Assessor des Stadtgerichts Nürnberg. Dir „Katholischc i(clkofieunb Köln, 2. Februar. Ein starkes Pröbchen ans der ultramontanen Winkelxresie des
„Wenn Leute, die das ganze Jahr hindurch mit 2iusnayme oes zconigs-^ I s $icben.j^ing giebt ein im Regierungsbezirke Aachen erscheinendes Blatt, deffen „unwandelbares in keine Kirche gehen, die mit Darwin und Häckel an die Abstammung von q^^amm" „bie er giften nlanbcn i» Bcamten und Richtern taugen, warum nicht auch Juden?" valksthümlich- nennt
11 _ , Z 1 « für SUnnfl- nnm uns einaefanbt wurd
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