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mehr wie zwanzig Stellen die Adern auf und verblutete ehe an Hilfe zn
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Berlin. In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend den 23. Mar verließ der 20- iäbriae D W ein hiesiges Gaffte chantant, indem er an jedem Arme eine der Sängerinnen diese« Etablissements führte. Sie stiegen alle Drei in eine Nachtoroschke, welche W- mdeß mcht nach seiner den Begleiterinnen bekannten Wohnung, sondern nach der Bernauerstraße fahren ß M saß zwischen beiden Damen, welche scherzten und R-mimscenzen aus »hrenpikanten ^oupltts fangen «ls der Wagen in der Roienthalerstraße war, glaubte Die beme ken baß W- etwa« zum Munde führte, plötzlich zerschmettert ein Schuß das halbe Glicht des jungen Mannes, und die mit Blut überströmten Mädch.-n springen ent,etzt auf die Straße. Mit Hilfe des Nachtwächters wird der Unglückliche noch lebend mit leinen Begleiterinnen nach der nächsten VolUeiwache gebracht, wo seine Identität aus seinen Papieren und der Vorgang nach den »u8s°g7n der Zeuginnen festgestellt wurde. Dal katholische Krankenhaus nahm ihn noch lebend auf. woselbst er am nächsten Morgen starb. __
LandwirthschaftlichcS
Zu diesen gehören:
Dal Abmähen vor der Samenreife und das Verbrennen einer größeren Quantität Stroh auf den angegriffenen Stellen.
Ferner starke« Ueberstreuen mit Kalisalzen, Asche oder dergleichen, wodurch die Flachs* seide gelobtet wird; die Beschädigung, welche die KleepflanM dadurch erleiden, gleichen sich bald durch üppige« Wachsthum wieder au«. Sehr gut bewährt hat es sich auck, die betreffenden Stellen mit einem V breiten Graben zu umziehen, die ausgehobene Erde alle nach der Mitte zu auSzubreiken und so die Kleeseide mit einer dicken Erdschichte zu bedecken, die man nachher so dicht als möglich mit Gerste oder mit Hafer einsäet.
Sehr gut bewährt hat e« sich auch, diejenigen Plätze, wo die Schmarotzerpflanze an« spinnt, 3—4 Zoll hoch mit Kompost oder lockerer Erde oder auch mit kurzem Stalldünger (nur etwa! dünnerer Schicht) zu bedecken- Während das lästige Unkraut verschwindet, wächst die Kleepflanze in Folge der erhaltenen Düngung nachher um so Üppiger. Selbstverständlich hat die Anwendung zu geschehen, bevor die Seide reif geworden ist.
Dal Aufstreuen von Steinsalz soll ebenfalls gute Wirkung gezeigt haben; nur wurden damit in einigen Fällen die Kleepflanzen zerstört, so daß ein nochmaliges Einsäen von Futterpflanzen stattfinden mußte.
Von mehreren Seiten wird besonders die Anwendung von Asche aus Holz und Mohnstengeln empfohlen, deren Anwendung in der Weise erfolgt, daß man per Quadratruthe ungefähr 1 Berliner Scheffel aufstreut, wobei man Sorge trägt, daß die Asche immer einige Schritte weiter reicht, al« der Klee nothgelitten hat, dieselbe wird dann mit eisernen Rechen eingeharkt. Auf so behandelten Stellen soll die Flachsseide vollständig verschwunden und sogar Luzerne, die zum Theil schon unterdrückt war, wieder zum Vorschein gekommen sein.
(Mikgetheilt von der höheren landwirlhschaftlichen Lehranstalt in Warins.)
Butterung von Kälbern. Da, wo man die süße Milch durch directen Verkauf sehr hoch verwerthen kann, Drängt sich vor Allem die Frage auf wie kann die Muttermilch be. der Aufzucht von Kälbern am besten ersetzt werden. Die Zahl der Surrogate, die sich hier bieten, ist bekanntlich ziemlich groß. Günstige Ver|uche würben in etzter Zeit besonders mit der von Liebig empfohlenen Suppe angestellt. Nach seiner Vorschrift wird sie_ in folgender Wejsc bereitet: 280 Gramm Weizenmehl werben mit 4 Ltr. Was,er und 2 Ltr. Milch zu einem gewöhnlichen Milchbrei gekocht, sodann noch 2 Ltr. Milch und 36 Gramm Kalilo|ung sdoppelkohleniaures) uno zuletzt 280 Gramm Malzschrot zugejetzt unt eine halbe Stunbe unter Umrühren an einem warmen Orte stehen gelassen, dann einmal ausgekocht und nach dem Auf- kocken durch Gaze filtrirt, Damit die Malzspitzen und da« unaufgeloste Weizenmehl keine Blähungen oder sonstige Beschwerden verursachen. Da« Getränke gebe man lauwarm zu saufen. Da es sich nur 21 Stunden hält, so muß es für jeDen Tag frisch bereitet werben. Die ersten 6 Wochen giebt man dem Kalb Die ganze Milch, Dann wirf successive Milch abgebrochen und Suppe zugesetzt, bis Daß es pro Tag 8 Ltr- Suppe erhält. Nebenbei wird Klee- und Wiesenheu gereicht, so viel das Thier fressen will. Nach 3 Monaten bekommt Das Kalb nur Die Hälfte Suppe unD wird dieser Suppe jeDen Tag */t Pfb. Leinkuchen zugesetzt, im Herbste auch etwas gekochte Kartoffeln. Der Zuwachl Der Kälber betragt durchschnittlich per Tag 2 Pfb. Em Kalb/welches bcupidSroeiic am 22. Februar abgewöynt würbe, haue durchschnittlich per Tag um 2,14 Pfb. zugenommen. Vertragen die Kälber die Muttermilch nicht, io wirb sofort die Suppe gegeben. Nach dieser Art und W-sic Der Fütterung soll Die Suppe noch nie nachtheilige Folgen gehabt haben und nie Durchfall vorgekommen jein. Ganz vortrefflich hat sich die Suppe auch bei Der Aufzucht von jungen Schweinen bewährt, besonders zur Hebung von Durchfallen, denen junge Schweine so oft unterliegen. . ,, . .
öcrtilauiifl von Hatten. Von mehreren Seiten werden günstige Erfolge über die Sünto.nbuni von W°g-nth--r (jg. W-g-ns-hmi-«) jur L-rtr-ibung von Ratten nwnhnt. Es werden >u diesem Zweck- einig- dieser Thier- gesangen, mit Ausnahme d-s Kopses ganz mit W-g-nth«r bestrichen uno lausen gelasien. Da der Geruch den Ratten unerträglich ist, ° ziehen sie gewöhnlich sür längere Zeit davon. Auch g-g-n Mau,- auf dem Felde in der Weise i-rw.nd-t °ab man in die b-tr-ffen°-n Locher eine klein- Menge der erwähnten Substanz -in- legt und die Qeffnungen zutritt, soll die Wirkung eine sehr gute gewesen und die Mause andern Tages todtgefunden worden sein. , .
Vertilgung der Kleeseide. Wenn als da« beste Mittel gegen FlachS)eide die sorgfältige Reinigung des Kleesamens empfohlen wird, so kann es doch immerhin Vorkommen, daß einzelne der feinen Körner entwischen oder daß ältere infieirte Kleefelder vorhanden sind, bei denen dann zu andern Mitteln Zuflucht genommen werden muß. Bei Der hohen Wichtigkeit, welche gerade der Kleebau für die deutsche Landwirthschaft besitzt, ist es icdenfalls ganz am Platze, hier auf diejenigen Mittel hinzuweisen, die sich in letzter Zeit am besten bewahrt haben. !.
322) Das Annoncen - BÜreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder, Wallthorstrahe 96 in Gletzen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Empfehlungsanzeigen, Kaul- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. s. w. als besonders zuverlässig zu empfehlm.
' ... . . - ....--
Korsennachricbten.
1. Juni 1874
Preaes. 41/2°/o Oblig. — Frankf. 3V3°/o Oblig. 90J/fl Nass. 3’/2°.U Obi. 93'/» Kurhess. 4° 0 „ 98'/, Gr. Hess. 5° g Obi. — „ „ 40/0 „ 997/ti
n n 31/20/0 , 97
Bayer. 50/0 „ —
„ 4',s° o 1jährige 1015/s
„ 40/0 Ijahrige 973/e
Wärternb. 41/2°/o Obi. 101% Baden 4V2°/o Obi. e. E. L. 101 Gestern Silberrente 673/e „ Papierrente 62a ,
Spanier, neuest. 3°/q 18 ’/z Amerik. Bonds 1881r 1O23 4
w „ 1882r 993/8
„ „ 1885r 101
„ , 1887r 1027,g
Actien.
Frankf. Bank 1461,'4
Frankf. Vereins-Kasse 803/4
Darmst. Bankaot. 359 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1018 Gest. Creditact. 224'/, Galizien —
Actien.
5% östr. F. St. E. B. 330 ’/f Lombard. Bahn 146' z Ludwigsh. Bexbach 179’ 2
Maxbahn 119s
Bayer. Ostbahn 109 '/4 Rhein-Nahebahn-Act. —
Hess. Ludwigsb.-Act. 130
Oberhessen T 77
Weehsei.
Amsterdam k. S. 993/j
Augsburg k. S. 100
Berlin k. 8. 104^
Bremen k. S. 105' H
Brüssel k. 8. 94'/4
Hamburg k. 8. 105%
Leipzig k. 8. 105
London k. 8. U83/4
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 94' 4
Wien k. 8. 1053/8
ditto m. S. 105'/4
ditto 1. 8. 105'/*
Disconto 4 °/0
Prioritäten.
3°/8 östr. Stsb.-Prior. 62'/2
3% östr s. Lombard 49
3° Q Livomeser 36
5% Toscaner 587/b 5% Elisabeth.-Prior. 91 do. 11. Emißs. —
Goldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor — — Pistolen . 9 38—40
Holl. fl. 10 St. 9 45- 47 Ducaten . . 5 32 34 20 Frankenet. 9 25—26 Engi. Sover. 11 51—53 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Geld 2 25';2—26'/2
AnlelienslooBc. Darmstädter fl. 50Loose —
n n 25 p - -
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 451/2 Braunschweiger 22'/g 3°/0 Oldenburg. k4OThlr. 397/b 4% bayr. Präm.-Anl. — 4% badische Loose — Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 94i/2 1858r Prioritätsloose 187 1860r Loose 983/4 1864r n 1571/z
aflflemeiner fl n j m g er.
Holzversteigeriing
Holzversteigerung
besondere Bekanntmachung!
in den Domanialwaldungen, im Gießener Stadtwalde, der Obersorsteret Maulbach.!^ m 9 cv,,„r 1°74
Die Communalsteuern pro 1874 Mittwoch d. 17. u. Donnerstag d. 18. Juni, £ von Vormittags 9 Uhr an,
von Vormittags 9 Uhr an,
den:
Enders.
(2672)
00
26
32
376
lUKlftr.
41
Grabgarten auf dem Gartfeld, Grabgarten daselbst, Hofraithe daselbst, Grabgarten daselbst.
sollen 1 1
Versteigerungen.
Donnerstag den 4. Juni, Vormittags 9 Uhr,
Mittwoch den 3. Juni, Vormittags 9 Uhr vor dem Neustädter Thor dahier eine
soll in dem Gießener Stadtwalde, Forstwar- tei Fernewald, District Strangswiese und Bruderwinter nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:
33,3 Rmlr. Nadel-Prügel-und Stockholz, 1020 Wellen Nadel-Reisholz.
265 Nadel-Stämme von 15 bis 48 Cmtr. Durchmesser und 4 bis 21,2 Mtr. Länge mit 132,70 Cbmtr.
97 Nadel-Stangen mit 15,52 Cubmtr.
Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Deccmber 1874 gestattet. Gießen, am 2. Juni 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
jedesmal Morgens um 8 Uhr anfangend, sollen in der Forstwartei Maulbach in den Districten: Litzel, Alter-Heegwald, Lappen-
können an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag zur hie- sigen Stadlkaffe bezahlt werden.
Gieße», den 28. Mai 1874.
Der Stadt-Rentmeister:
tuch und 1 Rock, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. Juni 1874.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. " Müller.
Z Montag den 22. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen nachbeschriebene den Erben des verstorbenen Dr. fy Köhler gehörige Immobilien auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden:
Flur-Nr.
40/M1/9
in dem Pfandlokal dahier:
Kleiderschrank, 1 Tisch, 1 Waichbütte, . Taschenuhr, 1 Flachsreff, 1 Küchenschrank, 1 Kommode, 1 Stuhl, 1 Tischchen, 1 Wanduhr, 1 Nachttisch, 1 Kasten, 1 Tisch, 6 Stühle, 1 Wanduhr, 2 Betttücher, 1 Bettüberzug, 1 Tisch-
Gießen, den 1. Juni 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
L Ü d e k i n g.
Buchen .Birken Eichen Nadelholz Erlen
Unter dem Nadelreisholz befinden sich 2192 Rmtr. in Schichten von ganzer Länge des Holzes, worunter 980 Rmtr. zu Bohnenstangen taugliche sich befinden. Die Zusammenkunft ist am Mittwoch im Di- stricte Litzel auf dem Vicinalwege von Nie- der-Gemünden nach Erlenhausen, und am Donnerstag im District Scheidhecke auf dem Vicinalwege von Maulbach nach Appenrod-
Zerstreut sitzendes Windfallholz kann bei der Versteigerung nicht vorgezeigt werden, und mögen sich solches die Steigerer vorher einsehen.
Bemerkt wird hierbei, daß mit dieser Versteigerung die Holzoerwerthung in der Oberförsterei Maulbach pro 1874 geschlossen wird.
Maulbach, den 1. Juni 1874. | Großherzogliche Oberförsterei Maulbach.
K o ch.
Kub meistbietend versteigert werden- Gießen, den 2. Juni 1874.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Lüd eking. Mülle r.
cheidhccke, Lach rc. versteigert wer- Scheidh. Prügelh. Stockh- Reish. Raummeter.
40 323#5
40 227,3 M/t37f6
164
HO
240
2424
52
6
14
2
54/ — 1
174
16
8
14
8
290)
31
2450
Versteigerungs-Anzeige.
Donnerstag den Ä. Juni, Nachmittags $2 Uhr, sollen im Hause des verstorbenen Wirthes Heinrich Lampus in der yßonne' verschiedene Hausmobilien, wobei 10 vollständige Betten, sowie Wirthschastsgegenstände, Oekonomiegeräthschaften rc., gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. (2662)
Ieilgebotenes.
2702) Schöne Dickwurzpflanzen sind zu haben Reichensand C. 132.
2798) Ein starkes Zugpferd zu verkaufen bei Mühlenbesitzer Ludwig Bingel, zur Mittelftmühle bei Alt-Buseck.
2692) Die diesjährige Gras - Erndte in meinem Garten ist zu verkaufen.
Th. Wode, Neue Bäue.
uoose
zur Bremer Ausstellung ä 1 Thlr.,
„ Wetterauer „ ä 36 fr., find in der Exped. d. Bltts. zu haben.
Stehende 4- bis 6pftrdlge Locomobilen,
10-, 8-, 6- und Ipftrdige fahrbare Locomobilen
billig zu verkaufen. (2724)
Frankfurt a. M.
C\ Wolfy. WeacloTe
i Schleifen
in seidenem Bande und allen möglichen Farben , mit metallenen Abzeichen für Krieger-, Sänger- und Turner-Vereine in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von V/z Sgr. das Stück an
Ei. MeyerWiesbaden,
(3605) Filiale der Bonner Fahnenfabrik.
ß Aepselweiu
Wermiethungen.
2711) Ein Zimmer ist zu vermiethen.
Marktstraße D- 122^_
2219; Am Seltersberg E- 37 ist ein Logis im ersten Stock von 8 Piecm mit allem Zubehhör, sowie Blumm- und Grabgarten, auf Verlangen auch Stallung, zu vermiethen und am 15. Juli zu beziehen.
Friedr. Kreuder.
2636] Das von Frau Georg Ebel We. seither bewohnte Logis ist anderweitig zu vermiethen und kann am 15. August, eventuell auch schon früher, bezogen werden.
Zinßer & Schmidt.


