hervorgcht, weder in kirchlicher, noch in politischer Beziehung ein Verständniß Lips, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den
von
üesieireich.
den
Frankreich.
übertragen.
6. Charakterertheilungen.
7. Versetzungen in den Ruhestand.
Platze, als das „weil."
Um so unbegreiflicher wird die Sache, wenn man hiergegen die Eigenschaften deS Gegencandidaten auch nur einen Augenblick abwägt.
Herr Professor Dr. Oncken, schon seit mehreren Jahren ein sehr geschätztes Glied unserer Hochschule, hat sich durch sein volles Verständniß der wahren Bedürfnisse der Gegenwart, seinen ächt nationalen Sinn, sein meisterhaftes Verhalten als Abgeordneter der 2. Kammer in der bekannten Universitätsfrage, seine warmen Bemühungen um das hiesige Fortbildungsschulwesen und seine jüngsten freisinnigen Bestrebungen in Sachen des neuen Volksschul- gcsetzcs auch in weiteren Kreisen so allgemein bekannt und beliebt gemacht, daß wir Oberhessen uns zum Besitze eines so geeigneten Candidaten gerade für den Reichstag nur beglückwünschen können. Hierzu kommt die notorisch ausgezeichnete Rednergabe des Genannten. Es dürfte keinem Zweiten in unserer nächsten Umgebung in so vorzüglicher Weise gelingen, die deutschen Einheitsbestrebungen zu fördern und gleichzeitig die Bedürfnisse und berechtigten Wünsche der oberhessischen Bevölkerung so zum Ausdruck zu bringen, als gerade dem Herrn Professor Dr. Oncken. Wir halten uns daher im Interesse der Sache für verpflichtet, die Candidatur des Genannten zum deutschen Reichstage den Wählern des dritten oberhessischen Reichs-Wahlkreises dringend an's Herz zu legen.
Gießen, 21. Oct. Ein Artikel Ihres geschätzten Blattes bezeichnet als eine „interessante" Frage die, wie die Abgeordneten Buff, Oncken, v. Rabenau sich zu der Vorlage über den Neubau des großherzogl. Hoftheaters in Darmstadt ftcllen werden.
Wir sind nicht ermächtigt, im Namen der Herren Buff und v. Rabenau eine Erklärung abzugeben. Was aber den Abgeordneten der Stadt Gießen angeht, so wissen seine Wähler, daß derselbe gewohnt ist, von Allem, was er nach gewissenhafter Prüfung in der Kammer gethan hat, öffentlich Rechenschaft abznlegen. Umsomehr wird jeder Unbefangene gerechtfertigt finden, daß er über eine Frage, zu deren eingehender sachlicher Prüfung das erforderliche Material noch gar nicht vorliegt, eine im Voraus bindende Erklärung unbedingt ablehnt und lieber auf der Stelle sein Mandat niederlegen, als einem darauf gerichteten Verlangen entsprechen würde.
Darmstadt, 21. Oct. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 43 enthält:
1. Allerhöchste Verordnung, die Fortführung der Grundbücher betreffend.
2. Ordensverleihung.
3. Namensverändernngen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Aug. der Marie Rebscher von Neustadt im Oden- walde zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Oster, am 15. Sept, der Caroline Schwab von Birklar zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Geifert und am 19. Sept, der Veronica Wendel vom Hof Beinhards bei Ober-Nosbach zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Privat führe.
4. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag.
5. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Sept, dem evang. Pfarramtscandidaten Heinrich Schlick ans Gernsheim, im Kreise Bensheim, die evangel. Pfarrstclle zu Dalsheim, im Dek. Worms, zu übertragen; am 21. Lwpt. den Dr. Franz Umpfen- bach ans Gießen, im Kr. Gießen, zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz zu ernennen; am 23. Sept, dem Schullehrer an der 1. kath. Schule zu Nackenheim, im Kr. Oppenheim, Simon Seib, die kath. Schulstelle zu Bechtolsheim, im Kr. Oppenheim, dem Schullehrer an der 2. kath. Schule zu Nackenheim, im Kr. Oppenheim, Philipp Ofenloch, die kath. Schulstelle zu Gau-Bischoss- Heim, im Kr. Mainz, und dem Schnlamtsaspiranten, Friedrich Schneider aus Storndvrf, im Kr. Alsfeld, die 2. evangel. Schulstelle daselbst zu übertragen; am 24. Sept, dem Schullehrer an der 2. Abtheilnng der 2. höheren Mädchenschule zu Darmstadt, Stadtdiakonus Ludwig Pfnor, die Stelle eines Oberlehrers an der städtischen Mädchenschnlgruppe zu Darmstadt und dem Lehrer an der 5. Classe der höheren Mädchenschule zu Darmstadt, Mitprediger Adolph Mitzcnius, die Stelle eines Lehrers an der 1. Classe der Stadtknabenschule zu Gießen, im Kr. Gießen, zu übertragen; am 26. Sept, den Obermedicinalrath und Kreisarzt des Kreismedicinalamtes Darmstadt I., Dr. Hermann Pfeiffer, zum Mitgliede der Centralstelle für die Landesstatistik und den Oberrcchnungs- probator 2. Claffe bei der 2. Abthcilung der Justificatur der Oberrechnungs-, kammcr, Hermann Vogel, zum Oberrechnungsprobator 1. Classe bei dieser Behörde zu ernennen; am 27. Sept, die in Gemäßheit der Art. 2., 3 und 4 der Declaration vom 31. Januar 1837 über die Rückgabe der Verwaltung des diesseitigen Kaufungcr Stistssonds an die Althessische Ritterschaft des Großherzogthnms Hessen von den betheiligten adeligen Familien zu den drei 1 Obervorstehern gewählten nnd präsentirten Oberst-Kammerherrn Hermann Freiherrn voll Nordeck zur Rabenau in Darmstadt, Kammerherrn, wirklichen Geheimerath und Finanzminister a. D. Friedrich Freiherrn von Schenk zu
Vereins. Pfarrer Kühn von Landau war auf briefliche Anzeige sofort hierher geeilt. Seit langer Zeit hat Oberursel keinen solchen Leichenzug gesehen. Mitglieder der Feuerwehr trugen die Leiche. Ihr folgten die übrigen Mitglieder der Feuerwehr und des Gesangvereins und eine unübersehbare Menschenmenge hier und der Umgegend. (Nh. K.)
selitationsrccht zu dieser Stelle zu; 6 Schulstellen an der Bürgerschule zu Offenbach, im Kr. Offenbach, mit einem Anfangsgehalt von je 675 fl. jährlich; dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu diesen Stellen zu; die 3. evang. Schulstelle zu Roßdorf, im Kr. Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl.
Berlin, 18. October. Ueber den sBriefwchsel zwischen dem Deutschen Kaiser und dem Papste bemerkt die „Jndep." : „In seiner Verblendung und seiner Unwissenheit über den Stand der Dinge scheint Pius IX. nicht zu zweifeln, daß der Kaiser seinen Rathschlägen Folge leisten und zu den Füßen Sanct Peters Buße thun werde. Er muß daher kein geringes Erstaunen empfunden haben, als er die freimüthige, feste und maßvolle Antwort las, in welcher der greise Kaiser Wilhelm ihn daran erinnert, daß auch er seine Mission von Gott erhalten hat, welche er gegen seine Völker erfüllen muß, und Pflichten, von denen er sich nicht lossagcn kann. Der kaiserliche Brief ist eine energische Zurückweisung der Bebauprungen und Doctrinen, welche der des Papstes enthielt. Die öffentliche Meinung in Deutschland wird dem Kaiser Dank wissen, daß er seinen Pflichten als constitutioneller König, sowie der Solidarität mit seiner Negierung so vortrefflich Ausdruck verliehen hat."
— Der „Kuryer Poznanski" stellt das baldige Erscheinen einer päpstlichen Bulle aus Anlaß des jetzigen kirchen-politischen Conflicts in Aussicht. Er schreibt nämlich: „Man spricht von einer päpstlichen Bulle, welche den schweizerischen Katholiken die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten während der jetzt dauernden Verfügung erleichtern soll. Diese Bulle soll, wie versichert wirb, Vorschriften enthalten, ähnlich denjenigen, welche Pius VI. für die Franzosen während der großen französischen Revolution erlassen hat. Aehnliche Bullen werden bald auch für andere Länder nöthig werden."
Posen, 21. October. Das hiesige Kreisgericht hat den Erzbischof Ledochowski wegen Androhung der Excommunication gegen den hiesigen Reli- gionsleger Schröter, welcher die schlesische Adresse der „Staatskatholiken" unter® zeichnet hatte, auf Grund des Gesetzes vom 13. Mai zu 300 Thalern Geldbuße, cvent. zweimonatlichem Gefängniß verurtheilt.
Oberursel, 19. October. Heute fand dahier das erste altkatholische Begräbniß statt. Der Verblichene, Karl Rampel, eine allgemein geachtete und beliebte Persönlichkeit, gehörte zu den Gründern des hiesigen altkatholischen
mitten, 19. October. Der Kaiser verlieh gestern, als am Jahrestage der Schlacht bei L-'ipzig, dem Deutschen Kaiser das Husaren - Regiment Friedrich Wilhelm 111., König von Preußen Nr. 10, welches Regiment zur Erinnerung an die Befreiungskriege diesen Namen auf immerwährende Zeiten zu behalten hat. 0
Schweinsberg in Darmstadt und Georg Freiherrn Niedesel zu Eisenbach auf...
Altenburg, in der gedachten Eigenschaft landesherrlich zu bestätigen; am 3.Oct.!bilden, würden gewährleistet werden dem Schnllehrer an der 3. evang. Schule zu Echzell, im Kr. Nidda, I
Wien, 19. October. Der Deutsche Kaiser stattete gestern Nachmittag Erzherzogen Karl Ludwig, Victor, Albrecht, Reiner und der Königin der Niederlande Besuche ab und empfing in Schönbrunn den Minister und die obersten Hofchargen. Nach 7i/2 Uhr Abends fuhren beide Kaiser beim Opernhause vor, wo sie von der versammelten großen Menschenmenge lebhaft begrüßt wurden. Der Deutsche Kaiser trug immer die österreichische Uniform. Das Opernbaus war brillant erleuchtet und in allen Theilen von dem geladenen Publikum überfüllt; im Hofsalon wurden die Majestäten von den Erzherzogen und den Erzherzoginnen empfangen und begaben sich sodann in die Hoffestloge vom Publikum stehend erwartet und ehrfurchtsvoll begrüßt. In den Zwischenakten wurden in allen Theilen des Hauses Erfrischungen gereicht und nach dem dritten Acte der Oper Margarethe wurde im Hofsalon Thee servirt. Fürst Bismarck erschien gestern Nachmittag mit dem Grafen Andrassy in der Ausstellung ; als ihn die Menge erkannte, brach dieselbe in Hochrufe auf Bismarck uiid Andrassy aus. v. Bismarck dankte stehend für die dargebrachte Ovation indem er mehrmals mit dem Hute schwenkte. Der Deutsche Kaiser besichtigte auch gestern die Kunsthalle des Khedive, wo er Czibuk rauchte und schwarzen Kaffee nahm und von Professor Brugsch vielfache Auskünfte über die Sitten und Gebrauche der Araber entgegennahm. Beim Dejeuiier im Kaiserpavillon wurde auf dem Hoskeller eigens der Lieblingswein des Kaisers, ?»eidsik Monopole, servirt.
der gegenwärtigen Zeit und ihrer Jntereffen, geschweige denn, daß er dieselben Ruhestand zu versetzen.
mit Wärme vertheidigen wollte oder könnte, denn Rednergabe scheint ihm 8. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Wolf, gleichfalls abzugehen. 'im Dek. Büdingen, mit einem jährl. Gehalt von 755 fl. 32 kr.; dem Fürsten
Es ist hiernach kaum begreiflich, aus welchem Grunde der Herr Graf zu Jsenburg^Büdingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die 2.
vor einigen Jahren in den deutschen Reichstag gewählt wurde. Denn etwa'evang. Schulstelle zu Langen-Bergheim, im Kreise Büdingen, mit einem jährl. seine Qualität als Standesherr als solchen anzusühren, kann doch wohl selbst, Gehalt von 400 fl.; dem Hrn. Grafen zu Isenburg - Meerholz steht das Prüdem blödesten Verstände nicht einfallen Hier wäre das „obgleich" mehr am '
Paris, 18. Oktober. Abends. In dem Protokoll über die heutige Witznng der Burcaux der Rechten beißt es: Man sei völlig darin einig an- ,»erkennen, daß bie Annahme der durch die Neuner-Commission vorbereiteten Anträge durch das Jntcrcsie des Landes gebieterisch gefordert werde. Rach diesen Anträgen soll die Monarchie wieder bergestellt werden, alle bürgerlichen polltlschen und religiösen Freiheiten, welche das öffentliche Recht Frankreichs x ---.bUden, wurden gewährleistet werden; die dreifarbige Fahne werde aufrecht er- Kulnis halten bleiben, doch wurden Modifikationen durch Königliche Initiative
Hof, dw 2. evang. Schnlstelle daselbst, dein Schullehrer an der kath. Stadt-^laßt werden können; im Ucbrigcu bleibe dieselbe intakt es sei denn schule zu Mainz, JohannkS Rcckert, die kath. Schnlstelle zu Zahlbach, im Kr. und Volksvertretung eine Aenderung vereinbare» Die'verschiedenen 'Wimm3 Mai»,, »nd dem Schulamtraspiranten Heinrich Schaad ans Ruppertsburg, int lunge», welche in der heutigen Bureaursikunq repräsentirt waren sollen Kr. Schotten, die evang. Schnlstelle zu Breungeshain, im Kr. Schotten, zu zujammcnbcrufen werden. ' ' 1 ,v'vu
Paris 20. Oktober, Vormittags. Die von dem katholische» Comitö
~ . ... . , . „ . ^irn l",‘- "’pf Suchte Wallfahrt von Elsaß-Lothringer» nach St DeuiS
. - - ÄClnc Kvmglichc Hoheit der Groß- hat nur einen sehr mäßigen Erfolg gebabt. Es hatte» sich etwi um ,2
Herzog haben allergnädigst geruht: am 20. Sept, deu Schullehrer an der l. dc»> Arbeiterstaude angehörige Pcrsoneff an de.selben betlicilirt (Sh > n Claffe der Stadtknabenschule zu Gießen, im Kr. Gießen, Mitprcdigcr Carl verlies dcr Versuch, eine Elsässisch-Lothringische Manifestation zu Standern


