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und

Wechsel.

2

723/4

Oberhessen

Amerik.

Bonds

1882r 975/b 1885r 991/4

1887r 1001/.,

Oestr. 1858r 1860r 1864r

fl. 250 v. 1854 Prioritiitsloose 180 Loose 89

1461/,

Ein Fackelzug des Gesangvereins, Gesänge, und eine Ansprache des Directors beschloß diese schöne Feier, die noch lange in der Erinnerung aller Theilnehmer bleiben wird.

Lokal-Notiz.

Beschlüsse

des Gemeinderaths aus der Sitzung vom 30. October 1873.

Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Bücking, Dierv, Felsina, Gail, Hanstein, Homberger, Keller, Körber, Lüdeking, Noll, Silbereisen, Wallen- ' fcls und Wenzel.

Action.

Frankf. Bank 1461 2

Frank f. Vereins-Kasse 88

Dnrmst. Bankaot. 364

Rheinische Hyp.-Bank Wien Bankactien 961 Oeat. Creditact. 2181/g Galizien

ÄBileheiisioose.

Darmstädter fl. 50Looee 209 n 25 -

Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 207/f

30 0 Oldenburg, ä 40Thlr. 4% bayr. Präm.-Anl. 112i/2 40/0 badische Loose 1087/<, Badische fl. 35 Loose 67

Bayer. Ostbahn 111

Rhein-Nahebahn-Act. 291/5

Hess. Ludwigsb.-Act. 148

fördern.

Der Bericht der Special-Untersuchungs - Commission für das Eisenbahn- Concessionswesens, welche von Sr. Majestät unter Mitwirkung der beiden Häuser des Landtages niedergesetzt war, wird Ihnen unverweilt vorgelegt wer­den. Auch ist ein Gesetz-Entwurf vorbereitet, um die erkannten Uebelstände bei dem Concessiouswesen zu beseitigen. Nachdem der vorigen Legislatur in den Gesetzen über das Grundeigenthum eine wichtige R.'form gelungen ist, wartet Ihrer eine nicht minder große Aufgabe in der Berathung des Entwurfes einer Lormundschafts-Ordnung. Wiederholt wird Ihnen eine Vorlage über die Enteignung des Gruudeigenthums zugehen. Bei der Ausführung der Kreis- Ordnlmg für fünf der östlichen Provinzen ist die von der Negierung Sr. Ma­jestät früher ausgesprochene Zuversicht, daß die zuvor streitenden Kräfte gemein­sam und patriotisch Hand anlegen würden, um das Werk segeubringend für das Land zu gestalten, nicht getäuscht worden. Nachdem die Arbeiten dem Abschlüsse soweit entgegengesührt sind, daß die neuen Organe der Selbstver­waltung mit dem Beginne des nächsten Jahres überall werden in Wirksamkeit treten können, wird die Staats-Negierung Ihnen in der gegenwärtigen Session weitere Gesetz-Entwürfe vorlegen, welche die Reform der inneren Verwaltung auch in den höheren Instanzen nach denselben^Gcundsätzen zur Durchführung zu bringen bestimmt sind. Die in der letzten Session berathenen Gesetze, durch welche die Beziehungen des Staates zu den großen Kirchengemeinschaften^klarer und fester als zuvor geregelt worden sind, haben zum Bedauern der Staats- Regierung bei den Bischöfen der römisch-katholischen Kirche einen unberechtigten Widerstand gefunden. Je mehr die Regierung Dr. Majestät von der lieber- zeugung durchdrungen ist, daß das religiöse Leben der verschiedenen Confessionen durch diese Gesetze in keiner Weise gefährdet wird, um so entschiedener wird die Regierung, unbeirrt durch jenen Widerspruch, die Gesetze auch ferner zur Durchführung bringen und alle weiter erforderlichen Schritte rechtzeitig folgen lassen, um die ihrer Obhut anvertrauten Interessen vor Schädigung zu wahren. Sie ist überzeugt, daß sie bei der Lösung dieser Aufgabe auf die kräftige Unter­stützung der Landesvertretung rechnen darf. Meine Herren! Die zahreichen und wichtigen Arbeiten, welche Ihrer warten, werden nicht ohne neue lebhafte Kämpfe erledigt werden. Aber die Geschichte Preußens, und besonders die parlamentarische Geschichte der letzten Jahre, giebt Zeugiuß, daß die Landes­vertretung in fester Gemeinschaft mit der Regierling das für das Staatswohl Unerläßliche im rechten Augenblick durchzufühcen bereit ist. Das Bewußtsein, daß die Regierung Sr. Majestät ebenso wie die Landesoerrretung auch da, wo sie lebhaften Strömungen in einem Theile der Bevölkerung entgegenzuwirken genöthigt sind, nur von dem Streben für das Ziel der Gesammtheit geleitet werden, wird der Ausgleichung der augenblicklichen Gegensätze zum Stützpunkte dienen. Möge der versöhnende Geist der Liebe zum gemeinsamen Vaterlande auch bei den Arbeiten dieses Landtages segensreich walten! Im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre ich den Landtag der Monarchie für eröffnet.

Berlin, 12. November. Bei der Eröffnung des Landtages waren etwa 300 Mitglieder gegenwärtig. Der königliche Hof und die Diplomatie waren nicht vertreten. Das Ministerium erschien unter Vortritt Camphanscn's um 12 Uhr. Die Thronrede wurde beifällig ausgenommen, namentlich der Passus über Durchführung der Kirchengesetze. Die Feier schloß mit einem Hoch auf den König, welches vom Präsidenten des Herrenhauses, Grafen Stolberg, ausgebracht wurde.

Frankreich.

ruht, den Landtag der Monarchie in allerhöchst ihrem Namen zu eröffnen. Se. Majestät bedauern lebhaft, diesen bedeutungsvollen Act nicht allerhöchst selbst vollziehen zu können, um so mehr, als das Haus der Abgeordneten aus neuen Wahlen hervorgegangen ist. Namens Sr. Majestät spreche ich den Wunsch und die Hoffnung aus, daß der Staatsregierung bei der weiteren Durchfüh­rung ihrer wichtigen Aufgaben die vertrauensvolle Unterstützung des Landtages nicht fehlen und der Ernst und die Gemeinschaft des Strebens zur Quelle segensreicher Entwickelung der Staatseinrichtungen werde. In der Stimmung, welche bei den jüngsten Wahlen cnscheidend gewaltet hat, glaubt die Regierung Sr. Majestät den Ausdruck der Billigung der in der Gesetzgebung betretenen Bahnen finden zu dürfen; sie ist entschlossen, diese Bahnen ruhig und fest weiter zu verfolgen. Aus dem Entwürfe zum Staatshaulhats-Etats für 1874 wer­den Sw ersehen, daß die Finanzlage Preußens eine durchaus befriedigende ist. Die Staatsschuld ist durch die Finanzmaßregeln der letzten Jahre beträchtlich vermindert worden. Ein erheblicher Ueberschuß steht aus dem abgelaufenen Finanzjahre zur Verfügung. Durch die Erleichterung in den Steuerleistungen der untersten Volksklassen wird allerdings mit dem^nächsten Jahre em Ausfall in den Einnahmen einireten und weiter führt die Steigerung der Arbeitslöhne und des Preises fast aller Materialien zu einem Anwachsen der Ausgaben, welches bei wichtigen Zweigen des Staatseiukommcns die Erträge schmälert. Gleichzeitig lassen die zur Verfügung stehenden Mittel es zu, auch für das Jahr 1874 den hervorgetretenen erweiterten Bedürfnissen auf allen Gebieten der Staatsverwaltung in reichem Maße gerecht zu werden. Insbesondere wird es möglich sein, große Summen für die Verbesserung der dem allgemeinen Verkehr dienenden Anstalten bereit zu stellen, namentlich auch die Regulirung der schiffbaren Ströme und die Eröffnung neuer Wasserstraßen kräftig zu

Papierrente 59 Spanier, neuest. 3% 15 Vs - ' 1881r 100%

1. Die Herren Abgeordneten Dr. Goldmann, Küchler, Edinger und Hetnzerling hatten bezüglich der Erhebung des Octrois in der zweiten Kammer der Stände beantragt, die Groß- herzoql. Negierung um eine Gesetzesvorlage zu ersuchen, worin bestimmt werde, daß vom 1. Ja­nuar 1876 an in keiner Gemeinde des Großherzogthums Octroi auf 1) Brodfrucht, Mehl, Backwaaren, Kartoffeln, 2) Schlachtvieh, Fleisch und Fleischwaaren und 3) Brennmaterialien jeder Art, erhoben werden darf.

Dieser Antrag, welcher auch dem Stadtvorstande zu Gießen zur Aeußerung verschrieben war, wurde in der Sitzung vom 17. Juli c. dem Finanzausschuß zur Berichterstattung über­wiesen, und nachdem der Ausschuß die aufgeworfene Frage berathen, hatte sich derselbe dahin geeinigt, dem Gemeinderath folgende Resolution in Vorschlag zu bringen, nämlich:

Ohne sich über das Princip auszusprechen, beschließt der Gemeinderath, Großherzogl. Kreisamte Gießen auf die Aufforderung vom 12. Juli d. I. zu antworten, wie er es bei der bevorstehenden Veränderung der Gemeindeverwaltungsgesetze nicht für räth- lich halte, daß ietzt schon ein, die Gemeinden zur Aufhebung deS Octroi innerhalb kurzer Frist nöthigendes Gesetz erlaffen werde."

In der heutigen Sitzung kam diese Resolution mit 3 Separatvorträgen zur Vorlage nach ausführlicher Discussion wurde bei der alsdann erfolgten Abstimmung die Annahme derselben mit 8 gegen 6 Stimmen abgelehnt.

Der von Herrn Diery gestellte Antrag:

daß der Stadtvorstand sich mit den Anträgen des Abgeordneten Goldmann und Ge- noffen nicht nur vollständig einverstanden erklären, sondern sich wesentlich im Jntcreffe der Stadt Gießen noch weiter dahin aussprechen möge, daß die Aufhebung jeden Octrois erwünscht erscheint, daß jedoch mit Rücksicht auf die bevorstehende Verände­rung der Gemeindeverwaltungsgcsctze es räthlich erscheine, nicht jetzt schon ein, die Gemeinden zur Aufhebung des Octrois innerhalb kurzer Frist nöthigendes Gesetz zu

veranlaßen"

wurde mit 10 gegen 4 Stimmen angenommen.

Die Herren Keller und Körber erklärten, daß sie mit Rücksicht auf die in ihren Separat­vorträgen angeführten Gründen gegen letzteren Antrag gestimmt haben und dieser Erklärung schloß sich Herr Felsing an.

2. Eine Rechnung des Jacob Noll für Niederlegen eines Grabmals auf dem hiesigen Friedhof über 17 fl. 30 fr. wurde auf die Stadtkaffe übernommen.

3. Die Eingabe des Aug. Schlessinger über die schlechte Beschaffenheit des Weges an feiner Besitzung auf dem Seltersberg wurde an den Bauausfchuß verwiesen.

4. Ucver den Umbau einer Wegstrecke zunächst der Obermühlen kam ein zu 608 st. be­rechneter Kostenvoranschlag zur Vorlage, dessen Aufnahme in den 1874er Voranschlag beschloßen wurde.

5. In der heutigen Sitzung, zu welcher auch der Vertreter der Forensen eingeladen und erschienen war, wurden ausschl. der Umlag die übrigen Einnahmen zum Voranschlag für 1874 berathen und festgestellt.

Geistliche hielt einen der Feier angemessenen Vortrag, in welchem er einen kurzen Abriß des Lebens und Wirkens des Herrn Hof gab. In derselben Ordnung, wie angegeben, ging der Zug wieder nach dem Schulhofe zurück, wo dann der zweite Theil der Feier stattfand. Hier waren die dem Jubilar gewidmeten Geschenke aufgestellt. Von Sr. Majestät dem Kaiser war das allgemeine Ehrenzeichen mit der Nummer etngcsandt worden, von der Gemeinde wurde eine bis dahin verhüllte schöne Standuhr enthüllt, von den Lehrern des Kreises wurde ein Bild überreicht, von früheren Schülerinnen ein Gedicht und prächtig gestickte Pantoffeln, von seinen Schülern 2 schöne Tassen, von seinen 4 Söhnen, sämmtlich Lehrer, endlich wurde dem Vater ein schöner Sessel übergeben. Von den beiden Gemeinden, in denen Herr Hof früher wirkte, waren Schreiben eingelaufen, die ihm ein ehrendes Zeugpiß sind. Der Landrath des Kreises, am persönlichen Erscheinen verhindert, sandte ein schmeichelhaftes Schreiben.

Bei Ueberreichung sämmtlicher Geschenke wurden entsprechende Anreden gehalten, die dann am Schlüße von dem würdigen Jubilar, den die ganze Feier tief ergriffen hatte, mit wenigen kernigen Worten des Dankes erwidert wurden. Eine Ansprache des Geistlichen schloß auch diesen Theil der Feier.

Endlich begann, nachdem Herz und Auge sich erfreut, auch der Magen sein Recht zu verlangen. Etwa 60 Personen nahmen am Festessen Theil, bei welchem tüchtig gezecht, gesungen und toastirt wurde; besonders war der Geistliche in letzterem Punkte unermüdlich, und ist ihm überhaupt ein guter Theil am Gelingen und würdigen Abschluß des Festes zu verdanken.

~ mtnmohr prn.innf berüalick der Er- galt, selbst war. Der erste dortige Lehrer, Herr Hof, feierte fein 5»jähriges Dienstjubiläum,

t). Kameke zum wirklichen Kriegsminister y inbpü 3n dankbarer Anerkennung für die in dem Großherzogthum während 43 Jahren der Schule

Nennung v. Blanckenburg's zum Minister für Die landw. «llngelegeilyeiren l wep geleisteten treuen Dienste wurde der Jubilar schon einige Tage vorher von Sr. Königs. Hoheit

noch keine Entscheidung getroffen. dem Großherzoge mit dem Verdienstorden Philipps des Großmüthigen ausgezeichnet; das Ge-

cnotdttt <9 ^VA^Ptnhpr Mittaas. Soeben ist der Landtag durch den schenk war von einem recht freundlichen Glückwunschschreiben des Herrn Ministers des Innern

cm- a ar -Fk k* mit folaenbcr Tbronrede eröffnet wor- begleitet. Um 10 Ubr versammelten sich die Festtheilnehmer im Schulhofe. Ein stattlicher Zug

Minister - Vice - Präsidenten Camphaufen N t 9 7 o l bewegte sich von hier nach der Kirche, woran der Jubilar, begleitet von zweien im Schuldienste

den:Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Hausern des LaiiDtageö . ergrauten Kollegen eine ehrwürdige Erscheinung, dann die anderen Lehrer, die Angehöri- Se. Majestät der Kaiser und König haben mir den Auftrag zu ertheilen ge- flen des Herrn Hof, Schüler, Jungfrauen und zuletzt die anderen Festgenoßen Theil nahmen. Der ' .. ... _ fi L ; 1. ~"... ">> ... nrrtfFnon fWoffMipho foeli- öImöm knr (toior Ölnrfrnrr in tnplchpni Pr pinpti fiirapn OlfiriG fcpä ^pfipnÄ itnh

Versailles, 11. November. In der heutigen Sitzung brachte'Pascal- Duprat, von der Linken, ein Amendement ein betreffs Proclamirung der Re-; publik und deren Ratification durch ein Plebiscit. Die ferneren Verhandlung gen boten kein besonderes Interesse.

Adieu.

50 0 östr. F. St. E. B. 325'/- Lombard. Bahn 1611 2 jLudwigsh. Bexbach 183i/z

Max bahn 129

Goldsorteih

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 581/259'/r Pistolen 9 4244 doppelte 9 3638 Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 3537 20 Frankenat. 9 211/222*/8 Engi. Sover. 11 6456 Russ. Imper. 9 42 44 Dollar in Gold 2 2627

Börsennachrichlen.

12. November 1873.

Preuss. 4'/2° 0 Oblig. l-rankf. 41/2% Oblig. 86 4 Nass. 3i/20,0 Obi. 9D/2 Kurhess. 4U,° 95'/< Gr. Hess. 5u/0 Obi. , 40/0 9972

, n 31/2% -

Bayer. 5%

n 4IA,° 0 1jährige 993/4

40,0 1jährige 94/4

Wiirtemb. 4i/2°/o Obi. Baden 4 VgO/o Obi. c. E. L. Oesterr. Silberrente 635/6

Amsterdam

k. S. 99

Augsburg -

k. s. 100

Berlin

k. 8 1047 .

Bremen

k. S. 105t .

Brüssel

k. S. 93V4

Hamburg

k. S. 1051 ,

Leipzig

k. S. 105

London

k. S. 1193.,

Lyon

k. S.

Paris

k. S. 931/4

Wien

k. S. 102

ditto

m. S.

ditto

Disconto 4

1. S. 1015 8 °/o

Prioritäten.

30/0

östr. Stsb. Prior. 60

3%

östr s. Lombard 49

3%

Livorneser 31

5%

Toscaner

5O/o

Elisabeth.-Prior. 911/4

du.

II. Emiss.

(Eingesandt.) A

Am 6. d. Mts. war ich Zeuge eines Festes in der Nachbargemeinde Nodheim, das in £ seinem ganzen Verlauf eben so ehrend für die Gemeinde, als für den Gefeierten, dem das Fest

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Emil Fischbach