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Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt fiiiD.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise' bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 24. November 1873.

Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.

ActieiL

Frankf. Bank 1473/4 b'rankf. Vereins-Kasse 88Vg Darrnst. Bankact. 379

Landwirthschaftliches.

(Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.)

Besondere Bekanntmachung Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der diesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:

8.

8. 93'!/,

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 27. November. Die Deckungskäufe der Contremine veranlaßten heute hier, wie in Berlin eine festere Stimmung, als gestern. Zur Beruhigung der Gemüther trug ferner der niedrige Stand des Platzdiscontos in London, welcher die gestern von der Times" signalisirte Herabsetzung des Bankbiscontos bald zur Wahrheit machen muß und der

günstige Geschäftsbericht der Berliner Discontogesellschaft (per 1. Semester) bei. Das Geschäft war ziemlich animirt. Für Creditaetien zeigte sich großer Stückemangel. Der Deport derselben belief sich auf 1 fl. 6 Kr., war jedoch gegen Schluß der Börse im Abnehmen begriffen. Credit- aetien bewegten sich zwischen 235V4 5/2 6' A und 6. Staatsbahnaetien gingen von 342 bis 3431'.. Lombarden biteben 177/.. Oesterr. Bahnen beliebt. Banken schlossen theilwetse

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gestellt werden.

Während der Zeit des Fruchtansatzes im Sommer muß man ebenfalls die Obstbäume bringen; die Früchte werden dann bedeutend größer, auch wird ihr Wohlgeschmack erhöht. Man grabe zu diesem Zwecke rings um den Baum, je nach der Stärke des Stammes, in der Entfernung von 12 Meter, 3 oder 4 Drainröhren in senkrechter Richtung ein. Alle! 8 14 Tage fülle man diese Drainröhren mit einer Kanne voll Gölle, die je nach ber Feuchtigkeit des Bodens mehr oder weniger mit Wasser vermischt sein muß. Ist es während des Sommers sehr trocken, so muß desto mehr Waffer zur Gölle kommen und das Eingießen, öffer wiederholt werden. Nach jedesmaligem Eingießen der Jauche bedecke man die Drain-j röhren mit einem Stück Rasen. Die Vegetationskraft wird dann, wenn sic beim Baume ab< genommen haben sollte, sofort durch diese Düngungsart erhöht.

Schädlichkeit deS schimmligen FutterS. Nichts wirkt schädlicher und nach-! theiliger auf die Gesundheit aller unserer Hausthiere, als wie die Fütterung von schimmligem Futter mit denselben Es veranlaßt zunächst Kolik und Unverdaulichkeit mit Auftreibung des, Hinterleibes und Abgang dünnflüssiger, stinkender Excremente, in weiterer Steigerung Entzündung' und Brand und dadurch häufig den Tod. Auch treten oft noch nebenbei Krämpfe und lähmungs-! artige Zustande hervor, ähnlich wie man sie bei scharfen Giften bemerkt. Schimmliges Futter! mit trächtigen Thieren gefüttert, erzeugt sehr gerne Fehlgeburten. Wie oft kommt es aber noch vor, daß der Landwirth seinem Vieh solche schimmlige Nahrungsmittel giebt, ohne an oben an-! gegebene unangenehme und gefährliche Folgen zu denken; er füttert manchmal Futter mit seinen Thieren, welches schimmlig ist, ohne daß er es weiß, weil sich bei vielen Nahrungsmitteln der Schimmel im Innern derselben bildet, wie z. B. bei starkstengeligen, hohlen oder porösen Pflanzen, sowie auch bei schlechtgepreßten Orlkuchen. Schimmlige Oelkuchen wirken bei Wieder­käuern sckon in gewöhnlicher Gabe gegeben, nachtheilig, ja oft tödlich auf dieselben ein. In neuerer Zeit sollen Fälle vorgekommen sein, wo schimmliges Heu und schimmliges Brod Pferden gegeben, sehr schnell den Tod herbeigeführt haben. Es ist daher eine unerläßliche Sache des Landwirths dafür Sorge zu tragen, daß keine Schimmelbildung bei seinen Futtermitteln vor- | kommt. Diese Schimmelbildung wird, am besten verhindert, durch trockene Aufbewahrung der [Rheinische Hyp.-Bank Futtermittel, oder durch gänzliche Abhaltung, oder auch vollkommene Zufuhr der Luft auf die- [Wien Bankactien 1010 selben. Sehr fehlerhaft ist es, das Heu oder Futterstroh auf schlecht gedeckten Stallungen auf- |Oest. Creditact. 236 zubewahren, da ein solches Futter nicht nur leicht schimmelt, sondern sogar fault. IGahzien

-Ob Kartoffeln ober Runkelrüben als Futter der Vorzug zu geben sei. Das Füttern von nur rohen Kartoffeln, wenn auch mit Häcksel, ist erfahrungsmäßig eben so un­wirtschaftlich an sich, als wenig gedeihlich dem betreffenden Vieh, zumal wenn neben den kohlenstoffreichen Kartoffen nicht entsprechend stickstoffreiches Futter gereicht wird. Es geht bei starker Kartoffelfutterung ein Theil unverdautes Stärkemehl mit den Gycrementen ab. Runkel­rüben allein reichlich gefüttert erweisen sich ebenfalls nicht günstig für's Vieh, am wenigsten für Mastvieh, wie denn auch die Kühe sehr wässerige Milch darnach geben. Beide Wurzelfrüchte zusammen gefüttert bewähren sich besser. Daß neben einer Knollenfütterung auch einiges nahr­haftes Heu, sowie gute Oelkuchen zu reichen sind, wenn die verschiedenen Futtermittel gehörig

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61 °ttem au Letzterem nicht zu viehisch humpiren, daß man vom Stuhl fällt oder item nicht ausgenutzt werden sollen, ist allbekannt. Ebenso daß dem Mastvieh gekochte oder gedampfte mehren aradwea gehen kann." Kartoffeln besser wie rohe, auch besser wie Runkelrüben zuscgcn, wogegen Steckrüben neben

(Die Entdeckung der Frau Näthin.) DasN- W- T." erzählt aus Wien: Wenn Bohneuschrot und Leinkuchen und selbstverständlich neben dem nötigen Nauhfutter, ein ganz , Sie- Frau Rathin titulut wird, so muß er mit noch besserem RechneHerr Rath" genannt vorzügliches Mastsutter abgeben.

werden, und das geschieht ihm auch in seinem Bureau in der H-gasse von sehr devoten,---

Untergebenen mit allem Eifer. Aber auch Räthen ist mitunter guter Rath theuer, und so toar.

<s am lernen Sonntage. Die Frau Näthin hatte nämlich ihrer Köchin, angeblich wegen Er-^ krankung der Schwester des dienstbaren Geistes, den Tag freig.geben und sich entschlossen,. sickL - .. . t . . K _

Selber wieder einmal in der Küche zu versuchen. Der Eifer beim Einlegen derLeberknooel" kommener Genuß bevor. Dte neu organifirte Nauheimer KurcapcUe, unter Direction des in die siedende Suppe batte ihr nicht nur warm gemacht, sondern sie in die beste Laune versetzt, Herrn Poppelsdorf, wird an genanntem Tage im Leib'sehen Saale ein ßoncert veran- als ihr Gemalü der SonntagS Früh meistauf einen Sprung zum Sacker" geht, leise vor statten. Die Leistungen der Kurcapelle sind noch von srüherher hier in Gießen rühmlichst be­such hjnpfkifend auf der Stiege hörbar wurde. Die erheiterte Frau tritt hinter die Küchenthüre, tannt unb hoffen wir, daß das musikliebende Publikum dessen eingedenk, die gebotene Gelegenheit welche der Rath auf dem Wege'uack seiner Schreibstube zu pajsiren pflegt, und als er in die benutzen und fragt. Coneert reichlich besuchen wird. x.

Kücke tritt, legt sie ihm von rückwärts die Hände über die Augen unb applicirt ihm einen so' herzhaften Kuß' auf die Wange, wie im Honigmond. Der Rath zieht eine ihrer Hände anl feine Lippen herab und fragte leise:Wo ist denn die Frau liebe Marie?" Nun erst sah' man sick von Angesicht zu Angesicht und der Herr Rath sah sehr verwirrt aus. Die $rau| entließ dieliibe Marie" am nächsten Morgen und hat der Dienstvermittlerin mitgetheilt, daß sie eine sehr geschickte Köchin wünsche, wenn sie auchalt und häßlich" sei.

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Neber das Düngen der Ovstbäume im Winter. In den meisten Fallen ist die Obsternte bann eine geringe, wenn für bie Bäume nichts gethan wirb. Um ben Baum zu düngen lockere man im Herbste ober Anfang bes Winters das Erdreich um denselben, hüte sich höher. Deutsche Effeetenbank 2/d°'o, Prov.-Diseonto 20/0, Oesterr. Nationalbank 9 fl., Deutsche aber bei dieser Arbeit die Wurzeln zu beschädigen. Der alte, um den Baum gewachsenen 11/ 0/. k»a wnffor

Nasen verrottet, Luft und Feuchtigkeit können leichter in den Boden einbringen; Jauche, Spül­wasser, Urin von Menschen unb Thieren sind um den Baum herum auszugießen. Auch einzelne Eisscheiben von gefrorener Jauche ober sonstigem Unrathwasser können unter ben Bäumen auf-

do. II. Emiss.

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Börsennachrichten.

27. November 1873.

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