er müsse aber
Was Paris dictirt, das copiren die Provinzen, ungeprüsl, nehmen.
— Der Reichsrath nahm den Antrag Mlller's betreffs Bewilligung
Spanien.
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Solothurn dem Kloster Mariastein die Verwaltung des Vermögens entzogt»
Publikum besser dabei zu stehen kommt, zumal die Kreuzbandsendungen diese Freimarke tragen. Es folgen ganz genau sich den bestehenden Lätzen anschließend Marken zu 5, 10, 20 und 50 Pfennigen, letztere vorwiegend zur Frankatur
und einen Eommissär und Verwalter von Staatswegen angestellt.
Paris, 6. Juli. Der Herzog v- Decazes hielt heute am Grab Gou- lard's eine Rede, in welcher er alle Parteien und Alle, die guten Wille« hätten, zur Eintracht und Weisheit aufforderte. — Das „Journal de Paris' sagt, ter Ausgang der morgigen Sitzung der Nationalversammlung dürfte die M f..... K-.c-it«« t,;.. Das Blatt fügt hinzu, Präsident Buffet habe b(»
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Loudon, 5. Juli. Der Geschichtsschreiber Froude steht im Begriff, Bei uns" in Deutschland ist das von jeher ganz anders gewesen, und wird es England für längere Zeit zu verlaffen. Er beabsichtigt im Monat August eine
auch hoffentlich zu unserer Aller Besten bleiben. Berlin oder irgend eine Inspektionsreise anzutreten, welche mit dem Cap beginnen und in Kanada ihr
Haliptstadt der andern deutschen Staaten hat für das ganze Land bisher noch Ende nehmen soll.
keinesweg die Bedeutung gewonnen, wie etwa Paris für Frankreich, London London, 5. Juli. Bei der Ankunft des deutschen Krouprinzen-Paares
für England, oder auch Madrid für Spanien. (In Italien liegen die Ver flaggten sammtliche Schiffe vor Spilhead und Portsmouth; Salven wurden hältnisse auf Grund ähnlicher Provinzialentwicklung ähnlich wie bei uns.) Auch abg geben von der Ggrnisons-Batterie und den englischen Kriegsschiffen. Gras nicht in Sachen der Preffe. Bicher ist es noch keiner Berliner Zeitung, so Münster begab sich an Bord der Admirals-Iacht Fire Queen. Um Mittag umfangreich und an sich bedeutend sie auch sein mag, gelungen, das maß- und landete das kronprinzliche Paar in Rvde, vom Grafen Münster und dem d.ul- tonangebende Organ für ganz Deutschland zu werden, auch nicht den officiösen scheu Vice-Consul, sowie von den Civil und Militärbeamten begrüßt. Die und ofsiciellen. Was besagen beispielsweise Namen wie: „Norddeutsche Allge Ehrenwache stellte das 42. oder Blackwatch-Regiment; die Schiffe und dir meine", „Kreuzzeitung", „National"- oder „Volkszeitung", und selbst die älte- Strandbatterieen feuerten Salven; Damen streuten Blumen und Übergaben der sten, die „Vossische und Spener'sche" gegenüber der „Kölnischen Zeitung" oder Kronprinzessin einen Strauß. Der Bürgermeister von Ryde überreichte eine der „Augsburger Allgemeinen" ? Letztere verdienen weit eher die Bezeichnung Adresse. Der Kronprinz antwortete mit herzlichem Danke für den Empfang von Weltorganen, wie die „Times" und ähnliche; erstere vertreten meist nur und inspieirte darauf die Ehrenwache. Nachdem im Clubhaufe ein Frühstück mit mehr oder weniger Geschick und Erfolg bestimmte Parteischattirungeu, und eingenommen, fuhr das krouprinzlche Paar mit dem (Siafeu Münster und Ge> nur als solche können sie von einem maßgebenden Einfluß auf die Provinzen folge nach Sandowu. Die Fregatten Kronprinz, Friedrich Karl und Ariadne sprechen. Soll ein solcher erweiterter Einfluß nun durch die oben gekennzeich- sind nach Plymouth gesegelt; der Hohenzoller und der Albatroß verbleiben nete moderne Praxis erreicht werden, so halten wir den einzeschlageneu Weg im Ryde.
der Pakete dienend. In der Forni selbst wird vermuthlich eben so wenig, wie
in den Farben eine Linderung eintreten. , v _
(*111$, 6. Juli. Kaiser Wilhelm ist heute Nachmittag 4 Uhr nach Auflösung derselben sein.
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durch die Güte ihrer Leistung jedem Käseblättchen erfolgreich Concurrenz machen.Koblenz abgereist. Die Kur des Kaisers ist von vorzüglichem Erfolge Begleiter Wie bedeutend der aus dieser Maffenlieferung von Zeitungen „ohne Kopf" er- gewesen; derselbe befindet sich in bestem Wohlsein.
wachsende Vortheil wird, das zeigt ein klar geschriebener Aufsatz ^n der Zeit- München, 6. Juli. In der Abgeordneten-Kammer wurde die Generalschrift „Im Neuen Reich" (Nr. 26), den wir der Wichtigkeit der Lache halber Debatte des ordentlichen Militär-Etats begonnen. Toller tadelt die ungerechte wenigstens im Auszug hier wiederholen wollen: Vertheilung der Lieferungen und die schlechte Qualität der Nahrungsmittel für
„Es ist oftmals als ein bedeutsamer Vorzug der Deutschen hervorgehoben die Armee, Mahr greift die allzugroße Militärlast an und verlangt Abschaffung
worden, und das mit Recht, daß sich das politische und sociale Leben und dieser Militärgerichtsbarkeit und des Fahneneides. Lerzer beklagt das freijprcchende daraus resultirende öffentliche Meinung in den verschiedenen Provinzen des Urtheil im Plattner Proceß. Der Kriezsminister erwidert, daß nur eine em»
Vaterlandes durchaus selbstständig und auf der jeder Provinz eigenrhümlichen zige Klage über Lieferungen in Landshut erhoben worden sei, welche zudem um
Basis entwickelt hat und weiter zu entwickeln strebt. Man hat im Gegensatz begründet war, da alle Milltärbedürfniffe ans dem Orte selbst entnommen dazu auf die vielfachen politischen und socialen Schäden hingewiesen, welche das werden und Niemand gezwungen sei, nicht Zusagendes zu effen. Die Beschwer- „centralistische System", wie es beispielsweise in Frankreich herrscht, nothwendig den Mahr's seien an eine falsche Adreffe gerichtet, der Schwerpunkt der Eutin seinem Gefolge hat. Grund und zugleich Folge dieser Erscheinung ist, daß scheidung der Militärfrage liege außerdalb Bayerns, das Militär-Strafgesetz bei den Franzosen alles in Fragen der Politik und des öffentlichen Lebens auf fei ein langjähriges Verlangen der Kammer gewesen und gewähre jedem Sol- bie Hauptstadt an der Seme jchaut als die unfehlbare mater omnipolens und taten den besten Schutz. Den Fall Plattner's beklagt er tief, er müsse aber sich von dort ans gefügig lenken und leiten läßt. Dies lehren noch die neue- das Militär - Schwurgericht gegen jeden Vorwurf der Parteilichkeit in Schutz ft ui Zeitereignisse. Was Paris dictirt, das copiren die Provinzen, ungeprüft, nehmen. ■ «■------ «** « • t.
ob das Copirte fehlerhaft ist oder nicht. Eine selbstständige, von der Haupt- von 2,000,000 fl. zur Errichtung eines Akademiegebäudes nach Ausführung^ des stadt abweicheltde Meinung in wichtigen Fragen der Politik und Verwaltung Prinzen Ludwig und Bomhard's einstimmig an.
sucht man in französischen Provinzialstädten vergeblich. Paris und seine Presse ist, was Fragen der Politik, der socialen Wirthschaft, der öffentlichen Moral und dergl. anlangt, der Compaß für ganz Frankreich. Paris c'est la France!
nütze, daß in unfern Provinzen es noch ausreichend vermögende und patriotische (EcCCflüdUÖifcf)C DCUCfCÖCIl.
Männer gibt, welche im Stande und bereit sind, für Verbreitung wahrer Bil , J *
düng und Aufklärung den Bedürdnisfen jedes Ortes entsprechende Opfer zur Wien, 6. Juli. Durch Statthalterei-Decret ward der politische Vci- Verfügung zli stellen, welche selbstständig Uiid vernünftig geling sind, voll einem ^'iu ,,Zukunft", der social-politische Verein „Arbeiter Bund und der <zack-- solcheii angeblichen llniversalheilmittel nicht Förderung ihrer Ziele, nicht Hei Verein der Manufaktur - Arbeiter wegen Bildung geheimer Ausschüsse aufgelölt. liing der von ihnen beobachteten Uebel zu envarten. Eö ist nicht Ausgabe der Berlin, 6. Juli. Der „Relchs-Anz.' veröffentlicht eine kaiserliche vtj Presse, Weniges und Billiges, sondern möglichst Vieles, Gediegenes und Viel- ordnung vom 2i. Juni, betr. die Einführung der Reichs - Mark - Rechnung für seitiges zn bieten, den Kostenpunkt aber erst in zweiter Linie zu erwägen. Das den ganzen Umfang der preußischen Monarchie vom 1. Januar 1^75 ab. gelingt nur bei der anstrengendsten Concurrenz vieler Unternehmer; was dieser Die „Börsen-Ztg." denientirt aus s Bestimmteste, daß Verhandlungen wegen dc, Concurrenz schädigt, schädigt das Gemeinwohl. (K. Z.) Verkalffs der Hessischen LudwigSbahn stattgesunden haben.
Posen, 6. Juli. Tie am 4. d. M. bei dem Weihbischof Janisczews-
entschiedeii für einen ziemlich verfehlten. Wir glauben in ihm den Keim für das centralistische System erkennen zu müssen und, sagen wir's kühn, selbst einer möglichen Corruption der öffentlichen Meinung durch die Presse. Dazu Santander, 6. Juli. Eine 2000 Mann starke Abtheilung Carlisten kömmt, daß jedenfalls die meisten Abonnenten einer solchen Berliner Provin- unter Waldespina hat sich in der letzten Nacht bis Astillero herangezogen und zial- und Localzeitniig, falls sie hinter die Schliche kommen, und das kann ja bedroht das schwach besetzte Santander. Die Behörden habeii in Folge dessen nicht lange aiisbleiben, ihres in Berlin redigirten Localblättchens binnen Kurzem telegraphisch um Verstärkung gebeten. Die vor Santander ftationirlen Kriegs herzlich satt werden dürften. „Was brauchen wir die Copie, wenn wir bei schiffe sind die Bai heraufgegangen, um die Umgebung der Stadt durch Geschütz- dem heutigen raschen Postverkehr das Original von Berlin selbst eben so leicht feuer gegen den Angriff der Carlisten zu decken
und eben so billig beziehen können?" würden sie mit Recht einwenden dürfen. :‘ . —-----------------53
Abgesehen auch von der schiesen und wenig ehrenvollen Stellung, die der Redac- l P f fl l ; .i p t I J.
tcur einer solchen Lokalzeitung, dem die K»auptsache vorgemacht wird, seinem A Gießen, 7. Juli, «m 5. d. M. 9?atbmittaflö fdnvamm eine männliche Leiche in cer Publikum gog-..üb-r no-hwcndig numhmen mW-. Allerdings würde »i-lle.ch- Äm Ä Z-
der redaktionellen Thatigkeit derartiger Blatter dadilrch hinlanglnch Zeit und Leiche ja die Nacht über weiter geschwommen. Ob sie einen Stoß erhallen oder freiwillig Gelegenheit geboten fein, weit mehr wie bis jetzt auf die sorgfältige Bear- adscgelte, können wir nicht sagen, das Erstere geschieht aber häusig, um den Gemeinden frirtt bcitnnq der localen, communalen und Kreis - Angelegenheilen ihr Augenmerk zu «-ruii-ch-n^ G-ftein wurrc di-e«ch, in g-Uov-i
zn richten, wodurch sie viel eher im Stande sein wurden, der Eu.willll..^g b i
der L>elbstverwaltung auf diesen Gebieten zu folgen lind eine wirklich — — Heule früh wurde in der „Hessen Kneipe" ein Rock, in dem sich wertbvolle Sachk« energisch: und fruchtbare Betheiligung der Staatsbürger an derselben her- befanden, gestohlen. Gleich darauf ermittelte die Polizei, daß der Rock beim Pfandleiher verseh b-ijnstthr-N. Das trifft aber sonst zu und wird auch de, dem j-hizeu Staude «°-d-n fei. Auch ter befdjritbene Unb-karmi- »ar bato oefunoen. öt führt, all«l«t
t v lx n - 4. . - • ■ . r.- Kj, n . Lachen und Pfandicheme bei sich, wonach er zu Frankfurt und Mainz Rocke und Regen chira«
unserer von der yaupiflabt aus Nicht insplttrteu Presse d e sich stets wieder- uet ' glld) Han- er »or eini/en Tagen einen braunen Regenschirm, auf testen holende Lebensaufgabe derselben bleiben. Und wir können hier exemph causa üft Name „Neckel" eingegraben ist, verpfändet. Allem Anschein nach ist der Lerhafiete en rheinische Lokalblätter nach Dutzenden auszählen, b4e gerade in diesem Sinne großer Dieb, der zunächst in Wirth-Häusern zu stellten pflegte. Auch besaß er ein Buch n tpHu trprflidt TPhirihf sind " russischer Sprache- „das Leben Jesu von (5. Ncnan", er scheint also auch einen reisendm
cm- a o r cm i t x a c- an- Rusien bestohlen zu haben. Hwr halte er sich seit 4 Tagen unter dem Namen „Technikir
Wir wissen diesen JZb^l'teu kaum etwas hlnzlizusugcn. Wir wurden ev (5eroug Mainz" cinlognl; vorher hat er die Namen: Mangold und Schotten c** als ein großes Unglück sür allgemeine Aufklärung und Bildung erachten, wenn führt, jetzt nennt er sich bei der der hiesigen Polizeiverwaltung Joseph Schladen au8 Rcti. Provinzial- und Lokalblätter in ihrer Rührigkeit und Verbreitung durch solche Seinem bisherigen Treiben soll gründlich nackgeforscht werden.
Fabrikate behindert würden. Wir nnffen aber auf der anderen Seite zur Ge- --- ----.....
_ . und dem Dom-Techanten Grandke stattgehabte Haussuchimg bezweckte die Au -
Dciil|a)liiiiu. findimg der dem Ersteren ertheillen päpstlichen Vollmacht zur Vervaltung ber
Berlin, 5. Juli. Die Driefmarkensrage, so weit sie durch die lieue Erz-Dibces-n Pose» und Gnesen. Janisczewski gestand den Besitz der Voll- ^teichswähriliig betroffen lvirt, ist nun auch entschieden, und zwar auf dem macht zu. dieselbe wurde aber nicht ausgtfai.den.
Verwaltungswege, obgleich die klmrechnung nicht ganz genau zil machen war. 5lisNn»zett, 0- Juli. Eine heute Abend beabsichtigte Serenade mr Demgemäß werden vom I. Januar Ib75 ab ausgegeben: Freimarkcu zu 3 Psen- Keucrwcrk zu tibrm des Fürsten Bismarck wurde von demselbcu dankend abg-- nigen (bereu cs bisher and) gab), die aber nach der neuen Einführung weg- lehnt, weil er der Ruhe bedürfe. Ter Fürst ist bisher^ noch nicht auf den fallen, da die neuen 3 Pfennige entschieden mehr als die alten waren, welche Kurplatz erschienen, dagegen macht er allabendlich Spazierfahrten in d.r nur einen Viertelgroschen darstellten. Nimmt mau aber an, daß bie neuen Drei :Umgegend.
Pscuniger die jetzigen Vier-Pfenuiger, also den Drittelgroschen, zu ersetzen haben,' Basel, 6. Juli. Den „Baseler Nachr " zufolge hat die Regierung vo» so ist das neue dem alten Verhältniß auch n.cht entsprechend, obschon das


