Einzelbild herunterladen

Anzeige- nnb Amtsötatt für den Kreis Hiessen

Donnerstag den 3. Dcccmbcr

No. *W8

erschienenenHandbuch der vergleichenden Statistik von G- Fr. Ziolb",

herzogthums Hessen am 1. Januar 1874:

, womit der Reichskanzler nun die

hingen,

9

Gail»

JranRreicfo-

stehenden Generale

PariH, 89. November- Alle in activem Dienste

Reisebückkr, irfcn Preisen, le Berechnung misse, Kosten»

b Ch. La­il Pariser 'sten Ngnges; u. m. A. für

lolpreisen, in der Heidings- [5036 ächH'

Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft. 29 kr.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montag-.

Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1.

H'ft

31- 31-y

ler

M.ktc.,

unk E°ffeln unb U"d N!z JU ____(5561

nnb vis-ä-vis oll irath, itelntr,

1,110,000 p, i_

Uche Schuld 14,345,000 fl. Hierin der Betrag des . . 4 300,000 f[. ergibt eine Gesammtschuld von 18,645,000 fl. Die Staatsren- teiischuld hat sich in Folge verlangter Ablösungen von Staatsrenten seit 1867 um 1,000,000 fl. erhöbt- Eine größere Belastung des Staats hat indesien nicht stattgefuudcu, da die Staatsrenten-Ablöftiugskasse mittelst der cebitten Staatsrenten ihre Schuld verzinst und tilgt. Wird von der Gesammtschuld ter Betrag des Staatspapiergeltes in Abzug gebracht, so verbleibt, wie bereits oben nachgewiesen, eine verzinsliche Schuld von 14,345,000 fl., welcher ein Activum von 14,500,000 fl. gegenübersteht.

Darmstadt, 30. November. Des Großherzogs Köiugl. Hoheit haben am Heutigen Alierguädigst geruht: den Stadtrichier des Stadtgerichts Darm­stadt, Geh. Justizrath "Carl Pistor, unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Eiscr und Treue geleisteten ausgezeichneten Dienste, auf sein Nacbsucheu in den Ruhestand zu versetzen und zu seinem Dienstuachfolger den Landrichter des Landgerichte Dffenbach, Franz Köuiger, zu ernennen. Sodann haben Aller- höchstdiesclben an dem nämlichen Tage den Landgerichts - Affessor i. P.. tzer-

ÄS

lende

ltt

_ B

5*>*

Darmstadt 29. November, -tn dem soeben in der siebenten Aufiagelwar im Jahre 1871, wo den neugewonnenen Landen d,e deutsche brüderliche erschiemnen 'aandbnch der vergleichend?., Statistik vou G- Fr. Kolb», finden Gesinnung vertrauensvoll, man kann sagen: vom Throne bis zur Hütte en - wir folgende authentische Angaben über den S.and der Staatsschuld des Groß, gegenströmte - sich für die innere Selbstverwaltung des Reichslandes a sge- ovL Jm l. 3......... 157*.: Gewöhnliche Schuld 3,775,000 fl, jprocheu hatte. Es hatte nicht dieser letzten Provocatwn bedurft um den Löwen

EisenbahnschuW ü 4 pCt. 7,980,000 fl., Provinzialstraßenbauschuld ä 3'/- pCt. zu den gewaltigen Tatzenschlägen zu reizen, womit der Reichskanzler nun die ------ " Staatsrentenschuld ü 4 pCt. 1,480,000 fl. Zusammen verzins-Herren Simonis, Winterer u. Comp. förmlich zermalmte und dem deutschen 1345 000 fl. Hierzu der Betrag des Staatspapiergeldes mit Volke bewies, daß das Reichsland mit demselben festen Entschluffe bewahrt

UltS- '"'9 ' 9

lach den Verhandlung geboten, die im Innern und nach Außen jenseits der Vogesen und , die Ver- darüber hinaus noch lange nachklingen wird.

Berlin, 1. Dec. Reichstag. Erste Berathung der Gesetzentwürfe, betreffend die Anleihen für Marine- und Telegraphen-Verwaltnng. Gegenüber dem Corvelten - Capitän Saint-Paul, der die Verlangsamung der Ausführung des Flotten - G-ündungsplans tadelt, motivirt Mariueminister v. Stosch die Verzögerung des Baues neuer Schiffe durch die Nothwendigkeit, vorher genü­gende Schiffsmannschaften auszubilten, womit eben so wie mit den Hafen­bauten möglichst rasch vorgegangen werde. Entsprechend den gesteigerten An­forderungen auf Schutz durch die Marine seitens der im Auslände fast in allen Hafen-Orten lebenden fünf Millionen Deutschen, seien auch in der Art des Neubaues von Schiffen Veränderungen geboten. Auf die Bemerkung, daß der Bau von Monitors nicht gefördert werde, erwidert der Minister, daß das Monitor-System veraltet sei. Verbefferte Torpedos in Verbindung mit ge­panzerten Kanonenbooten genügten, die Fluß-Mündungen zu schütze«. Nachdem Schmidt (Stettin) die geringen Verwendungen für die Handelshäfen in, der Ostsee beklagt hat, werden beide Anleihcvorlagen der Budget-Commission über-

wiesen.

Berlin, 29. November. Behufs Annahme eines einheitlichen Zeichens fürMark" hat der Bundesrath beschlossen, sich im amtlichen Verkehr bei

I 'S-* ,0.1 1

^°rdnete intem Iauffieflen K°°n ihren »rschiedenen CommandoPosten nach Paris berufen worden, dci^ Etat für das Reichsland zu berathen und die geforderte Anleihe dafür zu Diese Versammlung der Generale gibt zu allerlei Comnientaren An, un um b wiMaen AlsSchußsatzeinerRede hatte er sich in Citat aus jener denk- so mehr, als auch die Präfekten ter Departements, ,n welchen dw Wahlen am würdigm' Darlegung des^Reichskanzlers aufgespart, in welcher derselbe - ess22. November radical ausfielen, nach Paris gekommen sind. Man will wisien,

VVllC UCIVICD , vup VUM UIVIW/VIUUV ..... - II T

und bewacht wird, dem wir seine Wiedergewinnung als deutsches Grenzland und europäisches Friedens-Bollwerk verdanken. In schlagender Beweisführung lhat der Reichskanzler dar, daß eine beschließende Volksvertretung m Elsaß- ^okhringen nach dcm Herzen und im Geiste der Herren Simonis und Wintern, halb von Paris, halb von Rom inspirirt. geradezu eine tagtägliche Gefahr für den europäischen Frieden sein würde. Er sagte den Herren in fast mehr als deutlicher Weise, daß ihre Beleuchtung elsässischer Zustände in das Gebiet der Blendlaternen falle, daß, Dank der bisherigen Schul-Organisation, das Volk über seine besten Interessen belogen und betrogen werde, und dem Wunsche des Äbg. Duucker, dem dieses Wort wohl und löblich verdiente Angriffe des Herrn Winterer zuzog, daß die Emancipation der Schule vom ultramontanou Pfaffen­drucke noch mit größerer Energie betrieben werden möge, sagte der Reichskanzler unter dem Beisalle des Hauses schleunige und gründliche Erfüllung zu. Ihm folgte mit einer sachlich jede Erwiderung ausschließenden Darlegung der finan­ziellen Verhältniffe des Reichslandes der Abgg. v. Puttkammer - Fraustadt, der «mim Lanasdoifff', lu"rcättwi«n"u.7d zu genehmigen geruht, daß bmfelben'bielfeinen elsässische« Landsleute« Simonis und Winterer die gröblichste Verkennung Verwaltung^ der Landrichterstelle in Offenbach übertragen werde. {ober Verdrehung der Thal suchen «achw.es. Fern davon Alles was unb wie

Darmstadt, 30. November. Der Präsident des Großh. Gesammt-fes im Elsaß besteht für lmtadelhaft oder lob ich zu erklären,konnte er doch Ministeriums und Minister des Großh. Hauses und des Aenßern, Hofmannszeigen, datz man als Laie mitten im Leben stehend, aber mit deutscher 2!. ahr Excel e«z hat sich heute behufs Theiliiahme an den Sitzungen des Bundesraths.chettsliebe ausgerüstet, sich über die Verhältnisse einer neuen Adoptwh«math A* gn.rfin 1 ftanj anders zu unterrichten vermag, als wenn das psäsfische Herrschergelüst

® rfin 30 November Die Nordd. Alla. Ztg." bringt ein Commu-sich auf allerlei Mittel und Schliche besinnt, um zu verhindern wie es der niallü übet bfcÄSXnWu^e» mit Sachsen chi Jahr« 1866 zur Wider-Reichskanzler ausdrückte daß die ihm unterworfene Waffe glücklich Wirch' ijnna der Mittheilungen des Aiffsatzes in denPreußischen Jahibüchern', Bei dem großen Interesse, welches die Ratio« an dem iieu 0erconnc,en Seh- Ein Beitrag^zur Geschichte der sächsische« Politik." TieNordd. lande nimmt, Notz der geringen Liebenswurdigkell, welche bisher die Reichs- Alla aV" faaf Werken König Johann von Sachsen gekannt, werde nicht tagc-rnitglieder aus Elsaß-Lothringen und ihre Wähler gegen Deutschland an b iveffe n" d ß das Anerbieten einer mehr oder «linder große« E«tschädig«ngs- de« Tag gelegt haben, brauche« wir auf den vollständigen Parlamentsbericht li mme aus de« König eiudruckslos geblieben sei« würde. Der König würde über diese denkwürdige Losung nicht erst 3'' verweise«. Was der Äbg Mndt- mis Liebe zu dcm angestammten Lande zu den schwerste« persönliche« Opfern, horst zur Abschwächung des Eindrucks, welchen der Reichskanzler und v. Putt- lelbll inr Äbdication"sich haben entschließen können, aber eine Verhandlung kammer gemacht, noch beibrachte, war der große» Gelegenheit wenig würdig

über eine mehr oder weniger bedeutende Geldentschädigung stand gerade für und blieb verdienter Maßen eindrucksloS. Dagegen ha en d,e warm empfun-

ibn außer aller Frage. Wit Bestimmtheit kann versichert werden, daß der denen lind ebenso fing gedachten Rathjcbläge Löwe s das HauS wieder auf die

vriußiscke Minister - Präsident den sächsischen Unterhändlern Eröffnungen jenes Höhe des wichtigen Gegenstaiidcs gebracht und eine« wurdigenAbfchlußekner

Inhalts Nicht gemacht hat, und daß, nachdem er fast unmittelbar ne^ - - '*""«« "»*> der Voaesen und

ersten Besprechungen durch eine ernste Erkrankung geuöthigt worden, * _ Handlungen in die Hände Savigny's zu legen, für ihn weder ein Anlatz zu Milrcrunaen oder Ermäßigmigen «och überhaupt eine Gelegenheit gekommen jft m ti? Verbandluiigen einzngreifen und Vorichläge jener Art dem sächsischen Hofe übermitteln zu laffe«. Von Berlin sind solche Vor schlage keinesfalls aus- aeaangen. Dem aiiswärtigen Amte ist Derartiges durchaus uiibekaimt.

'' Berlin, 30. November. Tie vorgestrige Debatte über Elsaß - Lothrin­gen ist in der Tbat nur das Vorspiel zur Haupt-Actio« gewesen. Wer am Samstag den Reichskanzler in erregter Discussion mit dem Präsidenten v. Forckeu- bcck sah, nachdem der" Abg. L,monis seine Zorn- und Streitrede gegen die gai.ze deutsche Verwaltung in Elsaß-Lothringen losgedonnert, konnte sich sagen, daß diesem ÄRanne geholfen werden würde. Ein ähnlicher Eindruck muß sich auch dcS Berliner Piiblikums bemächtigt haben; die Tribünen waren heute rasch bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Abg. Winterer, deffen 'Auftreten sein College SimoniS angekündigt hatte, begann mit einer langen Auseiuander- sctzlina über die finanzielle Schädigung des Reichslandes. Davon, daß die deut­sche« Heere mit Millionen von Blutstropfen Elsaß-Lothringen von der gewal- tigen französischen Siaalsschuld frei gemacht und die Bewohner de« Landes bisher keinerlei Last dieser Art getragen, von den großen Erleichterungen, welche die Finanz-Politik der neuen Verwaltung gebracht, war mit keinem Worte bie।

LedeO'"DagE"ward' die'angebliche ungeheure' Kostspieligkeit des deutschülAbkÜrzÜngen des W°M . Mark« des Zeichens zu bedienen (nicht wie Bebörden-Oraanismus und vor Allem das viele Geld bejammert, welches der m gestriger Nummer .) Mabt

Unttirimt kostet Und während ganz Deutschland den Aufschwung bejubelt,! Karlsruhe, 1. Dcccmbcr. Bei der gestern hier stategehabten Wahl ben bie 'einst so berühmte Universität der ehemaligen Reichsstadt Straßbnrg ge-!dreier Mitglieder der katholischen Stiftungs- Commis,io», "0Tl^ b* b^6nu^r nommen, hatte der engherzige mönchische Geist, welcher ans dem glatten Katholiken unb die Altkatholiken stch betheil,gten, wurden die Candidaten der Jesuiten-Zögling sprach, für diese neueste Geistesthat nur Worte der Abneigung Letzteren gewählt.

und des Ingrimms. Ging der Mann doch so weit, es z» beklagen, daß die Fürsorge der Regierung Lehrer des Ackerbaues, der Wein- und Obstcultur aus Deutsckland berbeigerufcn hat. Auf das staatsrechtliche Gebiet wagte sich bev

l P>9

ii Lsä