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50TfiS vierteljährig 1 fl. 12 fr. «rit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.
Erscheint täglich, m:i Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzletbera, Ltt. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsßtati für den Areis Giessen.
9?r. 28 Ä, 4H5ÖBÄHS®®$@ggSMB®
Mittwoch den 8. October
Ümtficher Th eil.
Betreffend: Die Bau-und Culturveränderungsoerzcichniffe. Gießen, am 6. October 1873. a
Das Großhcrzoglichc Stadtgericht Gießen
an die Groscherzoglichen Brtsgerichte des Bezirks.
Ja Folge höherer Weisung geben wir Ihnen auf, für die Folge die Verzeichnisse über Ban- und Culturveränderunqe» am 1. Juli leben Jahres an Großherzogllches Steuercommiffarial Gießen zu ndersenden, auch zu demselben gehörige Meßbriefe, die bis dahin noch nicht eingelangt fein sollten, baldthunlickst nachzusenden.
Bötticher.
Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit betreffend.
6- . .. Bezugnahme auf § ^9 des Mhstraf-Gesetzes werden diejenigen hiesigen Einwohner, welche Tauben halten, anfgefordert, wegen eingetretener Saatzert s lche bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe von 1 fl. von heute au bis zum 15. November 1. Js. iu den Schlägen einzuhalten. 9 9
den, 2. October 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
_____________ Nove r.
Politischer Theit.
DcuUcÖtiuih.
Aenderung der bisherigen Wahtverhaltnisse f.u Stadt- und solchen ^:^chw7 we^g S^Mh^e fiichen Md so darser doch M M L
Landgemeinden, welche durä) dce neue ßlpfpfcnpBund phitrptpn vnirh InnnpYnt'pfpH ftimmnn-. x«,. r.... cm ... s. , ?. . '
Schädigung bisheriger Wahlrechte treffen. Nach den Beschlüssen der zweiten Görtz eine Stimme ü sSIZäS’S « e„ S
Kammer, die mfofern auck vou dem Miiafcfruffp 8pt prftpn ^mmpr r^A,.- <ii..Ja^,r.-... unv gegen ow
Darmstadt, 5. October. Der vor Kurzem in dem benachbarten Nie-
in die
Landgemeinden, welche durch die neue Gesetzgebung eiutreten wird, hingewiesen werden, damit die Betreffenden noch frühzeitig die nöthigen Vorkehrungen gegen
fassen zu sollen. Das Land wird aber für die kräftigen Worte des Herrn Wasserschleben ihm Dank wissen und wenn er in den Reihen unserer Pairs mit
stimmuug der großen Mehrheit der Bevölkerung zählen. So dürfen wir endlich hoffen, in der ersten Kammer gegenüber den Herren Moufaug und Graf
I Ai AYn öl A Ifz' Mi *44 n £ *'. . CYA . £ ' ff t C .... , '
doch nicht vou solcher Bedeutung, daß sich nicht schließlich eine Ausgleichung! aufzunehmen, ..... vu..... tlu ™u.™re «lcl crreimi weroen rann allo v-l 1 hh'« Bclb,en 111 stellenden Gcsetzgebungs-Factoreu treffen ließe,!der Vorlage der Gesetze selbst; wenigstens^hoffeu wir ihr Schweigen so auf- und deshalb nimmt man IN nnterr ckteten Gra sen an. bnfi Mp 11P1.P N-T»iAl>i.iiAL' !tAs^ 1 7 V. Zweigen jo ans-
üud deshalb nimmt man in unterrichteten Kreisen an, daß die neue Verwaltungs- Organisation gesichert sei. Ist dies der Fall, so kann nicht frühe genug auf
Anmaßungen der Hierarchie sich erheben zu sehen. (Main-Ztq.ä
Darmstadt, 7. October. Heute früh 3 Uhr 30 Mu. wurde' hier -vt O «a »» vva I S-x «1.. X- . C l ! ... n* c n r- < . - « , _ '
Kammer, die insofern auch von dem Ausschüsse der ersten Kammer nicht beanstandet sind, wird die active Wahlfähigkeit und die davon abhängige Wählbar- fpfr . fnfprn mrfcf OiitAftf-Ai- aTs ....■: "VLi____
Auchen. Der Ausschuß erster Kammer hatte sich bekanntlich gegen den Beschluß als ein aussichtsloses Unternehmen erklärt. Einstimmig trat dre erste a o 4. t. c. m r < . - < r l Kammer dem Antrag ihres Ausschußes bei. Professor Wasserschleben bearün-
Kammel^R^^om. ^r Gesetzgebungs-Ausschuß der ersten dete seine Zustimmung mit den Worten, daß die Vorlage dieses unumgänglich
Kammer eine Reihe vou Ausstellungen an den von der zweiten Kammer zu denJwthlgen Gesetzes jedenfalls und ohne Ersuchen erfolaen werde Die Rcalernna L «1 Beschlüssen gemacht, so sind,^dieselzog'^'Lr? den^Kampf" m7Graf UÄVn Keundm
• wenn damit ein politisches Ziel erreicht werden kann, also bei
Mh ft-b6 °äUam u a/k a"°slr8r" °°Eegt, durch zweijährigen und im Odenwald ein heftiger Erdstoß wahrgenommen. Im Eisenbahn-Tunnel
Besitz , des Unterstutzungs - Wohnsitzes, d. h. al,o mit anderen Worten durch bei Höchst war das Getöse so stark, daß mau den Einsturz des Tunnels „vlerjahngen Wohnsitz an dem betreffenden Orte bedingt sein, so daß also befürchtete. ö
aüc Diejenigen, welche bisher die Wahlfähigkeit besitzen, aber noch nicht vier Jahre an dem Wahlorte domicilirt sind, demnächst ihre Wahlfähigkeit verlieren.
Hiergegen giebt es aber nur ein einziges Mittel, nämlich, daß der Betroffene sich die „Ortsbürger-Qualität" erwirbt, was freilich vielfach mit erheblichen kosten (Einzugsgeld rc.) verbunden sein wird. In letzterer Hinsicht ist wieder von Bedeutung, daß die zweite Kammer, womit der Ausschuß der ersten übereinstimmt, die Bestimmung in das Gesetz ausgenommen hat, daß durch Local- Statuten bestimmt werden kann, daß Ortsbürger, die das Bürgerrecht nicht vermöge der Geburt iu Anspruch zu nehmen haben, bei ihrer Aufnahme auf den Ortsbürger Nutzen für mehrere Jahre von dem Augenblicke an, in dem sie sonst in denselben einzutreten hätten, verzichten und dadurch sich von Bezahlung des ordentlichen Einzugs-Geldes befreien könnten. Auf die Errichtung solcher Local- Statuten wäre überall, wo viele vom neuen Gesetze Betroffene leben, entschieden hinznwirken.
Berlin, 6. October. Das Wiener „Vaterland" nennt den Fürsten Bismarck heute den „obersten Reichssacristan des neuen Kaiserreichs und daß Urexemplar der deutschen Gottesfurcht und frommen Sitte im Reichsrathe von Berlin" und droht mit den Exempeln, welche die göttliche Vorsehung an den mächtigsten Verfolgern der Kirche statuirt hätte, wobei es Heinrich IV., Fried- nd) 1., Friedrich II. und Ludwig den Bayer anführt und hinzufügt: „Selbst dieses Jahrhundert legt Zeugniß ab, bis zum Jahre 1870, bis zum Tode Na- poleonL HI. 1873." Dann fährt es fort: „Zwei Schläge vollführt der Neichsjacristan: er setzt den Papst ab und vernichtet die katholische Kirche. Diese doppelte Vernichtung über Oesterreich, Italien und die Schweiz auszu- dehnen, um dem preußischen Kaiserreich die Herrschaft über Europa zu sichern, ist nunmehr das Ziel seiner verzweifelten Politik. Die Schläge auf die Kirche gelten aber im letzten Hintergründe der politischen Existenz der Schweiz, Italiens und Oesterreichs, gleichwie Gustav Adolph nur deshalb die Sache des c > „ - - - - .....u....... -.........."/—......... Protestantismus verfocht, um Schweden die Herrschaft über Deutschland und
k^A^o^^^'^estellt gewesene Pfarrverwalter Basset hat, wie sich dieser Tage sich die Kaiserkrone zu verschaffen."
- Berlin, 7. Oct. Der altkatholische Bischof Reinkens hat heute Mit-
herausgcstellt hat in der verhältnißmäßig kurzen Zeit, während welcher er dort !-------- .. ^l|lyv, Jltul[cn8 „ar „eu
ba^ ^eel|orgeramt verwaltete, die dortige Kirchenkasse um 12,000 fl. bestohlen, tag in Gegenwart der von ihm adhibirtcn bekannten Zeugen de» Eid ebenso hat derselbe in Raunheim, wohin er vor einigen Wochen versetzt wurde, Hand des Cultusministers abgeleistet
1000 fl gestohlen und ist nun, da sich seine Verbrechen nicht mehr länger ver-, Berlin, 7. Oct. Der „Spener'schen Zeitung" zufolge wohnten der H'nterliffsimg seiner jungen grau fluchtig geworden und Vereidigung des Bischofs Reinkens der Uuterstaats-Secretär und die Räthc wird steckbrieflich verfolgt. Basset hatte, obgleich vo» Hause aus ohne alles ches Cnltusministeriums, sowie die vom Bischof adhibirten Zeugen darunter IXX11' fefr kostspielige Passtoneii, die er, wie sich nun herausstellt, auf.auch Knoodt und Hasenclever, bei. Rach einer Ansprache des Cultusministers, & h «'wertrauter Kirchenfonds zu befriedigen suchte. Uebrigeits!,n welcher derselbe hervorhob, es sei eine Pflicht der Gerechtigkeit, daß der harten d.e Defraudationen nicht stattftnden können, wen» d,e betr. Kirchenrech-^ Staat den Altkatholikeu helfe, um so mehr, als dieselben bereit seien, dem £CSr!U en k» gr°ß°s, nur wegen dem geistlichen Stand ^Kaiser zu geben, was des Kaisers sei, erwiderte Bischof Reinkens in ähnlichem
tfifi n müfi™1 'Ä aUfnh8e^ ban s°?r schwer,Sinne und leistete dann den Schwur der Treue. Aus der Eidesformel, die
La J' o'8( Gemeinde Nieder-Modau ist der schlag um so harter,ffich dem seitherigen Eide der katholischen Bischöfe möglichst anschloß, waren t i mr-vet.D eu ber durch den Gauner bei einem hiesigen Bankier versil-diejenigen Stellen entfernt, aus welchen katholische Bischöfe bwher zu inter- ^rkn Wer hpapwre Hauptfach ,ch die Pfarrbesoldung bestritten wurde. (Off. Ztgss pretiren gesucht hatten, daß das Gelöbnis; des Geborsanw gegen die Staats- Darmstadt, 6 October. Bei Berathuiig des Budgets m der ersten gejetze nur so weit gehe, als der dem Papste geleistete Eid nicht entgegeustehe. Kammer kam auch der bcinahi' einstimmig gefaßte Beschluß der zweiten Kammer Heute Nachmittag findet bei dem CultusMinister zu Ehren des Bischofs Rein- jur Verhandlung, die Regierung um alsbaldige Vorlage eines Kirchengesetzes zu kens ein Diner statt, dem sämrntliche Minister beiwohnen werden. Die Spen


