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das soll aelckeben durch da« neuelReaterung die Zustimmung der Stände dazu, daß der Stadt Main; ein wei-

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Schulen nicht aufzwingen.

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Recht über euere Kinder nimmt Schulgesetz.

teres Darlehen von 1 y2 Millionen Gulden zu 4 pCt. gegen halbjährige Kün­digung aus der Staatskasse gewährt werde.

Berlin, 8. August. Aus Anlaß der epidemischen Nuhrkrankheiten und des Auftretens der Cholera haben die Provinzialbehörden angeordnet, daß über die Erscheinung von Epidemieen mit strengster Genauigkeit Nachweisungen an­zufertigen und von 14 zu 14 Tagen an die Oberbehörde einzusenden sind. Sanitätspolizeiliche Maßregeln sollen unter Mitwirkung schleunigst zu bildender Sanitäts-Commissionen festgestellt und ausgeführt werden, namentlich sollen die Ortsbehörden durch geeignete öffentliche Belehrung für die Verbreitung von Verhaltungsregeln sorgen. Sodann ist Bedacht genommen worden, in Städten und dichtbevölkerten Jndustriebczirken eine genügende Anzahl von Anstalten zur Unterbringung Erkrankter zu haben. Die Ortsbehörden sind ferner angewiesen worden, namentlich in den größeren ländlichen Districten Depots von Desin-

ectionsmitteln, guten, stärkenden Weinen rc. anzulegen und eine genügende An- ahl von Krankenpflegern heranzuziehen. Die Landräthe und Kreisphysiker sollen ich von den Anordnungen der Ortspolizeibehörden und Sanitäts-Commissionen genaue Kenntniß verschaffen und dafür sorgen, daß die erforderlichen Maßregeln rechtzeitig und ausreichend ergriffen werden.

Berlin, 8. August. In Luxemburg beginnen die Wühlereien der Cle- ricalcn gegen Deutschland wieder. Es werdeu wieder großartige Demonstra­tionen unter den» Titel von Ovationen in's Werk gesetzt, wobei die gedrillten Massen dtlrch die Straßen ziehen mit Musik und unter Fackelbeleuchtung und unter lautem Johlen des famosen:Mir wolle bleiwe wüt mir sin! Mir welle glüt king Preiße gin!" (Wir wollen bleiben was wir sind! Wir wollen gar nicht Preußisch werden!") als ob es sich für die Luxemburger darum handle, Preußisch zu werden. Alle solche Manöver haben zum Zweck, das Land in Aufregung zu erhalten und es auf die ersehnteRevanche" vor- znbcreiten. Mit dem WorteNeutralität" im Munde, läßt dasWort" und seine Wiederkäucrin, die Jndependance Luxembourgcoise, nicht ab, wider Deutsch­land zu wüblen und zu Hetzen, insgeheim und öffentlich. Noch neulich wurde , von dem Bischof, im Einverständniß und im Verein mit den belgischen Vischö- ; fen eine große Wallfahrt nach St. Hubert, im belgischen Luxemburg, in's Werk gesetzt. Der Bischof mit seinen Seminaristen, Pastoren und Caplänen voran, , zogen die Wallfahrer zu mehreren Tausenden nach St. Hubert, um sich dort mitunseren belgischen Brüdern" im Gebete zu vereinig-u! Und wozu dieses Gebet? Damit Gott die Feinde (?) des Papstes und seiner weltlichen Herr­schaft (die Deutschen und die Italiener) von der Erde vertilge und das fromme, wallfahrtsselige Frankreich, d. h. seine Jesuiten, zu Herren der Erde mache. ' Ein Jeder weiß, daß das der Sinn des Gebets der frommen Pilger ist. Und das geschieht von dem Clerus eines neutralen Landes, dessen Organ, das Wort", so laut und prahlerisch für die Neutralität dieses Volkes in's

Horn bläst. ,

Posen, 9. August. DieOstdeutsche Ztg." meldet: Tue Cnnunal- Deputation des hiesigen Kreisgerichts beschloß auf die persönliche Vernehmung des Erzbischofs Ledockwwski zu vcrzichteu uiib in contumaciam zu verhandeln.

Wilhelmshafen, 3. August. DerOstfr. Ztg." wird geschrieben.- Wie leise Gerüchte gehen, soll die hiesige kaiserliche Werftverwaltung von höchster Stelle angewiesen fehl, ihre Vorrichtungen dahin zu treffen, bei even­tuellen Fällen eine Indienststellung der hier liegenden Panzerfahrzeuge, sowie der CorvetteAugusta" rc. rasch bewerkstelligen zu können. Man vermuthet, diese Maßregel stehe, auf die spanischen Zustände und daraus etwa erwachsende Eventualitäten blickend, nicht ohne Verbindung mit letzteren. Jedoch sind diese

Deutschland.

Aus Oberhessen, 8. August. Am 17. d. Mts. findet wiederum anläßlich der Verfolgung der alleinseligmachenden Kirche" eine große Wallfahrt nach Sternbach (bei Wickstadt in der Wetterau) statt. Mit Rücksicht auf die bereits angekündigtegroßartige Theilnahme" sind zwei Kapuziner Patres beor dert, welche Aushülse in der Spendung der Sacramente leisten sollen. - Die 23. katholische Generalversammlung findet, da der Abhaltung derselben in Regensburg verschiedene Hindernisse im Wege standen, vom 1. bis 4. Septem ber d. I. in München statt. Das St. Marien - Waisenhaus bet Neustadl im Hess? Odenwald wird, sobald der Beschluß der zweiten Kammer, die Aus­schließung der religiösen Genossenschaften von den Privat-Erziehungsanstalten betreffend, Gesetzeskraft erlangt hat, ausgelöst werden. Am 3 t. v. Mts. tagte in Friedberg eine kirchliche Conferenz, welche den Entwurf eines neuen Volksschulgcsetzes für das Großherzogthum Hessen berieth und beschloß, das dessallsige Referat, sowie die ausgestellten Thesen den beiden Ständekammern und dem Ministerium zu unterbreiten. Die bei der letzten-Jahresversamm­lung des hcssen-darmstädtischen Hauptvereins der Gustav - Adolph - Stiftung ge­sammelte Festcollect» von 104 fl. wurde zu gleichen Theilcn unter die nassauische Gemeinde GrieSheim und die westphälischeu Gemeinden Heldeubergen und Glei­dorf verthetlt. (Frkf- Journ.)

Darmstadt, 7. August. Der Ausschuß der evangelischen Landes synode, welcher znsammengetreten war,, um den Bericht des Ausschußreferenten Professor Köhler in Friedberg entgegenzunehmen und bezw. festzustellen, hat heute seine Sitzungen beendigt. Als Tag des Zusammentritts des Plenums ist der 9. September d. I. in Aussicht genommen, um welche Zett die zweite Kammer uoch vertagt sein wird, und werden demnächst die Einberufungen erfolgen.

Gerüchte noch vorsichtig aufzunehmen."

München, 8. August. Der Veteranenverein Augsburg beging am Sonntag seine Fahnenweihe, stand jedoch noch im letzten Augenblicke von der kirchlichen Weihe der Fahne ab, weil der katholische Pfarrer verlangte, daß die Fahne zuerst nach katholischem Ritus benedizirt werde, die meist der protestantischen Confession angehörigen Festjungsrauen und Spenderinnen der Fahne dagegen die Weihe nach protestantischem Ritus vorgenommen haben wollten. Unter solchen Umständen beschloß ber Veteranenverein, die Fahne gar nicht weihen zu lassen, verbrachte sie auf das Rathhaus und nahm sie hier

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Eine spätere Krasstelle lautet: , r

Diese Communalschulen sind überhaupt keine christlichen Schulen , ( was da von religiös - sittlicher Erziehung im Schulgesetz geredet wird, das j nicht von christlicher Erziehung, vielmehr können an diesen Communal- schulen auch Judenlehrer angestellt werden, so daß eure Kinder m Wirklich- i keit in Judenschulen gehen. So müßt ihr also eure Krnder auch mitunter in Judenschulen schicken, müßt mit eurem katholischen Gelde Lehrer bezah­len und habt keine katholischen Lehrer dafür, es werden euch eure alten Stiftungen genommen, welche zur katholischen Erziehung der Kinder ge­macht worden waren, und werden wenigstens deren Erträgnisse für Schulen verwendet, durch welche man gerade die katholische Volksschule zu.Grunde zu richten sucht, und das geschieht Alles unter dem scheine sittlich-religiö­ser Erziehung.

Eine dritte besonders gepfefferte Stelle lautet.

Man sieht, daß der Hauptgrund zu diesem neuen Gesetze nicht d e Verbesserung des Schulwesens war, sondern die Feindschaft gegen die 'Religion, welche man überall zu verfolgen und zu verdrängen sucht. " Schöne Schmeicheleien für unser Ministerium, ja sogar für den Groß Herzog, mit dessen Genehmigung das Gesetz vorgelegt wurdeI

Die Wuth steigert sich dann in einer vierten Stelle zu folgendem

Uebrigens ist es das allerschlimmste Spiel, welches man mit der Schule treibt. Aus der Schule geht das zukünftige Geschlecht hervor; der Mensch aber muß wie Alles so auch die Religion in der Kindheit lernen, aus einer gottlosen Schule gehen gottlose Menschen hervor , und die Zu­kunft gehört dem Unglauben, gehört den Männern der Leidenschaft und der Revolution. Unsere cousessionellen Schulen waren seither gut, setzt sollen sie Communalschulen werden, trotzdem die bestehenden Communal schulen in Bezug auf Unterricht und Erziehung weit hinter den Confessions- schulen zurücksteheu und von Niemand noch geliebt worden sind. Durch die Communalschr/len wird das Volk, welches daraus hervorgehen wird, ein gottloses und liberales werden. , f.

Das saubere Machwerk fanatischer Pfaffen und Jesuiten schließt endlich mit folgender Aufreizung zum Widerstand:

Wer kann daher dem bevorstehenden Schulgesetz seme Zustimmung geben: Nur eine Sorte Menschen, die nämlich abdanken wollen als Bür­ger, als Christen und als Menschen. Denn als Bürger dankst du ab, wenn du in öffentliche Angelegenheiten nichts mehr hineinzureden hast; wenn man mit dir und deinen Kindern machen kann, was man will, bist du kein freier Bürger mehr, so hat man ehedem die Sclaven behandelt. Und als Christ dankst du ab, wenn du dein Kind, das du zur Taufe ge­tragen hast, nun einer Schule übergibst, welche die Schule des Unglaubens ist. Und als Mensch dankst du ab, wenn man dir deine Kinder wegneh­men darf, wie man dem Thier seine Jungen nimmt und sie nach Gutdün­ken anbindct oder ersäuft. An der Schule hat der Staat allerdings ein Interesse, und das lassen wir ihm, aber die Familie, Vater und Mutter, haben auch ein Interesse und zwar mehr als ein Interesse, sie haben ein Recht auf die Schule, weil ihre Kinder die Schule besuchen und dieses Recht geben wir nicht dem Staate. Und die Kirche hat auch ein stecht auf die Schule uud zwar deswegen, weil ihr christliche und katholische Eltern seid und die Kirche die Schulen gestiftet und seither für sie gewirkt hat. Und alle diese Rechte geben wir nicht auf, und wir dulden nicht, daß der Staat allein die Schule nehme und damit mache, was er will, vielmehr muß Recht Recht bleiben uud wir lassen uns unser Recht nicht nehmen. Deswegen, hessisches Volk, ermanne dich, wehre dich und laß dir solche

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Colmar, 6. August. DieEls. Volks-Ztg." schreibt:Heute Mor­gen um 10 Uhr ist von den aus Frankreich heimkehrenden deutschen Truppen der Vrigadestab und das 2. Bataillon des 4. Pommcr'schen Infanterie-Regi­ments Nr. 21, zunächst von Gebweiler kommend, m unsere Stadt eingerückt und von dem berittenen Osficiercorps der Garnison empfangen worden. Nach ihrer Ankunft defilirten die Truppen in ausgezeichneter, strammer Haltung auf dem Marsfelde vor dem Brigade Commandeur, Herrn General-Major v. Wedell, vorbei und begaben sich dann nach ihren Quartieren. Dieselben halten hier Ruhetag und werden am 8. d. Mts. in der Frühe wieder abmarschiren."

Äus Süddeutschland, 7. August. In weiten, weiten Kreisen Deutschlands wird man sich der Erinnerung an das Ereignis; heute vor drei Jahren freuen, wo die deutsche Waffenbrüderschaft zwischen Nord und Sud neubegründet und alle Erinnerungen von 1866 auf ewig begraben wurden. ; Gerade in diesen Tagen vollzieht sich noch ein Act nachträglicher Dankbarkeit für die mit Weißenburg beginnenden Großthaten der deutschen Armee durch die freundliche Bewillkommnung und Aufnahme der aus Frankreich heimkehren- den -Truppen. Von ihnen singt der Dichter nicht:Und als sie kamen in'S bciitjaK Quartier, sie ließen die Köpfe hangen!" Können wir mit dem Rück­marsch unserer Truppen das Nachspiel des militärischen Kriegs als abgeschlos- sen ansehen, so wendet sich naturgemäß die Aufmerksamkeit der deutschen Nation mit um so größerer Energie dem Kampfe gegen die Rcichsseinde im Innern zu und unter ihnen sind' natürlich die stärksten auch diejenigen, welche am schärfsten in's Auge zu fassen sind. Der Kladderadatsch, der auch entschieden der Ueberzeugung ist, daß man gegen die Machtmittel einer staatsfeindlichen Weltmacht nicht mit Rosenwasser und kosmopolitischen Sentenzen fertig wird, ruft in einem feurigen Gedicht zur Eintracht unter allen freidenkenden Männern und zum Kampf in festgeschlossenen Reihen auf. Daß zu den Gegnern auch dieienigenConservativen" gehören, welche mit Herrn v. Gerlach denken und

Darmstadt, 9. August. Die Stadt Mainz hat zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen in Betreff der Stadt-Erweiterung 1,500,000 fl. nöthtg und ge= vltp..w ........ »-/-----, ------ . - =. ,, , . .

beten, ihr dieselben darlehensweise aus Der Staatskasse vorzuschießen, was nach,in seiner Person den Ultramontanen die Bruderhand reichen, hat ein halbanu- dem Stand der Finanzen keinem Anstand unterliegen dürfte. Da iudeß die liches Organ in seiner neulichen Recognoscirung des feindlichen pccrc h Stände beschlossen haben, daß alle Ueberschüsse, soweit nicht anders vereinbart 'mir aus Vergeßlichkeit nicht angeführt. Vielleicht schärfen dw nutvtanrer wird, zur Tilgung der Eisenbahuschulden verwendet werden sollen, verlangt die Waffe geführten Angriffe auf den Cultus-MiNister jetzt das officlose Gedäch

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