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zum 10. Februar
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Sahpreis fir für Zeitliugssah
Meyer.
Mndö 8 Uhr,
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Nr- ,l6.
Anzeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen
1873
Samstlig den 25. Jammr
Nr 21
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*nebnet täglidi, mit Art nähme Sonntag!
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Vrodpreife vom 25. Januar bis 1. Februar 1873,
nach eigener Erklärung der Backer:
2 Kilo gemischte« Brod 20 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 10 fr. 2 Kilo Roggenbrot: rfte Sorte 17 fr., zweite Sorte 15 fr.
Bekanntmachung.
Von Seiten der Französischen Regierung sind unter Andern die Todesschnne der nachstehend verzeichneten, angeblich Großherzoglich Hessischen «LtaatS- angehörigen mitgetheilt worden, deren GeburtS- beziehungsweise Heimathsort bis jetzt nicht constatirt werden konnte, indem derselbe in den betreffenden Todes- scheinen offenbar irrig bezeichnet ist. ,
Da eine Bekanntmachung der Namen vielleicht zu weiteren Ermittlungen führen könnte, so wird das fragliche Verzelchinß andurch unter dem Ausugen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß, falls die Todesscheine nicht innerhalb sechs Monaten bei Großherzoglichem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern reclamirt werden sollten, deren Rückgabe an die Französische Regierung angeordnet werden wird.
Gießen, 23. Januar 1873. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen.
v. Röder.
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Christine Schiller, verwittw. Abel von Mainz, alt 65 Jahre, gest. am 1. Sept. 1869 zu Milianah in Algerien. (Tochter des Friedrich Lchillcr
und der Philippine Vetroch, beide verstorben ) »a
Iohanii Wolf von Mainz, alt 25 Jahre, gest. am 22. Oct. 1869 zu Bona in Algerien. (Sohn des verst. Wilhelm Wolf und der Catharine Muck.)
Michael Finck von Darmstadt, Taglöhner, alt 37 Jahre, gest. am 17. März 1870 zu Guclma in Algerien. (Sohn des Peter Finck und der
Catharine Fischer, beide verstorben.) . x <
Catharine Fischer von Darmstadt, Haushälterin, alt 64 Jahre, gest. am 7. Jan. 1871 zu Guelma in Alger. (Tochter des Ferdinand <zlscher und der Catharine Wairoldt, beide verstorben.) , m
Anna Marie Mougin von Nackenheim, alt 66 Jahre, gest. am 9. Jan. 1871 zu Paris. (Tochter des Jacob Mougin und der Anna Marie Garon, beide verstorben.)
Carl Ludwig von Fritzbergf?), alt 38 Jahre, gest. am 20. Jan. 1871 zu Tory. ™ u .
Catharine Bruck, Ehefrau des Heinr. Wehrum von Darmstadt, Tazlöhnerin, alt 28 Jahre, gest. am 28. Sept. 18t 1 zu Paris. (Tochter des
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Elisabeth Finck von Darmstadt, alt 35 Jahre, gest. am 29. Novbr. lr‘71 zu Guclma in Algerien. (Tochter des Adam F^iickund der Cath. HarSler.) Balthasar Schmidt von Suß (?), Grubenreiniger, alt 54 Jahre, gest. am 6. Februar 1872 zu Paris^ (Wittwer vcn Marff, Turner.)
Ludwig Mousson von Ham (?), Taglöhner, alt 69 Jahre, gest. am 14. Februar 1872 zu Pans. (Sohn des Claude Mousson und der Clffabethe
Guerthner, Ehemann von Elisabcthe Clame.) ______________ ___ _______
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Der Gramont- Beust'sche Federkrieg
Gramont des Weiteren erzählt, sei bald darauf Graf Vitzthum nach Paris zu- rückgekehrl und zwischen ihm, Metternich und Gramont sei dann der Vertrag vereinbart wo.ven, welcher offen erklärte, daß die bewaffnete Neutralität bestimmt war, sich in ein effektives Zusammenwirken mit Frankreich gegen Preußen zu verwandeln. Die österreichischen Bevollmächtigten selbst hätten die Art ditser Umwandlung der be-offneten Neutralität in eine Cooperation nahegelegt. D.ese Art sollte da.in bestehen, daß man, einmal erst gerüstet, von Preußen in Form eine- Ultimatum- das Versprechen verlangen sollte, Nichts gegen den im Prager Frieden sestgestellten stalus quo zu unternehmen, d. h. mit andern Worten, seine Truppen über die Mainlinie zuiückzuziehen, eine Forderung, die Preußen, in der Cooperation m t Süddeuischland begriffen, gar nicht ersüllen konnte, und die man auch eben nur deshalb stellen wollte, weil mau wußte, daß Preußen sie ablth» neu werde und ablehnen muffe.
Es dürste dem Grasen Beust oller Wahrscheinlichkeit nach schwer fallen, die Behauptungen Gramem'- zu btstreitrn oder zu wikerlegen. Es ist fast unzweifelhaft, daß die Regierung Napoleon'- nicht ganz so ungenügend sich diplomatisch auf den Krieg vorbereitet hatte, als man in Fron'reich ti S mit besou- tmm Wohlwollen behauptet, weil man die Tendenz verfolgt, die Verblendung und Einfalt der ka scrlichen Regierung im schlimmst«!. L.chte ctscheintn zu laffen. Lieser Tendenz huldigt bekanntlich auch Herr Th.ers, und seine die Regierung Napoleon'- cus's Schwerste comp om'ttirtnden Miitheilungen waren es ja ebtn, die Gramont zu seinen ersten Enthüllungen reizten.
Der Rechts-rtigungsversuch d S Grafen Beust trieb den hangedrängten Diplomaten dann weiter auf der Bahn der Jndieeretion z einer JakiScrttion, kie een Ruf des Grafen Beust vernichtet hat, durch die aber auch zugleich die fron- jösi'che Diplomatie auf eine Weife compromittirt wird, die natürlich Niemanden peinlicher berührt, als das gegenwärtige Oberhaupt Frankreich-; zumal da Herr Thier- sich doch sagen muß, daß er durch seine heftigen Angriffe die Rücksicht-» lofigkeit de- Herzog- von Gramont zuerst herau-gesordert hat.
Daß Gramont sich dessen wohlbewußt ist, daß sein Verhalten die Zuverlässigkeit der französischen D'plomatie in'S schlechtste Licht stellt, vnterlikgt keinem Zweif.l. Er sucht fein Verfahren denn auch damit zu entschuldigen, daß sein? Mitthrilnugen die jetzigen B-zilhuogen Orsterreich- zu Deutichlonv nicht compro- mrltiren könnten, da in Berlin olle- jltzt an die Olffcntlichkeit Gelangte längst
scheint mit der letzten Veröffentlichung de- französischen Diplomaten feinen Ab- schluß gefunden zu haben, da sich nicht wohl eins.hen läßt, wa- der ehemalige östkrreichische Reichskanzler den Behauptungen, feine- rücksichtslosen Gegners ent- gegenzufetzen Haden wird. Beust'S Rechtfertigung gipfelt in dem Hinweis auf feine Note vom 11. Juli, in welcher der Botschafter Fürst Metternich beauftragt war, der französiichen Regierung jede Illusion zu nehmen, und mit Schonung bemerklich zu wachen, daß Frankruch auf Oesterreich- Beistand nicht rechnen dürfe. Von ditser Depesche will der Herzog von Gramont eist jetzt Kunde erhal ten haben, denn der Fürst Metternich habe sie rhm niemals gezeigt. Ist die-
_ und e- läßt sich faum an der Wahrheit dieser Behauptung zweifeln — so folgt daraus mit ziemlicher S-Serheil, daß die Note — wenn damals überhaupt , was von manchen Seiten bezweifelt wird — gar nicht geschrieben ist, uw Hramont mitgttheilk zu werden, da ein eigenmächt'ges Handeln Metternich'- tn tinem so verhängnißvollen Augenblick ja fast undenkbar ist, sondern daß sie nur deshalb abgefaßt ist, um für künftige Eventualitäten, wie die in Folge von Gramont'- Jndiscretion gegenwärtig eingetretenen, zur nachträglichen Rechtfkrti. gung dem Publikum vorgelegt werden zu können. Jcdcnfalls ist diese nicht mit- getheilte Noie für Vie Beurtheilung der zwlschen Wien und dem Tuilerien-Cabinct obwaltenden verhältoiffe durchaus unerhtblich.
B.ftanden übrigens zwischen den beiden Cabineten noch gewisse Mißverständnisse, so sind sie durch Vie Sendung de- Grafen Vitzthum, des getreuen Werkzeuge- de- österreichischen Reichskanzler-, völlig beseitigt worden. Grat Beust schreibt unter dem 20. Juli über da- Ergebnrß der Sendung D.tzthum e sehr befr.ed'gt an Metternich, und versichert, daß die Aeußerungen Napol>on und die Aufklärungen Gramont'- jede Mögl'chke t eine-Mißverstantn ff-S bese-Ngt haben, welchem da« Unvorhergesehene diese« plötzlichen Kriege- hätte Raum geben können. Daran schi eßt sich dann die bekannte We sung, daß der Fürst dem Kaiser und seinen Ministern wiederholen solle, daß Oesterre ch, den eingegange- tun Verpflichtungen getreu, die Sache FiankreichS als die ,ernigc betrachte und zu dem Erfolg seiner Waffen in den Grenzen der Möglichkeit beitragen werde.
Allerdings fei O-sterrerch das Wort Neutralität, welches er (Beust) nicht ohne B-dauern aussprech.', durch eine gebieterische Nothweadigkert auferlegt. Abcr d.ese Neutralität sei nur ein Mutel, „das Mittel, uns dem wahren Ziele unserer Politik zu nähern, da« einzige Mittel, nn cre Rüstungen zu vervollständigen, ohne uns einem plötzlichen Angriffe, sei es PikußeuS oder Rußland», au-zssetzen, ehe wir in der Lage sind, un- za vertheidigen.
Ader es hatte bei diesen Erklärungen nicht sein Bewenden, s
bekannt sei.
Daß die neueren D-roff-ntlichuvgea auf unser Derbältniß ,u Oesterreich keinen Emfl-ß andjuüben verwögen, ist allerdings «ollkomwen richtig. Wa- Herr v. Beust im Beginn des Kriege« geglaub! hat, ist fut uns von ausschiieß. sonder», wi-Il-ch historischen- Interesse; aus dtt B-jiehungen der S-genwail hat es g-r keinen
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