Ausgabe 
5.6.1874
 
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Frisch bäcker ju Gieße».

Sonntaq den 7. Juni. H. NoÜ in der Neustadt, H. Spies in der Wall-

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um ihr Tröst zu spenden. Diesem gestand sie in der Deichte, daß da- gefundene Kind ihr uehöre und daß sie c8 umgcbracht habe. Außerdem habe sie sckon früher sechS ihrer Kinder aus der Well geschafft, die man auf dem Dachboden finden würde In Folge der Aufforderung des Pastors wiederholte sie dieses Geständniß der Gerichts Eomrnission gegenüber; man suchte nach und fand in der That sechs Kinder Skelette auf dem Dact'boden verscharrt. Bei der hier­auf folgenden Gerichtsverhandlung gestand Alexandra einen weiter.» Fall ein, den sie noch auf dem Gewißen halte; auch hier wurde das Skelett an dem bezeichneten Orte verscharrt auf­gefunden, und cs ergab sich also, daß sie im Ganzen acht Kinder umgcbracht habe. Ais Vater dieser Kinder bezeichnete sie den Grundherrn Scdeiberg Ruhig, mit lispelnder, aber fester Stimme gab sie'an, sie habe die Kinder aus der Welt geschafft, weil es ihrer Mädchenehre nicht erträglich war, Mutter zu sein. Sie sagte dies so naiv und mti so vieler Ueberzeugung, daß sich jeder versucht fühlte, zu glauben, daß sie, um ihre Ehre zu wahren nicht anders han­deln konnte, als die Kinder zu erdroffeln. Alexandra Mikaelsdochter machte überhaupt den besten Eindruck auf das Publikum ; der Eorrespondcnt desRußky Mir" schildert sie in schwung­vollen Worten als ein seltenes Bild vollendeter weiblicher Schönheit; schlank von Körperbau, ohne gerade schwach zu sein, eine Blondine mit reichen, goldglänzenden Haaren, ein Madonnen- gcsicht von tadellosem Ebenmaß, das große dunkelblaue Auue mit einem unvergleichlichen Auf­schläge voll Liebreiz, die ganze Erscheinung unwillkürlich Vertrauen erweckend und gleichsam nur dazu erschaffen, um einem Maler als Modell zu einem der schönsten Portraitköpfc zu sitzen. Das Gericht sprach ein strenges Verbiet über Alexandra, es verurteilte sie zu fünsundscchszig- jähnger Festungsstrafe. Der Grundherr Sedcrberg machte im Gegentheile zu dem Opfer seiner Lüste einen durchaus abstoßenden Eindruck auf die Anwesenden. Ruhig saß er vor den Assisen, denn er wußte, daß gegen ihn nicht das zur Herstellung des Schuldbeweises der Theilnahme an dem Verbrechen nöthige Material aufgebracht werden würde. Roch ein zweite« Opfer seiner Nachstellungen war gegen ihn als Belastungszeuge aufgetreten, Eva NümeS, ein junges Mädchen von 16 Jahren, die gleichfalls auf Nummis als Magd diente, wohin sie schon mit 12 Jahren gekommen. Auch sie verfiel bald dem alten Wüstling und höhnte seinen Lüsten bereit« vier Jahre hindurch, wobei sie, wie sie sagt,Gott schützte", daß es keine Folgen hatte. Seder- berg wurde von der Mitschuld an dem Verbrechen deS Kindcsmordes losgesprochen, dagegen wegen erwiesenen sträflichen Verhältnisses mit Eva Nümes zu achtundzwanzigtägiger Arreststrafe bei Wasser und Brod verurtheilt.

o,,. ,,Y Der Arrest bleibt allerdings daran haften, und nach und die erstaunten Blicke der Mägde fielen auf den Leichnam eines neugeborenen Kinde«,

g-ht °l* unbcfltUbat an ben Wenbn g Uff. fflclcbnef b-m cimiiulten »bfenbit tb.nfaUg b,r in einer irdenen Mllchichüsiel lag; baneben befano sich ein blutige« Sudjenmefier. In«

e« tann ber Fall eintreten, baß am Iuf8» ' Festnahme te« Selbe» bestellten Gefangmst gebracht, erhanfte »lexanbra bebenkttch, unb e« würbe ber Pastar zu ihr gescheh,

nur in Gegenwart einte vom rtquiriricn i Ä__o-__n. ... fi# in hn6 bnÄ n#fiinh#n/* Kind thl

°ur 'n W«ne. * ^oann wieder der Absender, also der Schuldner

L^des° Schuldners B das Geld z?rückzunchmen, so ist die Pfändung abermals »eieitcli und a - lan??>u ^ nem bei ber Post liegen bleibendem Selbe auf bem Wege ber Intervention. V 8 ® l js, Vas Geld das {einige nicht mehr das des B , der bcnüß auf anderem D-nn nunmehr ist ? j?^j/^orde!ung des B. an 6. mit Arrest belegt war, sondern nur daSientq^Geld das per Post an das hiesige Hofpostamt gelangt war. Wir theilen diesen Fall

, miÄiikiioT firh vor Illusionen gegenüber böswilligrn Schuldnern bewahren.

mit, damit Gläubigem ^^^a^vo^ schreibt: Am" 20. d M. wwd vor dem lstesigen «ssisenhof ein Proccß über Mord zur Verhandlung kommen, bei dem nicht nur der Mörder, k knmniiiiche Qcu. tn Blinde sein werden und auch der Ermordete war blind. In

s Sets

Mesfer vor bi? Houbthür, unb al« |<in Opfer berjelben schon nahe war, stürzte er sich auf baffelbe lind erstach -s ^nbli-kltch" jaristischen Kreil- waren vor Kurzem in

" r$, n eufreäuna üb einen In b n Annalen ber Gerichtsprapis iekenen Fall.

«"7 n .rücke Nachricht baß dort auf bem lianegute Nummis, -o Werst

J? r . .ntfjnt*d muhe? ib« ae*t Stnber erwürgt habe. Siele Petersburger,

JSÄlÄi bet arosten hiesigen Blätter, reiften bahin, UM der an Ort und!

*iBcrbrcchcn8?°anbfraum^tcn^ Gerichtsverhandlung be.zuwohnen. Angeklagt erscheinen Stelle deS Verbrechens anvcrau^^^ 2J «^xandra Mikaelsdochter, und e.n

^y.(bc,n ©eDfrbfTa mit Namen. Sederberg, ein Mann von athlethisckem Gltederbau,

63jahriger G , - . . ^ssieht, ist Besitzer des Landgutes Nummis, vcrhei-

? ?ria*f?net3&6bne Sein Leumund bei den Nachbarn ist nicht ber ratbet unb Ba er mehrere er^fenet . unb naminUld) b(n zahlreichen

© e'nnSn auf feinem Sanbgute nachslelle. Alexandra Mikaelsdochter kam zu ihm in Dienst «a A ffinb - lulfht war sie Säüüssclbewahrcnn" und seit ihrer frühesten Jugend ÜÜttrhlelt sie mit ihm ein intim!« Berhaltniß Die Folgen hiervon blieben nicht

rhp 9n?nttrT und aebar im Laufe der Jahre acht Kinder, bie sie alle umgebracht hat. Die Entdeckung dieses schauerlichen Verbrechens geschah ganz zufällig. Mägde ncbenindem sogenannten Milchhausc auf Nummis den Fußboden und bemerkten an einigen Stellen Blut-

altgemeiner anjetger.

Versteigerungen

Montag den 8. Juni,

Nachmittags 2 Uhr: Mobiliarvcrstcigerung im Landauer'schen Hause am'Markt.

2776)___________Carl Selzer I

GraSsiniiiu - Veisteigerung. j

22 Donnerstag den 11. Juni L I, Vormittags 12 Uhr,

so ll die diesjährige Grassamenernte auS den Domanialwaldungen der Oberför-I stcret Schisfenbcrg in unserem Geschäfts-, zimmer versteigert werden.

Giehen, den 23. Mai 1H74 !

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. >

G eo r o t________________

Arbeitsversteigeiung

zu Lang-Göns.

w Montag den 8. Juni,

gr Morgens 6 Uhr,

sollen auf dem Rathhaus zu Lang-Gons^ nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als:

1. Dachdeckerarbeit, veranschl.

2. Chaussirarbeit, veranschl zu 3. Steinfahren, Setzen und

Steinklopsen, verai.schl. zu 4. Grabenarbeit, veranschl. zu . Gießen, den 5. Juni 1874.

I. 21-: Körner, Bezirksbauaufseher.

st- fr.

86 24

266 40

562 -

83 20

Heugrss-Versteigerungen

im Großherzoglichen Rentamtsbezirke Gießen.

Das diesjährige Heugras der Großher-^ »og lichen Domanialwiesen wird in nach-; steh enden Terminen versteigert:

Donnerstag den 11. Juni 1.

1) Morgens um 10 Uhr in der Gemar­kung Grünberg von 45 Morgen 11,25 Hectare (bei Frau Baist Wittwe im Taunus daselbst);

2) Nachmittags um 3 Uhr tn den Ge­markungen Queckborn und Harbach von 28 Morgen 7 Hectare (bei der Sommersmühle);

Freitag den 12. Juni l. I.,

3) Morgens um 9 Uhr in der Gemar­kung Lindenstruth von 22 Morgen 5,50 Hectare (bei den Wiesen selbst); ]

4) Vormittags um 11 Uhr in den Ge­markungen Göbelnrod und Saasen von 70 Morgen = 17,50 Hectare: (am Moorensee);

Montag den 13. Juni 1. I.,

5) Morgens um 9 Uhr in der Gemar-ii kung Alt Buseck von 22 Morgen 5,50Hectare (bei Wirth Krämer III. daselbst);

6) Vormittags um 11 Uhr in der Ge-1 markung Staufenberg von 25Mor-^ acn 6,25 Hectare der Sorauwiese, (bei Eielenwärter Walther in Daubringen);

Mittwoch den 17. Juni l. I.,

7) Vtorgens um 10 Uhr in der Gemar­kung Butzbach von 9 Morgen 2,25 Hectare (bei Gastwirth A- I o u tz daselbst);

Donnerstag den 18. Juni l. I., 8) Morgens um 9 Uhr in der Gemar­kung Wieseck von ca 15Z Morgen 38 Hectare (bei Wirth Dor selb daselbst).

In dieser Gemarkung kommt noch das Heugras von folgenden Wiesen, welche von den Erben des Poststallmeisters Kempfs dahier angekauft und nunmehr in Loose eingetheilt worden sind, zur Versteigerung: Morg. Klstr.

1) Wiese die Krummenmorgen. 3 245

2) Wiese daselbst.....1 297

3) Wiese vor den stolzen Morgen 1 257

4) Wiese an der Herrnwiese - 3 354

zusammen: 11 353

2,90 Hectare.

9) Nachmittags um 3 Uhr in der Ge­markung Gießen von ca. 142 Mor­gen 35,50 Hectare der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenftrauch- Wiese (im Gasthause zum Pfau daselbst);

Freitag den 19. Juni l. I.,

10) Morgens um 9 Uhr in den Gemar­kungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn von 96 Morgen 24 Hectare (im Gemeindehause zu Watzenborn).

Die Großherzoglichen Wiesenwärter sind angewiesen, den Steigliebhabern auf Ver­langen die Wiesenloose vor der Versteigerung zu zeigen.

Kirschen-Lersteigerung.

§ Montag den 8. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr,

sollen in hiesiger Gemarkung von etwa 10001200 Ktrschbäumen, in der Obstan­lage Steinchen und Gcorqenwäldchen, die darauf befindlichen Kirschen, welche für

Gießen, den 1. Juni 1874.

Großherzogliches Rentamt Gießen.

L n n ck e r.

(2743)

diese Erndte in bedeutender Quantität vor­handen sind, an Ort und Stelle versteigert werden.

Bemerkt wird, daß^die Kirschen aus ver­schiedenen feineren Sorten bestehen, na­mentlich Maikirschen, Napoleonskirschen, Tafelkirschen, Herzkirschen rc. und in der Anlage ein Wobnhäuschcn mit Küche-An-

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bau vorhanden ist, worin eine Familie während der Erndte vollständige Unter­kunft haben kann.

Was die Veikehrs Verbäl'nisse anlangt, so liegt Himbach an der Ortenberg-Ha- nauer Staatsstraße und etwa eine Stunde von der Eisinbahn-Station Stockheim ent­fernt.

Gegen genügende Bürgschaft wird den Steigerern entsprechender Kredit gewährt.

Himbach, am 2. Juni 1874.

Großherzogiiche Bürgermeisterei Himbach. ________Mohn. _____ Die Vergebung von Weg-

Bruderwinter nachverzeichnetes Holz öffent­lich versteigert werden, als:

33,3 Rmtr. Nadel-Prügel und Stockholz, 1020 Wellen Nadel-Reisholz.

265 Nadel-Stämme von 15 bis 48 Cmtr. Durchmesser und 4 bis 21,2 Mtr. Länge mit 132,70 6bmtr.

97 Nadel L>tangen mit 15,52 Cubmtr.

Die Zusammenkunft ist an der Strangs- wiese.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Deccmber 1874 gestattet. Gießen, am 2. Juni 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

bauai beit in den Gießener Waldungen.

§ Dienstag den 9. Juni 1874,

£3 von Vormittags 9 Uhr an, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden Der«

Aeilgebotenes.

Loose

1. Anfuhr von Steinen, veran­schlagt zu...... 255

2. Aufsetzen von Steinen, ver­anschlagt zu.....21

3. Handarbeiten von Steinen, veranschlagt zu .... 433 10

Gießen, den 4. Juni 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________Vogt-_________ ß Arbeitsvcrstelgermlg

zu Leihgestern.

Montag den 8. Juni, Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem Ratbhaus zu Leihgestern nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben weiden, als:

1. Maurerarbeit, veranschlagt zu 60 st.

2. Pflasterarbeit, 307

3. Steinbrechen, Fahren und Auf-

setzen derselben, veranschl. zu 49 4. Steinschlagen, vercu-schlagt zu 48 Gießen, den 4- Juni 1874.

I A :

Körner, ___________Bezirksbauaufseher.___________ | Arbeitsversteigerung

zu Groß-Linden.

Montag den 8. Juni, Nackdttags um 3 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Groß-Linden nachstehende Bauarbeit in Accord gegeben werden, als:

Maurerarbeit, veranschlagt zu 16 fl. Gießen, den 4. Juni 1874.

I- A. : Körner, Bezirksbauaufseher.

Holzverstcigerung im Gießener Stadtwalde.

i2 Montag ben 8. Juni 1874, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Forstwar­tei Fernewald, District Strangswiese und

zur Bremer Ausstellung ä 1 Thlr.,

; Wetterauer ä 36 fr., find in der Exped. d. Bltts. zu haben.___________________

Tafelrosinen,

Tafelmandeln,

Tafelfeigen,

Orangen,

Ital Hafelnüffe,

(1306) empfiehlt Emil Fischbach.

| Aepfelwein

bei__________G. Jung, Kaplansgasse.

2770 Gute Kartoffeln verkauft

Frau Wittwe Möhl, Neuenweg.

Bechte Neapottt. Maccaroni, (kiergemüsenudeln,

Türkifche und Bamberger Zwetschen, Apfelspalten,

Brünetten,

ReineclaudS,

Birnen,

1305) empfiehlt Emil Fischbach.

i Sel) leisen

in seidenem Bande und allen möglichen Farben , mit melallmen Abzeichen für Krieger-, Sänger- und Tumer-Vererne in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von l12 Sgr. das Stuck an

Iv. Meyer. Wiesbaden,

(3605) Filiale der Bonner Fahnenfabrik.

3729) Eine Henne mit 9 jungen Küch­lein ist ru verkaufen bei

5 PH Sch mall, Mühlgasse.

§ Aepfelwein

vorzügliche Qualität imFrankfurter Hof" ______________(Fr. Fränk el.)

Königs-Reisstärke.

Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken ber Wäsche, empfiehlt

(2134) Emil Fischbach.