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Preis vierteljährig 1 fi. 12 fr. mir Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

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Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Expedition: Canzleiberg, Llt. B. Nr. 1.

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AuS Oberheffen, 2. Juli. Vor acht Tagen hat eine Versammlung altlutheranischer Laien aus den Kreisen Gießen und Grünberg in Burkhards- selden stattgefunden. Die neue evangelische Kirchenverfassung wurde verworfen, die Einreichung eines neuen Protestes bei dem summus episcopus beschlossen und will man, wenn keine Hülfe werde, zur Separation schreiten. Man stützte sich 11. A. darauf, daß auf die vor drei Jahren erfolgte Eingabe 85 lutherischer Geistlichen höchsten Ortes zugesagt worden sei, daß das Kirchenregiment auch

sinnungsgenoflen dieser, die ihr wohl kennt und von denen ihr-wisiet, warum ;fie jetzt vor den Wahlen mit euch gehen, rubig nachfliegen, natürlich bild­lich gesprochen, denn im Easino gibt's keine Hausknechte. Tiese Satissaclion !wünschen wir für euch und verlangen wir für uns, für das bitter enttäuschte ' bäuerische Volk."

Frankreich.

Paris, 1. Juli. Die konstitutionelle Commission hat die legitiniistische Fassung', welche den TitelPräsident der Republik" unterdrücken wollte, der-

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in Zukunft das Recht der lutherischen Confession, wie dasjenige der refoimir teil und unirten, wahren und durch die in Aussicht genommene Verfasjungs- reform weder altcriren, noch in Frage stellen lassen werde; durch die neue Kirchenverfassung werde aber die Union eingeführt und danut thatsächlich die lutherische und reformirte Consession aufgehoben. Schon jetzt ist übrigens zwei­fellos, daß die überwiegende Mehrheit jener 85 Unterzeichner der Jmmediat- kingabe sich fügen und nur eine verschwindende Anzahl Pastoren auch vor den äußersten Confequenzen nicht zurücksckrecken wird. (Fr. Ztg.)

Aus dem Großherzogthurn Hessen. DieDarnist. Ztg." vom 30. Juni theilt Folgendes nut: lieber die Zeit, wann das bereits publicirte Volköschul Gesetz durch Aufhebung der Oberstudien-Direction und gleichzeitige Ernennung der vorgesehenen zwei technischen Räthe und der Kreisschnl-Jnspec- toren thatsächlich in volle Kraft treten wird, ist es ralhsam, sich nicht allm

worfeu und den ersten Artikel des konstitutionellen Entwurfs in folgender Weise angenommen: Die Präsidentschaft der Republik ist auf sieben Jabre dem Mar­schall Mac Mahon anvertraut. Andere Artikel des Entwurfs besagen, daß der Präsident der Republik die Staatsgewalten mit zwei Kammern ausübt; daß er allem das Recht haben soll, die Abgeordneten-Kammer aufzulöstn. Im Falle der Erledigung des Amtes ernennen die vereinigten beiden Kammern einen Nachfolger oder ändern die Verfassung ab. Die hohe Kammer soll zur Hälfte vom Präsidenten der Republik, zur Hälfte durch Wahlen berufen werden.

Paris, 1. Juli. Tie Erzroyalisten scheinen trotz des Gerüchts, daß sie für das persönliche Septennium stimmen sollen, keineswegs mit Mac Mahon versöhnt; sie wellen im Gegentheil den Antrag einbringen, daß die Kammer den Oberbefehlshaber der Armee ernenne, da Mac Mahon keinen Anspruch aus diesen Titel habe.

Wie man aus bester Quelle erfährt, neigt

Akadömie Fran^aise" zu bewerben.

derselbe zum linken Centrum hin.

Er wagt sich aber nicht mit der Sprache

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Rom, 30. Juni. Wie

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Plenarsitzung stattfinden kann. Diese Zeit hört man auch aus guter Quelles

als die wahrscheinliche bezeichnen. Wichtig ist übrigens, daß nach der neuen'...,..., 0 .. ö. vvv/ ... vpMH/v

landständischen Geschäftsordnung die erste Kammer schon dann beschlußfähig ist, heraus, weil er befürchtet, daß er Niemanden, selbst nicht einmal seine näch-

det. Dieser Officier hatte sich am letzten Sonntag in trunkenem Zustande auf der Mac-Mahon'schen Heerschau eingefunden und sich, als man ihm befahl, sich wegzubegeben, zur Wehr gesetzt, so daß man chn mit Anwendung von Gewalt nach Paris schaffen mußte. Als er etwas zur Besinnung kam, suchte er auf erwähnte Weise seinem Leben ein Ende zu machen. Heute Morgen fand in Belgien ein Degenduell zwischen Robert Mitchel, Redacteur en chef

des Soir, und Aurelien Scholl (vom Evenement) statt. Aurelien Scholl wurde schwer am Arm verletzt.

nur 29 Verwundete.

Ottilien.

erinnerlich, hat der Papst das Personal seines beibehalten, es wird aus den Fonds der Pe- durch das Ausscheiden Monsignor Negroni's

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sanguinischen Hoffnungen hinzugeben. Die fraglichen Aendciungen in der Orga­nisation können nämlich nicht eher zur Ausführung gelangen, bis die dafür er­forderlichen Mittel auch von der ersten Kammer bewilligt sind, dafür, daß dieses aber in der Kürze geschehe, ist kaum Aussicht vorhanden. Zunächst hat nämlich der in dem Finanzausschuß der ersten Kammer ernannte Referent den immerhin zeitraubenden Bericht über das ganze Nachtrag-Budget vorzub<reiten, im Ausschuß zur Annahme zu bringen, und dann erst kann das Plenum zusarn mentreten. Sowohl von den Mitgliedern des Ausschusses als von den übrigen Mitgliedern der Kammer sind aber einzelne auf längere Zeit verreist und es wird allem Anschein nach Anfang oder gar Mitte August werden, bis eine

Was die Bonapartisten anbelangt, so setzen dieselben ihre Propaganda offen fort, bonapartistische Deputirte, die vor Entdeckung ihrer Umtriebe ziem­lich bescheiden auftraten, sagen heute in den Couloirs der National-Versamm- lung ganz laut, daß sie der Polizei-Präfekt nicht hindern werde, ihre Propa­ganda fortzusetzen, daß die Kammer es ruhig hinnehme.

Bei dem Bonapartisten Janvier de la Motte in Angers fand eine Haussuchung statt. Es wurden 200 Pbotographieen des kaiserlichen Prinzen vernichtet.

Paris, 1. Juli. Wie es heißt, bemüht man sich gegenwärtig, den Grafen von Paris zu bestimmen, sich um den Platz Jules Jauin's in der

1 ordnung zugethan.

Berlin, 2. Juli. Neuerlichen Dispositionen zufolge wird der Kaiser am 9. d. von Coblenz nach der Insel Mainau abreisen, am 12. die Reise von ba über München, wo das Diner eingenommen werden soll, nach Salzburg sortsetzen, von Salzburg aus am 14. der österreichischen Kaiserin einen Besuch in Ischl abzustatten und am 15. nach Salzburg zurückkehren, von wo am 16. die Weiterreise nach Gastein erfolgt- Die Dauer des Aufenthaltes in Gastein ist vorläufig bis zum 6. August projectirt.

Paderborn, 30. Juni. Dem Herrn Bischof ist heute Seitens des Ober-Präsidenten von Westfalen angezeigt worden, daß der in Sachen des siispendirten Kaplaneiverwejers Mönnikes von Lippspringe angedrohte Geldstrafe von 800 Thlrn. nunmehr fällig geworden sei. Zugleich wird eine Strafe von 1000 Thlrn. angedroht, falls binnen 4 Wochen der rc. Mönnikes nicht von der Suspensation befreit sei. (Germ.)

München, 1. Juli. DasBayerische Vaterland" bringt in seiner neuesten Nummer einen langen Artikel überUnsere braven Patrioten" und er- theilt am Schlüsse desselben den ehrlichen Patrioten folgenden Rath:Meine , Herren ! Retten, gut machen, was die Andern schlecht gemacht, könnt ihr doch - nichts mehr. Aber wenn ihr nicht wollt, daß man auch aus euch mit Fingern weist, wenn ihr nicht als Mitschuldige der Andern gelten wollt, wenn ihr die nothwendige Rücksicht auf die Ehre und den Anstand der Partei nicht aus lauter christlicher Liebe vergessen wollt, wenn ihr als eine kleine, aber ent schlossene Partei der feste Stern der großen katholischen Partei im bayerischen £ Volke werden, sein und bleiben wollt, so nehmt keine Rücksichten mehr, sondern die beiden schwäbischen Pfarrer Rudolph Weiß und Zill, den Herrn v. Miller und den Herrn Gschwender beim Kragen und werft sie heute sofort aus eurem kClub auf das Pflaster der Barerstraße, und laßt ihnen zwei Dutzend der Ge

letzten Ministeriums vollständig terskasse unterhalten. Nun ifi der Posten des Ministers des Innern vacant geworden, und sofort hat sich unter den Hausprälaten Sr. Heiligkeit Alles in Bewegung gesetzt, um das Amt zu concurriren. Die Wahl schwankt zwischen verschiedenen Consistorial- Advocaten und dem ehemaligen Nuncins in der Schweiz, Monsignor Agnozzi. Da das Portefeuille des Ministers des Innern ein Anrecht auf den Cardinals- hut gibt, so wird der Ex-Nuncius aller Wahrscheinlichkeit nach bevorzugt wer­den. Man würde irren, zu glauben, daß die gegenwärtigen päpstlichen Mini-

Haag, 1. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Buitenzorg vom 29. v. Mts. haben eine Anzahl Bewohner des Bezirks Pedir am 20. v. Mts. auf die holländischen Befestigungen einen Angriff gemacht, der indeß ohne Erfolg geblieben ist. Die Feinde hatten sich auf dem rechten Ufer des Flusses Atchin verschanzt. Am folgenden Morgen wurden dieselben mit be­trächtlichen Verlusten aus diesen Stellungen vertrieben. Die Verluste der holländischen Truppen betrugen ~

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wenn zwölf Mitglieder erschienen sind. sten Verwandten, mit sich sortreißen wird. Im Quartier Latin wurde ge-

Friebberg, 2. Juli. Auch an unsere Stadt- tritt nunmehr die Frage stern ein von Studenten und Studentinnen besuchtes Kaffeehaus geschlossen- Es heran, ob sie sich für Einführung der Landgemeinde- oder Städteordnung ent- heißt, daß mehrere andere Kaffeehäuser des Studentenviertels das nämliche scheiden will. Zur Klarstellung dieser Frage vor den bevorstehenden Gemeinde-Schicksal haben sollen, da der Polizei Präfekt nicht mehr das ungebundene rathöwahlen fand unter dem Vorsitz des Hofgerichts - Advocaten Jöckel gestern Leben dulden will, das man dort führt. Werden diese Maßregeln ausgeführt, Abend eine zahlreiche Versammlung hier statt, in welcher Landtags-Abgeordneter so wird das einst so lustige und jetzt schon sehr vereinsamte lateinische Viertel Scriba die neuen Gesetze kurz und bündig erklärte und insbesondere die wich- schnell ebenso langweilig werden wie sein Nachbar, der clerical-legitiniistische tizsten Unterschiede zwischen Städte- und Landgemeinde-Ordnung darlegte. Bei Faubourg St. Germain. Ein Officier von den Jägern hat vorgestern einen > einer hieraus folgenden Discussion sprachen sich sämmtliche Redner für Emfnh-! Mordversuch auf sich gemacht. Derselbe warf sich unter einen Eisenbahnzug, rw?ilTun9 der Städteordnung aus, worauf vereinbart wurde, daß in einigen Tagen^blieb aber nicht todt, sondern wurde nur am Halse unb an der Hand verwun- -eine weitere Zusammenkunft zur Besprechung dieser Angelegenheit abgehalten det. Dieser Qssieier hatte firh nm lebten ^.nnntnn in trunkenem Qnfi-nnhe nnf werden soll. Die Einwohner Friedbergs sind m ihrer Mehrheit der Städte-

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