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sechs Republikaner gewählt. In Lyon und Toulouse haben Radicale hier eingetroffen. Auf seiner Fahrt nach dem Winterpalast wurde der St I
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begeisterten Kundgebungen einer zahllosen Volksmenge be-
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1800, Picard (Republikaner) 1800, Baisonnet 6300 Stimmen, im Jura Gagneur (Republikaner) 21,500, Meiona (conservativ) 6853 Stimmen. Im Morbihan scheint die Wahl Dubodan's (Katholik) sicher zu sein. „Siecle" sagt, Paris habe seinen Willen unzweideutig ausgesprochen, es sei zu hoffen, daß die Provinzen das Pariser Berdict bestätigen und Thiers auf die Stimme
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Wien, 28. April. Sämmtliche hiesige Fiaker- und Einspänner-Besitzer haben heute angefangen, die Fahrten einzustellen, da die Behörde sich geweigert hat, eine Aenderung des neuen Fahrtarifs vorzunehmen.
Prag, 27. April. Das deutsche Kronprinzenpaar ist auf seiner Reise -nach Wien um 6V2 Uhr Abends hier angekommen und vom Statthalter ern-
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Paris, 28. April. Rärnusat gewann nur in sieben Bezirken von Paris eine Majorität; in allen andern siegle Barodet. In der Provinz sind im
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Paris, 24. April. Die Wahlausregung ist auf's Höchste gestiegen. Die Mauern von Paris sind ganz mit Anschlagzetteln bedeckt, welche die Namen der drei wetteifernden Candidaten tragen oder die Manifeste der zahlreichen Wahl-Comit6s, die Zustimmung der Herren Grevy, Cernuschi u. s. w. zu der Candidatur Remusat. Gestern schien der Erfolg dieser Candidatur beinahe sicher, denn die Zustimmung des Herrn Grävy, der sehr populär ist, hatte viele Republikaner, und selbst manche Radicale irre gemacht. Heute hat die Rede des Herrn Gambetta und besonders das Schreiben des Herrn Edgar Quinet viele Zweifelnde wieder für die Candidatur Barodet gewonnen. Es ist interessant, die Schwankungen der öffentlichen Meinung zu beobachten, besonders bei den Parisern, bei denen die Beweglichkeit und Unbeständigkeit in politischen Dingen den Grundzug des Charakters bilden. Die schlimmste Stelle lautet: „Erkennet nur die Wahrheit: Die Candidatur Mmusat deckt in einer näheren oder ferneren Zukunft die Candidatur des Herrn Herzogs d'Aumale zur Präsidentschaft der Republik. Diese Sachen sind gleicher Natur, sie verketten sich, fördern und stützen sich gegenseitig." Dieser Vorwurf ist scharf ruid direct und scheint nicht ohne einen gewissen Grund zu fein, und das Schweigen der officiösen Blätter fällt daher um so mehr auf. Quinet's Anklage wird offenbar gefürchtet. Das 'Comite Carnot hat deshalb seine Anschlagzettel zu Gunsten Remusat's noch vermehrt und man zählt bereits 16 verschiedene Arten dieser Kundgebung. Ueberdies ist das Programm des Herrn de Remusat unter Kreuzband sämmtlichen 457,000 Pariser Wählern zugesandt worden. Die in jedem Stadtviertel geschaffenen Subcomites werden heute Abend außerordentliche Versammlungen halten, kurz, die Rührigkeit der Anhänger Remusat's ist sehr groß. Ihrerseits sind die Radicalen auch nicht un- thätig. Die Rede, welche Herr Gambetta gestern zu Belleville gehalten hat, soll in ganz Paris angeschlagen werden, man spricht auch davon, daß dasselbe mit dem Schreiben Quinet's geschehen soll. Inzwischen gewinnt die Candidatur des Obersten Stoffel in den geschäftlichen Quartieren au Boden; man rechnete Anfangs auf etwa 10,000 Stimmen für dieselbe, diese Zahl ist aber schon weit überschritten. (K. Ztg.)
Paris, 28. April, Morgens. Das definitive Resultat der heutigen Deputirtenwahl weist auf: 180,146 Stimmen für Barodet, 135,070 für Re- mufat, 27,088 für Stoffel. Ans den Departements werden folgende Wahl- rrgebnisse gemeldet: In der Gironde Dupouy 55,699, Maitie 25,976 Stimmen, in Bouches'du-Rhone Loäroy (radical) 37,700, Passy (conservativ) 12,000 Stimmen, in Correze Latrade (Republikaner) 7000, Brunet (Republikaner)
Prätensionen bestanden haben, erfährt man nicht. Allerdings wird mitgetheilt, daß einige Mitglieder der Ansicht gewesen feien, das Cabinet habe feine Vollmacht überschritten, indem es interimistisch Herrn Pi y Margall die Präsident- chaft übertrug an Stelle des Herrn Figueras, der wegen Ablebens feiner Gemahlin sich auf einige Tage von den Geschäften zurückzieht. Diese Differenz ist indessen doch zu unbedeuteud, als daß man annehmen könnte, die Regierung habe sich durch sie zu einem so extremen Schritte fortreißen lassen. Die tiefere Ursache des Conflicts liegt offenbar darin, daß die Permanenzcommission von der Regierung größere Energie in der Unterdrückung der Anarchie und der militärischen Jnsürbordination forderte, daß aber die Mehrheit des Ministeriums zu einem so kräftigen Einschreiten gegen die bürgerlichen und militärischen Meuterer, wie es den Anforderungen der Lage entsprochen hätte, sich nicht entschließen wollte. Ein Theil der Minister war aber selbst auf Seite der extremen Föderalisten, die gemäßigteren, wie Castelar, hatten nicht den Muth, ihre Ansichten mit der nöthigen Entschiedenheit zu vertreten. Dazu kam, wie aus den allerdings noch sehr unklaren telegraphischen Berichten doch ziemlich deutlich hervorgeht, im entscheidenden Augenblicke der Druck der bewaffneten Volks- massen, denen die schwache Regierung nicht widerstehen konnte. Fast scheint > es übrigens, als ob auch zu Gunsten der Permanenzcommission Demonstrationen ; stattgefunden haben; mit Sicherheit läßt sich dies indessen nach den vorliegenden Berichten noch nicht ermessen. Die Bedeutung der Katastrophe aber ist : wohl klar: die Regierung hat sich dem revolutionären Elemente zur Verfügung , gestellt und unter seinem Druck das einzige conservative Gegengewicht, welches der föderalistischen Partei einigermaßen die Waage hielt, beseitigt. Um sich in dieser neuen Lage aufrecht zu erhalten, wird sie natürlich vor Anwendung der teiroristischsten Maßregeln nicht zurückschrecken dürfen; sie wird eS daraus müssen ankommen lassen, neben dem carlistischen einen neuen Bürgerkrieg zu entzünden. Das ist eine Lage, welche fast mit Nothwendigkeit durch die demagogische zur militärischen Dictatur führen muß.
Madrid, 22. April. Wieder sind große Siegesnachrichten ans Cata- lonien eingetroffen. Die Banden unter Saballs und anderen Carlistenführern sind, so heißt es, bei Baga und San Llorens del Pitens, nördlich von Berga, auf's Haupt geschlagen worden und haben mehr als 600 Gefangene in den Händen der republikanischen Truppen lassen müssen. Vier Colonnen überraschten die Carlisten, zersprengten sie nach allen Richtungen und nahmen ihnen die in Berga gemachten Gefangenen und die erbeuteten Vorräthe ab; Saballs selbst konnte kaum mit 8 oder 10 Leuten entweichen. So die tröstliche Nachricht — wenn sie nur wahr wäre! Vor dem 17. d. sollen diese Heldenthaten geschehen sein. Nun sagen uns aber genaue Nachrichten aus Catalonien, daß Saballs, Huguet und Don Alfonso mit seiner Donna Blanca am 16 in La Sellera waren und am 17. gegen Mittag mit 1200 Mann nach San Hilario aufbrachen. Diese feststehenden Daten sind geographisch und chronologisch mit jener Siegeskunde nicht zu vereinigen; muß die letztere also leider wohl falsch fein. Wahrscheinlich ist nördlich von Berga eine kleine Bande fortgescheucht worden und hat man daraus gleich eine Niederlage der carlistischen Hauptarmee in Catalonien gemacht. Aber als die Vorläuferin einer bedeutenden Nachricht würden wir die Uebertreibung gern begrüßen. Der Generalcapitän Velarde ist am 18. mit seiner Streitmacht ans Vich abmarschirt und braucht also nur dem Thale des Ter zu folgen, um bei San Hilario auf Saballs zu stoßen — wenn dieser für gut befindet, einen Angriff abzuwarten. Auf die Forderung, daß die Steuern für den König Karl bezahlt würden, hat Saballs kürzlich von dem Bürgermeister von Esparraguera folgende Antwort erhalten: „Der Ver- theidigungs-Ausschuß, den die Bewohner von Esparraguera gegen die Mörder gebildet haben, welche Sie so würdig befehligen, hat Ihre unverschämte Aufforderung, sofort die Steuern für drei Monate zu zahlen, empfangen. Sie können jederzeit diese Summe abholen, die Ihnen in richtig abgewogenem Blei bezahlt werden soll. Sr. Excellenz Don Francisco de Saballs, Generalcapitän der Vandalen, welche diese Provinz verwüsten." Möge der tapfere Vorsteher der kleinen Stadt, wenn die Vandalen wirklich anrücken, seinem Blei die richtige Direction geben! Em College dieses Mannes, d^r Bürgermeister von Figueras, hat sich gestern den Ruhm erworben, an der Spitze seiner Freiwilligen die 400 Köpfe starke Bande Barrancot zu schlagen. Hoffentlich wendet Velarde von den catalonischen Städten bald die Gefahr ab, von den modernen
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Rußland.
29. April. Der Deutsche Kaiser ist heute Nachmittag
Vandalen gebrandschatzt zu werden. .
Madrid, 25. April. In Madrid ist die Commune nicht proclamirt, wie man bereits in Paris wissen wollte Dagegen hat die spanische Regierung wie bereits oefannt, durch Auflösung der Permanaliz-Commission der National^ Versammlung einen Staatsstreich Begangen. Ob ein Cäsar es gethan, oder ov Republikaner es gewesen, ein Staatsstreich bleibt es immer. Aoer derUnterschied zwischen Cäsarismus und Republikanisrnus besteht darin, daß der erster c den Wunsch nach Rechenschaft mit Kanonen beantwortet, wahrend der andere für die Folgen seiner Handlungsweise einstehen wird. Wonach die Monaichi (len so oft gerufen, daß einzelne Personen das Land zu retten versuchen moch« ten, die Republikaner haben es gethan. Don Carlos, der unsichtbare König hat sich einen neuen Kriegsrath geschaffen. Diesen bilden der Kannte Genera Elio, der Contre-Admiral Vinalet, der unter Amadeus einen Aufstand in der Nähe von Murcia versuchte, zum Tode verurtheilt, begnadigt wurde und entwischte, so daß ein gewisser Estrada, der schon längere Zeit Secretar Bei -do» Carlos gewesen ist,'und endlich als Vorsitzender der durch seine ultramontane« - ' conftitiiirenbcn Cortes bekannte Ccmonicus Vicente de und Estrada vielleicht gut machen, werden Vinalet und
verschoben werde. .
Königsberg in Pr., 26. April. Dem Vernehmen nach hat der Pfarrer Grunert ans Veranlassung der in der ihn excommunicirenden bischöflichen Verfügung enthaltenen Beleidigungen bei der Staatsanwaltschaft in Braunsberg gestern die strafrechtliche Verfügung des Bischofs Cremeutz wegen Beleidigung im Amte und Verläumdung beantragt.
genommen.^ 26 April. Die Conserenz der Bischöfe in Fulda wird am 30. April eröffnet werden. Der Erzbischof von Cöln soll den Vorsitz fuhren, wenn nicht bis dahin der Mainzer Cardinal geworden. Auf der Tagevordnug stehen selbstverständlich die nächste Papstwahl und die kirchen-politischen Gesetze. Die katholischen Bischöfe werden auch diesmal Protestanten werden, da es ohne Protest nicht abgehen kann. Was Namszanowski dort will, ist schwer empfindlich, da ihm die Feldprobstei abgenommen. Daß diesmal auch der polnische Erzbischof, der Primas von Polen, unter die deutschen Bischöfe geht, ist von Wichtigkeit. Es geht daraus hervor, daß er weitere Insulte gegen den Staat plant und wie der „N. Fr. Pr." berichtet wird, zu feinen revolutionären Bestrebungen Succurs braucht. Unverschämt genug operirt er gegen die Negierung ; hat er ja doch die geistlichen Religionslehrer m der Provinz Posen, welche von ihrem Amte suspendirt worden sind, weil sie erklärten , der Kirche mehr als dem Staate zum Gehorsam verpflichtet zu sein, mit fetten Pfruu- ben öe^olM wApril. Wie aus guter Quelle verlautet, hat der Reichskanzler den Wunsch ausgesprochen, daß die weitere Berathung des Reichs- Preßgeietz - Entwurfs im Reichstage bis zu seiner Rückkehr aus Petersburg
Beschleunigung der Ausprägung beabsichtige die Regierung die Wiederherstellung! SpüllieiL
der Straßburger Münzstätte. Nach Engerer De ^"e wer en Hornmacher Madrid. In Spanien hat der Conflict zwischen dem Ministerium und Gumbrecht zu Artikel 18 gefteQ en % ■H utfga ge^ ^zweite ^e-'und der Permanenzcommission zu einer Katastrophe geführt, deren Tragweite zwar wieder aufgenommen, vom Hause jedoch g h , S > n0(^ gar nicht ermessen läßt. Die Regierung hat den Weg der Revolution
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®'SS. *1- ÄW » M tu,*,.« I« ».. M»Mt-, jich -u.d« «#.• von der Commission gegebenen Fassung angenommen werden.
Das Herrenhaus setzte heute die m der gestrigen Atzung nicht vollstan big erledigte Specialdiscussion der Gesetzesvorlage, betreffs der Vorbildung der Geistlichen, fort. Bis zum Paragraphen 14 wurde die Fassung der Regierungsvorlage mit einem unerheblichen Amendement zu Paragraph an-


