Lokal-Notiz.
Gießen, 3. März.
öesocki
(Fortsetzung folgt.)
Felde ziehen!
Anker tagen, band ihn an ein kleines Brett und warf ibn in den Strom. Tobtet mich lietn
gegeben.
Temperamr tn Gießen, Februar 1874-
Aecht kölnifcbes Wasser
26. Februar wurde dort Vineenzini, ein Corse und ehemaliger Agent d^r kaiserlichen Polizei, wie er eben7 in die Hochrufe auf die Republik einstimmte, von dem Pöbel erkannt, der auch >c gleich auf den verhaßten Mouchard eindrang und, als dieser sich durch die Flucht zu reiten suchte, auf ihn wie auf ein wildes Thier Jagd machte. Aus einem Tabaksladcn der Ruc
uffent
W7) Bei i:ibein!8erm wnbrtannt wo < Sitninid) auä
niederste.................
mittlere.................
Mittel früherer Jahre ............
bötbste .................
Niederschlag: an 4 Tagen...........
„ im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen: . .
Zu dem 6 &bikn ist' irelätr Tarif Aid unb umfl bti unfern l ftten und so tmMich be;
Sitfetn, im !(*»]
— 16,0- R.
+ 0.13 ,
— 0,52 „
+ 8,5 „
0,42 Par. Zoll,
1,38 , ,
von Jean Maria Farina.
Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle iS zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 fr. per Glatz gehorsawst
Johann Maria Farlna In Köln.
JlußCand.
Petersburg, 28. Februar. Ter Herzog und die Herzogin von Edinburgh sind per Expreßzug abgereist. Sämmtliche Großfürsten waren zur Verabschiedung auf dem Bahnhofe erschienen. Der Kaiser begleitet den Herzog und die Herzogin bis Gatschina.
Die aus ldigm Pachte mm nur r 'Alouats ohi Jlaffe b^ahlt im
Wir machen unsere Leser auf den Dortrag des SpracharzteS Herrn Gerdts aufmerksam, den derselbe am Donnerstag Abend 7 Uhr im Saale des 6af£ Leib halten wird. Herr Gerdts beabsichtigt seine mebrjährigen praktischen Erfahrungen in seiner Speeialität ohne Rückhalt aufzuführen, da er es für Pflicht halt, jeden Fortschritt in der Wissenschaft der Oeffentlichkeit zu übergeben. Wir dürfen daher wohl annebmen, daß für Jedermann der Besuch deS Bortrags lohnend sein wird.
Graf Arnim t-ie Ernennung zum deutschen Botschafter in Konstantinopel gl(id),„ _ Wt btr unglücklich- - ,«» d-ß Ihr mich s° in- W-ff» »«f.1- Dem 8» _ mente PrciS gegeben, gelang es Vineenzini, der eine übermenscklicke flraft entwickelte, sich vH
Die frauzösischeu Blätter, deren 90 verschic- seinen Banden zu befreien und bis an die Spitze der Insel Saint Louis zu schwimmen; otfl
Katholik" dem Jesuiten beifhmmte, so daß in Mainz selbst eine Verschiedenheit der Ansichten zu herrschen schien. Ich füge daher meiner kritisch.n Besprechung der Schrift des Bischofs in der Zeitschrift „Athenäum" (1862) die Bemerkung bei: „Mögen die Leser diese (bischöfliche) Erklärung vergleichen mit dem was Kleutgen (und mit ihm der „Katholik") hierüber sagt und ausdrücklich als acht kirchlicke Ai'.sicht geltend macht: „daß die Denk- und Lehrfreiheit nicht bloS durch das Dogma beschränkt sei", unb „daß die Lehrvollmacht der Kirche sich über den Inhalt der Offenbarung hinaus erstrecke." So konnte ich einmal auch selbander mit einem Bischof gegen den Jesuilismus und die Scholastik zu
üeutfcöfanö.
Köln, 2. März. Wie der „Köln. Zig." aiis London gemeldet wird,
ift E br.tf 4 iW &
* tt» 1
'•jfi
i N-( । guatifonb -fit W ^itific t1.; Whl.
«7,Al rrK
St. Antoine hervorgeholt, wurde Vineenzini unter Mißhandlungen aller Art, die namentlich auch von mehreren Soldaten in Jäger Uniform ausgingen, nach Dem Posten des Bastille Planer geschleift. Der Befchlöbaber dieses Postens suchte sich vergebens der anbringciiben Menge zu erwehren; dieselbe bewältigte den Posten, durcksuchte Vineenzini, und da sie bei ihm die SUxt fand, welche ihn als Polizci-Jnspeetor beglaubigte, kannte ihre Wuth keine Grenzen mehr, vit aus allen Kehlen erscholl der Ruf: „Ins Wasser mit dem Spitzel! Er soll der Volksju'ch nicht entgehen!" Das Fenster des Postens, in welchem sich Vineenzini befand, ging auf tei Seine-Canal; der Commandant rieth ihm, m8 Wasser zu springen und sich durch Schwimmer zu reiten; aber er fand den Sprung zu hoch und lieferte sich freiwillig den Barbaren eil Run begann für ihn eine Marter, welche 2 Stund em dauerte. Fünfzig Paar Fäuste ifhluge mit aller Gewalt auf ihn ein und schoben den Unglücklichen an ein Haus, an dessen Ball.', man ihn ausknüpfen wollte; da dies nicht leicht von Statten ging, schleppte der Döbel sei» Opfer nach dem Canal. Vergebens riefen einige mitleidige Stimmen, daß er jetzt genug batte; die Mißhandlungen begannen nun aufs Neue, und eine Dirne trat vor Vineenzini, ohrfeigte öl unb rief: „Im Namen des Volkes verurteile ich dick, zum Tode durchs Wasser!" Ein Hav't in dem man diese Megäre, einen Artilleristen und mehrere Jäger bemerkte, ergriff den Mail, schleifte ihn auf einc§ der Schiffe, welche noch von der Belagerung her in dem Canal in
London, 2. März. „Hour" mellet gerüchtweise und unter allem Vor
Frankreich.
Bayonne, 1 März. Nach officicllen Nachrichten des carlistischen Hauptquartiers war Don Carlos mit seinem Generalstabe seit dem 22. Febr. in Darnacaldo, um die Belagerungs-Arbeiten Bilbaos und die Operationen Moriones' zu überwachen. Die Beschießung der Stadt begann am 22. Febr. anf's Heftigste. Ztlr Beschießung sind 1500 Bomben bestimmt. Außerdem sabriciUcn die Carlisten täglich 400 Bomben in besonders daztl eingerichteten> Werkstätten. Moriones unternahm am 24. Febr. einen dreimaligen Sturm auf ^e sehr steilen, durch Schutzwerke überall unzugänglich gemachten Höhen von ^Lomorrostro, wurde iudeß jedesmal mit ungeheuren Verlusten zurückge- schlagen. Alle fremde Consuln haben Bilbao Derlei (Jen. Die Eroberung der Stadt gilt als zweifellos und nahe bevorstehend.
®,m Mai'i'e । ®ritl, Ra'hj I »Meuten oon ( B-"t feiner S, r ®^Nad), t M nai) btr»
'1 Äll j Seien Dflr xg, ; ^'->5 Psa, uni IK'Abtt IjUschöff (Snfli ^.welche ipOlDirlg N ; g^:a Maria ; i‘llJTben, uv j
fr- ®«i< ö d-- 17 ^«ratbei u *P.3Äori| » «miterban |S,?r °ls Dc B ;^nbi(n |®Ä-
. ■«Uodtn 9ii Äsfr >« 1
►Offene
MlottM dl
bereits ui Anfang der vorigen Woche angenommen. , 2. März, r' ' '
dener Art hierher kommen, wurden heute von der Post nicht ausgegebeu, viel- tie ®lcnbfn/ trci t'*8 vier Hundert Köpfe stark, verfolgten ihn mit St einwürfen, verhindert®
mehr der Ncaieruiui behnfa Durebü^t riieiosfellt »wei Lokalboote, bte eben des Weges kamen, ihm zu Hülfe zu eilen, bis endlich, nachdem auh
meyr oer ckcegterung veyUsS Durchsicht zugesreur.^ der Polizei. Commisiär Macö mit Gcfabr seines Lebens dem UnglückUcken hatte be.sprine®
»vtetz, 2. ckltarz. Zufolge einer Beifügung oes Over - Präsidenten wollen, Vineenzini, von einem letzten Wurfe getroffen, unter dem Wasser verschwand. Von t®
wurden heute zum ersten Male sämmtliche ZeittlNgen aus Frankreich nicht aus- zahlreichen Unmenschen, welche an diesem grausamsten Acte der an blutigen Ereignissen geul
" nicht armen Epoche Theil nahmen, wurden mehrere nachträglich ermittelt, io ein Soldat Ro«
der dann im Dienst der Commune gekämpft hatte und am 12. Juni 1871 den im Straße» Uesterreich. kämpfe empfangenen Wunden erlegen war, >o die obenenvabnte Dirne, die kürzlich in der H 'II
, von St. Lazare ßestorben ist, endlich zwei Individuen Namens Bonnard unb Pelata, die fft
Pesty, 2. März. Der Minister-Präsident Szlavh hat dem Kaiser in vor dem Kriegsgerichte erscheinen. Bonnard soll Vineencini gehalten haben, als man ile einer gestern in Wien ftattgehabten zweistündigen Audienz über die Lage referirt H^ude unb Füße band, um ihn ins Wasser zu werfen ; er bat unter ber Commune als eir® unb erklärt, das G-'.binct wolle feine Demission geben Der Kaiser behielt sich w-lch- mtt besonrerem Eifer auf bi. Sefractä« 309b mad>t.n, rin. Roll. fl.fM
, . /r r ci c k Ucm 1 er v n-■ . rr Pelata gehörte zu ben Barbaren, welche auf bit Todtunq Vineenzint s drangen und ihn mV
feme^ Entscheidung «.It zu seinem ini xilllfc der ^.o-oche erfolgenden Eintreffen Steinwürfen überhäuften; auch er hat vom 18. März bis zum 24. Mai in den Commune- in Pesth vor. Truppen gedient und an der Plünderung ber Polizei - Präfectur und deS OrbenShauseS dq
Jesuiten in Vaugirarb Theil genommen. Beibe Angeklagte leugnen die ihnen zur Last gelegtÄ Handlungen unb wollen nur als Neugierige dem Schauspiel vom 26. Februar beigewohnt Haber.
die Freiheit der Wiffenschast", wird entschieden behauptet: der Wisienschast chehalt. General Wolseley sei auf dem Rückmärsche nach der Küste von den komme auch in der katholischen Kirche Freiheit zu, und wird mit Entrüstung'Aschantis umzingelt.
die gegentheilige Beschuleigung zurückgewiesen. „Es ist gar nicht möglich, sagt er, uns Katholiken eine größere Lüge und eine schwerere Beleidigung in's Gesicht zu werfen als die: daß bei den Katholiken eine freie Wisienschaft unmöglich sei." (S. 23.) „Es ist unerträglich", bemerkt er weiterhin, „wenn em Theil unserer Gegner sich in unfern Tagen den Schein gibt, als ob uns Katholiken ein freies wissenschaftliches Forschett verboten sei, als ob unsere Vernunft mit unserm Glauben im Widerspruch stehe. Das ist ein unverständiges, unwissendes oder boshaftes Gerede, das aller Wahrheit^und Geschichte spottet, und nur vom blinden Vorurtheil erzeugt fei» kann." (S- 179.) Und in Bezug auf Vernunft und vernünftige Glaubensprüfung: „Die Kirche hat die Behauptung, daß das Chrtstenthum uns nöthige, Unvernünftiges zu glauben, mit Abscheu verworfen In allen ihren Schulen steht der Satz als Axiom da: Was unvernünftig ist, kann und darf nicht geglaubt werden. Es ist daher eine Unwahrheit, und eine Injurie, wenn Professoren deutscher Universitäten uns Katholiken den Schein anhängen: als ob wir durch unfern Glauben zu dem elenden Zustande der Etttwürdigung und der Unterdrückuttg unserer Der-
nunft verurtheilt seien, während vielmehr die Kirche ihre großen Kätnpfe mit <k r u» l 1 r e
dem alten orthodoxen Protestantismus hauptsächlich deshalb geführt hat, weil Darmstabt, 25. Februar. Heute Nachmittag würbe die sterbliche Hülle beS Landtags hio mrntpftnnfoH bio Freiheit des Willens und die freie vernünftiae Mitwirkuna Dbgcorbneten Metz zur Ruhe bestattet. Die Betdeiligung an ber Leichen-Feier war eine ganz C e K l J° /uj!; A rx A M i ungewöhnliche unb bekundete die Popularität bes Verlebten. Wir bemerkten unter ben Leid'
des Menschen mit der Gnade Gottes läugneten. Auch IN Bezug auf das tragenben zahlreiche Deputationen verschiedener Stäbte, z. B. Mainz, WormS, Offenbart), Gebiet, für welches die Lehrauctorität der Kirche Geltung haben soll, stellt der Bensheim K., die meisten Landtags-Abgeordneten, die meisten ber hiesigen unb eine Anzahl aus- Dischof Behauptungen auf, welche sich als viel liberaler zeigen, als sie sonst wärtiger Rechtsanwälte, bie Mitglieder ber verschiedenen Ministerien, ioweit hier anwesend, eine in tfaeoloaifdn-n Werken als äck)t und allein kirchlich ausgestellt zu werden pfle- von Beamten und einen großen Theil des Kerns ber hiesigen Bürgerschaft u. s. w. m tyeolog sü) N lusenenaiö cicyl uno «««" aureqitui uV M Am Grabe sprach zunächst Pfarrer Hieronymi, nicht, wie er ausdrücklich hervorhob, in seiner
gen. Er sagt. „Die Lehrauctoritat der Kirche bezieht sich ausschließlich nur Eigenschaft als beutsch-katholischer Geistlicher, jonbern als Freund des Verstorbenen, warme auf die Lehre Christi und der Apostel. Christus hat sich nicht Über alle Ge- Worte. Dann legte Emil Pirazzi von Offenbach Namens ber Freunde des Verlebten in seiner bitte menschlicher Erkenntniß und Wisienschaft ausgesprochen, sondern er hat Vaterstadt einen Lorbeer-Krunz mit schwarz-weiß-rothen Schleifen auf den Sarg. Nack der sich daraiif beschränkt, einen gewissen Kreis von Grundwahrheiten, insbesondere dcerbigung fanden sich die Mitglieder der hessischen Fortschriltövartei im Saalbau, woselb-1 über das VerhältNtß des Menschen zu Gott, zu lehren, die ihnen gewissermaßen Gedächiniß-Rcde, die hiernächst auch im Druck erscheinen wird, hielt.
als Leitsterne aus allen Wegen ihres irdischen Lebens dienen sollten. Die Apo- — Die Vergiftung der Thiere im berliner Zoologischen Garten ist, wie jetzt feststebt, stel haben diese Grundsätze in der ganzen Welt gepredigt, und diese Grund- durch Arsenik erfolgt. Es wirb angenommen, daß liier ein Act persönlicher Racke gegen dm nnhrhoih'n boö (Shrifleiltblinid finb ihrem wesentlichen Inhalte nach in den O''- Dodinus vorliegt, Weisen Stolz bekanntlich bas so glänzend ausgestattetc Raubthierhau- wayrheile i V, 1 ' J • T. , ' - ' - . war. Die Crirninalbehorbe hat.die Angelegenheit in die Hände genommen und bereits Lei
zwölf Artikeln deö apostolischeii Glaubens - Bekenntnisses kurz zusammengefaßt; nehmungm Stakt fincen lassen.
diese zwölf Artikel bilden heute i'.och in alleii Lehrbüchern Lei katholischen Ne- __ — Ein breslauer Kaufmann empfing unlängst alS Zahlung eine in zwei Theile zev
liaion den wesentlichen Inhalt desien, was der Christ im Gehorsam gegen die wne „Ein Thalcr Casienanweisung an oie fürstlich Schwarzburg - Rubolstadtsche LanveSeaffe? 9phY.iHrfnrit.if .ilarhen muft Alles andere auf alten (Mieten der Wissenschaft Durch irgend einen Zufall ging ihm Die eine Hälfte davon verloren. Der Curiosität Halder
Lehrauctor tat glauven mutz, ^nes andere auf auen ^vieren der ^ineii|a)nfl ofccr me()r QU^ Neugierde, wie sich wollt der dortige Finanz Minister dieser Einsendung geaen-
ist seiner freiesten Forschung uberlasien. ito.j lehrte damals der verhalten würde, schickte der Kaufmann den halben Schein an die genannte Landeseasse. Bischof von Mainz. Und da ich nicht annehmen durste, daß dies alles nicht Leflern erhielt nun der Kaufmann aus Rudolstadt (in Schreiben mit 15 Sgr. Inhalt al-
ernstlich gemeint sei, sonderü etwa nur als Beschwichtigungsmittel gegenüber Äcquivalcnt für den halben Casscnschein mit dem Bemerken zugesandt, daß man ihm nur darum
laut werdenden Bej°rgntsj°n wegen Gefährdung der Wissenschaft dnrch den mehr und mehr erstarkenden UltramontaniSmus angewendet werde, oder als Lockspeise blieben.
für noch mißtrauische und scheue Gemüther dienen solle, um sie wie Mäuse Paris, 24. Februar. Vor dem 18. Kriegsgerichte begannen gestern die Verhüllt Mit dem Speck in fangen, so war mir damals in dieser Beziehung diese lungen gegen zwei Theilnellmer der Unthat, welche am 2P>. ftebruar 1871, also kurz vor d« bischöfliche Kundgebung sehr erwünscht g°gem.b-r de» vielen Anfeindungen, die *
ich wegen meiner Schrift über die Freiheit der Wissenschaft erfuhr, um so mehr. Rationalgardc täglich geräuschvolle republikanische Demonstrationen zu Füßen der mit rothen da schon damals der Jesuit Kleutgen in seiner „Theologie" wie in seiner „Phi- Fahnen und mit Immortellen - Kränzen geschmückten Jnli-Säule^anf dem Bastille-Platz ?Ic losophie der Vorzeit" ganz kiitgegengesetzte Grundsätze aussprach, und die in Mainz unter Oberaufsicht des Bischofs v. Ketteler erscheinende Zeitschrift „Der


