Ausgabe 
8.4.1874
 
Einzelbild herunterladen

besorgt

l Gießen.

Zusammen»

Mmod, Kreis h sbürgers und Hiw

und bitten w d den Gang K

SderinäranfloU ba= Wisime, ßebotn

ir Vogt, eine!och-

omircr, des rnjlw zelcssene Witim, ili

nt> @(ttn^an sie während de

!"b $Wt te1*»!. nlafct uiti;

T «nb Änbetn 50 n8W«»i

toa6et. (M!

. April l. I-, 2--V M

»

eriir'U"

K-' zt ist ain bier-u *ll ^2 Uhr, .ieä s«"1'

wttittljäfcrig 1 |L 12 tr ei Drtngerlohn. Durch bU P»ft begogm vtertrlsührig 1 fl. 29 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich,: flu*- nahm« Sonntag»

Expedition: 6an jlelbttg, Ltt. B. Ät. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen.

Rv. SO Mittwoch den 8. April

Ti inwnii,ij iiiiiiiiar [MMWWMWBMMggwmBwgBKiaBMB flmtfitfjcr Theil

18»«.

w . . Gießen, am 27. März 1874.

Betreffend: Den Obftbaumwartercursus. 0

Das Großherzoglichc Krcisamt Gicßcn

an die Gwßher^ogtichen Bürgermeistereien des Kreises.

Jndcni wir Sie auf die nachstehende Bekanntmachung des Curatorinms der Ackcrbanschnle zu Friedberg aufmerksam machen, empfehlen wir Ihnen sich dafür ;u interessiren, daß Ihren Gemeinden angehörige befähigte junge Leute den Obstbaumwärtercursus zu Friedberg besuchen und nöthigenfalls aus Ge- meinbemittehi eine angemessene Unterstützung zn diesem Zweck erhalten.

v. Röder.

2)

3)

4)

5)

6)

Schreiben,

Rechnen, durch Lehrer Süß,

Deutsch,

Feldmessen, durch Wiesenbaumeister Greb,

Pflanzenkunbe,

Bodenkunde und Düngerlehre. 2 St. wöch. Landwirthschaftslehrer Rückert.

7) Obstbau:

a. Obstbaumzucht, Obstbaumpflege, Baumschnitt und Obstbenutzung 6 St. wöch. Rückert.

b. Obstkunde: Klassification und Keuntniß der wichtigsten Obstsorten.

4 Stunden wöch. Rückert.

c. Praktische Hebungen 18 St. wöch. Rückert.

Der theoretische Unterricht findet Vormittags statt und wird durch eine Sammlung der besten Lehrmittel und Instrumente unterstützt. Die praktischen Uebungen werden Nachmittags in dem eigens zu diesem Zweck angelegten po- mologischen Garten vorgenommen. Außerdem können mehrere größere Obstbaum­anlagen als Unterrichtsmaterial benutzt werden.

Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Für Kost nnd Logis haben die' Zöglinge selbst zu sorgen und die nöthigen Geräthschaften, Bücher, Schreib­materialien 2c. auf eigne Kosten anzuschaffen.

Für Diejenigen, welche sich verpflichten, die nöthigen während des Cur- sus in dem pomologischen Garten vorkommenden Arbeiten zu verrichten, kann ein besonderer Verdienst in Aussicht gestellt werden

Anmeldungen sind bei dem unterzeichneten Curatorium möglichst bald einzureichen und dem Gesuch ein Zeugniß über seitheriges Betragen anzu- schließen.

Friedberg int März 1874.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg.

Trapp. Liu deck. Haas.

Den Sbstbliumwärtcr.CursiiS des landw. Vereins für Oberhefsen zu Friedberg betreffend.

Nach Beschluß des Ausschusses des landw. Vereins für Oberhessen soll in dem laufenden Jahre an hiesiger Ackerbauschule wieder ein Cursiis zur Heran­bildung von Baumwärtern abgehalten werden. Derselbe soll unter Leitung des Landw. Lehrer, Herrn Rückert, vom 13. April bis 13. Juni und vom 30. Au­gust biö 12. September 10 Wochen dauern und sich über folgende Fä­cher erst» ecken:

politischer Theis.

stellen, daß trotzdem Pius kurze Zeit nach seiner Wahl ein energisches Ana- thema gegen die Freimaurer schleuderte, keine Loge ihn als einen der Ihrigen reclamirt habe. Erst mit der Zeit habe man die Scheingründe reifen lassen müssen, auf welche hin man den PaM als einen Apostaten der Freimaurerei bezeichnet habe DieGermania" citirt dabei zwei Stellen aus Briefen Maz- zinl's. Das erste einem Brief an Pius entlehnte Citat lautet:Ich studire Deine Schritte mit ungeheurer Hoffnung . . . Wäre ich bei Dir, so würde ich Gott aurufcn, daß er mir die Macht verleihe, Dich zu überzeugen durch den Ton meiner Stimme und durch meine Thränen . . . Fürchte nichts von Deimm Volke . . . Vertraue Dich uns an, wir werden Dir eine einzige Herrschaft in Europa gründen; wir werden zu einer mächtigen That umwan-

fllpiiflrfilnnh > ehelichen aus begüterten Familien, das natürliche Recht auf gute Erziehung zu

XJKUUUJIUIIU. lTheil werde." Die Social-Demokraten beabsichtigen übrigens was zur Be-

Berlin, 4. April. Der Reichstag wird bekanntlich seine Arbeiten am ruhigung gesagt sein mag, ihr Ehe-Ideal nicht mit Sturm einzuführen. Gut 9. April wieder aufnehmen. Voraussichtlich wird alsdann das Reichs-Militär-, Ding will Weile haben. Deshalb meint derN. Social - Demokrat" :Da gesetz unverweilt zur zweiten Lesung gelangen. Nächst dem Militärgesetz wird!kann wahrlich die Social-Demokratie lächelnd diesem vorjündfluthlichen Kampf die Vorlage wegen weiterer Maßnahmen gegen verurtheilte Bischöfe und Geist-der Pfaffen und Bourgeois zuschauen und sprechen: Balgt Euch nur weiter; liche rc., auf deren befriedigende Erledigung im Zusammenhänge der kirchlicheniuns ist es gleich, wer von Euch auch siegt; schließlich vertragt Ihr Euch doch' Politik ein großer Werth zu legen ist, in zweiter Lesung zu berathen sein.,und dann kommen wir an die Reihe und werden mit Euch allesammt schon Auch der Gesetzentwurf wegen Abänderung einiger Bestimmungen der Gewerbe-!fertig werden."

Ordnung (in Bezug der Bestrafung des Contractbruchs rc.) wird in Kurzem zur,! DieGermania" sucht in einem Leitartikel den Beweis zu führen, Berathung kommen; eine freie Commission aus verschiedenen Parteien hat sichchaß die Behauptung, Pius IX. habe dem Freimaurerorden angehört, eine falsche die Aufgabe gestellt, eine Verständigung mit den Bundes-Regierungen über,sei. Positive Veweismomente hat das Blatt jedoch nicht anzusühren, es be- diesen wichtigen Entwurf anzubahnen. Das Preßgesetz wird, nachdem dielgnügt sich, seine Deductionen hauptsächlich aus den Grund der Thatsache zu Bundes-Regierungen sich über il)« Stillung zu den bisherigen Beschlüffen ent- - - - * r ~~ '- - -

schieden haben, zur dritten Lesung gelangen. Die Reichstags-Session wird sich unter allen Umstanden noch auf mehrere Wocheil erstrecken. Der preußische Landtag wird inzwischen am 13. April, bis zu welchem Tage die Session aus gesetzt worden ist, zunächst im Abgeordnetenhause wieder zusammentreten. Um jedoch die Arbeiten des Reichstages nicht zu beeinträchugen, wird eine weitere öffentliche Sitzung des Abgeordnetenhauses nicht vor dem 23. April stattfiuden. Allerdings sind die Aufgaben, welche der preußische Landtag seinerseits noch zu erledigen bat, noch so umfassend und theilweise so dringend, daß diese Ver­zögerung schwer empfunden werden wird.

Die social-demokratischen Reichstags-Abgeordneten haben sich bei dem Wll 6u einer macyngen tinar umwan- Gesetzentwurf über Einführung der Civilehe im Reiche der Abstimmung enthal-jdeln den tiefen Zug, der von einem Ende Italiens bis zum andern waltet;... teil. Ihre Redner kamen nicht zum Worte, um diese Enthaltung zu motiviren. wir werden die Freunde finden auch unter den Fahnen Oesterreichs" u. s. w. Der N. Social-Demokrat" erklärt sich, wie folgt, darüber:Vor 80 Iah--In dem zweiten 9 Jahre später abgefaßten Schreiben sagt Mazzini:Meine ren war eine solche Maßregel revolutionär, jetzt ist sie bereits reactionär gegen-'Einladung galt dem Menschen und nicht dem Papst Pius . . . Pius hatte über den socialistischen Principiem Indem nämlich durch die Civilehe der Geist-,damals durch die Schuld der dem Zeitgeiste buldigenden Menschen eine unge- lichkeit ihre bisherige Machtvollkommenheit entzogen wird, entsteht aus dem heute Macht in Italien, und ich schrieb ihm, um ihm zu sagen, daß er darum Sacrament der Ehe ein einfacher bürgerlicher Contract. Die Eheschließenden auch ungeheure Pflichten habe." - Schließlich behauptet dieGermania", daß verzichten auf den wunderthätigen priesterlichen Segen und treffen lediglich die den Anschultigungen eine Verwechslung Pu mit einem andern Gliede der Fa- contractliche Uebereiukunft, daß die aus der Ehe entspringenden Kinder An- milie Mastai-Feretti zu Grunde liegen müsse. Der Papst habe gegen dieselben spruch auf Ernährung und Erziehung durch Eltern, sowie Eibberechtigung in seiner Allocution vom 20. April 1849 energisch protestirt und sie als Ver- haben. Damit werden die Prostitution und die grausame, entehrende Aus-.läumdungen und schändliche Lügen bezeichnet.

nahmestellung der unehelichen Kinder nicht nur nicht beseitigt, sondern sie wuchern! Berlin, 5. April. Aus Paris sckreibt man : Bis jetzt ist die officielle fort und fort schlimmer weiter." Welches Ideal der Ehe die Herren Social- Bestätigung, daß Rochefort, Pascal Gronffet, Jourde und Balliore und einem Demokraten in Aussicht haben, wird zwar nicht mit zweifelsloser Deutlichkeit englischen Sckiff aus Neu-Caledonien entkommen sind, noch nicht hier angekom- gosagt. Aber eine andere Stelle des beregten Artikels im91 Social-Derno men. Jrn Ganzen liegen drei Depeschen vor, welche die Sache melden. Die lrat" läuft auffree love hinaus; es heißt nämlich daselbst:Wir wollen, erste kam aus Loudon, die zweite rührte von dem französischen Consul in dcaß die gegenseitige Zuneigung und sittliche Achtung der Menschen allein ihre Svdney, Eugen Simon, einem Verwandten des bekannten Jules Simon, her, Mcreiuigung veranlasse, und daß allen Kindern, nicht blos, wie heute, nur den und die dritte war an den Deputirten .'dam, den Vormund der Kinder' von