heißen mag l"
Deulfdjfanö.
in der zweiten Kammer mit Aufmerksamkeit gefolgt ist. Einzelne der hervor-
stitution des Landes kundgeben, das durch den Verlust eines Theiles seines Ge-
PnriS, 24 Juli. Einer Nachricht der „Agence Havas" aus Barcelona
Spanien.
Madrid, 23. Juli. Die Ernennung Martinez' zum General-Capitän
3hißfunö.
Darmstadt, 22. Juli. Daß die Oberhesstschcn Eisenbahuen Vieles, namentlich auch in Rücksicht aus Anlage von Stationen. Haltestellen ic , zu
daß in der nationalen Politik eine Fahne aufgepflanzt sei, um welche alle patriotischen Kräfte aus den verschiedenen Parteigruppen sich schaaren könnten. Alle bisher trennenden Unterschiede zwischen den Einzelstämmen seien im Schwinden begriffen, einseitige Parteifordernngen müßten znrücktreten, weil Allen der gebührende Einflnß ans die gemeinsamen Angelegenheiten eingeränmt und die Gelegenheit geboten sei, die vaterländische Entwickelung den höchsten Zielen ent- gcgenzuführen. Die Politik, unter deren Einflnß die Nation das Bewußtsein ihrer Einheit und Macht wieder gewonnen habe, werde anch bei den Wahlen als einigende Kraft erkannt werden.
Königsberg, 24. Juli. Die „Ostpr. Ztg." meldet, daß die Domherren zu Frau.'ubnrg das am 1. Juli fällige Gehalt noch nicht empfangen haben. Bekanntlich soll seht jedem Einzelnen der Gehalt gegen eine Specialquittung von der Negiernng ausgezahlt werden. Doch weigern sich die Dom-
Petersburg , 23. Juli. Der „Ruff. Jnv " veröffentlicht den Wortlaut einer von dein Khan von Khiwa anläßlich der Aufhebung der Sclaverei erlassenen Proclamation. Dieselbe sagt; „Durchdrungen von den Gefühlen der Verehrung gegen den Kaiser von Rußland, erkläre ich sämmtliche Sclaven des chiwesischen Reiches für frei und den Sclaveuhandel für ewige Zeiten ans- gehoben und befehle die sofortige Ansführnng bei strengster Strafe im Weigerungsfälle. Alle Befreiten sind gleichberechtigt mit den anderen Unterthanen und können im Khanat verbleibend Falls sie heimgehen wollen, werden besondere Maßregeln getroffen. Die Befreiten fomtnen in den nächstliegenden Markt
cfioHanö.
Amsterdam, 22. Juli. Die Nachricht, daß der Bischof von Deventer
Minister-Präsidenten Frhrn. v. d. Pfordten wurde auf der Eisenbahn bei Ragaz in der Schweiz überfahren und blieb alsbald tobt.
Jranlm’id).
Pari», 20. Juli. Dem „Moniteur" zufolge überbrachte gestern der englische Abgesandte den neuen vom Minister unterschriebenen Handelsvertrag, wodurch der von 1860 auf vier Jahre erneuert, während deren England als meist begünstigte Nation behandelt wird. Lord Lyons übergab den Vertrag mit dem Ausdrucke des Wunsches, daß die Nationalversammlung ihn vor den
Araaoniens eingedrungen ist. Nun kommt, nm den Legitimisten neuen Muth einzuflößen, die Nachricht, daß Don Carlos selbst in der gestrigen Nacht wiederum spanischen Boden betreten und einen Aufruf an die Nation erlassen hat. Er hat „die Stimme des mit dem Tode ringenden Spaniens gehört" und kommt nun, um für „das Vaterland Gottes" zu kämpfen - was das auch
BUl-, die Sänger-Gesellschaft ,u «juchen, die beide» Srtncn: „Der gemächlich- Sachie» und „Die Meßmnsikanten" zur Anssühruu, zu bringen. Diesem Wunsch- wurde den dem Muslku- _ Großer, dem Direktor der im Zelte anwesenden Sänger, Gewährung zugcsagt. Einige Zeit später geht die 2vjährige Sängerin Anna Bachmann an dem Tische der Ossi irre vorslber und wird von einem dieser Herren aufgefordert, etwas Gemeines vorzntragcn, und da das Mädchen ziemlich pikirt das Verlangen mit: „so etivas kommt bei uns nicht vor' abschlägt, sagt L : derselbe: „Nun so singen Sie wenigstens etwas, was zulJhrcrn Bu,cn paßt." Unmittelbar darauf wird in ähnlicher Weise das ebenfalls vorübergehende IN,jährige Mädchen Anna Gro her, Tochter des DircctorS, insultirt. Dieselbe wird von demselben Officier ebenso aufgesordcrt, etwaS Gemeines zu singen, und da das kleine, kaum der Schule entwachwne Mädchen vor Schreck und Scham verwirrt stehcii bleibt und nichts antwortet, sagt lhr derselbe noch gemeinere Worte. Indem das Mädchen weinend davon gebt, um ihren Eltern das Empörende zu klagen, beginnt ein neuer Vortrag, der Gesang eines ernsten Liedes, was aber gestört ivird, da am Ofsicierstische laut gesprochen, gesungen und gemiaut wird. Der Komiker K., welcher an der Ca fe stebt, ruft „Pst! Ruhe!" aber nur in der 9Bel,c, daß es nur die Personen hören konnten, die in seiner Nähe waren, also auch die Offieiere. Rittmeister v. Schw. winkt hierauf sofort den mitanwesenden Reiter Sproß zu sich und flüstert ihm etwaS zu, worauf dieser zu dem Komiker gebt und auf die Frage: „was geht hier vor?" und die Gegenantwort: „zwischen uns geht nichts vor," demselben eine durch das Zelt hörbare Ohrfeige applieirt. Indem sich Neuer Sproß wieder seht, sind seine Augen gespannt auf den Rittmeister v. Schw. gerichtet, wie um neue Befehle zu empfangen. Der Komiker Kreich, der noch ganz überrascht ist und sich sofort den ganzen Vorgang nicht zu erklären vermag, verlangt ziemlich laut und entschieden die Entfernung deS Reiter Sproß. Der in diesem Augenblick eintretende Untcroffieier Treumann seht Sproß zur Rede und fordert ihn auf, sofort das Local zu verlaßen. Civilpersonen verlangten ebenfalls, indem sie Sproß umringten, seine Entfernung, und als dicö ziemlich energisch geschah, — ohne irgend welche Tätlichkeiten — standen v. Schw. und die übrigen Ofsiciere auf, drangen in den Knäuel, und Schw. befahl den Reitern, das Local nicht zu verlassen, obgleich der größte Theil ohne Nachtzeicheu, also schon straffällig war, gewährte ohne Weiteres allen auf dem Platze befindlichen Reitern Urlaub und ermächtigte den Reiter Sproß, auf seine des p P Schw. Rechnung, nach Wunsch zu trinken. Hierzu sind Zeugen vorhanden; verschiedene Reiter bestätigen dies; tvm Lohnkellner I. aus Wurzen gestand Sproß u. A.: „Ich bin zui der Ohrfeige commandirt worden, hätte ich cs nicht gcthan, säße ich morgen im Kasten. Geben Sie nur Bier her, ich bezahle Alles." Wie auf Commando sammelte sich nun in kurzer Zeit Alles auf dem Platze und im Zelte anwesende Militär und gruppirte sich rechts und vor dem Offi- cierstischc. Bevor aber das Weitere sich entwickelte, kurz nachdem Untcroffieier Treumann den
aen Corps von 14,000 Mann den Ebro zu überschreitet! und gen Madrid zujherreu, wie es heißt, in Folge höherer Weisung, die Specialquitturrgen aus- marsckiren, während Tristany schon in den südlich vom Ebro gelegenen Theil zustellen
• ‘ e-----x München, 24. Juli. Die Stadt Cham in der Oberpsalz ist durch
eine Feuersbrunst fast ganz zerstört worden. — Die Gemahlin des früheren
gefunden haben.
Darmstadt, 22. Juli. (Das neue Schulgesetz ) Die in Den Kreisen - - - n x . ; ,
unserer Abgeordneten stattgehabten Vorbesprechunge.t über den Entwurf eines >on Valencia an Stelle Velarde s ist, der amtlichen Gaceta zufolge, aufge- ueuen Schulgesetzes, dessen Berathung heute begonnen hat, haben bereits her-^hoben. Der „Jmparcial meldet, daß der Oberst der Cwilgarden von Bar- ausgestellt, welche großen Schwierigkeiten der Gegenstand mit sich bringt. Es.celona mit einigen Mannschaften zu den Carlisten ubergegangen ist. Gestern treten hierbei nicht nur eine Reihe wichtiger Principienfragen in den Vorder-fand eine Versammlung aller hier anwesenden Generale statt, welche Salmeron gründ sondern es machen sich auch eine Masse practischer Erwägungen und ihre patriotischen Gesinnungen kundgaben und sich bereit erklärten, die ihnen Rücksichten auf bestehende Verhältnisse geltend, welche auf die Berarhungen anzuvertrauenden Posten zu übernehmen.
ihren Einfluß üben. Ueberdies ist ziemlich allgemein Die Besorgniß verbreitet/ (£11 (11 (Uli)
daß die erste Kammer ein irgend freisinniges Schulgesetz nicht annehmen werde, u # c A . s..
eine Vermuthung, die denn doch immer noch sehr dahinsteht und jedenfalls London, 24. Juli. Gladstone ist leicht erkrankt und genöthigt, seit nicht dahin führen darf, aus vielleicht all' zu großer Rücksichtsnahme auf das gestern das Bett zu hüten.
Zustandekommen des Gesetzes wesentliche Abschwächungen der Grundsätze einer zeitgemäßen Schulreform vorzunehmen oder einzngehen. Unser Ministerium hat ein dringendes Interesse daran, das Schulgesetz durchzusetzell und da ihm auch ziemlich wirksame konstitutionelle Mittel zu Gebote stehen, den allfallsigen WiDerstand unsrer Pairs zn brechen, so theilen wir keineswegs die Besorgniß, daß die Schnlreform nicht gelingen und der lange Nedekampf, dem wir entgegensehen, resuliatlos bleiben wird. Allerdings wird die Negierung nur dann für das Schnlgesetz mit aller Entschiedenheit gegen die entgegengesetzten Ten denzen der ersten Kammer eintreten, wenn der Entwurf im Wesentlichen nach der Negierungsvorlage angenommen und keine priucipiellen Aendernngeii^vou Bedeutung erleiden wird. Nun gehen aber, wie dieses in derNatur der Sache--------K. o u- b
liegt, die Ansichten und Wünsche in B zng auf das Schnlgesetz nach rechts stäotea zusammen und stellen sieh der Ortöbehorde vor, welche eine Liste über tmb links weit auseinaiider nnb liegt in liefern Hereintragen persönlicher Mei- sie führt." Der Khan verpflichtet sich, die heimkehrenden Befreiten anszustat- nungen ruid der Verfechtung hergebrachter iudividileller Ueberzeiigilngen eine ten und dieselben dur ch chiwesische Escorten begleiten und beschützen zu lasten, größere Gefahr für das Gesetz, als ihm das etwaige U.belwollen^ der ersten,welch letztere überall die Aufhebmig der Sclaverei verkündigen.
Kammer bereiten kann. Das Schulgesetz ist iveitaus die wichtigste Aufgabe ----- ■ """
des diesmaligen Landtages, das ZustanDckommen desselben ivürde eine Tyat^ Vermischtes,
von weittrageiider Bedentung für unser Land sein. Es muß deshalb die Bei- • AuS Sachsen. DaS kleine sächsische Städtchen Lausigk, im Kreise Leipzig gelegen, seitesetzilna einzelner Liebliuaöwünsche, das Verzichten auf persönliche Ansichteii'war am 11. b. M. der Schauplatz eines groben militärischen Exccsses, zu welchem die Feier und eine weise Beschränkung zu Gunsten des Erreichbaren uls eine patriot.sch- Uhr ’ÄX
Pflicht der Abgeordneten angesehen werden. Wir betrachten es deshalb als .^ur^che Noah" und bestellt für die Herren Offieiere einen Tisch und acht Stühle,
ein sehr erfreuliches Zeichen, daß in der Helltigen Sitzung die ersten Artikel Trotzvcm das Z.'lt vollständig gefüllt war, verspricht HerrTauscher, den Wunsch der Herren des Elitwnrfeö mit sehr großer Mehrheit nach Der Regierungsvorlage ange' Osficicre gern erfüllen zu wollen, und beauftragt mit Ausführung dieses Wunsches den derzci- nommcn wmdcn und hoffen, daß , wenn erst nur einmal über bie H-rrn Rchauraü^ Tausch«
Frage der Comuillual und Confesilvnsschulen eine Verelnbarung erfolgt ist, Die I giittmeifter v. Schwanewede, Rittmeister Schulz, Lieutenant Reichard, Premier Lieutenant übrigen Meinungsdifferenzen sich leicht ausgleichen werden. Wir wissen zwar, Borsdorf und Avantageur Schweinitz. Letzterer kornint^ wieder zu Herrn Tauscher mit der daß dadurch außerhalb des Landtags manche Enttäuschultgeii h?rvorgerufen werden, namentlich auch innerhalb des Lehrerstandes, der bezüglich seiner eigenen Stellung sehr weitgehende Forderungen geltend macht, wir zweifeln aber auch nicht daran, daß die oben angedeuteten Erwägungen jeden Mann, der Herz und Sinn für unsere Schule und unser Land hat und der den großen Fortschritt, den das Schulgesetz in seiner jetzigen Gestalt noch immerhin bedeutet, nicht unterschätzt, davon überzeugen müssen, daß die Volksvertretung eine schwere Verantwortlichkeit auf sich laden würde, wenn sie die Veranlassung zur Vereitelung einer so wichtigen Reform sein würde. (N Frks. Pr.)
Berlin, 23. Juli. Die „Prov.-Corresp." bringt einen Artikel über die Wahlbewegung und die nationale Politik, in welchem sie sagt: Der Aufruf eines Vereins schlesischer Männer, worin ^nr Wahl von Männern aufgefordert wird, welche die Bürgschaft gewährten, die Staats- wie die Neichsregnlierung in ihrer Politik gegen feindliche Uebergriffe und Ansprüche zu unterstützen, habe in weiten Kreisen Widerhall gefunden. Ueberall sei die Erkenntniß verbreitet,
vor die Stände gebrachten Wunsch, daß die Haltestelle Mücke an der Linie
Gießen-Fulda zu einer förmlichen Station erhoben werden möge Schon seit , # .
einiger Beit ist nämlich an fraglicher Stelle, nach Herstellung der uothwendigen bietes und die Zwietracht der Parteien erschüttert sei.
Einrichtungen, insbesondere der Anlage des zweiten Geleises und Errichtung 2 '
eines Güterschuppens, der Gepäck- und Vieh Abfertigungs-, sowie der Guter- zufolge find 200 berittene Gensd armen zu den Carlisteu ubergegangen. Dienst eröffnet, anch die Aufnahme Der Mücke in den Hessisch-Rheinisch West- " ~ -
phälischen Verband bewirkt worden, und ebenso wird eine Erweiternng der
Station durch Anlage eines besonderen Ladegeleises und Vergrößerung des . . _ . „ _
Ladeplatzes vorgenommen iverden, sobald die Verwaltung in den Besitz des dem Professor Neinkens heute in Rotterdam die Weihe als altkatholischem hierzu erforderlichen Geländes, welches gütlich nicht zn erwerben ist, durch Bischof erteilen werde, ist verfrüht; die fragliche Feierlichkeit wird dem Ver- gerichtliche Einweisung gekommen sein wird. Das Expropriations-Verfahren piekten nach nicht vor dem 3. August d. I. stattfinden.
hierzu ist bereits im Gange und wird voraussichtlich sehr bald seine Erlediguiig! SllUIUClL
wünschen übrig lassen, wird Dem nicht entgangen sein, der den Verhandlungen Ferien gutheißen möge. ,
in der zweiten Kammer mit Aufmerksamkeit gefolgt ist. Einzelne der hervor- — Der „Patne' zufolge wird Mac Mahon nach der Räumung eine
gehobenen Desiderien werden übrigens sicherem Vernehmen nach in nicht langer Proclamation veröffentlichen, deren Sinn folgender wäre: die Freude wegen Zeit gehoben sein. Insbesondere gilt dies von dem durch den Abg. Schuchard Befreiung dürfe sich nicht in kindischen öffentlichen Belustigungen äußern. Sie vor die Stände gebrachten Wunsch, daß die Haltestelle Mücke an der Linie müsse sich durch energische Beschlüsse für die moralische und politische Recou-


