Dänemark.
Fredeusborg.
besuchen.
Was kann man gegen die Cholera thun?
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düng soll vor Erkältung bewahren, ohne die Transpiration zu erschweren. Besonders zu empfehlen ist das Warmhalten des Unterleibs und der Füße, wozu Flanellbinden und schafwollene Strümpfe sich am besten eignen. Gute Betten, reine Wäsche und gute Kleidung sind die wirksamsten Mittel gegen
an Holz aus den Bergen mit sich führten, über einen großen Theil des Städt- 'chens ergoß und die gräßlichsten Verheerungen anrichtete.
Wild tosend riß er Brücken und Häuser spurlos hinweg (4 Häuser sind vollständig weggeschwemmt, 80—100 großentheils baufällig) und eingeengt durch die sich stauenden Holzmassen durchfluthete er mit aller Vehemenz die vorliegenden Stadttheile, wodurch mehrere Menschenleben (bisher wurden 7 Leichen aufgefunden und manche Menschen werden noch vermißt) dem furchtbaren Ele- mente zum Opfer fielen und viele Inwohner theils ihr ganzes Hab und Gut verloren, theils in ihren Vermögensverhältnissen so sehr erschüttert wurden, daß sie ohne Hilfe ihrer Mitmenschen .einer trostlosen Zukunft entgegensetzen, da der Schaden sich auf viele hundert Tausende belaufen dürste.
In Anbetracht dieses namenlosen Elendes fühlt sich daher das unterzeichnete Hilfs-Comit6 verpflichtet, an die bekannte Wohlthätigkeit der Einwohner unseres gemeinsamen Vaterlandes die dringende Bitte zu richten unfet schwer Leimgesuchtes Städtchen durch milde Gaben unterstützen zu wollen.
Jmmenstadt, den 30. Jnli 1873.
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Gießen, 19. August. Soeben, bei Schluß unseres Blattes, erfahren wir, daß sich ein hiesigerBürger in seiner Wohnung den Hals abgeschnitten hat. — Näheres in nächster Nummer.
Action«
Frankf. Bank 147
Frankf. Vereins-Kasse 116
Darmst. Bankact. 425
Rheinische Hyp.-Bank 100
Wien Bankactien 1028
Oest. Creditact. 250
Galizien 120
bdjiucbm und Norwegen.
Malmö, 17. August. Der deutsche Kronprinz, welcher bei seiner Ankunft in hiesiger Stadt durch den kurz vorher von Kopenhagen ciugetroffenen Kronprinzen von Dänemark empfangen wurde, wird, die unmittelbare Rückkehr nach Deutschland aufschiebend, einer von dem Kronprinzen von Dänemark überbrachten Einladung folgend, die dänische Königsfamilie in Fredeusborg
Alleiniger Inseraten-Pächter des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blütter“, des „Figaro“ in Wien.
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verdorben sind, so muß auch das Trinkwasser unverdorben, d t. rein sein- Reines Trtnkwasier ist als ein Universalmittel gegen Cholera und Typhus zn betrachten. Gegen die Diarrhöen, welche bei der Cholera-Epidemie eine so bedeutende Rolle spielen, schützt man sich am besten durch die hier empfohlene Wahl der Nahrung und Kleidung. Auf das Allerernstlichste hat man sich aber auch vor dem Gebrauch aller Geheimmittel zu hüten, denn es giebt keine geheimen Gegengifte gegen die Cholera. Was als solche ausgegeben wird, ist Schwindel und gefährlicher Betrug.
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Unter dieser Ueberschrift richtet soeben Professor v. Pettenkofer umfangreiche Ansprache an das Publikum. Nachdem er in ausführlicher Handlung nachgewiesen, daß die Cholera keine ansteckende Krankheit ist, Verbreitung vielmehr von der Zusammenwirkung der örtlichen, zeitlichen individuellen Disposition abhängt, erklärt er: Niemand hat Grund, sich einem Cholerakranken zu scheuen, mit dem er unter einem Dache wohnt oder sonst zusammen lebt, man kann ihm ungefährdet jede Hülfe leisten. Unter den Mitteln, welche wir zur Verhütung der Cholera besitzen, ist vorzüglich die Reinlichkeit, und zwar die Reinlichkeit des Hauses und des Körpers. Wer sich gegen Cholera oder Typhus schützen will, der achte nicht nur auf die Reinlichkeit in den Prunkzimmern, sondern in allen Winkeln seiner Wohnung, und lüfte regelmäßig und mit Sorgfalt alle Räume. Vorzugsweise müssen die Orte, von denen die Verunreinigung der Luft ausgeht, wie die Abtritte, die Ausgüsse für Spülwasser, die Behälter für Kehricht und Küchen-Abfälle und die Orte zur Aufbewahrung gebrauchter Wäsche beachtet werden. Die Abtritte find am besten durch gute Lüftung des Abtrittsraumes und Desiufection der Excremente unschädlich zu machen; der Lnftverpestung der Ausgüsse kann nur durch Wasserschlüsse, sogenannte Syphon oder Trap, vorgebeugt werden, welche am leichtesten an der Ausmüudungsstelle der Ansgnßröhre anzubringen sind. Es muß auf die baldigste Entfernung aller Abfälle des Haushaltes gesehen werden, welche in sogenannten Sudelschäffeln, Kehrichtfässern 2c. gesammelt werden Wahre Herde der Miasmen sind jene Kammern, Körbe, Kasten und Schubladen, in welchen die gebrauchte Wäsche aufbewahrt wird. Während der Dauer der Epidemie thut man gut, alle abgelegte Wäsche sofort in eine scharfe Seifensieder-Lauge zu legen, einige Stunden sie darin liegen zu lassen, dann in Brunnenwasser auszuspülen und die Wäsche, wenn deren Reinigung nicht sofort vollendet wird, zu trocknen und für spätere Gelegenheit aufzubewahren. Insbesondere den Hausfrauen legt Pettenkofer die hier angeführten Maßregeln dringend an's Herz. Für Desinfection empfiehlt derselbe Eisenvitriol und Car- bolsäure. Besondere Reinigung und Desinfection bedarf aber Alles, was aus Cholera-Häusern und Cholera-Localitäten kommt, denn daran könnte in erster Linie der im Hause vervielfältigte Jnfectionsstoff hasten. Solche Leinen- oder Baumwoll-Gegenstände reinigt man am besten, daß man sie in heiße, scharfe Seifensiederlauge legt; schafwollene Gegenstände, Tuchkleider, Roßhaare und Bettfedern werden im Waffer gekocht und dann geschwefelt. Was aber in zweiter Linie die Reinlichkeit des Körpers betrifft, jo empfiehlt Pettenkofer nicht nur die Behandlung mit Waffer und Seife, sondern auch fleißigen Wechsel der Wäsche, denn dieser ist dem trockenen Bade zu vergleichen. Die Klei-
Acticiie
50, Q östr. F. St. E. B. 352 Lombard. Bahn 195 Ludwigsh. Bexbach 189% Maxbahn 132% Bayer. Ostbahn 1197/9 Rhein-Nahebahn-Act.
Hess. Ludwigsb.-Act. -
Jlußiüiiö.
Petersburg, 15. August. Der „Russische Invalide" bringt günstige Nachrichten über den Gesundheitszustand der rujsischen Truppen in Khiwa und die friedliche und vertrauensvolle Haltung der dortigen Bevölkerung. Die früheren Günstlinge des Khans, Muhamed Murad und Rahmadulla, wären nach Kasalinsk gebracht und werden dort in Hast gehalten. Eine erste, 500 Köpfe starke Abtheilung befreiter persischer Sklaven sollte Mitte Juli über Krasno- wodsk nach der Heimath gehen.
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Das Hilfs-Comitc.
Bechteler, Buchbinder. Dr. Brug, kgl. Bezirksarzt. Fleschhut F rz. I., Kaufmann. Fleschhut I. M-, Privatier. Freiherr v o n G i s e. H a g e n a u e r M a x, Kaufmann. H a g g e n m ü l l e r, k. Notar. Herz Fr. I. in Firma Gebrüder Herz. Hiebe ler, Goldarbeiter. Ho eß I., Brauerei- und Gutsbesitzer. Huber, k. Rentbeamte. Joch am Jos., Schuhmacher. Lederle, Stadtpfarrer. Markhart P. P., Bürgermeister. Mayer, Uhrmacher. Pölcher, Kaufmann. Probst Ed., Fabrikbesitzer. Sch edler L., Kaufmann. Spindler, Maler. Wald hör, Metzgermeister.
Sämmtliche Redactionen deutscher Blätter werden dringend gebeten, obigen Aufruf in ihre Spalten aufnehmen und zu Gunsten unserer Verunglückten eine Subscription eröffnen und Beiträge in Eupfang nehmen zu wollen. .
Zur Empfangnahme von Gaben ist bereit die ^xpebltlon bes „Gießener Anzeigers".
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 18. August. Die heutige Börje eröffnete heute bei stillem Geschäft in Ziemlich fester Haltung, ermattete jedoch etwas, als Berlin weniger feste Course sandte. Im Ganzen darf die Grundstimmnng als eine feste bezeichnet werden. In Creditaetlen scheint am hiesigen Plake noch ein großes Deeouvert zu bestehen und glaubt man, daß deren Cours noch keinen Rubevunkt erreicht hat und noch großen Schwankungen unterliegen durfte. Credttactien bewegten sich zwischen 249% und 248%. Staatsbahn schlossen 3ol%. Lombarden waren beute au dem niedrigeren Course von 193 etwas gefragt. Sie ermatteten auf Berliner Notiz, wo man von der wenig befriedigenden Wocheneinnahme schon unterrichtet zu lein scheint. Oesterr Bahnen still. Oestcrr. Prioritäten gesucht, namentlich Albrechtsbahn. Banken waren üemlick aut begehrt und erhielten theilweisc Coursaufbesserungen. Bayer. Handelsbank, Der- einSbank Prov.-Disconto, Deutsche Effeetcnbank besser. Oesterr. Nationalbank 3 ft. hoher. Silberrente etwas besser. Deutsche Fonds fest. 4% Proe. Bayern gefragt. Amerikaner anziehend. Von Wechseln London gesucht. Friedrichsdor 1 Kr., Napoleons % Kr. hoher.
Goldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . 9 36—38
n doppelte 9 36—38
Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 19%—20% Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 24%—251 :
Kopenhagen, 17. August. Der Großfürst Thronfolger von unb Familie kamen in Helsingör an, woselbst sie von der königlichen Familie empfanaen wurden. Dieselben begaben sich alsbald nach Fredeusborg.
Helsingör, 17. August. Der deutsche Kronprinz traf nut dem dänischen Kronprinzen um 6 Uhr Abends an Bord der „Grille" unter Kanonensalut hier ein und wurde von dem König von Dänemark, dem Ministerpräsidenten und den Spitzen der Behörden empfangen; er fuhr sofort nach
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Prioritäten.
3°/q östr. Stsb. Prior. 60’/2 3% östr s. Lombard 49% 3°/o Livorneser 33% 5% Toscaner 53% 50/0 Elisabeth.-Prior. 83% do. II. Emiss. 84_____________
Anieliensloose«
Darmstädter fl. 50Loose 208
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Kurh. 40 Thlr. Loose 70% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 22% 30 0 Oldenburg, ä 40Thlr. 37% 40,0 bayr. Präm.-Anl. 111% 4% badische Locse 110 Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1854 93% I858r Prioritätsloose — 1860r Loose 92% 1864t „ 157
Ruiloll flösse in Frauklnrt a. II.
Ferner dornicilirt: Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich.
Bsflrieller AgkiU Jänuntlidjcr Zeitungen des Zn- und Auslandes.
Unser freundliches Gebirgsstädtchen wurde am 28. dieses Monats Abends, zYllvIlllgtJ ZXIlilUllLcll -
durch ein furchtbares Unglück betroffen, indem der dasselbe durchfließende Steig- |g <!<-- „Deutscher Reichsanzeiger- und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Ber mer b°ch durch ein sehr heftiges Gewitter mit W».kenbruch zu einem reißenden
Strome anschwoü und mit kaum zu beschreibender Wucht seine kolossalen, u „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“
Wassermassen, die üb erd i eß noch viele zentnerschwere Steine und große ।
er'M Störung der Transpiration. Die Unterstützung der Hautthätigkeit durch innere Mittel (Pfeffermünz-, Camillen-Thee, warmen Wein rc.) ist in jedem einzelnen ......1 Falle dem ärztlichen Ermessen anheim zu geben. Um einen solchen Körperzu- ftant) herbeizuführen, welcher dem Einfluß der Cholera-Ursache erfahruugsmäßig am besten widersteht, sei die Nahrung zwar mäßig, aber genug, kräftig und leicht verdaulich. Man effe zur Cholera-Zeit, was Einem sonst geschmeckt und gut bekommen hat, und hüte sich nur vor jedem Uebermaß. Dasselbe gilt So wie es aber von Wichtigkeit ift, daß die Speisen nicht
Börsennachrichten.
18 August 1873.
Preuss. 4%°,o Oblig. 104%
Frankf. 3%°/0 Oblig. 87%
Nass. 4%° o Obi. 9'%
Kurhess. 4°/° „ —
Gr. Hess. 5% Obi. 101
Bayer. 5% „ —
„ 4%<% 1jährige 101%
„ 40 g 1jährige 96%
Wiirtemb. 4%% Obi. 100% Baden 4%°/o ObL c. E. L. — Oesterr. Silberrente 66%
„ Papierrente 63 Spanier, neuest. 3% 17%, Amerik. Bonds 1881r 100% , „ 1882r 97%
n „ 1885r 99%
„ 1887r 100%


