Einzelbild herunterladen

fr.

Nom, 7. Mai. Die sundheitszustaud des Papstes zwar noch immer schwankend,

mit friedlichen Gästen Händel gesucht, auf geschehene Aufforderung sich nicht entfernt und demnächst Sachen zerschlagen hatten, zu je 6 Monaten Gefäng- niß, und Arbeiter, welche auf offener Straße ruhig ihres Weges gehende Leute wörtlich und thätlich beleidigt hatten, zu 1 Jahr Gesängniß und darüber ver urthetlt und sofort verhaftet worden sind. Wer das Messer zieht, hat noch weitere härtere Strafen zu erwarten. Magdeburg, den 3. Mai 1873. Der Staatsanwalt Tessendorf."

Fulda, 3. Mai. Heute Vormittag sind sämmtliche preußische Bischöfe abgereist und so ist die ganze Zusammenkunft derselben spurlos an dem Publi­kum vorüber gegangen. Nur diejenigen, welche die Frühmesse in der Domkirche besuchten, wurden eigentlich etwas von dem bedeutsamen Ereignisse gewahr, und hier war es namentlich die impouirende Gestalt des polnischen Erzbischofs- Primas, welche Aller Blicke fesselte. Derselbe zeichnete sich durch seinen pur­purnen Talar und den goldenen Sporen er gehört nämlich den wenigen Trägern des päpstlichen Sporen-Ordens an von seinen übrigen Colle-

an der Newa gleich nach der Wiener Ausstellung zu einem Kriege führen. Gegen wen denn? Es wird noch viel Wasser durch die Seine fließen, ehe die Pariser begreifen lernen, daß das Bewußtsein nationaler Kraft sich nicht notwendig zum Schaden der Nachbarn geltend macht. Eine weitere Folge desselben deutschfeindlichen Geistes ist die steigende Sympathie, womit hiesige Blätter aller Farben aus die Bestrebungen der Czechen und Polen gegen die österreichische Verfassung blicken.

London, 6. Mai. Im Unterhause erwiderte der Unter-Staatssecretär Knatchbull-Hugessen auf eine Frage Adderley's, die Ursache des kriegerischen Vorgehens der Aschantis sei nicht leicht festzustellen; doch gehe das Gerücht, daß die holländischen Ansiedler den Anlaß gegeben hätten; die Invasion sei er­folgt, während England mit den Gesandten der Aschantis, die durchaus gar nichts geahnt, in friedlichen Unterhandlungen begriffen gewesen sei; übrigens habe England den Fantis, um den Einfall zurückzuschlagen, Waffen und Schieß­bedarf geliefert.

gestrigen alarmirenden Gerüchte über den Ge- bcstätigen sich nicht. Das Befinden desselben ist hat sich aber nicht verschlimmert.

Spanien.

aen aus.

Habsheim (Oberelsaß), 5. Mai. Seit gestern ist die Mutrer Gottes auch bei uns' eingezogen und zeigt sich gutdressirten Kindern und Schulschwestern in Kleidern von weißer', rother, blauer oder auch einer anderen Farbe. Aus der Westseite deß Dorfes zieht sich ein schöner mit Reben bewachsener Hügel hin, auf welchem ein Winzerhaus steht. Am Montag feierten die Winzer ihr Frühlingsfest und benutzten dieses Haus als Tanzboden und Trinkstube. Wie gebräuchlich, pflanzten sie bei diesem Anlässe einen mit Kränzen und Bändern gezierten Baum neben ihrem Festlocale auf, wo er bis zum nächsten Feste stehen bleiben soll. Diesen bunten' Baum soll sich nun die heil. Jungfrau aus­erwählt haben, um sich da in ihrer ganzen Glorie zu zeigen. Eben so wie in Gereuth und vielen anderen Orten strömen die Gläubigen herbei, fallen auf die Kniee und verrichten Gebete, welche ihnen selbst die Haare zu Berge stehen machen. Dabei werden aber die umliegenden Reben, die Saat- und Kartoffel­felder arg zugerichtet, und die Grundbesitzer sind ohnmächtig, dem Unwesen zu steuern. Man mußte deshalb die Gensd'armerie zu Hülfe nehmen, um die Fanatischen vom Platze zu treiben. Kinder und Erwachsene haben die Mutter Gottes gesehen, aber Niemand weiß, wer diese Kinder und Er­wachsene sind, wie sie heißen und wo sie wohnen. Selbst ein Judenkind wurde dieser Gnade theilhaftig und muß jetzt das Lob Maria's verkünden, mag es wollen oder nicht. Judenkinder gibt es in Habsheim gar viele, und nöthigen- falls ließe sich vielleicht eines finden, welches bei den Comödien eine Rolle übernähme. Die Tollheit des Volkes ist auf den äustersten Grenzen angelangt.

(Karlsr. Ztg ")

Nom, 5. Mai. Im Befinden des Papstes ist keine nennenswerthe Besserung eingetreten, doch wird derselbe am 13. d., auf welchen Tag sein 82. Geburtstag fällt, sein Möglichstes thun, um einen Empfang abhalten zu können.

Madrid, 6. Mai. Bei der Brücke von Vera hat zwischen Carlisten und Negierungstruppen ein Gefecht stattgefunden, bei welchem die ersteren 50 Todte verloren. /

LandwirthschaftlicheS

(Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) Die andauernd milde Witterung hat die heurige Frühjahrs-Vegetation außerge-

An Besoldung sollen beziehen:

1) die Vicare jährlich . . - 650 fl. 2) bei der definitiven Anstellung 900

Frankreich.

Paris, 5. Mai. Zwischen Frankreich und Marokko werden wahrschein­lich ernstliche Zwistigkeiten ausbrechen. Die französischen Truppen, welche den Häuptling Si Sliman ben Kaddur verfolgten, der sich wegen finanzieller Ver­legenheiten auf marokkanisches Gebiet geflüchtet hatte, überschritten die Grenze und nahmen diesen Häuptling und einen Theil seiner Leute jenseits derselben fest. Die Marokkaner werden sich dieses wahrscheinlich nicht gefallen lassen wollen und es wird wieder zu einem kostspieligen Feldzuge kommen.

Paris, 6. Mai.Bien Public" dementirt auffs Förmlichste, daß Un­terhandlungen wegen früherer Räumung Verduns stattfinden. Solche Gerüchte seien nur in Umlauf gesetzt, damit man später sagen könne, die Negierung habe einen Mißerfolg gehabt. Der größere Theil der Handelskammer sprach sich gegen die neuen Handelsverträge aus. Die Einen finden die Zollgesetze zu hoch, die Anderen zu niedrig. Die neuen republikanischen Deputaten wer­den bei dem Wiederzusammentritte der Kammer ein Manifest erlassen, welches die Unverletzlichkeit des Stimmrechts, die Auflösung der Versammlung und eine allgemeine Amnestie verlangt.Bien Public" sagt: Der Ministerrath berieth gestern über die constitutionellen Gesetzentwürfe, die der Kammer nach ihrer Rückkehr vorgelegt werden sollen. Die Behauptung, daß über die Auf­lösung der Kammer berathen worden sei, ist falsch.

Paris, 6. Mai. Daß die Reise des Deutschen Kaisers nach Peters­burg zu einer Menge von hämi,chcn Bemerkungen der hiesigen Presse Veran­lassung giebt, versteht sich von selbst. Die autorisirten Erklärungen der besten, deutschen und russischen Organe können eben so wenig wie die Evidenz fccr friedlichen Bedeutung eines solchen Schrittes das Uebelwollen des Chauvinist mus überwinden. Eine Berliner Correspondenz der Nopublique Fran^aise ver­steigt sich z. B- heute zu dem Schluffe, den großen Welt-Ausstellungen seien

3) vom 5. Dienstjahre an . 1'50 //4) 10. 1250

,,9) 15. 1400 -

Außerdem erhält der unverheirathete Mitprediger eine Wohnungsvergütung von 100

Gulden und der verheirathete 200 Gulden jährlich."

X Ein Gesuch der Feldschützen um Gehaltsaufbesserung wurde an den Finanzausschuß verwiesen.

XL Verschiedene Rechnungen über aus der Hand vergebene Arbeiten kamen zur Vorlage und wurde deren Berichtigung aus der Stadtkaffe beschlossen.

Lokal-Notiz.

Beschlüsse

aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 21. April 1873.

Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemcinderathsmitglieder Bücking, Diery, Felsing, Gail, Hanstein, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdcking, Nagel, Noll, Pietsch, Ricker, Silbereisen, Wenzel.

I. Nach einem zur Vorlage gekomnienen Schreiben Großh. Oberbaudirection ist das städtische Gelände neben der Turnhalle für den Neubau eines Gymnasiums dahier in Aussicht genommen und auf Anfrage bezüglich des Preises erklärt der Gemeinderath zu antworten, daß über diesen Platz erst dann von Seiten der Stadt verfügt werden könne, wenn wegen des Bau­platzes für das zu erbauende Universitätsgebäude definitive Entscheidung vorliege.

II. Ueber den an Ur. Leopold Königer abgetretenen dritten Bauplatz links der Grünber­gerstraße wurde der vorgelegte Kaufbrief für denselben durch den Gemeinderath unterschrieben.

HL Außer dem für das hiesige Regiment als Schießbahn schon abgetriebenen Theil des Stadtwaldes rechts der Grünbergerstraße wurde zur Verlängerung desselben noch ein weiterer Theil zum Abtrieb genehmigt und beschlossen, die Freigebung dieses Waldstreifens zu beantragen, damit die Steuerbefreiung für denselben eintrete.

IV. Die Beschlußfassung auf ein Gesuch deS Julius Hoch und Karl Seipp, um Abtre­tung von städtischem Gelände neben der Turnhalle als Bauplatz, wurde ausgesetzt, weil erst Bestimmung wegen der Bauplätze für das Universitätsgebäude und Gymnasium erfolgt sein muß.

V. Ein von Großh. Oberförsterei Gießen mit Andreas Balser in Steinbach abgeschlos­sener Handaeeord über Anfertigung von Gräben im Gießener Stadtwald erhielt die Zustimmung des Gemeinderaths, weil bei der hierfür anberaumt gewesenen Versteigerung kein Ergebniß erzielt worden war.

VI. Schreiner Adolph Hoß will auf sein, an die Stadtbach grenzendes Eigenthum einen Holzschuppen errichten und hierzu die städtische Bachmauer als.Fundament benutzen. Sein des- fallsiges Gesuch wurde abgeschlagen.

VII. Das Fahren des Sprengfasses gegen Vier Gulden tägliche Vergütung wurde dem Heinrich Simon übertragen und die Verwaltung ermächtigt, mit demselben nach dem vorgelegten Entwurf Vertrag abzuschließen.

VIII. Auf ein Gesuch von Grundbesitzern am s. g. Grüninger Weg um Verbesserung desselben erklärt der Gemeinderath, diese nach den Vorschlägen des Großh. Bürgermeisters ge­schehen zu lassen.

IX. Das Gesetz vom 26. November 1872, welches über die Gehalte der Dolksschulleh- ter Bestimmungen enthält, konnte nicht auch für die hiesigen Mitprediger angewendet werden; aber doch ist die Aufbesserung der Besoldungen derselben erkannt und auf Antrag der Schul- eommission Folgendes vom Gemeinderath beschloßen worden:

rurückerwartet. ucu Lvrurer wyr vier.

* Maadebura, 6. Mai. Dahier sind an den Straßenecken rothe Zettel Nom, 4. Mai. Der Papst lag gestern zu Bett, da ein Rückfall sei-

mit folaender für die allerwärts zunehmende Verwilderung charakteristischen "es Unwohlseins eingetreten war. Heute gab er 45 französischen Pilgrimen Aarnuna angeschlagen' Audienz. Vicomte Damas verlas im Namen der Letzteren eine an Pius IX.

^ur Warnung für alle Diejenigen, deren frecher Uebermuth, roher Sinn gerichtete Adresse, auf welche dieser in einer längeren französischen Rede ant-

und Lust am Bösen die öffentliche Sicherheit gefährden, mache ich bekannt, wortete. Die Pilger besuchten hierauf den Cardinal Antonelli. (Reuter's

daß vom hiesigen Strafgericht drei junge Burschen, welche in einerRestauratwn Bureau)

ten Vorschub leisten würden, was inzwischen leider durch die Berichte aus noch immer die großen Kriege gefolgt, deßhalb müffe auch die Zusammenkunft Elsaß-Lothringen bestätigt worden. Uebrigens werden sich auch fernere Diffe- cm? "

renzen zwischen Baden und der Reichsregierung ergeben, denn wie man uns mittheilt, hat die Badische Regierung in der Diätenangelegenheit ihre Ansicht dahin geäußert, daß der Widerstand gegen die Majorität des Reichstages in Bezug hierauf auf die Dauer nicht durchzuführen und eS daher gerathen sei, noch in der gegenwärtigen Session die Wünsche des Reichstages zu befriedigen.

Berlin, 8. Mai. DieProvinzial-Corresp." betrachtet das Zustande­kommen des Münzgesetzes als durch den Reichstagsbeschluß über die Ausprä-! gung von Zweimarkstücken zweifelhaft geworden, wenn weitere Erwägungen ! 6

nicht einen Weg der Verständigung zur allerseits als dringlich erkannten Durch-! Mai. Die Unsicherheit vor den Thoren giebt zu manchen

fübruna der Reform ergäben. Das genannte Blatt bezeichnet die Annahme £;a9e11 Anlaß. Vorgestern gegen Abend wurde ein Signor Tosi kurz vor der Kirchenvorlaqen durch das Abgeordnetenhaus in der Fassung des Herren- Porta Pia von zwei Wegelagerern seiner Baarschaft beraubt, Fürst Marcan- bauses in der Sitzung am Freitag oder Sonnabend als völlig unzweifelhaft, ^mo Borghese (Vater) entrann kaum dem Tode. Er kam vorgestern von Die allerhöchste Vollziehung und die Veröffentlichung werde voraussichtlich im v0110 d'Anzio, wo er große Besitzungen hat. Auf dem Kreuzwege nach Campo Laufe der nächsten Woche erfolgen. DieProv.-Corresp." schreibt! ferner, Morto erwarteten ihn drei maskirte Banden. Als er vorüberfuhr, drangen daß der Schluß des Landtages bei der großen Anzahl der-ande-ren-nichtigeein, doch der Kutscher setzte das Viergespann ii: Carriöre und entkam. Drei Vorlaaen trotz wünschenswerther Rücksichtnahme auf die gleichzeitigen Arbeitenj^ugeln jausten nach, verwundeten jedoch nur zwei Pferde, wenn auch schwer. des Reichstages nicht vor Pfingsten stattfinden werde. Fürst Bismarck wird Hagel und Frost vernichteten ui den letzten Tagen ein Drittel der Weinpfian-- aleichreitia mit dem Kaiser in der Nacht vom 10. auf den 11. d. in Berlin zmrgen m den Provinzen Velletri und Frosinone, auch int Albanergebirge litten rurückerwartet. ^ie Reben durch den am 1. Mai zurückgekehrten Winter sehr viel.

* Maadebura, 6. Mai. Dahier sind an den Straßenecken rothe Zettel Nom, 4. Mai. Der Papst lag gestern zu Bett, da ein Rückfall sei-

Pfund von 1 funden. Da sicht auf Q" den doppelt« -iehung gute entschädigt w

L E nur die N stabe nun* allgeinanb die Form de> bieW'ß der Lauch b Thierc gc^ Folge dessen biegt und 1 Form üb/g' verabruchen nehmen lQlv

Fleü werthes- ; gehall

Ermut ließ die Bert zweite Numm wegen ihres Einsendung beiden erschien

Im $1 für die Wb kannten, unt erscheinenden Ausstellungs - kamen neben zu Hülse. Di verschiedenen

22

mittags 21

2254) E arbeiten zur steller-Wachll bürg, Lollar, und @roH aller Watcri Submission r

Die Offerte mif der Ach

»Subr »11 $E bl? zum Sui

bei -er unter emzureicheu, folienanschiü blc Submissi kommen wer

Franksurt

liont . von M in dem H Krauch, 0 w

Zchri

Nadel

Bau- »»5 Hi

««6m, a

Hiri0