Einzelbild herunterladen

Leide Ihr"

Interregnum berufene Cardinal-Camerlengo de Angelis wurde gleich in bei ersten Stadien der Krankheit Pius IX nach Rom berufen, als ein heftige» Fieber Anlaß allgemeiner Bestürzung geworden war, und dieser Cardinal blie> i auch nach nunmehr eingetretener Besserung. Ist ein Thronwechsel im Vaticai : bereits unter gewöhnlichen Umständen ein folgenreiches Ereigniß, was wird eil solcher erst gegenwärtig zu bedeuten haben? Es ist kein Zweifel, daß unter den Cardinälen bereits mehrmals Besprechungen stattgefnnden haben, derer Resultat vor der Hand dahin festgestellt scheint, daß das Conclave, falls do: : päpstliche Stuhl binnen Kurzem leer würde, in Rom selbst stattfinden sollt. Ein unmittelbar hinter der Sacriftei der Peterskirche gelegenes und in der Einfriedigung des Vaticans begriffenes Gebäude, welches den Canonikern voi St. Peter zugehört, eignet sich vollends zu dem Ceremoniel einer solchen Ver­sammlung und soll auch bereits für die vorkommenden Fälle als Sitz des Con claves bestimmt worden sein. Ein hinlänglich großer Saal und rings um den selben kleine Wohnungen, die man mit geringen Kosten für etwa 40 Cardinal! lind ihre Secretäre einrichten kann, eignen dieses Gebäude durchweg. Unter den 45 Cardinälen, welche die katholische Kirche im gegenwärtigen Augcnblick- zählt, werden wohl mir höchstens 36 ui Rom an dem Conclave Theil nehmer. können, da die anderen durch ein hohes und gebrechliches Alter an einer langer Reise verhindert sein dürften Ist es auch bei den unzähligen Zwischenfälle:

den wärmsten Antheil nehme, der Ich mit besonderer Werthschätzung bleibe k.

Schweiz.

Bern, 22. April. Sämmtliche Regierungs-Statthalter des Jura sind Behufs Berichterstattung über die Lage an den Regierungsrath hier eilige troffen; da mehrere suspendirte Pfarrer trotz des Verbotes gepredigt haben, stehen weitere Negierungsmaßregeln in Aussicht.

tfrcmlireid).

Paris, 22. April. Die Nachricht der Blätter, Manteuffel habe gestern Thiers besucht, ist falsch. Manteuffel Hai Nancy nicht verlassen. Das amt­liche Blatt veröffentlicht die Tabellen über den Eingang der directen und üv directen Steuern; ans denselben geht hervor, daß die Einnahmen des Viertel­jahres die im Budget von 1873 vorausgeschenen um 14,993,000 Franken über­steigen. Grovy hatte heute eine Unterredung mit Thiers. Es ist noch sehr unsicher, ob Thiers nach Wien geht. Die französische Regierung wird wahr- scheinlich durch den Handelsminister repräsentirt Heute Abend findet in Menilmontant eine Pnvat-Versammlung statt, in welcher Gambetta spricht. 700 Einladungen wurden vertheilt.

Otafien.

Nom, 22. April. Je länger der greise Papst genöthigt sein wird, ein Krankenlager zu hüten, an dessen Rande man stehend hervorragende Persönlick- keiten zum Besuche heranläßt, theils um die öffentliche Meinung irre zu führen, theils auch um die Neugierde der Diplomatie zu befriedigen, um so reger wer­den die Besorgnisse für das Leben eines Mannes, an welches sich die Ultra montanen aller Länder geklammert haben. Es ist nicht mehr zu läugnen, daz der Papst sichtbar an Kräften abnimmt und zeitweilige Fieberanfälle zu bestehen hat, aus welchen der hohe Kranke stets ermatteter hervorgeht. Seine Haus­ärzte, zu welchen außer den Doctoren Viale-Prelü und Sartori auch der i.t einem an das päpstliche Schlafgemach stoßenden Zimmer wohnende Carmelitcr- Mönch Fra Salvatore gehört, haben unter der nächsten Umgebung des Papste! ihre Besorgnisse ausgesprochen. Nicht der Charakter noch der Verlauf dieses rheumatischen Anfalles, wohl aber di? b, einem so hohen Alter leicht plötzlio eintretenden Zwischenfälle geben der .mehr zehntägigen Krankheit des Papste» bedenklichen Ernst. Der für den Fall einer Erledigung des Stuhles zun

Fahrgasse rc. das Signal mit einem Horn gab. Der junge Mensch, welcher an der Leiche auf dem Domplatz eine die Menge aufreizende Rede hielt, ist ans Isenburg.

München, 21. April Das Handschreiben, welches S. M. der König an die Freifrau v. Liebig gerichtet hat, wird uns im nachstehenden Wortlaute mitgetheilt:Frau Geheimräthin v. Liebig! Es ist ein Bedürsniß meines Her­zens Ihnen durch gegenwärtige Zeilen die tiefe Trauer kund zu geben, in welche Mich das Hinscheiden Ihres Gemahles, des Geheimrathes Justus Frhrn. v. Liebig versetzt hat. Seit vielen Jahren konnte die Hauptstadt Meines Landes sich mit Stolz die Heimath des Verewigten nennen; hier war der Mittelpunkt seines reichen Schaffens nnd unvergänglich wie sein Name bleibt die mächtige Anregung, welche er auf weite Kreise der Bevölkerung zu üben wußte. Deß- halb wird der Verlust des großen Forschers so sehr er die ganze Welt trifft, nirgends schmerzlicher empfunden werden als in München und Bayern. Empfan­gen Sie auch von meiner Seite die Versichernng, daß ich an Ihrem herben

schränkt werden. , , ,, , , -

Berlin, 22. April. Die kürzlich gegebene Mittheüung, wonach das Aeltesten-Collegium der Berliner Kaufmannschaft einen Protest gegen die Rede des Aba. Lasker und speciell gegen deren Bemerkungen über die Börse beab­sichtige, hat inzwischen volle Bcstätignng gefunden. Der Protest ist an den Reichstag abgegangen. Sein Inhalt kommt im Wesentlichen ans eine Verwah- rnng dagegen hinaus, daß man die Börse nicht für Ausschreitungen Einzelner, welche zuqestanden werden, verantwortlich machen und deßhalb in ihrem Anse­hen herab eben dürfe. Der Reichstag wird wohl in einer seiner nächsten Sitzungen davon Kenntniß erhalten. - Der Abg. Lasker ist jetzt definitiv als Syndicns des städtischen Pfandbrief-Amtes angestellt, welches Amt er bisher provisorisch inne hatte.

Berlin, 23. April. Der Reichstag erledigte die erste Verathung des Völk-Hinschius'schen Gesetzentwurfs über die bürgerliche Form der Eheschließung durch Ueberweisung an eine Commission von 14 Mitgliedern. Die Centrums- partei hatte den Gesetzentwurf wegen der angeblichen Jncompetenz des Reichs­tages bekämpft. Bei Berathung der Petitionen wurde der Löwe'sche Antrag, den Reichskanzler zur einheitlichen und gesetzlichen Regelung des Impfwesens mit Vaccinations- und Revaccinationszwang aufzufordern, angenommen.

Berlin, 23. April. Bekanntlich umfaßt das Gesetz, betreffend das Verbot des Jesuitenordens außer diesem Orden selbst auch die demselben ver­wandten geistlichen Genossenschaften. Welche Orden unter diesen Begriff fallen, ist seit Erlaß jenes Gesetzes Gegenstand eingehender Untersuchung gewesen. Wie man in Bundesrathskreisen hört, ist dem betreffenden Ausschuß jetzt eine Vorlage zugegangen, wonach zunächst fünf Orden, als den Jesuiten verwandt, unter das Verbot fallen sollen. Wir vermuthen, daß dazu die Redemptoristen, die Lazaristen oder Vincentiner, die Väter vom h. Geiste und die Schwestern vom h. Herzen Jesu gehören- Eine dieser dem Verbote verfallenden Genossen­schaften zählt nicht weniger als 16 Niederlassungen. Selbstverständlich handelt es sich hier nur um eine Ausführungsbestimmung für das Jesuitengesetz, die also vom Bundesrath allein erledigt wird.

Frankfurt, 24. April. Aus bester Quelle erfahren wir nachträglich einige Details über die den Bier-Crawall begleitenden Umstände, deren Mit- theilung immerhin noch Interesse erregen dürfte. Bereit- am vorigen Samstag, 19. d., wurde der Stadtcommandant, Generalmajor v. Loos, durch den Polizei- Präsidenten v. Hergenhahn von den umlaufenden Gerüchten in Kenntniß gesetzt und ersucht, die Haupt- und Constabler-Wache am Nachmittag des 21. b. angemessen zu besetzen, welchem Ersuchen auch entsprochen wurde. Gleich­zeitig erfolgte die Consignation der übrigen Mannschaft der beiden hier garni- sonirenden Bataillone des 81. Infanterie-Regiments in ihren Kasernen. Die bis zum Nachmittag des 21. d der Stadt zugeströmten Menschen werden auf 68000 geschätzt, und gehörten vorzugsweise dem Arbeiterstande an, darunter Frauen und Kinder und halbwüchsige Bursche, deren Erscheinen übrigens an diesem Tage nichts Ungewöhnliches war und nirgends einen excessiven Charakter hatte. Die Zerstörungen begannen, wie wiederholt erwähnt, in der Lindhei- mer'schen Brauerei, wo ein Arbeiter dazu ausgereizt hatte, und wo unter Assi­stenz einer von der benachbarten Constablerwache herbeigerufenen Patrouille die Anstifter verhaftet wurden. Kaum war hier die Ruhe hergestellt, so tauchten in allen Theilen der Stadt Trupps von Gesindel in Stärke von 20, 40 bis 150 Mann aus, welche die Angriffe auf die Brauereien und Wirthschaften in offenbar planmäßiger Weise unternahmen. Für den Dienst auf der Straße waren nur 52 Schutzleute disponibel, und diese wurden überall und fast sofort mit Knütteln und Steinwürfen empfangen, so daß militärische Hülfe requirirt werden mußte. In Folge dessen eilten zwei Compagnien im Laufschritt nach den bedrohten Punkten, die sich indessen über die ganze Stadt verbreiteten und also zu wirksamem Schutz eines größeren Aufgebots bedurften. Nach und nach kamen denn auch sechs Compagnien in Thätigkeit, und in jeder der beiden Kasernen blieb noch eine Compagnie, um von hier aus die in der Nähe liegen­den Wirthschaften zu schützen. Es dauerte bis gegen Mitternacht, bis die Ruhe völlig hergestellt war. Zur Charakterisirung der Excedenten dient die von uns bereits erwähnte Beraubung eines Schuh- und Kleider - Magazins im Müller'- schen Hause in der Fahrgasse, aber noch in weit widerlicherer Weise die That- sache, daß selbst die Leiche eines der unglücklichen Opfer nach Anzeige der An­gehörigen bei der Polizei der Uhr und Kette, des Portemonnaies und Messers beraubt wurde

Die Namen der 18 Todte haben wir bereits mitgetheilt. Die Zahl der Verwundeten wird auf 40 angegeben, wobei jedoch Diejenigen, welche sich in ihre Heimath begeben konnten oder sich in Privatpflege befinden, nicht einbe­griffen sind. Nach polizeilichen Meldungen soll die Zahl dieser aber nicht be­deutend sein. Verhaftet wurden über 150 Personen. Vom Militär sind 1 Offizier und zwei Mann unerheblich verwundet, von der Polizei der Commissär Bergmann und 3 Schutzleute, die zwar das Bett hüten müssen, deren Zustand

aber ebenfalls kein Bedenken erregt. Auch Polizei-Comissär Schuhmacher erhielt Reise verhindert sein dürften Ist es auch bet den unzähligen Zwischenfaller einen nicht bedeutenden Hieb über die Hand. Demolirt sind im Ganzen 18l eines noch ungewissen Ereignisses dieser Art kühn zu nennen, irgend ein Prog Wirthschaften. Von fremden Truppen waren zwei Bataillone Siebenundacht nosticon zu stellen, so geht aus den Gesprächen, welche über diesen Gegenstand ziger aus Mainz und zwei Bataillone Achtziger aus Wiesbaden und Homburg chn der Tagesordnung sind, dennoch so viel hervor, daß der Sieg der Candr zugezogen worden. Erstere gehen nach Mainz zurück, die anderen bleiben vor- daten, welche die Jesuiten mit besonderem Eifer befürworten, der eines^Panc läufig hier. Die Einwohnerschaft wird sich also noch für längere Zeit auf bianco oder Riario Sforza, nur wenig Chancen für sich hat. Denn die Stimmt Einquartirtmg gefaßt machen müssen, und wir wollen wünschen, daß die städti- der öffentlichen Meinung hat auch im Cardinals-Collegium Eingang gefunden, sche Einquartirungs-Commission sich ihrer Aufgabe in befriedigenderer Weise und werden wohlwollende Persönlichkeiten aus dem Drucke der gegenwärtiger entledigt, als am Dienstag Abend, wo sie zwar die Bewohner einer Reihe von Uebertreibung entfesselt, so könnte in einem Morichini, de Silvestris oder di Straßen durch Placat benachrichtigte, daß wahrscheinlich Einquartirung kommen Pietro wohl auch ein versöhnlich denkender liberaler Papst dieZügel der Kirche- würde, aber ein ganzes Quartier, das dem Aüerheiligenthor gelegene Ostvier-^zu fassen bestimmt sein. Auch eine andere Richtung hat ihre Fürsprecher, nänt

ften Stadttheile und nur wenige Studenten sind reich genug, in ihrer Nähe tel, nicht unter die zu belegenden Straßen aufnahm, nichtsdestoweniger jedock ücb eine Wohnung zu miethen. Die sehr verminderte Frequenz an der Uni- noch nach Mitternacht eine große Anzahl Soldaten dorthin dirigirte, die nun toerfität Berlin wird zum Theil auf diese Wohrnmgsnoth zurückgesührt, und die im tiefsten Schlaf liegenden Bewohner erst herausschellen mußten, während man bat allen Ernstes den Plan besprochen, die Universität mit allen ihren sie andernfalls Alles bereit gefunden hätten.

Instituten in die Umgegend, nach Lichterfelde, zu verlegen! Das ist leichter', Frankfurt, 24. Aprrl. Aus dem Frankfurter Wald wurde gestern aesaat als gethan. Inzwischen sucht man den großen Uebelstand möglichst ju.eine Anzahl wahrscheinlich bei den Montags-Excessen beteiligt gewesener Judi- lindern Der Ober-Pedell ist beauftragt, Meldungen von Studentenwohnungen,viduen eingeliefert, welche sich daselbst in verdächtiger Weise umhergetrieben entaeaenzunehmen und sie den Studenten mitzutheilen. Außerdem gehr manchatten. Auch aus dem Röderwäldchen wurden einige Burschen herausgeholt, mit dem Plane um, eine Art Studenten-Convict zu erbauen. Es handelt fid);(Siner rief auf dem Transport zur Konstablerwache unaufhörlich:Es lebe die zunächst um ein Haus mit 50 Studentenwohnungen für Philosophen und Theo- Commune!" Einige hiesige Bürger, welche am Tage der Excesse unziemliche logen Eine ausschließlich für das Studentenhaus bestimmte Speiseanstalt soll Aeußerungen gemacht, wurden verhaftet und erst gestern, nachdem sie verhört, zur Benutzung freigestellt die akademische Freiheit aber in keiner Weise be- wieder freigelassen. Wie wir hören, wurde ein Oberräder Portefeuille-Arbeiter - - - ' ö als Derjenige ermittelt, welcher beim Angriff auf die Bierlocalitäten in der

iipb man Frank

®r.C

joÖ !> ,reiche den, desP gareth beni l befahl leit zu

die $ nach S

welche gourai Danip dem R

Transl gienun begang suspen! ein T consivci

der S

weg un

brau Liter dehiel Ctrfai fr. fßt Quant Unruhe höchster

Rock

Nt Bucl

Tun Sch! Äali ßch Str Kin mit Stjt Dir

M): Uhrke ®olb

8tfo

2020) bache Trotz-! von G eines 1 Jbentit werden das C Leiche jenigt «ufsch unterzk

Alte Grö, tiaai 'N N Gest