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Mnzeige- und Mmtsßkaü für den Freis Hiessen.
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Amtlicher Thsil,
Bekannt m a ch u n g. .
c*m Anschluß an die neue Kreis-Eintheilung des Großherzogthums Hessen tritt vorn 1 Decernber 1874 an für den Kreis Gießen die von dem Königlich Preußisch^ Kriegsministerium unter dem 6. October 1874 genehmigt« Landwehr-Br,irks-Einthci!nng in Kraft. - Hiernach zerfällt der Kreis Gießen in zwei Bezirks-Compagnieen, welche die Benennung: L Bezirks-Compagnie (Gießen).
2. Bezirks-Compagnie (Lich) führen,
Die ertte BerirkS-Compaanie (Gießen) ist zu Gießen stationin und umfaßt nachstehende Orte. t
Allendorf a. d. Lda., Allertshausen, Alt-Buseck, Annerod, Arnsburg, Beltershain, Bersrod, Beuern,^Burkoardsfelcen, Climbach, Taubrmgen, 5 - bertsbausen Geilshausen, Gießen, Schiffenberg mit Herrmvald, Göbelnrod, Groß-Buseck, Grünberg, Hattenrod, H^ä), Heuchelheim, Keffelbach, Klein- Linden Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lollar, Lumda (Groß- und Klein-Lumda), T?ain^ar,i ^ublfad)?en, ^0116011^, Jlp^nboni, Queckborn, Re'inhardshaiu, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Rüddingshausen, Saasen mitBollnbach, Veitsberg und Wirberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Stangenrod, Stockhausen, Treis a. d. Lda-, Trohe, Weickardshain, Wreseck, Wettersham, Winnerod.
Die itveite BerirkÄ-Courpaanie (Lich) ist zu Lich stationirt und umfaßt folgende Orte: a .
Albach Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshaufen, Garbenterch, ^oß'^ mden, (_ runwg , Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher Hof und Kolnhausen, Munster, Musche^hctm, z>of Gill Rieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen !, Rabertshausen II, Ringelhausen, ac , ,
ß)raf> Röthaes Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen, Watzenborn mit Steinberg.
Vorstehende Benrks-Eintheilung wird den Mannschaften deS Beurlanbtenstandes des Kreises Gießen mit dem Anfügen bekannt ^geben, -.daß sich 1 » selben vom 1 Decembcr er. an in allen militärischen Angelegenheiten an den Bezirksfeldwebel derjenigen Compagnie zu wenden haben, welcher il)x uscn
ort zugetheilt ist.
Gießen, den 24. November 1874.
Großherzogliches Landwehr-Bezirks-Commando.
Franck,
Major z. D. und Bezirks-Commandeur.
Deutschtcmd.
nächsten Landtage vorzule-
aende Budget für 1876—78 fertigen läßt, um auf diese Weise in das von geschätzt.
c ™ e. tr.____ ______,,, PnmtupH Ttpiit dabei in der Ab- M
Darmstadt, >29. November. AuS sicherer Negierung schon jetzt die Vorarbeiten für das dem
Berlin, 27. November. In den hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß Graf Schuwaloff Binnen Kurzem von seinem Botschaftcrpvsten in London werde abberufen werden. Ueber seinen eventuellen Nachfolger ist jedoch
der Verfassung vorgeschriebene Budget zu kommen. Es liegt habet m der Absicht der Negierung, den dermaligcn Landtag nächstes Jahr zeitig zu fchlteßen und dafür den neuen zur Beralhung des neuen Budgets einzuberufen. Dtefe Absicht begrüßen wir nicht nur in Rücksicht auf die finanzielle Seite der «ache, sondern auch noch in anderer Richlnng mit Genugthuung, indem nämlich diese Sachlage die vollste Gewähr für das Zustandekommen der Kirchengesetze schafft, ohne daß abnorme Maßregeln ergriffen zu werde» brauchen. Entweder kommen nämlich — wie immer noch zu hoffen — die fraglichen Gesetze noch auf dem gegenwärtigen Landtage durch die demnächstige Nachgabe der ersten Kammer zu Stande oder sie gelangen — im Falle sie nämlich diejesmal durch die erste Kammer scheitern — sosort wieder auf dem folgenden Landtage zur Vorlage, und dann kann nöthigenfalls die verfasinngSmäßige Durchzählung der Stimmen stattstnden in welchem Falle die zweite Kammer die entschiedene Mehrheit besitzt So wenig wir em Anskunftsmittel im letzteren Slime herbeiwunschen, o würde doch eine solche Eventualität auch ihre entschieden gute Seite Haber, denn es ist bekannt, daß sich sowohl die Regierung als die zweite Kammer bei einzelnen Gesetzen, namentlich bei dem Gesetz, die religiösen Orden und vrdeno ähnlichen Kongregationen Behr., die äußerste Mäßigung auferlegt Haden, bloö in dem Gedanken, auf diese Weise das Bett. Gesetz durch die erste Kammer zu Bringen Sollte sich dies aßet diesesmal nicht verwirklichen, so ist die zweite Kammer in keiner Weise gehindert, zu ihrem Beschluffe von 1862, wonach alle Orden sofort ausgeschloffen werden sollten, >m Wege des Amendements zuruck- zukehren, und die Regierung würde sich dann wohl schwerlich der Zustimmung entziehen können. Dann wäre schließlich mehr erreicht, als man jetzt in's Be- reick der Möglichkeit gezogen hat.
Berlin, 27. November. Ueber die Hafeneinfahrt von Wilhelmshaven vsteaen von Reit zu Zeit Mittheilungen in der Presse aufzutauchen, welche die allmähliqe Versandung der Einfahrt und die mangelhafte Ausführung der Anlage zu 'schildern bemüht sind. Man ist diesen Mittheilungen bisher von com-.
noch nichts bestimmt.
Berlin, 28. November. Reichstag. Der Berner Postvertrag wird in erster und zweiter Lesung einstimmig angenommen. Im Laufe der durch den General-Postdirector Stephan eingeleiteten Debatte hebt Miquel hervor, daß das junge deutsche Reich darauf stolz sein, könne, den Vertrag angeregt und seine-Ausführung gefördert zu haben. Schmidt hofft, der Vertrag werde Bayern und Württemberg zum Anschluß an die Neichspost veranlassen. Braun bedauert den Nichtbeitritt Frankreichs, das hoffentlich später ebenfalls beitreten werde. Schließlich dankt Stephan Namens der verbündeten Regiernm gen für die ausgesprochene Anerkennung des Hauses; derselbe gedenkt des Verdieystes seiner Amtsvorgänger und bemerkt, daß ohne die Unterstützung der^Bundes- regierungen und ohne die Förderung Seitens des ReichskanAers und elbrück s Pas jetzt erreichte Resultat nicht erzielt wäre. Das Haus beschließt die dritte Lesung im Plenum. Es folgt die Interpellation von Schulze-Delitzsch, betr. die Vorlegung eines Gesetzes über Arbeiter-HülsS- und Unterstützungs-Kaffen und das Verfahren der preußischen Regierung gegenüber Mitgliedern der sog. freien Kaffen. Delbrück erklärt, die Vorarbeiten seien im Gange und eine bezügliche Gesetz-Vorlage in nächster Session zu erwarten. Das Verfahren der preußffchen Regierung betreffs der sog. freien Kassen sei gesetzmäßig, dieselbe habe auch angeordnet, daß gegen Diejenigen, die bona Lde einer Kaffe freiwillig beigetreten, wegen zwangsweisen Beitritts zu officiell eingerichteten Kaffen schonend vorgegangen werde. Der Gesetzentwurf über die Einführung des Ouartierleistungs-Gesetzes wird der Commission für das Naturalleistungs-Gesetz überwiesen. Es folgt die erste Lesung des Gesetzentwurfs, betr. die Feststellung ,des elsaß-lothringischen Haushalts pro 1875, verbunden mit der clsaß-lothringi- iuuc au ।uiuvun vv.»~v- I - - jschen Anleihe-Vorlage. Der elsässische Abg. Simonis führt aus, daß nur eine
petenter Seite in der Regel entgegengetreten, um ihre Grundlosigkeit darzu-.^Lothringische Landesvertretung das Budget prüfen und genehmigen könne, thun • so ganz unbegründet aber sind sie wohl doch nicht. Schon längst ist'^er elsässische Abg. Winterer bemängelt mehrere Etatsposten als zu hoch ge- anerkannt worden, daß die Hafeneinfahrt unbequem ist und den einlaufenden'giften und weist die vom Oberprocurator Schneegans gegen Deputirte des Schiffen namentlich auch wegen der Stärke der Strömung erhebliche Schwie- Reichslandes geübte abfällige Kritik zurück. Duncker wünscht die Einsetzung rigkeiten entgegensetzt. Es liegt daher der Plan vor, eine zweite Hafeneinfahrt elnel Commission von 21 Gliedern zur Vorberathung unter Mitwirkung der anzulegen, die es zugleich ermöglichen würde, das Bassin in zwei Theile zu reichsläudischen Abgeordneten.
trennen, nämlich in den Ausrüstungshafen und in den eigentlichen Kriegsbafeu, Berlin, 28. November. Der Scklofferlehrling Schneider ist wegen des welch letzter dadurch gegen alle Schwierigkeiten sicher gestellt sein wurde^. T-ie Mannten Raubmordversuches an Schünemann vom Schwurgenchtshofe zu Ausführung dieses Planes ist neuerdings noch dringlicher geworden und^zwar ^^enslänglichem Zuchthause verurtheilt worden.
Schwierigkeiten bewerkstelligt werden kann. Träte also eine Sturmfluth ein, $er^onenftanfceS unt) bie beu
so stände^zu fürchten, daß das Schleußenthor unter dem Anprall der Wogen schuß zu ermächtigen, Sachverständige der Bundesstaaten zuzuziehen.
inachgiebt und der ganze Kriegshafen überschwemmt wird. Der letztere Umstand
.'spricht mir am meisten für die Anlage eines zweiten Emfahitskanals, dre, so- Quelle verlautet, daß die fern der Reichstag zustimmt, schon im nächsten Jahre in Angriff genommen werden soll. Der Kostenaufwand wird nicht unter zehn Millionen Mark


