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Brne vierteljährig 1 fL 13 fr. wiir Bring erlohn. Durch di« Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint tttgltch, mit Aus» nab MontagS.

Ezpeditio^ Eanzletderg.

®. Nr i.

Anzeige- und Mmtslilalt für den Kreis Kiessen.

Io.

Samstag den 7. November

Vrodpreife vom 7. bis 13. November 187a,

1874.

nach eigener Erklärung der Bäcker:

2 Kilo gemischtes Brod 22 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 11 kr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 19 kr.,

1 Kilo bo. 9*/2 kr. 2 Kilo do. zweite Sorte 16 kr.

flmtsicher TheiL

Betreffend: Die Ableistung des Verfasstmgsetd^s.

Das Gray herzogliche Drei samt

an

bie Großherzoglichen Bürgermeistereien des Stadt- und Landgerichts-Bezirks Gießen und Ausnahme von Birklar und Muschenheim.

Die Ablcistling des Verfastungs-Eides von den neu ausgenommenen Ortsbürgern findet a) für Diejenigen aus dem Stadt- und Landgerichtsbezirk Gießen:

Dienstag den 10. L M., Vormittags 10 Uhr,

im Regierungsgebände zu Gießen;

b) für diejenigen aus dem Landgerichtsbezirk Lich:

Montag den 16. l. M., Vormittags 10 Uhr, in. Rathhause zu Lich Statt und erinnern wir Sie an die umgehende Einsendung der deöfaUsigen Berichte, v- Röder.

polilischer TseH :

Gießen, am 5. November 1874

Gießen

des Landgerichtsbezirks Lich, mit

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verordneten können also gewiß nicht sagen, daß sie nicht in voller Freiheit und Ungestörtheit beriechen, und ohne ihren endlichen Beschlüssen auch nur im Min­desten vorgreifen zu wollen, scheint es uns doch an der Zeit, heute über den äußeren Stand der Sache folgendes Authentische zu berichten. Daß der Ter­min, bis zu welchem Bewerbungen für unser städtisches Bürgermeisteramt zu­lässig waren, erst mit vorigem Monat zu Ende ging, darin hat die Verzöge­rung, welche die Erledigung dieser Angelegenheit bis jetzt gefunden, ihren hauptsächlichsten Grund. Eingelaufen sind im Ganzen 44 Bewerbungen, dabei solche von hessischen und außerhessischen Stadt- und Landbürgermeistern (darun­ter auch der von Buxtehude), von Landwehr-Osficieren, Verwaltungsbeamten, einem preußischem Landrath rc. Nachdem noch in elfter Stunde Bezirksstraf- rlchter und Landtagsabgeordneter Heinzerling in Darmstadt, besten Wahl von einer größeren Anzahl Stadtverordneten ernstlich in'ö Auge gefaßt worden war, seine Bewerbung zurückgezogen, und man unter den 43 übrigen eine erste Aus­lese gehalten harte,. wurden deren 11 in die engere Wahl gebracht, und einer Commission zur näheren Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Dis zu diesem Punkte ist jetzt die Sache gediehen, und sieht man in der Bürgerschaft mit begreiflicher Spannung den Ergebnissen der Commissionsberathungen ent­gegen. Es haben sich tüchtige Bewerber gemeldet; möge es unseren Stadtver­ordneten gelingen, sine ira et Studio den tüchtigsten herauszufinden, und somit .der bürgermeisterlosen, der schrecklichen Zett", ein gedeihliches Ende zu be­reiten ! (N. Frkftr. Pr.)

jiir Ausführung einer Wasserleitung zu verwenden, wird von Büchner bekämpft, der die Dring- lichkeit dieser neuen Anlagen bestreitet und darauf aufmerksam macht, daß an anderen Orten, namentlich bezüglich der Erbauung einer Eisenbahn nach Pfungstadt, die diSpontbeln Ueberschüffe ieffere Verwendung finden könnten. Ministerialdtreetor Schleurmacher glaubt, daß bezüglich einer Bahn Eberstadt-Pfungstadt die Regierung wohl in einiger Zeit Mittheilungen machen könne, die Ueberschüffe der Main - Neckarbahn könnten jedoch dazu nicht verwendet werden und stünden daher die projeettrten Anlagen auf der Main Neckarbahn mit jener Frage durchaus in (einem Zusammenbang Er sucht die Nothwendigkeit und Dringlichkeit der Bauten nachzuweisen mv wird darauf die Regierungsvorlage, nachdem Büchner nochmals getadelt, daß nothwenbigc Lahnanlagcn auf die lange Bank geschoben würden, einstimmig angenommen. Eine Vorlage des Justizministeriums über das Verfahren bei unfreiwilligen Versetzungen von Mitgliedern eines Zusttzeolleges in den Ruhestand, veranlaßt den Abg. Heinzerling anzufragen, in wieweit die Kosten des Verfahrens von dem betr. Beamten zu tragen seien. Ministerialrath Hallwachs be­merkt, das Offieialverfahren sei kostenfrei, dagegen müsse der Betroffene die Kosten seines etwaigen Vertreters bestreiten. Buff glaubt, daß die Kosten der Vertheidigung auch vom Staat zu tragen itien, dagegen müsse der Beamte solche Kosten übernehmen, die durch seine Schuld entstünden. Die Gesetzes-Vorlage wird darauf mit einem letzterer Ansicht entsprechenden Zusatz angenommen, vue nächste Sitzung findet morgen den 6. statt und werden in derselben voraussichtlich sämmt liebe noch vorliegenden BerathungSgegenstände erledigt werden. (N. Fr. Pr.)

Offenbach, 4. November.Gut Ding will Weil haben", und im

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Hinblick auf das Sprüchwort trösten wir uns auch über den Schneckengang,,, ..... ^vmuuUWu uoerwiqen

ben dem äußern Anschein nach bte hiesige Bürgermeisterwahl geht, und hoffen, Es folgt die erste Lesung des Gesetz-Entwurfs, betr. die militärischen Contro- daH auch sie demnächst einen neuen Beleg für das Dictum liefern werde: len der Personen des Beurlaubtenstandes, der an dieselbe Commission geht. Was lange währt, wird gut!" Gewiß scheint Heuteschon, daß unter allen hessischen Nächste Sitzung Montag. Tagesordnung- Erste Lesung des Reichshaushalts- Sitädten, Gießen vielleicht ausgenommen, (doch nicht! D. R.) Offenbach sich. zuletzt Etats.

'seilten Bürgermeister küren wird, obschon diese Stelle am längsten offen steht, mlich bereits nahezu 9 Monate. Und mit bewunderungswürdiger Ruhe und Zurückhaltung sieht die Bürgerschaft diesmal dem endlichen Ergebnis der des- saLsigen Erwägungen und Berathungen unserer jungen Väter der Stadt ent­gegen , und harrt in lautlosem Schweigen des Momentes, wo das Gebilde ders neuen Bürgermeisters aus der geheimnißvollen Retorte hervorsteigen^wird. M es Gleichgültigkeit, ist es politische Zucht, oder ist es eine gewiffe Scheu, nach erhitztem Stadtverordneten- und Landtagswahlkampf auch nun diese Bür­genmeisterfrage in das Bereich der öffentlichen Debatte zu ziehen: genug, That- jache ist, daß von einer Agitation, außer etwa im inneren Kreise der Stadt-

Köln, 5. November. Bei der heutigen Ersatzwahl zum Landtage an Stelle des ausgeschiedenen Deputtrten Pauli wurde der Candidat der vereinia- ten Liberalen, Advocat Walter (Fortschrttt), mit großer Majorität gegen den ultramontanen Candidatsn August Reichensperger gewählt.

Würzburg, 2. November. Heute Morgen ist Kullmann nach St. Geor­gen abgeführt worden. Das gegen Kullmann ergangene Erkenntnis lautet wörtlich wie folgt: p

Berlin, 5. November. Der Kronprinz empfing heute das Präsidium des Reichstaas.

Berlin, 5. November. Reichstag. Erste Beratbung des Landsturm- Gesetzes. Knegsminister v. Kameke bezeiämet die Vorlage als eine Ergänzung des Reichs.Militär-Gesetzes, die bei der Berachung des letzteren verheißen sei. Die Regierung hoffe, daß der Reichstag dem Entwürfe zustimmen werde. Die Auffaffung der ausländischen Presse, welche in dem Gesetze Eroberungs-Gelüste gesunden habe, sei vollständig grundlos. Der Landsturm bilde kein Element zur Eroberung, sondern lediglich zur Vertheidigung. Nach kurzer Debatte, >worm Gallestrem gegen, Koch, Duncker und Bethusy-Huc für die Vorlage sprechen, wird der Entwurf einer Commission von 14 Gliedern überwiesen.

Zm Namen Sr. Majestät des Königs von Bayern erkennt der Schwur- gertchtshof von Unterfranken in Sachen des Eduard Franz Lndwia Kullmann von Neustadt-Magdeburg wegen Mordversuchs zu Recht: 9 """"

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Deulfcöfanh -verordneten selbst, hier keine Spur sichtbar ist, und daß auch in den Spalten

t m , .. .der hiesigen Zeitung, die sonst bei den kleinsten Tagesfragen vonEingesandts"

Darmstadt, 5. Nov. (Karnrnersitzung.) Nach längerer Vertagung trat heute tu überfließt, anläßlich dieser ^auvt- und Cardinalkraae sich fmim hi» bn

Rammet wieder zusammen, um einige Rückstände zu erledtgcn. Der Präsident bemerkt, er hahe!^' J, a.1r/VauPr ur 0 t*'aICniQ1lTa9e "ch kaum pte und da

btt Absicht gehabt, die wenigen vortiegenvcn Gegenstände vor Zusammentritt ocs Reichstagsjktnmal ein schüchterner Anlauf zu einem solchen bemerkbar macht. Die Stadt- juw Berathung zu bringen, cs sei jedoch nicht möglich gewesen, und müßten wir daher die An- v " wfsenheit der Kammermitglicder, die zugleich Rcichstagsabgeordnete seien, entbehren. Eine grö­bere Anzahl von Petitionen gegen die Kirchengesctze wird ad acta gelegt, von Bingen ist eine solche für die Kirchengesetzc cingelaufen. Dumont beantragt eine Vorlage über Erhöhung der Stuhegehaltc der älteren Pensionäre. Königer bemerkt, es liege eine darauf gerichtete Petition ict und sei der Finanzausschuß mit der Sache beschäftigt, er glaube daher nicht, daß eine so- foitige Beratbung zweckmäßig sei. Dumont begründet die Dringlichkeit seines Antrags, dieselbe knrd jedoch abgelchnt; der Präsident verspricht indeffen möglichste Förderung der Sache. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Titel 10 und 11 des Berggesetzes, be< jürilid? deren der Ausschuß eine Anzahl VerbefserungSanträge gestellt hat, mit denen du Regie. Turg im Ganzen einverstanden ist, und die nach einigen Erörterungen des Ministcrialdirectors Schleiermacher und des Ausschußreferenten Buff mit einem von ersterem vorgeschlagenen Amen- bernent und nach einer zwischen Dumont, Buff, Franck und Büchner geführten Debatte über Bit Rechte der Standesherrcn in Bezug auf Bergbau , angenommen werden. Das Gesetz im Ganzen, ebenso ein an die Regierung gerichtetes Ersuchen auf Beschränkung der Muthscheine unb auf Beschleunigung der Vorarbeiten, damit das Gesetz dis zum 1. Juli n. I. eingeführt werden könne, findet darauf einstimmige Annahme. Eine Vorlage, wonach die Beamten der Main-Neckar-Eisenbahn für 1874 und eventuell für 1875 ein Sechstel Gehaltszulage erhalten sollen, wird ohne Debatte genehmigt. Eine Vorlage der Regierung: 175,000 fl. aus disponibeln Mitteln der Hauptstaatseaffc zu baulichen Herstellungen an der Main - Neckarbahn, insbesondere

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