Das Kabel functionirt und ist die Hoffnung
Brüssel, 6. Sept. Der König beute Nachmittag den spanischen Ge-
Paris, 6. Sept.
Anläßlich des Jahrestages der Proclamirung der
lautet:
Vermischtes.
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Text:
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>ot in seinem neuesten Hirtenbrief ein ert. Ob er damit bei seinen Gläubigen
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Bonn). Landammann Keller (Aarau) überbringt Grüße der Schweiz, der Reichstags-Abgeordnete Völk hebt die politische Bedeutung der altkatholischen Bewegung hervor und betont das Zusammengehen mit der Schweiz. Zum Präsidenten wurde Geheimrath Schulte, Dr. Petri (Wiesbaden) und Professor Huber (München) zu Vice-Präsidenten erwählt. Nachdem der Vorsitzende über die Bonner Synode Bericht erstattet hatte, gelangten vier Resolutionen über die Ansprüche der altkatholischen Gemeinden am Kirchen-Vermögen zur Debatte. Dieselben wurden mit von Petri und Michelis gestellten Ameiidemcnts angenommen. Bischof Reinkens betheiligte sich an der Debatte. Die Altkatholiken beanspruchen Antheil am Kirchen-Vermögen, hoffen auf staatlichen Schutz und verlangen Theilung in der Benutzung der Kirchen und Pfründen unter Berücksichtigung der Seelenzahl beider Parteien, die durch Abstimmung über die vatikanischen Beschlüsse zu ermitteln ist. Der Staat hat aus Antrag diese Abstimmung überall vornehmen zu lasten, wo die Rechte der Altkatholiken verletzt werden.
Lokal-Notiz.
Gieß n, 7. September. Gestern Nachmittag 3 U6r sprang ein Lumpensammler auö ter Gegend von Battenberg von ter Mauer ter Lahnbrücke herunter in die Lahn. Glücklicherweise war das Wasser an dieser Stelle nicht tief genug, um daselbst ertrinken zu können. Ein Schreinergeseüe beite den 62jährigen .angetrunkenen Mann mit großer Müde mittelst einet Nackens auS dem Wasser heraus. Zettvürfniß mit feiner Frau soll dem Alten den Entschluß gegeben haben, seinem Leben cm Ende zu machen.
Se. Majestät um die Erlaubmß zu bitten, daß die entdeckten Länder „Franz- ' 1 ' , Gelderjorderniß 1200 Silber-Rubel,
Telegraphische Depeschen.
London, 6. Sept. „Reuter's Bureau" meldet aus Santander von heute: Die deutschen Kriegsschiffe wurden von den Carlisten aus Guetaria be- schosten und warfen 24 Bomben in die Stadt. Die Schisse kehrten um 5 Uhr Abends nach Santander zurück- Die Bestätigung der Nachricht bleibt noch abzilwarten.
London, 7. Sept. Der „Great Eästern", welcher das fünfte Tcle- graphen Kabel zwischen England und Amerika legt, ist bei den Skelliks-Jnseln
Amerika.
Rio de Janeiro, 2. September. Gin ultramontauer Abgeordneter Namens Roma hat in der Kammer den Antrag gestellt, den Vicomte Rio Braiico und zwei andere Minister ivegen Verrathö und Versckwörutig gegen die Religion in Anklage zu versetzen. Der Antrag wurde mit allgemeinem Gelächter begrüßt und wird, an einen Sonderausschuß verwiesen, nur eine ganz unbedeutende Stimmenzahl erhalten.
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den Nowaja-Semlja getrieben. Im ersten Winter schwere Eispreffungen. Im Herbst 1873 unbekannte Ländereien gefunden, 3 Seemeilen nahe trieben. Zweite Ueberwinterung stattsand 79° 51' nördlich, 50^ Osten, 1874 vom 9. Mar; bis 4. Mai Länder miltclst Schlitten von 79° 54 bis 82° 5' bereist; über 83° gesichtet. Lange Ausdehnung, Mindestens 15°, doch Süd ausgenommen , selb i von Bergen nirgends Begrenzungen gesehen haben. Thier- und Pflanzenleben ist im Süden gering; Begletscherungen, ungeheure Dolomit- Formationen , die Berghöhen betragen 3000 Fuß, das vorkommende Treibholz ist germg. Artunkisse (Artenscizze ?) folgt großer Ländercomple;; überbrückt, einjähriges Blinns, nördlich 82« die Küsten gemeffen; Kältemaximum an 37« Roaumur. Landreise Mitte März, Expeditionsdauer siebenmonatlich, Nacht 20. Mai Schii mit Schlittenboot verlassen, 15. August Eisgrenze, 77° 40" erreicht. Südlich Matroschkinschare 24 August russischen Fischer getroffen, der mis nach Norwegen brachte. (Maiiche Unklarheiten, welche durch die raschen Ausnahmen der ersten Depeschen sich ergeben, werden wohl die nächsten Stunden aushellen.) Äußer Krisch ist Alles leheud. Allerhöchste Genehmigung „Franz-Josephöland" einholen. Telegramm-Mittheilung Pesth, Klagenfurt.
Payer.
Breslau, 27. August. Die Schl. Z. erzählt: Dragoner.) Der Herr Bischof Retteier in Mainz bi wunderbares Gernengsel von Politik und Religion gelief«
Glück haben wird, darf mindestens bezweifelt werden, und gerate dem Herrn Bischof von Mainz fehlte es doch nicht an einschlägigen Erfahrungen, wie wmig der gesunde Sinn des Volkes sich beirren läßt, auf diese Verquickung geistlicher Dinge mit weltlichen einzugehen Eine dieser Erfahrungen des Kirchenfürsten ist eine so kornische Scene auS dem großen Jahre, daß sie verdient der Vergesienheit entrückt zu werden. Einer unserer Lorrespondenten in der Provinz theilt uns dieselbe mit: Der Fürst von Carolath führte im Jahre 1870 in seiner Eigenschaft als Landwehr-Rittmeister eine Reserve Schwadron des schlesischen Dragoner-Regiment» Nr. 4 nach Frankreich, stramme, frische und kerngesunde Jungen aus den reichen niederschlesischen Bauerndörfern, die auch, wie man zu sagen pflegt, mit dem Daumen wackeln und sich unter« wegs „etwas anthun" konnten. Da auf der weiten Reise Mainz als Erfrtschungsstation bezeichnet war und unter den dortigen zahllosen Weinhändlern auch des fürstlichen Sckwabrons chess Leiblieferant sich befinbet, so erging von Ersterem an ßcyteren die telegraphische Ordre, mit einem für die ganze Schwadron ausreichenden und auf das fürstliche Conto zu schreibenden Quantum Champagner zur Stelle zu sein. Der splendide Herr wollte feine braven Dragoner bei Zeiten an die besseren Sorten, welche ihrer in Frankreich harrten, gewöhnen, fln militä rische Disciplin gewohnt, erhoben die Dragoner selbstverständlich keinen Einspruch gegen ten Befehl des Chefs; in ihrem Eifer, demselben zu entsprechen, griffen sie vielmehr brav in die Muttergroschen und bewiesen dem Lieferanten ihreL fürstlichen Chefs, daß der noble Herr auch noble Untergebene habe. Bald hallte der Bahnhof von lauter Fröhlichkeit wieder, und die Mainzer, welche als gute Patrioten fleißig auf dem Bahnhofe waren, um die durchkommendeu Truppen zu sehen, hatten ihre Freude über daS harmlose und lustige Treiben Unter ben Zuschauern befand sich auch der hochwürdige Bischof Retteier , der es zu cen Pflichten seines heiligen Amtes rechnete, stets zur Hand fein, wenn etwa eine Gelegenheit sich darbiete, mit seinem Segen auszuhelfen. Besonders die Eavallerie hatte er ins Herz geschloffen, ging doch früher die freilich irrige Rede, er selbst fei einst ein flotter Husaren-Ofsieler gewesen. Was Wunder also, daß ihm in dem muntern Treiben daS fromme Herz aufging und daß er sich zwischen den zechenden und fingenben Dragonern fo recht in die fröhliche Zeit feiner Jugend zurückversetzt glaubte. Er hielt es beßhalb auch für nothwenbig, mit ben fidelen Kriegern eine Konversation anzuknüpfen, unb wanbte sich beßhalb an einen nahestehenben Dragoner mit der Frage: wo er zu Hause fei, und auf bte Antwort „aus Schlesien" erfiärte der hochwürciqste Herr: er kenne den Herrn Fürstbischof von Breslau sehr genau und von diesem habe er gehört daß die Schlesier alle gute Katholiken seien. — Ob nun der brave Dragoner Katholik oder Protestant war, wiffen wir nicht, aber echt soldatisch-eonfesfionslos war die Antwort, die er dem Herrn Bischof, indem er ihm auf die Schulter klopfte, gab: Alter Herr! prclestantisä. und katholisch, das ist jetzt alles ein Schwindel; jetzt heißt'S französisch oder deutsch.' Und Bischof Ketteler verschwand und warb nicht mehr gesehen. — Bei feinem Hirtenbrief über die Sedanfeier hat er sich gewiß dieser Scene nicht erinnert, sonst hätte er ihn wohl ungeschrieben >1 " C n."__
Literarisches.
Soeben geht uns schon das erste Heft des neuen (dreiundzwanzigsten) Iahraangc von „Illustrlrte Welt" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) zu. Längst als gediegenes Familien - Journal bekannt und beliebt, rechtfertigt auch wieder der Inhalt und dic Ausstattung des vorliegenden HefteS den altbewährten Ruf diese« trefflich rebigirten Iour^ls welches zu all' seinen Vorzügen hin nock im neuen Jahrgänge seinen Abonnenten zwei präd) tige Prämien bietet, ben großen Stahlstich ,(6anß jur .tttrmcä*, ein reizende« Seme bild, und den prächtigen in 19 Farben künstlerisch ausgefuhrten O elfar bendruck .Liebesglück.^ Wir können die „Illustrirte Welt" jeder Familie zum Abonnement ttarn empfehlen und möge im Uebrigcn der nachstehende Inhalt des ersten Heftes selbst für st«
Schiff zwei Jahre hafenlos; Packeis eingeschloffen 14 Monate, nach Nor- Altkatholtken-Congreffes war von Tausenden besucht. Als Redner traten auf: . - - cy™ .»rfiöH tmhifpr irfunpr» lTiännpssnn.ipn Qm Professor Huber (München), Amtsrichter Beck (Heidelberg), Proseffor Knoodt
Der Eisenkopf. Novelle von E. v. D in cf läge.
Der Arzt als Hausfreund. Von Dr. med. H. Klencke. Der Bart des ManneS und feine Pflege.
Der Fäckermaler von Nangasaki. Erzählung aus dem japanesischen Volksleben von Rose»- thal Benin.
Die Mode der Schooßlhiere. Von B. M. Kapri.
Deutsche Gedichte mit Illustrationen. Der Bettler. Von I. P. Hebel.
Brandbriefe. Geschichte aus ben Bergen von Ernst Willkomm.
Gold in ber Pflanzenwelt in Sage unb Wissenschaft. Von Paul Kummer.
DaS geweihte Wunberlanb in Amerika. Von H Beta.
AuS Wissenschaft unb Leben. Strümpfe und Schuhe. — Die Schlange Mosis. — Goldern und silberne Treffen zu putzen. — Anwendung der Kälte zum Konzentriren der Deine — Em Riesenfisch. — Briefmarken — San Marino.
Intereffanie Bücker Aus dem „Pädagogischen Skizzenbuck."
Unsere Bilder. - Ernstes und Heitere«. — Bilderräthsel. — Rösselsprung. — Dreisylbig« Eharade. — Kleine Korrespondenz
Illustrationen:
Galerie weiblicher Originalkofiüme. Insel Marken (Holland). Rach einer Photographie vor Franz Hanfstängl in München.
' Ländliches Medicinalcollegium. Nach dem Gemälde von H. Schaumann.
Das Denkmal des Freiherrn von Stein in Berlin. Originalzeicknung von F. Weiß.
Des Lootsen Brautfabrt. Originalzeicknung von Knue Ekwall.
Frühstück im Keller. Nach einem Gemälde von Ed. Grützner.
Der Spielwaarenhändler Nach einem Gemälde von L. Tannert
Deutsche Gedichte mit Illustrationen. Der Bettler. Gedicht von I. P. Hebvl; illufiriw von Erdmann Wagner. , ,
Der Gang zur Kirmes. Nach einem Gemälde von Karl Boeker (Kopie der Prämie diese» Jahrgangs).
Bei dem Wein. Humoristische Bilder nach Skizzen von Emil Köhler.
Lrankreich.
Paris, 3. September. Dic Beglaubigungsschreiben für den österreichischen Botschafter in Madrid, Grasen Ludolf, wurden gestern Morgen uni 6 Uhr durch einen Feldjäger überbracht. Graf Ludolf, sowie Graf Hatzfeld reisten sofort nach Madrid ab. Ghaudordy, gegenwärtig in Bern, ist endgültig zum französischen Gesandten in Madrid ernannt worden.
— Der Fürst von Serbien machte heute Morgen im Elysüe einen Abschiedsbesuch. ,
Paris, 5. September. Mac Mcchon empfing heute den Besuch des Großfürsten Constantin von Rußland und erwiderte denselben sogleich. Der Großfürst reist morgen nach Biarritz zurück. Mac Mahon wird sich am 13. nach Bethune begeben, um den Manövcrn des vom General Clinchant befehligten Armee-Corps beizuwohnen.
PariS, 5. September. Das republikanische Blatt „Mömorial des Vosges" ist wegen eines Angriffes gegen die Gemeindebehörden von der Militärbehörde unterdückt worden.
Schweiz.
Genf, 5. September. Die Genfer Negierung hat 19 katholische Geistliche, welche die Ablegung des verfassungsmäßigen Eides verweigerten, des Amtes entsetzt und den Kirchenrath beauftragt, für die Verwaltung der vacan- ten Stellen Sorge zu tragen.
Spanien»
Perpignan, 4. September. Die Carlisten sind von Puycerda nach Alp im Rigart-Thalc abgezogen. Von dem Abmarsche repubikanischer Hülfs- truppen war noch keine Nachricht eingetroffen. Einwohner von Puycerda kommen herüber nach Bourg - Madame, um ihre dorthin geflüchteten Familien zu begrüßen. Es herrscht große Freude.
Lantander, 3. September. Die deutschen Kanonenboote befinden sich in der Mündung des Nervion vor Portugalete; in Castro Urdiales, welches sie auf der Fahrt passirt hatten, wurde ihnen vom Volke ein jubelnder Empfang mit Glockengeläute zu Theil. Für den Empfang des deutschen Gesandten, Gra- sen Hatzfeld, werden hier Vorbereitungen getroffen; ihm und oem deutschen Consul aus Bayonne, welcher zehn Tage hier bleiben soll, wird ein großes Banket gegeben werden.
Bayonne, 5. September. Ein Matrose des deutschen Geschwaders, der sich b-i San Sebastian verirrt hatte, ist in die Hände der Carlisten gefallen. Er wurde gut gehandelt und den Behörden des französischen Grenzortes Hcndaye übergeben.
mit 4 Schlitt-nbooten verlassen; nach 96iagiger mühsamer Reise auf den angekommen und telegraphirt: . ..
Schlittenbooten haben wir in der Dunnenbucht von Nowaja-Selmja einen rus- vorhanden, heute die letzte Splissung vorzunchmcn. fischen Schooner gesunden, krisch ist an Tuberculose gestorben. Die U-brigen e <->- ao..
sind gesund. Das gewonnene Beobachtungs-Material ist sehr groß. Ersuchen, sandten, Herzog v. Tetnan, zur Entgcgennabme seiner Credttlve empfangen. _ t n • । L ' />* < f ‘ r. f.4.* >• kt a ah ♦Xbnn OanKnr tl, - K otAfr *)( tlf ti f biPÄ Ql a i i z« m• rmi .1
^osephölaud" genannt werden dürfen, Gelderjorderniß 1200 Silber-Rubel, Republik am 4. September kam es m Müze bei Montpellier zu Ruhestörungen, 11 385 Silbergulden, Löhnungen 4000 Gulden, Remunerationen und Reise-bei denen 1 Mensch getödtet, 19 verwundet wurden. Ein Truppen-Eomando kosten von Troinsöe nach Wien ungefähr 3400 Silbergulden. Bitte um tele- ist dort angekommen. In Lyon wurden mehrere Verhaftnngen vorgenommen, araphische Anweisung von 8000 Gulden unter der Adreffe Agaard (österreichi- Madrid, 6. Sept. Die „Gazeta" meldet, daß drei Angriffe der Car- fcher Consul) in Tromsöe. Weyprecht. listen auf Castro Uridales zurückgewiesen worden sind.
Das zweite, ebenfalls an Graf Wilcjek adressirte Telegramm trägt dasi Shanghai, 6. September. Gerüchtweise verlautet, die Schwierigkeiten Datum Vardöe, 'den 3. September, 1 Uhr 58 Minuten Nachmittags, und zwischen China und Japan wegen der Insel Formosa seien beigelegt.
Freiburg, 6. September. Die heutige erste öffentliche Sitzung des


