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Dcflerreicfj.

Wien, 30.JJuni. Die amtlicheAbendpost" bespricht die Eröffnung

(EnflCant).

schlossen, den Strike eher bis Weihnachten sortzusehen, als eine Lohnherab-

handle. Durch Codificirung, nicht Abänderung der Konstantinopler Beschlüsse solle das Ziel erreicht, der Kampf gegen die Epidemien durch ein bleibendes internationales Organ unter einheitlicher Leitung im Geiste der Conferenz fort­geführt werden.

Veutrauen-Votum beabsichtige. Hierauf ergriff der Abg. Jörg das Wort, um auf die Rede des Ministers Lutz zu antworten. Er verwahrt sich gegen ben Vorwurf, als sei bei Zustandekommen derErklärung" vom 20. Juni Terro rismus von Seiten seiner Partei geübt worden; er rügt, daß emDenim ciant" dem Cultusminister Lutz den Beschluß des patriotischen Clubs vorher mitgetheilt habe. Die Patrioten seien weder ein Club noch eine Partei. Wegen des Mangels einer Disciplin sei eine Coalition der Elemente gegen die Tyrannei des Liberalismus ersorderlich. Schon bei Beginn der Session habe der patno-

des Weihbischofs Jniiözewski vom 1. Juli ab einbehalten werde.

Fulda, 30. Juni. Der gesperrte geistliche Dom Caplan Weber Hier­selbst und Pfarrer Helfrich zu Dipperz sind aus den Kreisen Fulda, HerSfelb, Hünfeld ausgewiesen und die betr. Kirche.igemeinden auf Grund des Gesetzes üoin 21. Mai d. I. zur Wiederbesetzimg der erledigteil Stellen angewiesen.

Versailles, 20. Juni. National-Versammlung. Der Legitimist Fian- Dies 'sei der" an- dien nahm aus dem gestrigen Artikel desFigaro" über die Gewalten Mac 1 l . I. . . > j ' f J. ... . .. a m 1 a l« % k am sl) a , k am S1) «L aha im m 1 11»

CeCeijinpljifcfje Depeschen.

Berlin, 30. Juni. Der Redakteur derGermania", Majunke, hat heute Ruchmittag die ihm zuerkannte zweimonatliche Gefängnißstrase in Plötzen fee angetreten.

Berlin, 30. Juni. Der Bundesrath hat beschlossen, daß von den auszugebenden Reichskaffenscheinen Vio w Abschnitten von 50 Mark, 3/10 in Abschnitten von 20 Mark und 6/i0 in Abschnitten von 5 Mark ausgefertigl werden sollen.

Posen, 30. Juni. Die Regierung hat angeordnet, daß das Gehalt

Holland.

Haag, 30. Juni. In der ersten Kammer verlangte der Colonialminü ster wiederholt, daß die Kammer in die Discufsion über die ihr mitgetheilten officiellen Documente betreffs des Atschln-Kriegeö eintreten solle, daraus hinwei­send , daß sonst gefolgert werden müffe, die Kammer sei mit den von der Re-

Berlin, 30. Juni. Ein Berliner Correspondent derElbf. Zrg." hält mit großer Bestimmtheit die Nachricht von der Freisprechung deS Capitän Werner aufrecht, indem er schreibt:Die Nachricht, daß Capitän Werner

Kreisamt in Bezug auf die Anwendung des Art. 13 der Städteordnunz und Landgemeindeordnung folgenden Erlaß gerichtet und denselben den übrigen Kreisämtern zu gleichmäßiger Beachtung mitgetheilt: Auf den Bericht vom' 7. .- M, w.

21. d. M- erwidern wir Ihnen, daß nach Art. 13 pos. 2 der Städteordnung der internationalen Samtäts-Conferenz und hebt hervor, daß es sich um ein und der Landgemeindeordnung nur solche (das Ortsbürgerrecht nicht besitzende) Uebereinkommen behnfs Beseitignng verkehrsstörender Absperrungs-Vorschriften Einwohner die Stimmberechrigung bei der Wahl dec Gemeindevertretung in - -*-

Anspruch nehmen können, welche seit zwei Jach reu ihren Unterstützungs­wohnsitz in der Gemeinde erworben haben. Daraus folgt mit aller Bestimmt heit, daß solche Einwohner, welche am 30. Juni 1871 das Heimathsreckt in der Gemeinde besaßen und demnach (gemäß § 65 pos. 1 des Bundesgesetzes über den Unterstützungswohnsitz vom 6. Juni 1870) am 1. Juli 1871 den Unterstützungswohnsitz in der Gemeinde hatten, diesen Unterstützungswohnsitz bei der bevorstehenden ersten Wahl der Gemeindevertretung feit mehr als zwei Jahren erworben haben und daher als stimmfähig zu betrachten sind. Für diejenigen Einwohner dagegen, welche am 30. Juni 1871 fein Heimathsrecht in der Gemeinde besaßen, begann der Lanf der jweijährigen Frist zum Erwerb

tische Club den Antrag ans Erlaß einer Adresse an den König mit der Bitte nm Anflösnng des Landtages gestellt; damals habe man die Ausführung in Folge Widerspruchs eines einzigen Mitgliedes fallen gelassen. D'.k *:?: .. , v ~ ----

gebliche Terrorismus. Das Ministerium wünsche den Fortbestand der jetzigen Mahon's, in welchem er eine Verletzung der Rechte der National Versammlung Kammer, um je nach den Umständen die eine Hälfte der Kammer gegen die!erblickt, Veranlaffung, einen Gesetzentwurf zu beantragen betreffs Maßnahmen andere anszuspielen. Jetzt aber habe dieses Schakal System einen Riß erhal^gegen Preßvergehen. Er beantragte die Dringlichkeit, die indessen verworfen ten, weil jetzt auch dem langmüthigsten Patrioten die Geduld gerissen sei. Auf wurde. Die Versammlung nahm darauf die Berathung des Mnnicipal-Wabl die Frage des Herrn v. Lutz, was ein ultramoutaner Cultusminister thäte, ant-^gesetzes wieder, auf und wird dieselbe morgen wieder sortsetzen.

Worte er, ein solcher müsse nach Recht und Gerechtigkeit, nicht nach dem Maß ' Madrid, 30. Juni. Die Regierung hat beschloffen, dem gefallenen stabe politischer Constellatiouen handeln. Am 26. Juni sei Viel erreicht wor- General Concha ein feierliches Leichenbegräbniß zu veranstalten und ihm em ten, zuvörderst, daß 76 Männer, einschließlich desterrorisirten" Judas, diese,Denkmal zu errichten. Die Armee soll in zwei Corps formirt werden mit Erklärung unterstützten, ferner, daß bei so abnormen Verhältnissen in der Kam-Hauptquartieren in Tafalla und Miranda. Die Truppen der Regierung haben mer die Auflösung erfolgen müsse, schon aus politischem Anstandsgefühle. Lutz' fei i Geschütz und kein Bagagestück verloren. Don Alphons soll am Armcver- Aeußerung,schieße Sie her, jo schieße ich hin" trage einen absolutistischen wnndet sein. Die Armce^hält Miranda, Arga, Olite und Tafalla besetzt. Jbr Ton, den man in Bayern nicht gewohnt sei und den man sich noch nicht ge- Verlust beträgt 800 an Todten und Verwundeten.

fallen zu lassen brauche. Er trage die Ueberzengnug in seiuer^Briist.daß noch London, 30. Juni. Galway und Ward, die Depulirten der Knhlei- ein höherer Herr über diesen Schießgewehren waltet, der einst sagen wird: Arbeiter von Barnsley, haben den Vorschlag, den Lohn um 10 pCt. herabzil Her mit den Gewehren, ans denen schon unwiederbringlicher Schaden angerich- setzen, abgelehnt. Es wtrd ein Arbeiterstrike von 20,000 Mann befürchtet.

tet worden ist!" Völk rügt den freiheits- und eivilisationsfeindlichen Charakter New-Uork, 30. Juni. DemHerald" zufolge verlangt Präsiden der jetzt dominirenden Richtung der katholischen Kirche. Schleich erklärt Namens Graul von der spanischen Regierung Entschädigung für die HingerichtetenVir der 6 ans dem Patrioteli-Club ausgeschiedenen Mitglieder: sie seien dem Wahl- ginills"-Gesangenen und will Schäden und Jntereffen für die Familien in der Programm von 1869 treu geblieben und verfolgten nach wie vor die Erhal- selben Höhe bemeffen wiffen, wie England dieselben gezahlt hat.

tnng Bayerns als selbstständigen Staates als erstes Ziel. In dieser Tendenz Strnfiburg, 1 Juli. Der Oberpräsident von Elsaß Lothringen hck hätten sie für die Betheiligung Bayerns am Kriege und dessen Eintritt in daS den Unterzeichnern der Bittschrift an den Reichskanzler wegen der Stadterwei Reich gestimmt. Auf andere Verpflichtungen seien sie bei der Wahl nicht ein ternng neneroings mitgetheilt: ^Der Kaiser habe von der Bittschrift Keniitmtz gegangen. Wenn der Patrioten Club seitdem andere Ziele heransgekehit habe, genommen und sein Jntereffe für die darin gestellten Anträge ausgesprochca seien sie ihm hierin zu folgen nicht verpflichtet gewesen. Cultusminister Lutz Der Kriegsminister sei zur thunlichsten Förderung einer baldigen Ausführung weist die Bemerkungen Jörg's von einer Partei-Regierung zurück. Die Regie- der Stadterweiternug bereit und beabsichtige, die Bewilligung der für die Vet rung verfahre bei der Anstellung der Geistlichen nach Qualification und Recht, jchiebung der Eneeinte erforderlichen Geldmittel in ber Herbst-Lession ock Im Uebrigen könne Niemand erwarten, daß das Staatsoberhaupt die Feinde Reichstages zu Beantragen sobald die Geldmittel bereit seien, solle schon vor der Regierung begünstige. Man habe gesagt, die srüheren Regierungs-Systeme Fertigstellung der neuen Ltadtumwallunz für die demnächst in die Dtadt en- hätten gegen den Ultramontanisnius ohne die neuen Mittel ausgereicht. Ja tretenden Grundstücke Baufreiheit gewährt werden. -Lie alte Enceinte mussc wohl, aber diese milde Tendenz habe zu dem 18. Juli 1870 geführt. Die indeß in dem jetzigen Zustande beibehalten werden, bis die neuen fronten tu damalige Regierungs-Maxime sei der hölzerne Säbel gewesen. Ultramontane erforderliche Stärke erreicht hätten.

Redner hätten Ludwig I. in die Debatte gezogen. Dieser fei ein Freimd der Dkünchen, 1. Juli. Abgeordnetenkammer. Aus die Interpellation katholischen Kirche gewesen, wie wenig andere Monarchen, der Dank dafür sei Lerzer's wegen Mißhandlung eines Soldaten erklärt der Kriegsminister, daß gewesen, daß man ihn 14 Tage nach der Entlassung des Ministeriums Abel eine Untersuchung eingeleitet fei und deren Resultat s. Z. bekannt gegeben wer- zur Abdication genöthigt habe. Dieser Monarch sei aber ein Jesuitenfeind ge- den solle. Bei 'der Special-Debatte des Cultus-Etats beantragt wesen. Wenn wir jetzt thnn, was er gethan, sind wir doch feine Feinde der Position des obersten Schnlraths, statt der geforderten 4600 fl. nur 4000 fl- katholischen Kirche? Ultramontanerjeits sei gesagt, das Land fönne nur ge- zu bewilligen Nack langer Debatte wird die Position nach dem Anträge des deihen bei Einigfeit von Staat und Kirche. Dies ist sehr richtig. Wenn Ansschnsies mit 77 gegen 75 Stimmen angenommen.

diese Einigkeit aber nur dadurch zu erzielen sei, daß die Kirche statt eines SXJiabrtb, 30. Juni. Heute Nachmittag ist die Meldung von der Aa Schwertes deren zwei führe, dann dürfe der Staat nicht nackgeben und wenn fimft Zabalas in Tudela eingegangen. Die Regiernngs - gruppen haben du der Staat dann seine Waffen gebrauche, fei dies noch kein Abfolutismus. früheren Stellungen bei Oteiza, Lerin und Larraza behauptet, nur einige Ab- 9kach einem Schlußwort des Referenten Schmid wird die General-Discufsion Tafalla zurückgegangen. Es bestätigt sich, daß der Gesammtverlust der Trup' geschloffen. pen am 27- d. nur 800 Mann beträgt.

giernng ihr gemachten Mittheilungen einverstanden. Der Minister machte auch des Unterstützungswohnsitzes am 1. Juli 1871 (gemäß § 65 pos 3 des ange darauf aufmerksam, daß die Kammer durch Ablehnung der Discufsion einen führten Bimdesgesetzes) und wurde dieser Erwerb vollendet am 1. Juli 1873. Minister, der zu bemiffioniren gebenke, hindere, sich gegen Anschuldigungen zu Solche Einwohner haben daher bei der bevorsteh.ltden ersten Wahl der vertheidigen. Die Kammer lehnte gleichfalls mit 33 gegen 3 Stimmen die Gemeindevertretung den Uiiterstützungswohnsitz m der Gemeinde n o ch nicht Discufsion ab.

seit zwei Jahren erworben, und sind daher nicht als stimmfähig zu behandeln Sie wollen die Großherzoglichen Bürgermeistereien hiernach geeignet iustrniren

London, 29. Juni. Das letzte amtliche Wochen-Telegramm des Vice könizs von Indien über die Lage in Bengalen bezeichnet die Erndte-Aussichten alsausgezeichnet." Sir R. Temple hat weitere Getraide-Lieferungen nach Purueab Moorshed.ibad und Sonthal Pergliiinahs beordert

Dubley, 30. Juni Die Delizirten ber Kohlengruben - Arbeiter be>

durch das Kriegsgericht zu einer Arreststrafe vernrtheilt worden fei, ist eben jo falsch, wie die erstannliche Euthüllimg, daß General v. S t o j ch der eigentliche Verfolger Werner's fei, und Fürst Bismarck ihn insgeheim seiner Sympathie mit feinem Auftreten vor Cartagena habe versichern laßen. Der Sitz der jctzung anzunehmen. Verfolgung war zu jeder Zeit im auswärtigen Amte; das Kriegsgericht aber ----- --y .

hat ein sreifpr-chendes Urtheil gefällt, das allerdings noch der Bestätigung des Lokal - »toll z.

Kaisers bedarf" Gießen, 1. Juli. Seit einigen Tagen wird ein löjähriger Schüler deS hiesizen

München, 30. Juni. Di- Kammer der Abgeordneten setzte heute.die

Berathung des Etats des CilltnSministeriums fort. Der Abgeordnete Kratzer

wünscht Auflösung ber Kammer, bamit eine Kammer-Mehrheit erzielt werde; das Mißtranens-Votnm vom letzten Freitag fei genügend üotirt gewesen. Abg. Marqnardfen kann nicht zngeben, daß ein förmlicher Mißtrauens-Antrag ge­stellt worden sei. Für die Klage, daß Bayern ein Reichsgesetz zur Ausführung bringe, fei im Reichstage der Ort; hier handle es sich nm den Cultns-Etat, wobei er, wie der Abg. Landrichter Eder, weder ein Mißtrauens- noch ein

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