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Wechsel»

77

Oberhessen

4

Oestorr. Silberrente 657/ß

Amerik. Bonds

n

146%

lK64r

Temperatur in Gießen, December 1873*

7,470 R.

+

23,23

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Dis conto

Börsennachrichkn.

6. Januar 1874.

1882r 97Vi 1885r 100% 1887r 1007/g

Badische fl. 35 Loose Oestr. fl. 250 v. 1854 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loos* 92%

Prioritäten» östr. Stsb. Prior. 611/- östr s. Lombard 491/z Livorneser 31% Toscaner 52 Elisabeth.-Prior. 92

6,68

15,39 Par. Zoll.

k. 8. 98%

k. 8. 100 k. 8 104% k. 8. 105% k. 8. 93% k. 8. 105% k. 8. 105 k. 8. 118% k. 8. k. 8. 93% k. 8. 103% m. 8. 103%

1. 8. 103% %

Actien, Frankf. Bank 147% Frankf. Vereins-Kasse 89% Darmst. Bankact 396% Rheinische Hyp.-Bank Wien Bankactien 1029 Oest. Creditaot. 244 Galizien

3% 3% 3% 5% 5%

niederste.................

mittlere Mittel früherer Jahre höchste...........

Niederschlag: an 9 Tagen

im Mittel früherer Jahre an 17 Tagen: - -

Jahresmittel der Temperatur 1873 Bisheriges allgemeines Mittel aus sämmtlichen Veobachtungs- jahren ................

Niederschlag 1873

(der schwächste Niederschlag seit 1852)

Niederschlag im Mittel aller Beobachtungsjahre ....

Actien.

j<% östr. F. 8t. E. B. 349% Lombard. Bahn 174% Ludwigsh. Bexbach 194 Maxbahn 132%

Bayer. Ostbahn 114% Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Act. 157

Preuss. 4%0 0 Oblig. Frankk. 3%0,h Oblig. £8 Nass. 3%0/0 Obi. 91% Kurhess. 4y 0 n 97 % Gr. Hoss. 5°,c Obi. n r> 4% n

n 31/2% N WO

Bayer. 5%

4%0,v 1jährige 101%

8,0 R.

0.99

0,26

7 5 0,36 Par. Zoll 1,88

n Papierrento 61% Spanier, neuest. 3% 15% " " ' 1881r 102

40,0 Ijäarige 97%

Würtemb. 4%0/» Obi. 1011 - Baden 4%% Obi. o. E. L. 100'%

4% bayr. Präm.-Anl. 113

14% badische-Loose 112

<lo. II. Emiss. ________

Anieiiensioose«

Darmstädter fl. 50Loose

* n 25 , 59

Kurh. 40 Thlr. Loose 69%

Nassau 25 fl. 48% Braunschweiger 22'%

3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36%

Golflsorten*

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen 9 4143 Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 3436 20 Frankenst. 9 2223 Engi. Sover. 11 4951 Russ. Imper. 9 4143 Dollar in Geld 2 2526

m rr, in rin rckönes aeräumiges Gebäude, wie geschaffen zu Tanz! Gottesdienstes in den Christtagen vor die Kirchthür gestreut, weil dann für den Fall daß die-

her 'feine Teppich, verm-mtlich- H-p- in der Kirche anwesend, dieselbe nicht über die Erde hinweg die Kirche ver-

und Lustbark-,ten. Er -ntbeh fast i-des OU.n-M,iq-n ^ftiline uffm t5nnti foIglid) Herausstellen werde, wer di- Hexe sei. Der Zufall wollte nun, daß

Solange stammen °us L°büken d-L s Jjate -> cheinem Salon von eine alte 78jährige Frau, welch- einen Handel mit irdenen Waar-N treibt, als die zuletzt in der

fonbetbair mit d°r Ausstattung der Raume conka[tot,^man wnVttfnW unb ftir$e «wesende, für sicher als H-r- anerkannt wurde. 9118 nun auf dem heutigen Wochen-

^30115, ber ?rau des Russischen Gesandten, Madame Jgnaticff, markt oben erwähnte Frau mit ihren Maaren sich auf den Markt aufstellt, kommt der Mann

seinem Secretar empfangen und zunächst F MrßcixQtbet, aber die Sitte verbietet seiner der kranken Frau auf die vermeintliche Hexe zugestürzt, faßt dieselbe an der Kehle, wirft sie zu des Harems. Boden und würgte ihr den Hals zu; darauf eilt auch der Mann der letzteren herbei und will

D7-"sMick-nNn^ ihnen drangen, verursachten ihn-n StantaluSqualen. Man sah seiner Frau ,u Hülfe kommen, derselbe w.rd jedoch von dem Wuihenden zur Erde geworfen

Äi"er ÄÄW und des Auswärtigen und Gruppen Türkischer Ost- und mißhandelt.

eiere sich unter die Menge mischen und mit ihren Bekannten plaudern, wahrend die Gesagten -------- -- --------

fcer verschiedenen Europäischen Höfe dem Wirthe in Ausübung seiner Ehrenpflichten zur Seite wTÄMlVWL in ihrer einfachen Tracht hoben sich seltsam von den g an- len Uniformen und den reichen Toiletten ab. Corpulente Mu>elmann^, vom Gerste des Augen.

bliefä angeregt, machten komische Tanzversuche. Ein Kaufmann aus Bombay, mit einem colost säten Leibesumfang begnadet, -mit seidenem Turban und wallendem Kleide leistete Wunder arc im Cottllon Noch am frühen Morgen spielte das Orchester und tanzte Mmelmann und <5Krill in wirrem Durcheinander. Für jeden, der die Gebrauche des OrKnts kennt, muß diese! Ball das Zeichen vön einem bedeutenden Wechsel den eingefleischten Ideen des Landes sein Allein die Anwesenheit des Großveziers, der ohne Einwilligung des Sultans sicherlich nicht dem Feste beigewohnt haben würde, ist von hoher Bedeutung. . 1ni

Berlin. 6. Zan. Ein entsetzlicher Mord erschreckte am Sonntag Abend g'gm l0' 2 Uhr die Bewohner des Hauses Friedrichstr. 63. Um die. genannte Zeit stürzte das Dienst­mädchen des Gürtlers Preetz mit dem Ausruf:Mein Bräutigam hat mich erstochen, auf die Hausflur und brach zusammen. Vorübergehende liefen herzu, bemerkten wie cm Mann aus dem Hause entfloh und bemühten sich der Sterbenden Hilfe zu bringen. Es ^gebens^ Aus einer Wunde am Halse und einer an der rechten Brust ergossen sich zwer Blutlachen auf die Steinfließen und nach wenig Minuten war keine Spur von Leben mehr indem erkaltenden Körper. Einige Herren hatten unterdessen den Mörder bis in cm Haus der Mohrenstraße ver- folqt, wo sich derselbe mit einer Schußwaffe in der Hand in einen Winkel druckte und jeben zu erschießen drohte, der sich ihm nähere. Trotz der Gefahr, welche in der Situation lag, spran­gen einige beherzte Männer hinzu, entwaffneten den Mörder und singen eben an - da die Erbitterung gegen denselben eine sehr hochgradige war Lynchjustiz an demselben zu üben, als die Polizei den arg zugerichteten Thäter der Menge entriß.

Der Thäter des an dem Kaufmann Schünemann verübten Mordanfalls ist entdeckt. Derselbe ist am Sonntag Vormittag gegen 10 Uhr in der Person des Schlosser- lehrlinas Schneider, der bis dahin beim Schlossermeister Richard, Comniandantensr. 61, thätiq war, durch den Kriminalschutzmann Graber zur Hast gebracht Horden und hat seine Schuld nach anfänglichem Leugnen unter Thränen bereits dem Kriminalkommissar L e u e und bem Rea.-Rath Schmidt eingeräumt. Er will die That allein aus geführt haben, den Stick brachte er seinem Opfer mit einem Taschenmesser bei. Bei seiner Verhaftung trug er noch das mit Blut befleckte Hemde, das er zur Zeit der That anhatte und wollte anfänglich diese Blut­flecken als von Farbe herrührend bezeichnen. Schneider ist circa 18 Jahre alt, untersetzter Statur, dunkelblond und von gesunder Gesichtsfarbe, er ist schon ein Mal, wegen Diebstahls bestraft. Er ist auch derjenige Arbeiter, von dem die Zeitungen bereits früher meldeten, daß ein Arbeiter in Haft genommen wurde, ber am zweiten Feiertag plötzlich sich neue Kleider, goldene Uhr und Kette re. zugelegt, trotzdem er notorisch früher kerne Mittel zu so chen Aus­gaben hatte. Er wollte diese Mittel zu Weihnachten von seinen Eltern, die außerhalb Berlins Lohnen , und von seinem Bruder erhalten haben, man ließ ihn, recherchirend ob seine Angaben wahr, auf freien Füßen, ohne ihn jedoch aus den Augen zu verlieren. Die elngegangenen Nachrichten über seine Angaben erwiesen sich jedoch als falsch und so wurde zu seiner noch­maligen Verhaftung, wie oben geschildert, geschritten, die endlicy den günstigen Erfolg des Ge­ständnisses hatte. Welche unendliche Mühe die Kriminalpolizei hierbei sich gab, möge der Um­stand beweisen, daß seit bem Raubanfalle auf Schünemann allein 63 Personen, m bieier Angelegenheit sistirt unb theilweise verhaftet waren. Mit bem Gesunbheitßzustanv Swunemanns geht eS erfreulicherweise täglich besser. Schneiber heißt mit vollständigem Vornamen,CarL Heinrich er ist 1855 zu Neu druck) Kreis Schl och au geboren, die Eltern und Familie, sinb achtbare Leute Die Kopfwunden brachte er mit einem Hammer seinem Opfer bei, den er, sich aus der Werkstatt zu diesem Zwecke mitgenommen Er verriegelte die Thur sofort hinter si-st heim Eintritt in den Laden ohne daß Schünemann etwas bemerken konnte. Mit den Ge- . P m

wohnheiten Schünemanns und dem Innern des Ladens war er vertraut, da er dort öfter sm Mi? MalN-Weskr-Bahtt (NbUes Fvr»

30. December. Heute Morgen ereignete sich auf hiesigem Wochenmarkte'Mular), CölN - MiudkNer Ullb Oberhesststhk EiskNbnhN, fOlViC folgende Geschichte'. Seit längerer Zeit befindet sich eine hiesige Frau krank, und da ")r inößlitfltdieil KorMUlave, ÜNd Ul hübkN

lickerseitö nicht geholfen werden konnte, mußte die Krankheit einen besonderen Grund haben,'sUMMLLLkyC ' 0 /

und o fand man denn auch, daß die Fraubeher.t" sei. Um nun die herauszusinden, . . Wilhelm Klbk NM Markt,

wurde auf dem Kirchhofe geweihte Erde von einem Grabe genommen und dieselbe wahrend de»^'

flf(gemeiner Anzeiger.

NeilhMgSVchl.

3u der Samstag den. d M stattfindenben Reichstaqswahl werden gedruckte Stimmzettel für Frei Herrn Adalbert von Rabenau zu Friedelhausen abgegeben:

in Gießen bei Kaufmann Bapst auf dem Marktplatz,

Pistor, Marktstraße,

Kurz, Neustadt, Buckbinder Kühn, Seltersweg, in Allendorf a. d. Lumda bei Gemeindeeinnehmer Bieber, in Grünberg bei der Erpedition des dortigen Kreisblattes, in Nidda ,, » » "

in Lick bei Herrn Kaufmann K. Köhler, in Hungen bei Herrn Kaufmann Fendt, in Ortenberg bei Herrn Kaufmann Kees, in Gedern bei Herrn Posterpeditor Freymann, in Londo r f Rentmeister Schmitt. . .

Der Wahlact dauert von Vormittags 10 Uhr bis Abends fi Uhr und ist die Stadt Gießen in vier Wahlbezirke abqetheilt. .

Es stimmen: die Einwohner in Llt. A. mt Rathhause, .

B. im Schnlhaus in der Schulstraße, C. und E. im Realschulgebäude, ' D int Schulhaus in der Neustadt. (31)