Wechsele
Überhessen
5
lich, selbst im
sichten u. s w. als besonders zuverlässig zu empfehlen
dern machen.
Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien
ditto ditto
Disconto
Börsennachrichlcu.
10 Juli 1873.
Prioritäten.
östr. Stsb. Prior. 60 östr s. Lombard 50% Livorneser 33% Toscaner 55’/« Elisabeth.-Prior. —
3O/o
3°/o 30/0 5%
74* i2
k.. 8. 983/6 k. 8. 100 k. 8 1047/8 k. 8. 105% k. 8. 93% k. 8. 105% k. 8. 105 k. 8. 117% k. 8. — k. 8. 92% k. 8. 104% m. 8. —
1. 8. 104% 0/0
Action«
Frankf. Bank 146
Frankf. Vereins-Kasse 109 Darmst. Bankact. 396 % Rheinische Hyp.-Bank 98«/z Wien Bankaction 1024 Oest. Creditact. 211 , j
Galizien 124' <____
Paris, 9. Juli. In Folge einer von dem hiesigen persischen Geschäftsträger an den päpstlichen Nuntius ergangenen officiellen Notisication von der Ankunft des Schahs, gab der Nuntius im Namen des diplomatischen Corps, als Doyen, den Wunsch zu erkennen, dem Schah vorgestellt zu werden. Der Empfang fand beute statt und währte anderthalb Stunden. Der Schah unterhielt sich, dem „Univers" zufolge, mit sämmtlichen Gesandten theils französisch, theils durch einen Dollmetscher. An den Nuntius wandte er sich mit besonderem Wohlwollen und fragte nach zahlreichen Details über den Papst und dessen Gesundheitszustand. Dem Gesandten von England sprach er von Neuem seinen Dank für den durch die Königin ihm bereiteten Empfang aus. Aehn- lich sprach er sich gegen den russischen Gesandten aus. Dem dänischen Gesandten gegenüber äußerte der Schah, daß, obwohl er nicht nach Kopenhagen gegangen sei, er doch fast in freundschaftliche Beziehungen zu der dänischen Königsfamilie getreten sei, da er die Bekanntschaft der Großfürstin Cäsarowna und der Prinzessin von Wales gemacht habe.
Paris, 10. Juli Der Schah von Persien hat gestern das Grab Na- poleon's im Jnvalidendom besucht. — Wie verlautet, wird Bar-le-Duc Lis zum 23. d. Mts. vollständig von den deutschen Truppen geräumt sein.
Türkei.
Konstantinopel, 9. Juli. Der ehemalige Großvezier Mahmud Pascha, gegenwärtig Gouverneur von Nostambul, ist abgesetzt und hierher Be rufen worden, wo er wegen während seines Großvezierats begangener Handlungen in Untersuchung gezogen wird.
VerMischtes.
Frankfurt, 8. Juli. Ein Frauenzimmer ließ in dem Zug der Main-Reckar- Babn der Morgens um V27 Uhr hier ankommt, ihren Dauglmg sauber gekleidet mit einem'Briefe zurück, worin die Bitte enthalten, das kleine Kind in das hiesige Fmdel- haus z ertranken am 5. ds. drei Brüder von 11—17 Jahren beim Baden im
Rhein. Zwei derselben wollten den dritten, der zu sinken begann, retten, verschwanden abCl 1 Ein^ussisch^r^Leweigner antwortete dem Voigte auf seine Drohung, ihm den Rücken einschlagen zu wollen: „Was geht mich das an, mein Buckel ist herrschaftlich!
Fri sch d acker zu (Sieben.
(=nnntflfl "den 13. Juli. Heinrich Röder in der Wallthorstraße, LouiS tfämmmtr auf dem Seltersweg und Heinrich Plank in der Neustadt.________________
Goldsorten«.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40
Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 10%—20% Engi. Sover. 11 46 — 48 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 25 %—26%
Aiiicliciisloosee Darmstädter fl. 50Loose — „ „ 25 „ -
Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. 46% Braunschweiger 23 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37% 40/0 bayr. Präm.-Anl. 110% 4°/o badische Locse 110 Badische fl. 35 Loose — Üestr. fl. 250 v. 1854 92% 1858r Prioritätsloose 202 1860r Loose 93% 1864r n 153%
öchmeiz.
Bern, 10. Juli. Eine Anzahl Mitglieder des Großen Naths von Bern hat bei dem Bundesratb gegen die Amtseinstellung der jurassische katholischen Geistücken und gegen die Decrete des Großen Rathes betreffs Amtsentsetzung des Bischofs Lachat und Einführung der Civilehe in den katholiscken Bezirken des Jura protestirt.
efuankuricfj.
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 10. Juli. Die Geschäftsstille dauert fort Wenn auch die Börse , fflbenb bekundeten aünstiqen Haltung heute einen ziemlich festen Grundton zeigte,
w d^Sllmmu d-chtm-in- unenttoiebene unb lustlose ba Säufer unb Bet»
33.,
wich.» ÄÄ W.
ES?itätcn Unaariscke Ostbalm beliebt. Staatsfonds durchgehends unverändert. In Banken war der Verkehr ebenfalls gering. Prov.-Disconto 1% Proc. 'Gemische Credit- bank 3 Droc. matter. Vereinsbank und Deutsche Effectenbank ziemlich behauptet. 1854er Loose gesucht. Von Wechseln London matter und Wien etwas bester. Friedrrchsd or /2 Kr. hoher.
dessen Ankunft vor. Nach einer der Allg. Ztg. zugegangenen Depesche aus Passau hatte der dortige Stadtcommaudaut die Weisung erhalten, daß der österreichische „Monitor' in statu quo daselbst zu verbleiben (7) habe und daß, wenn derselbe schon stromaufwärts gegangen, ihm telegraphisch die Weiterreise zu 8. ctuli. Vor den Schranken der bayerischen Gerichte haben
die Klerikalen wenig Glück. Erst kürzlich wurde Pfarrer Andra in Augsburg verhandelt und soeben hat das gleiche Geschick den vr L>igl ereilt. Gegen die Jniurien, die dieser letztere (in eifriger Nachahmung des römischen Euual- styls) vergeudet, ist die öffentliche Meinung schon ziemlich stumpf geworden, weit wichtiger aber als culturhistorisches Factum und als em Beleg für theologische Moral ist der andere Fall, der einen wahren Abgrund sittlicher Versunkenheit aufthat. Wir fühlen uns nicht berufen, vor Ihren^Lesern diese schwarze Wäsche auszurollen, aber die eine ^hatsache, daß em Mädchen, welches 1854 geboren wurde und 1872 starb, ihrem geistlichen Verführer nicht weniger als drei Kinder hinterließ, wird wenigstens, ein Fingerzeig sem, wie es um die Gewissenhaftigkeit dieses ,S-elenhirten" stand. Dtcs ganze kr.tffche Capttel war übrigens scdon ans dem vaticanischen Conclt von 1870 der Gegenstand erregter Cvntrovcrscn: denn in dem Schema de vita clencorum wurde nur der größten Unbefangenheit von den geistlichen „concubinaru“ gesprochen und das Maß der Nachsicht, das man gegen diese Verhältnisse üben sollte erschien weit mehr als eine Frage der praktischen Klugheit, denn als eine Frage der Moral. Ein Franzose erklärte offen, daß er Pfarrhöfe kenne, in denen die beiden Kaplänc die leiblichen Söhne des Pfarrers und seiner Wirth,chafterm seien so daß die ganze Familie hier unter einem Dache wohne; ein deutscher Bischof aber soll nach glaubwürdigen Zeugen sogar erklärt haben, wenn man selbst den „einfachen" Concnbmat verbieten wolle, so sei absolut nicht dnrchzu- kommen. All' diese Fakta bestätigt Prof. Friedrich in seinem Tagebnch vom römischen Concil. Bekannt genug aber ist es jedenfalls, daß die kirchlichen Oberbehörden auch in Deutschland unendlich mehr auf willfährige» Gehorsam, als auf Sittenstrenge sehen, und daß nach vaticanischen Begriffen, das die besten Priester sind, die sich am besten für alle Zwecke brauchen lasten. Für die Emancipation des Volkes aber, nicht von religiösen, sondern von hierarchischen Zdee» sind solche Vorfälle ein mächtiger Hebel. (N- Frkf. Pr.)
Fulda, 16. Juli. Bestem Vernehme» »ach ist die Entziehung des Staatszuschusses für das hiesige Seniinar bereits verfügt und der betreffende Erlaß wird dem Bischof alsbald mitgetheilt werden.
Bonn, 9. Juli. Heute Vormittag wurden die Mitglieder des Personals der „Dcntschcn Reichs-Zeitung", welche sich vor dem Zuchtpolizcigerichte weigerten. über bie Umftonbe, unter welchen bie Aufnahme eines Schmäharti- kels gegen ben altkatholischen Bischof Reinkens erfolgte, Aufklärung zu geben, sofort verhaftet unb in Verwahrung gebracht. Das ganze Personal ist in jener Beziehung vor ben Untersuchungsrichter citirt.
Oesterreich.
Klagenfurt, 7. Juli Gegen ben ehemaligen Minister - Resibenten in Frankfurt, Baron Reyer?ber sich gegenwärtig hier als Katholikenführer auf hält unb bei ber Frohnleichnams-Procession, aus ber Reihe tretenb, einem entfernt stehenden protestantischen Studenten ben Hut vom Kopfe schlug, hat bas Bezirksgericht ouf Klage bes Betroffenen wegen Ehrenbeleibigung eine Verhandlung auf ben 11. Juli anberaumt. Baron Reyer läugnete bei seiner ersten Vernehmung.
Preuss. 41 3° o Oblig. 104 Frankf. 3%°,0 Oblig. 87%
Nass. 4%° o Obi. 963/« Kurhess. 4°,° „ 96% Gr. Hess. 5° o Obi.
. . 40,0 „99
„ „ 3' ?/0 » 95« 2
Bayer. 5% r ~~ r 4’ .o.o 1jährige 100%
„ 4O,o 1 jährige 94
Würtemb. 4%o, o Obi. 1003/, Baden 4«/20/0 Obi. c. E. L. 100% Gestern Silberrente 65«/ö
„ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3% 18% Amerik. Bonds 1881r 99'/« „ , 1882r 96%
1885r 97% „ 1887r 98«, 2
5°/o
do. II. Emiss. 82 %
mehr als ie l^rnno yar ^raurreicy zu gvunvu, vnm 28121 Das Annoncen - Büreau von Rudolph Müsse, vertreten durch B.
ch unserer Rolle bemächtigen." Ueberall Deutschland, es ist entsetz- in Gießen, ist für bie Seföibevunfl »°« We5a'£n ÖÄ’’
im Orient soll es Licht und Schatten zwischen Russen lind Englän- m°> Empsehlungsanjeiacn, Kau ■unb stellengc, ich , 5
Paris, 8. Juli. Die Blätter stürzen sich jetzt auf den Schah, wie Fliege» auf den Honig. „Jetzt," so docirt Rchublique Frandaise, „hat die wahre Hauprstadt Frmckreichs einmal wieder das Gefühl ihrer Rolle im Lande aezeiat" Und nun entwickelt Gambetta's Organ die Rolle, die französischer Einflnß i» Persien gespielt hat, znmal an dem Briefe, den Napoleon 1. 1805 an Feth-Ali schrieb i „Da wirst den Rathschlägen eines Krämervolkes mißtrauen, das in Indien mit dem Leben und den Kronen von Fürsten Schacher treibt, und Du wirst die Tapferkeit Deines Volkes den Einfällen entgegenstellen, die Rußland so oft auf den Theil Deines Reiches wagt, der an sein Gebiet grenzt Feth-Ali befolgte den Rath, mußte 1813 aber zur osficiösen Vermittlung des Krämervolkes seine Zuflucht nehmen, um den Frieden von Gnlistan zu crlaugen, der dem Zaren sehr vortheilhaft war; 1828 mußte Persien dann drei Provin zen im Fliesen von Turkmantschai a» Rußland abtreten und 80 Millionen Rnbel Kriegsentschädigung zahlen. Frankreichs Verniittlunge» waren später so wenig glücklich wie damals, und man gesteht selber zu, daß sein Einflnß ui Persien jetzt auf dem Nullpunete steht, aber das kommt blos von der französischen Bescheidenheit, und eS ist hohe Zeit, eine Stellung wieder zu erobern, die Persien mehr als je Grund hat Frankreich zu gönnen, den» „Deutschland will jetzt sich unserer Rolle bemächtigen." D-ntillUand. »s ilt eutieü-
Actien.
5°, o östr. F. St. E. B. 358% Lombard. Bahn 201 % Ludwigsh. Bexbach 188%
Maxbahn 131
Bayer. Ostbahn 120 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. —
Ml ne in ein er Mizeister.
ZSessudere Bekanntmachung
OkffenNiche Aufforderunst
3198) Forderungen jeder Art an den Nachlaß des Philipp Lepper 11. von Reiskirchen sind binnen vierzehn 'Innen bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widrigenfalls dicselbm bei Reflulirimg des
Nachlasses keine Berücksichtigung finden können.
Gießen, den 7. Juli 1873.
Grotzherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher.
Psinr - Eonfcrenz.
Mittwoch ben 16. Juli, Nachmittags
2 Uhr, Pfarrkonserenz anf bcm Schiffenberg.
Ju Abwesenheit bes Decans: Strack.__________
3197) Mein Hühnerhund Oscar, schwarz mit weißer Kehle und langer Ruthe, ist am 8. d. Mts., Nachmittaps denen 5 Uhr in der Richtnnq nach Alt-Buseck abhanden ge
kommen. Indem ich vor Ankauf warne, sichere ich Demjenigen, der mir zur Wieder- erlangung des Hundes hilft, eine entsprechende Belohnung zu.
Trais a/L-, den 10. Juli 1873.
Amendt, Großh. Oberförster
2972) Ein Kegcljunge gesucht- Restauration Bramm-


